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kein weg mehr in sicht

  • Starter*in Starter*in keinen-sinn-mehr
  • Datum Start Datum Start
AW: wie bringe ich mich um - kein weg mehr in sicht

ich kann dir auch nur sagen die liebe ist nicht alles. auch wenn es für dich im mommoment so scheint. lass die liebe nicht dein leben bestimmen. geh mit freunden auf party, arbeite, such dir ein hobby oder egal was have fun.

glaub mir, mir gings schlimmer oder zumindest genauso schlim wie dir. blos das es bei mir ein großteil des lebens so war. alles hat ein ende. du wirst bessere kennenlernen. das leben geht weiter. und mit nur zu hause rumsitzten und alles in sich hinnein fressen wird das nichts. geh raus mach was. du wirst sehen das es vorwärts geht.
 
AW: wie bringe ich mich um - kein weg mehr in sicht

Hallo Leute,
erstmal muss ich sagen, dass ich es klasse finde, dass jeder seine Meinung zum Thema Suizid niederschreibt..
Ist euch aber in euren wilden Diskussionen eventuell aufgefallen, dass "Stefan" sich seit ner Ewigkeit nicht mehr öffentlich gemeldet hat!?
Natürlich kann es sein, dass er sich einfach nur als Gast gemeldet hat oder "nur" mitliest, aber es muss doch einen Grund geben, weshalb er nicht den registrierten Weg nutzt...

Ich finde alle Antworten von euch, haben sehr viel Wahres und Gutes, jedoch auch immer Punkte, die sehr zu kritisieren sind, egal welche Ansichten ihr habt...

Ich würde mich freuen, nochmal was von "Stefan" direkt zu lesen...egal was!!

Ich werde mir es (vorerst) verbieten, zu schreiben, was der Sinn des Lebens ist, wofür es sich lohnt zu leben...aber meistens lohnt es sich doch, zu lernen, mit Krisen umzugehen! Es ist machbar, auch wenn man meint, es wäre nicht so...Der eine ist mutig und lässt sich helfen, der andere hat keine Kraft mehr und kann alleine nicht mehr den Entschluss zum "Helfen-lassen" finden...

Tina
 
AW: wie bringe ich mich um - kein weg mehr in sicht

is schon alles recht und gut was ihr hier so schreibt....
ich meine ihr kritisiert ihn nur.... habt ihr mal nachgesehn wann er dass letzte mal geschrieben hat? wisst ihr überhaupt was er gemacht hat? ich würde erst auf eine antwort von ihn warten, bevor ich ihn weiterhin kritisiere....

cya
 
AW: wie bringe ich mich um - kein weg mehr in sicht

*nickundzustimm* und dann gast in beitrag ehm... ich glaube 56 kritisieren??? lest doch mal ein paar Beiträge vorher, da wird kein anderer Umgang gepflegt mit unserem Hilfesuchenden, finde es nicht viel niveauvoller.. auch wenn mal tacheles sein muss... ist ja auch ok, wundert es mich doch, dass einige so in ihren Beiträgen handeln dürfen (da gibbet dann beifall) und andere werden kritisiert... (war sicherlich wegen dem Idiot, ist schon klar aber wenn man mal liest weiß man auch dass es nicht so gemeint ist;0) )

komisch *sichwundert*

ist doch überall dasselbe.. irgendwann werden Foren zum verein... wenn dann mal wer von aussen kommt bekommt er gleich einen vorn latz geknallt... sorry, oder auch nicht, aber sowas stößt mir negativ auf!

Tori *jetztbestimmtaucheinenvornlatzbekommtundsichschonmalwarmanzieht*
 
AW: wie bringe ich mich um - kein weg mehr in sicht

Ich mische mich auch mal ein und muss sagen, das Stefan wirklich schon lange nichts mehr gesagt hat.
Vielleicht ist er als Gast noch hier, vielleicht ist er auch schon tod, wer weiß es?!

Manchmal wundere ich mich über Menschen...ich weiß aus eigener Erfahrung...und die liegt...lasst mich überlegen...22 Jahre zurück...das man mit Menschen zwar sprechen möchte...ein Patentrezept wie der Schmerz weg geht.

Gott eins, wieviele wissen wohl, das nur die Zeit den Schmerz lindern kann und ehrlich, vergessen werden wir nie ganz.
In dem Moment des Schmerzes können wir gar nicht begreifen, das es so einfach weiter gehen könnte und wir wollen auch gar nicht hören, wie beknackt wir eigentlich sind (schon gar nicht in dem Alter).

