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Kein Vertrauen in andere Menschen mehr und Isolation seit Corona

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Aber wäre es denn bei anderen Menschen groß anders gelaufen? In allen Kreisen war ich mittenmal raus. Ob Studium, Mannschaft oder Partei. Und das sind Querschnitte der Gesellschaft.
Vielleicht wäre es mit anderen Menschen anders gelaufen, das kann man nie sagen. Aber wenn du gleichzeitig sozusagen aus allen Kreisen rausgeflogen bist - während andere während derselben Zeit und in der gleichen Situation nicht "rausgeflogen" sind - könnte man da vielleicht doch auf die Idee kommen, dass es an dir gelegen haben könnte? Evtl auch an den Erwartungen, die du an diese "Kreise" hattest? Ich zähle in Krisenzeiten nur auf FREUNDE, nicht auf "Kreise" wie einen Verein, eine Partei, Kommilitonen o.Ä.
Und doch: Es ist die Gesellschaft.
(...)
Das ist jetzt natürlich sehr abstrakt, weil es theoretische Staatslehre ist.
Und was ist mit deiner Krebserkrankung? Dass da nicht mal deine gute Freundin für dich da war, war daran auch "die Gesellschaft" schuld? Macht irgendwie keinen Sinn, oder?

Was ist überhaupt mit deiner Familie?

An deiner Stelle würde ich versuchen, das, was vergangen ist, abzuhaken. Du hast jetzt auf schmerzliche Weise erfahren müssen, dass Gruppierungen und Einzelne, die du für wertvoll gehalten hast, für dich doch nicht so den Wert hatten, wie du gedacht hattest, und dass auch du denen bei weitem nicht so viel bedeutest, wie du dir das gewünscht hättest.
Also halte dich nicht weiter mit diesen Leuten/ Kreisen auf. Mach einen Schnitt, such dir künftig deine Freunde besser aus und erwarte nicht so viel von losen Gruppen, die wegen einem Hobby oder einer Einstellung einen Teil eines Weges gemeinsam gehen.
 
In einer schwierigen Situation wurden gesellschaftliche Entscheidungen getroffen, die alle betreffen, nicht nur Dich. Ob diese richtig oder falsch waren ist hier auch nicht von Relevanz.

Das sehe ich anders:
Das ist hier nicht der geeignete Ort, um über diese Maßnahmen im Einzelnen zu diskutieren.

Aber wenn einzelne Menschen leiden aufgrund von gesellschaftlichen Maßnahmen, ist die Frage nach deren Sinn sowohl legitim als auch relevant.

Lieber TE,

auch ich spüre aufgrund von verschiedenen politischen Maßnahmen aus Gründen, deren Erörterung hier zu weit führen würde, seit einiger Zeit einen massiven Vertrauensverlust gegenüber unserer Gesellschaft.

Wie ich damit in Zukunft umgehen werde, weiß ich allerdings noch nicht.
 
Hi sunnyside,

tut mir leid, dass das alles so gelaufen ist, wie du es hier beschreibst. Muss schon eine derbe Enttäuschung gewesen sein. Reha klingt gut. Da bist du in einem geschützten Umfeld und mit Menschen zusammen, wo auch nicht immer alles rosig verlaufen ist. So schwer es klingt , wir müssen lernen, uns selbst unser bester Freund / Freundin zu sein. Sich selbst Gutes tun, Freundschaft zu sich zu pflegen. Das schraubt die Erwartungen runter und bewahrt vor Enttäuschungen. Und ich wünsche dir, dass du Stück für Stück lernen kannst, dich wieder zu öffnen. Auch dabei wird man auf die Fresse fliegen. Aber immerhin hast du es dann probiert. Alles Gute dir.
 
Und doch: Es ist die Gesellschaft.
Die Gesellschaft wählt zur Bündelung ihrer Interessen Parteien. Und die richten entsprechend dieser Interessen ihre Politik aus. Und die Gesellschaft hat eben entsprechende Parteien gewählt, die in der Regierungsverantwortung die Regeln getroffen haben, die zu meiner Erkrankung beigetragen haben.

Die Menschen wählen Parteien, überwiegend nicht weil sie so sehr von ihnen überzeugt sind, sondern viele lediglich nach dem vermeintlich kleinsten Übel. Nach dem Motto: die sind weniger schlecht als die anderen. Viele wissen gar nicht was sie wählen sollen, weil sie zu überhaupt keiner Partei besonderes Vertrauen haben. Irgendwas wählen sie dann, aber nicht weil sie davon überzeugt sind.

Niemand hat die damaligen Parteien 2017 (!) wegen Corona gewählt. Corona gabs bei der Wahl gar nicht. Selbst wenn man gewusst hätte, dass es 3 Jahre später plötzlich da ist, hätte niemand vorher sagen können welche Partei welchen Standpunkt dazu einnehmen wird. Keiner hat 2017 irgendwas unter Corona-Gesichtspunkten gewählt.