Mein Wunsch war es damals, was ich da nicht wirklich wußte, Mitleid zu erhalten. Wie ein kleines Kind in den Arm genommen zu werden, gewogen und ernst genommen mit meinem Schmerz. Selbst mein Vater hat den Satz gebracht, wie unglaublich das von mir wäre, sich das Leben nehmen zu wollen

( ich hatte mir die Pulsadern aufschneiden wollen. Habe heute...wartet ich zähle mal...zehn Narben am Arm und alle erzählen mir im nachhinein, das ich es so falsch gemacht habe. Toll, wenn ich es richtig gemacht hätte, wäre ich nicht mehr unter uns...was ich heute echt bedauern würde)

in den dritte Weltländern verhungern die Kinder und ich will mir das Leben nehmen. Klasse, ich wollte doch nur einen Menschen, der mir vermittelt, das ich ihm gefehlt hätte.

Nun, ich habe die Beiträge gelesen und ich habe ALLE gelesen die in Bezug zu Stefan gschrieben wurden und ich muss sagen...wie hieß das Forum gleich?...Hilferuf.de??

Ich konnte mit Abstand keinen Beitrag erkennen, der nur Ansatzweise mit Gefühl zu tun hatte, ich meine dieses Gefühl war nicht zu lesen, weil das was Stefan vor hatte (oder es sogar getan hat) in unsere Welt nicht rein passt. Klar, ich gebe allen recht, die sagen das Liebeskummer vergeht ect. aber in dem Moment wo der Schmerz einen beherrscht...manchmal braucht man ein liebes Wort, das Gefühl trotzdem wertvoll zu sein, auch wenn man Bockmist gemacht hat, klar auch mal klare Worte und als ich all das von Stefan las, war mir auch manchmal danach mit ihm Klartext zu reden, aber wer bestimmt denn was Recht und was Unrecht ist?!

Ich habe sehr viel Zuspruch gefunden, als ich mein Schicksal hier mitteilte, aber keiner hat wirklich mit Stefan über sein Gefühl gesprochen, das ist mir aufgefallen.

Gefühle...klar, ist in der heutigen Zeit ein Wort für sich, aber hier steht das Forum unter dem Namen "hilferuf" und egal was für ein Idiot Stefan in seinem Leben war (wie er sich selbst betitelte) oder nicht...ich habe seinen Schmerz gefühlt und mir wäre danach gewesen, ihn in den Arm zu nehmen und nur zu halten, damit seine Tränen endlich hätten laufen können, das hätte für mich was mit Hilfe zu tun gehabt.

Statt dessen wurde teilweise Meinungen kritisiert und die sind doch jedem selbst überlassen, oder?
Meinungen tauscht man doch nicht über den Kopf von suizid gefährdeten Menschen aus, oder?
Wir können alle unterschiedlicher Meinung sein...doch helfen wir auch in jedem Fall damit?

Ein liebes Wort, ein Lächeln, Verständniss und Mitleid sind nicht die größtgeschriebensten Worte auf dieser Welt und schon gar nicht für Menschen die Dinge tun oder tun wollen, wenn sie für uns unbegreifbar sind. Es ändert aber auch nichts an der Tatsache, das es Menschen gibt, die einfach nur alleine sind und erst recht, wenn sie sich die Freiheit nehmen wollen, auszusteigen!!! Dann sind sie wirklich alleine.
 
Was ist eigentlich mit euch los???

Da sich Stephan wohl eh nicht mehr hier melden wird, nutze ich genau diesen Thread um mal ein paar wie ich finde wichtige Dinge loszuwerden.

Was ist hier passiert, ich habe keine ahnung.. Ich weiß nur dass es eine Zeit gab da wurde hier nicht so mit Menschen umgegangen die keine Lust mehr auf Leben hatten!
Natürlich, ich kann verstehen wenn man die Aufrufe irgendwann satt hat und nicht mehr damit umgehen kann. Ich kann verstehen wenn man irgendwann dazu neigt etwas schroffer zu werden, da man meint demjenigen damit die Augen zu öffnen.

Ich kann sehr gut nachvollziehen dass man selber es für ungerecht hält dass ein Kind nicht leben durfte, es gerne gewollt hätte, es andererseits Menschen gibt die wegen ihrer Probleme nicht Leben möchten. Schmerz nicht mehr ertragen können.

Aber... was bitteschön hat denn der Hilfesuchende davon? Schmerzt es ihm deshalb denn weniger? Das ist traurig wegen dem Kind... sind aber deshalb seine Probleme gelößt?
Wie ich schonmal sagte, jedes Problem ist individuell und wird individuell von Mensch zu Mensch empfunden...!!!
JEDER, hat das recht darauf wenn er sich hier meldet, ernst genommen zu werden...
JEDER hat das Recht darauf wenn er sich hier im HILFEFORUM meldet, trost zu erfahren, anstatt angeranzt zu werden...

Wenn ihr hier schon zu lange rumeiert, und euch das vl. sogar schon abstumpft wenn hier jemand kommt der berichtet, er mag nicht mehr leben.. dann solltet ihr doch wirklich mal darüber nachdenken ob ihr nicht mal eine pause vom forum braucht, denn das hier, hinter den Bildschirm sind Menschen!

Das Problem ist das man diese Menschen nicht greifen kann. DAs Problem ist das man nicht weiß, wie werden sie reagieren wenn man ihnen mal ganz pur den Spiegel vorhalte (vl.sogar einer der nicht passt). DEr eine braucht es vl. so... aber für den anderen ist es vl. ein Grund es deswegen erst recht zu tun...

Also bitte, wenn ihr merkt dass ihr vl. im mom. einfach nicht mehr so sensibel sein könnt, dann nehmt euch ne auszeit oder lasst diejenigen darauf antworten die es können... So musste auch ich es irgendwann tun, da ich merkte ich war fast ein wenig abgestumpft...


So und hier nochmal ein paar aufklärende Worte zu Mythen über den Suizid damit hier auch solche Sätze wie:,,diejenigen die darüber reden tun es eh meist nicht'' vl. mal aus den Köpfen der Menschen kommen!!!
Ich bin nämlich überzeugt davon dass schon einige Suizidale Handlungen hätten verhindert werden können, wenn diese Mythen nicht in den Köpfen der Menschen wären...
---------------------------------------------------------------------------

Mythen über Den Suizid:

*Wer den Suizid ankündigt oder von ihm spricht, tut es nicht.

Dieser populäre Mythos ist grundlegend falsch! Die große Mehrheit (ca.80 Prozent) aller Suizide wurde vorher angekündigt. Auf unterschiedliche Weise wurde verbal und nonverbal signalisiert :,,Ich kann nicht mehr, ich brauche Hilfe!''
Man sollte daher JEDES Signal, auch bei mehrfach angekündigte Suizidversuchen, ernst nehmen. Freunde und Angehörige sollten auf Hilferufe EINFÜHLSAM und mit Zuwendung reagieren. Auf Reaktionen wie ,,Wir glauben dir nicht mehr'', kann häufig eine tödliche Suizidhandlung folgen, weil der Hilfeschrei allein als Signal offenbar nicht mehr reicht, um die Freunde oder Familienangehörigen emotional zu erreichen.

*Suizid geschieht ohne Vorzeichen.

Auch diese Behauptung ist falsch! Die Erfahrung zeigt, daß Suizide meist durch Zeichen und Signale angekündigt werden.

*Wer Suizid begehen will dem ist nicht mehr zu helfen.

Dieser Mythos ist Falsch. Viele Suizidgefährdete Menschen hoffen auf Hilfe und Rettung. Sie wünschen sich ein anderes Leben, und haben kurzzeitige Wünsche nach Ruhe die in einen Suizid münden können.

*Wer über Suizid nachdenkt ist verrückt.

Nein! Das Studium letzter Aufzeichnungen zeigt, daß viele Opfer zwar äußerst unglücklich waren, aber keinesfalls >>Geistesgestört<<. Besonders im jugendalter gehören Gedanken über den Tod und den Sinn des Lebens zum ganz normalen Entwicklungsprozeß. Nichts davon ist pathologisch. >>Wenn die Gesellschaftliche Akzeptanz größer wäre, ließe sich Angstfrei darüber sprechen, und wir würden erfahren, daß solche Gedanken nicht selten sind<<

*Wer einmal an Suizid denkt, wird es immer wieder tun.

Nein! Der konkrete Todeswunsch besteht oft nur in einer ganz bestimmten Lebensphase.

*Wer einen Suizidversuch macht meint es nicht ernst.

Leider stimmt auch dies nicht! Suizidversuche werden zu etwa 73 Prozent zufällig entdeckt und nicht durch einen Hilferuf der betreffenden Person.