Corona war dann da und die Regierung hat entschieden wie sie entschieden hat. Sie hätte auch ganz anders entscheiden können und die Bevölkerung hätte das ebenfalls hingenommen. Das heisst aber nicht dass jeder einzelne Bürger mit jeder Maßnahme einverstanden war. Die Corona-Regierung mit Spahn als Gesundheitsminister wurde abgewählt. Wäre das alles total super und toll gelaufen, wäre die aktuelle Regierung sicherlich eine andere.

Die Gesellschaft ist nicht schuld. Die Gesellschaft macht keine Regeln. Regierungen tun das. Und die Regierung wurde abgewählt. Das die neue Regierung teilweise ins neue Horn bläst, kann man schlecht finden. Aber irgendeine Regierung muss es geben. Die Gesellschaft ist nicht schuld, wenn bestimmte gesellschaftliche Positionen durch Parteien kaum oder gar nicht abgebildet werden.



Ich habe den Mitspielern noch in der Kabine mitgeteilt, dass ich das Verhalten nicht gut fand und mich das sehr verletzt habe. Unser Kapitän sagte dann, dass das keine böse Absicht gewesen sei. Man habe einfach nicht darüber nachgedacht, mir Bescheid zu geben. Ich sagte darauf, dass ich der einzige TW der Mannschaft sei und das ja deswegen schon hätte auffallen können. Und dass es mich sehr verletzt habe, dass sonst immer an andere Verletzte Karten geschickt wurden, nur an mich nicht. Er meinte, ich solle mich nicht so anstellen und jetzt sei ich ja wieder in der Mannschaft integriert. Außerdem habe die Mannschaft davon nichts gewusst.

Die Mannschaft hat nichts von deiner Krebs-Erkrankung gewusst?

Der Kapitän hat sich entschuldigt und es aus seiner Sicht erklärt. Anstatt das anzunehmen und es dabei zu belassen, hast du weitergebohrt. Kann man machen, allerdings schlägt man sich damit selbst die Tür zu. Denn mehr als erklären und entschuldigen kann keiner. Wenn das dann trotzdem nicht reicht, dann ist das eben so und man steht alleine da.

Ist jetzt so gelaufen. Ich würde fürs nächste Mal versuchen Dinge nicht persönlich zu nehmen, vor allem dann nicht, wenn jemand explizit erklärt dass es nicht persönlich gemeint war und es zunächst keinen Grund gibt, das nicht zu glauben (insbesondere kein mehrmaliger Wiederholungsfall).
 
Hallo,

mir geht es auch nicht gut. Nichts ist schlimmer als keinen Zugang zu Menschen zu finden. Menschen sind soziale Wesen und für das seelische Überleben auf die Zugehörigkeit und das Angenommensein in einer Gruppe angewiesen.

Man war bemüht und hat besten Willen gezeigt und aus der Gruppe interessiert sich niemand wirklich für einen. Man wurde übergangen und ausgeschlossen. Natürlich trifft einen das auf das Ärgste im Inneren .

Deplaziert finde ich hier nun mit 0815-verhaltenstherapeutischen Tipps zu kommen, wie "geh raus unter Leute und mach', es liegt nur an dir, ändere dein Verhalten...". Das wirkt schuldgebend und provozierend und man zeigt damit nicht, dass man das Ausmaß der seelischen Verletzung verstanden hat. Genau das wünscht man sich aber erstmal: Verstanden zu werden.

Zumal kann nicht jeder unter diesen "normalen Menschen" Fuß fassen. Wenn man etwas sensibel ist, zurückhaltend, vielleicht gehandicapt oder etwas "eigen" wirkt, bleibt man leider sehr leicht im Abseits. Menschen scheinen in ihrem sogenannten sozialen Gruppenverhalten immer jemanden zu brauchen, der Außenseiter ist. Jemand der anders ist, mit dem man nichts zu tun haben möchte. Was die Funktion zu haben scheint, die Gefühle von Zusammengehörigkeit und Überlegenheit der übrigen Gruppenmitglieder zu stärken.

Die Idee mit der Reha finde ich gut. Im geschützten Rahmen kann man positive Erfahrungen mit Menschen machen. Irgendwie auch traurig, dass man überhaupt solche Gruppenregeln aufstellen muss, dass man respektvoll und achtsam miteinander umgehen soll etc.. Aber "in der freien Wildbahn" geht es nun mal meistens ganz anders zu. Ich habe selber nach jahrzehntelangen Bemühungen aufgegeben mit "normalen Menschen" in Kontakt zu kommen. Ich komme mit diesen raubtierhaften Verhaltensweisen nicht zurecht und bin auch immer das erste Opfer. Menschen können so unbarmherzig und vernichtend sein und ziehen oftmals daraus auch noch ihren Genuß. Dieses lustvolle Böse ist für mich so verstörend wie unerträglich.