*Die Besserung einer Krise bedeutet das Ende der Suizidgefährdung.

Nein! Viele Suizide geschehen in den ersten drei Monaten nach einer beginenden Besserung. Manche Patienten entwickeln grade dann die entscheidende Energie, ihre selbstzerstörerischen Entschlüsse auszuführen.


*Suizid ist erblich, ein Familienübel.

Nein! Ein >>Suizid-Gen<< ist bis Heute vond er Forschung nicht nachgewiesen worden. Wissenschaftler führen die häufungen von Suiziden in manchen Familien vielmehr auf ständige Verdrängung, problematische Familienkonstellationen, ungelößte Konflikte und das unvermögen, offen über Suizid und die Folgen in der Familie zu sprechen, zurück.


*Suizid gibt es öfter bei Reichen oder fast ausschließlich bei Armen.

Suizid ist weder das Problem der Reichen noch die Plage der Armen. Die Statistische Verteilung ist >>Demokratisch<<, alle sozialen Schichten sind gleichermaßen betroffen.


*Suizide geschehen meistens im November oder an Weihnachten.

Auch dies stimmt nicht! Die meisten Suizide finden im Frühjahr statt, vor allem im Mai. Der Meteorologe und Arzt Dietmar Buchberger, der Einsätze der Berliner Rettungswagen ausgewertet hat, glaubt dass Sonnenschein die Suizidneigung verstärkt. >>Immer wenn die Sonne scheint, steigt auch die Zahl der Menschen, die freiwillig in den Tod gehen wollen. Durch die Sonne wird die Energie gesteigert, lähmende Depressionen gehen dann zurück. doch die neu erwachte Aktivität führt nicht zu neuer Lebensfreude, sondern zum Selbstmordversuch.<<

Wußtet ihr übrigens ,dass es mehr Suizidopfer gibt zur Zeit in Deutschland als Straßenverkehrsopfer?

Es wäre daher glaube ich wirklich angebracht jedem seinen nötigen Respekt entgegenzubringen. Egal wie lächerlich ihr die Gründe noch finden mögt für einen Suizid, ihr selbst steckt da nicht drin!

Feinen Tag noch,
Tori
 
AW: wie bringe ich mich um - kein weg mehr in sicht

Tori...

in diesem Deinen Bericht kann ich Dir voll zustimmen

schönen Abend Allen noch
 
AW: Was ist eigentlich mit euch los???

Tori meinte:
Da sich Stephan wohl eh nicht mehr hier melden wird, nutze ich genau diesen Thread um mal ein paar wie ich finde wichtige Dinge loszuwerden.

Was ist hier passiert, ich habe keine ahnung.. Ich weiß nur dass es eine Zeit gab da wurde hier nicht so mit Menschen umgegangen die keine Lust mehr auf Leben hatten!
Natürlich, ich kann verstehen wenn man die Aufrufe irgendwann satt hat und nicht mehr damit umgehen kann. Ich kann verstehen wenn man irgendwann dazu neigt etwas schroffer zu werden, da man meint demjenigen damit die Augen zu öffnen.

Ich kann sehr gut nachvollziehen dass man selber es für ungerecht hält dass ein Kind nicht leben durfte, es gerne gewollt hätte, es andererseits Menschen gibt die wegen ihrer Probleme nicht Leben möchten. Schmerz nicht mehr ertragen können.

Aber... was bitteschön hat denn der Hilfesuchende davon? Schmerzt es ihm deshalb denn weniger? Das ist traurig wegen dem Kind... sind aber deshalb seine Probleme gelößt?
Wie ich schonmal sagte, jedes Problem ist individuell und wird individuell von Mensch zu Mensch empfunden...!!!
JEDER, hat das recht darauf wenn er sich hier meldet, ernst genommen zu werden...
JEDER hat das Recht darauf wenn er sich hier im HILFEFORUM meldet, trost zu erfahren, anstatt angeranzt zu werden...

Wenn ihr hier schon zu lange rumeiert, und euch das vl. sogar schon abstumpft wenn hier jemand kommt der berichtet, er mag nicht mehr leben.. dann solltet ihr doch wirklich mal darüber nachdenken ob ihr nicht mal eine pause vom forum braucht, denn das hier, hinter den Bildschirm sind Menschen!

Das Problem ist das man diese Menschen nicht greifen kann. DAs Problem ist das man nicht weiß, wie werden sie reagieren wenn man ihnen mal ganz pur den Spiegel vorhalte (vl.sogar einer der nicht passt). DEr eine braucht es vl. so... aber für den anderen ist es vl. ein Grund es deswegen erst recht zu tun...

Also bitte, wenn ihr merkt dass ihr vl. im mom. einfach nicht mehr so sensibel sein könnt, dann nehmt euch ne auszeit oder lasst diejenigen darauf antworten die es können... So musste auch ich es irgendwann tun, da ich merkte ich war fast ein wenig abgestumpft...


So und hier nochmal ein paar aufklärende Worte zu Mythen über den Suizid damit hier auch solche Sätze wie:,,diejenigen die darüber reden tun es eh meist nicht'' vl. mal aus den Köpfen der Menschen kommen!!!
Ich bin nämlich überzeugt davon dass schon einige Suizidale Handlungen hätten verhindert werden können, wenn diese Mythen nicht in den Köpfen der Menschen wären...
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Mythen über Den Suizid:

*Wer den Suizid ankündigt oder von ihm spricht, tut es nicht.

Dieser populäre Mythos ist grundlegend falsch! Die große Mehrheit (ca.80 Prozent) aller Suizide wurde vorher angekündigt. Auf unterschiedliche Weise wurde verbal und nonverbal signalisiert :,,Ich kann nicht mehr, ich brauche Hilfe!''
Man sollte daher JEDES Signal, auch bei mehrfach angekündigte Suizidversuchen, ernst nehmen. Freunde und Angehörige sollten auf Hilferufe EINFÜHLSAM und mit Zuwendung reagieren. Auf Reaktionen wie ,,Wir glauben dir nicht mehr'', kann häufig eine tödliche Suizidhandlung folgen, weil der Hilfeschrei allein als Signal offenbar nicht mehr reicht, um die Freunde oder Familienangehörigen emotional zu erreichen.

*Suizid geschieht ohne Vorzeichen.

Auch diese Behauptung ist falsch! Die Erfahrung zeigt, daß Suizide meist durch Zeichen und Signale angekündigt werden.

*Wer Suizid begehen will dem ist nicht mehr zu helfen.

Dieser Mythos ist Falsch. Viele Suizidgefährdete Menschen hoffen auf Hilfe und Rettung. Sie wünschen sich ein anderes Leben, und haben kurzzeitige Wünsche nach Ruhe die in einen Suizid münden können.

*Wer über Suizid nachdenkt ist verrückt.

Nein! Das Studium letzter Aufzeichnungen zeigt, daß viele Opfer zwar äußerst unglücklich waren, aber keinesfalls >>Geistesgestört<<. Besonders im jugendalter gehören Gedanken über den Tod und den Sinn des Lebens zum ganz normalen Entwicklungsprozeß. Nichts davon ist pathologisch. >>Wenn die Gesellschaftliche Akzeptanz größer wäre, ließe sich Angstfrei darüber sprechen, und wir würden erfahren, daß solche Gedanken nicht selten sind<<

*Wer einmal an Suizid denkt, wird es immer wieder tun.

Nein! Der konkrete Todeswunsch besteht oft nur in einer ganz bestimmten Lebensphase.

*Wer einen Suizidversuch macht meint es nicht ernst.

Leider stimmt auch dies nicht! Suizidversuche werden zu etwa 73 Prozent zufällig entdeckt und nicht durch einen Hilferuf der betreffenden Person.


*Die Besserung einer Krise bedeutet das Ende der Suizidgefährdung.

Nein! Viele Suizide geschehen in den ersten drei Monaten nach einer beginenden Besserung. Manche Patienten entwickeln grade dann die entscheidende Energie, ihre selbstzerstörerischen Entschlüsse auszuführen.


*Suizid ist erblich, ein Familienübel.

Nein! Ein >>Suizid-Gen<< ist bis Heute vond er Forschung nicht nachgewiesen worden. Wissenschaftler führen die häufungen von Suiziden in manchen Familien vielmehr auf ständige Verdrängung, problematische Familienkonstellationen, ungelößte Konflikte und das unvermögen, offen über Suizid und die Folgen in der Familie zu sprechen, zurück.


*Suizid gibt es öfter bei Reichen oder fast ausschließlich bei Armen.

Suizid ist weder das Problem der Reichen noch die Plage der Armen. Die Statistische Verteilung ist >>Demokratisch<<, alle sozialen Schichten sind gleichermaßen betroffen.


*Suizide geschehen meistens im November oder an Weihnachten.

Auch dies stimmt nicht! Die meisten Suizide finden im Frühjahr statt, vor allem im Mai. Der Meteorologe und Arzt Dietmar Buchberger, der Einsätze der Berliner Rettungswagen ausgewertet hat, glaubt dass Sonnenschein die Suizidneigung verstärkt. >>Immer wenn die Sonne scheint, steigt auch die Zahl der Menschen, die freiwillig in den Tod gehen wollen. Durch die Sonne wird die Energie gesteigert, lähmende Depressionen gehen dann zurück. doch die neu erwachte Aktivität führt nicht zu neuer Lebensfreude, sondern zum Selbstmordversuch.<<

Wußtet ihr übrigens ,dass es mehr Suizidopfer gibt zur Zeit in Deutschland als Straßenverkehrsopfer?

Es wäre daher glaube ich wirklich angebracht jedem seinen nötigen Respekt entgegenzubringen. Egal wie lächerlich ihr die Gründe noch finden mögt für einen Suizid, ihr selbst steckt da nicht drin!

Feinen Tag noch,
Tori

Hallo Tori,

vielen Dank für diesen Beitrag. Es tut gut deine Worte zu lesen.
Wie du sagtest, wer schon abgestumpft ist von den Problemen und Todesgedanken anderer Menschen, sollte eine Pause hinlegen.
Ich selber bin hier, auch weil ich oft Selbstmordgedanken habe. Ich kenne die Ursache meiner Gedanken, aber ich finde keinen Ausweg. Oft sitze ich, wie jetzt hier stundenlang in meinem stillen Arbeitzimmer in Keller und denke nach, wie es mit meiner nah liegenden Zukunft aussieht. Ich bekomme keinen klaren Gedanken. Was passiert mit meinem Sohn, der noch ein paar Jahre zur Schule gehen muss, wenn ich mich umbringe - Seine Mutter und die 2 erwachsenen Brüder werden für ihn schon sorgen. Ob er diesen Schock übersteht?
Ich bin 55 und habe vor mehr als 2 Jahren meinen Job verloren. Letztes Jahr habe ich eine kleine Firma für Software-Entwicklung gegründet. Leider sind die Einnahmen vom Tag zu Tag immer weniger und die Schulden immer. Als hochqualifizierter Diplom-Ingenieur finde ich mit 55 Jahren keine Anstellung mehr. Auch einen einfachen Job ist nicht zu finden.
Es mangelt mir nicht an Pflichtbewussein und auch nicht an Verantwortung. Nur ich sehe jetzt keinen Ausweg. Oft denke ich an den Tod - einen Tod ohne Rumoren. Ständig wenn ich mich bei Versuch zum Einschlafen hinlege, kann ich diese Gedanken nicht loskriegen.
 
AW: wie bringe ich mich um - kein weg mehr in sicht

Hallo Dajoto,

Ich habe grade erst deinen Beitrag gelesen, bin leider grade etwas im Streß (baldige Examensprüfungen usw.), möchte aber gerne näher auf deine Situation eingehen und nicht nur hier ein paar schnelle zeilen anreißen, nicht dass du denkst ich überlese dich...

Morgen ist endlich wochenende, da hätte ich ein wenig mehr Zeit. Wenn du magst könnten wir uns auch mal im Chat treffen und darüber ausführlicher quatschen, was hältst du davon?

Lieben Gruß dir bis dahin,
Tori
 
AW: wie bringe ich mich um - kein weg mehr in sicht

Tori meinte:
Hallo Dajoto,

Ich habe grade erst deinen Beitrag gelesen, bin leider grade etwas im Streß (baldige Examensprüfungen usw.), möchte aber gerne näher auf deine Situation eingehen und nicht nur hier ein paar schnelle zeilen anreißen, nicht dass du denkst ich überlese dich...

Morgen ist endlich wochenende, da hätte ich ein wenig mehr Zeit. Wenn du magst könnten wir uns auch mal im Chat treffen und darüber ausführlicher quatschen, was hältst du davon?

Lieben Gruß dir bis dahin,
Tori

Hallo Tori,

P.S. Ich habe noch nie 'gechatet' . Aber wir können mal versuchen. Ich freue mich wirklich.

dass du trotzt Prüfungstress noch Zeit findest für fremde Belange, finde ich großartig und sehr menschlich.
Mache erst in Ruhe deine Sache. Ich wünsche Dir viel Glück und drücke Dir beide Daumen.

Ich melde mich wieder

Grüße
 

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