Der einzige Weg kann nur sein, doch noch irgendwie seine soziale Zugehörigkeit zu finden. Alleine kann man nicht überleben, geschweige denn gesund bleiben. Und je länger man sich in der Isolation befindet, desto schwieriger wird es da wieder herauszukommen, weil die Fähigkeiten immer weiter verkümmern und sich die negativen Gedanken immer weiter festsetzen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Doch das bist Du. Niemand ist perfekt und hier ist es auch nicht immer so einfach. Ich verstehe Dich und Deine Prinzipien nicht, aber ich lese Deine Beiträge schon gern, weil Du eigentlich auch sehr reflektiert bist.

Ich bin aber auch kein Psychiater. Ich finde aber dass es schade um Dich wäre wenn Du so allein bleibst, ich kann mir gut vorstellen dass Du eine Bereicherung bist für eine Freundschaft oder eine gute Unterhaltung auf einer Party. Du willst Dir Hilfe holen, mach das! Und dann wird das was.

Und im Endeffekt muss jeder mit diesen Enttäuschungen umgehen. Es gibt immer mal Menschen die einen enttäuschen. Bei Dir ist es nun echt zu viel. Andere Menschen kannst Du nicht ändern, daher konzentriere Dich auf Deinen Anteil!

Danke Insta 🙂
 
Vielleicht wäre es mit anderen Menschen anders gelaufen, das kann man nie sagen. Aber wenn du gleichzeitig sozusagen aus allen Kreisen rausgeflogen bist - während andere während derselben Zeit und in der gleichen Situation nicht "rausgeflogen" sind - könnte man da vielleicht doch auf die Idee kommen, dass es an dir gelegen haben könnte? Evtl auch an den Erwartungen, die du an diese "Kreise" hattest? Ich zähle in Krisenzeiten nur auf FREUNDE, nicht auf "Kreise" wie einen Verein, eine Partei, Kommilitonen o.Ä.

Und was ist mit deiner Krebserkrankung? Dass da nicht mal deine gute Freundin für dich da war, war daran auch "die Gesellschaft" schuld? Macht irgendwie keinen Sinn, oder?

Was ist überhaupt mit deiner Familie?

An deiner Stelle würde ich versuchen, das, was vergangen ist, abzuhaken. Du hast jetzt auf schmerzliche Weise erfahren müssen, dass Gruppierungen und Einzelne, die du für wertvoll gehalten hast, für dich doch nicht so den Wert hatten, wie du gedacht hattest, und dass auch du denen bei weitem nicht so viel bedeutest, wie du dir das gewünscht hättest.
Also halte dich nicht weiter mit diesen Leuten/ Kreisen auf. Mach einen Schnitt, such dir künftig deine Freunde besser aus und erwarte nicht so viel von losen Gruppen, die wegen einem Hobby oder einer Einstellung einen Teil eines Weges gemeinsam gehen.

Ich glaube, dass mein Ausschluss aus meinen Kreisen daran lag, dass ich ein digitaler Nomade bin. Ich habe erst seit letztem Oktober/November ein Smartphone und das liegt meist zuhause im Schrank.

Ich wusste schon früher, dass in diesen Kreisen per Smartphone und WhatsApp-Gruppen kommuniziert wird. Nur war mir das egal, weil ich ja auf den Präsenz-Treffen immer alles erfahren habe.

Und meine Familie: Ich habe nur meine Eltern und noch ein paar Onkels, Tanten und Cousinen und eine Oma. Da wurde sich fast zwei Jahre gar nicht getroffen und komplett per WhatsApp-Videofonie (heißt das so?) kommuniziert.

Ich habe ein paar Mal versucht, einzelne Tanten/Onkels anzurufen. Es hat nur ein Onkel regelmäßig mit mir telefoniert. Zwei Tanten sind nicht ans Telefon gegangen. Beim ersten Treffen nach Corona sprach ich sie darauf an. Sie hätten meine Festnetznummer nicht erkannt und gehen bei fremden Nummern angeblich nicht ans Telefon.

Ich habe mich bei der Verwandtschaft jetzt mehr oder weniger ausgeklingt. Der Mann meiner Cousine hat mich als Faschist und Idiot tituliert, weil er mich in der Zeitung auf einer Querdenken-Demo gesehen hat. Als ich das erwidert habe, hat meine Tante (seine Schwiegermutter) mich unterbrochen und mir gesagt, dass in der Familie keine Politik diskutiert würde.

Da habe ich für mich entschlossen: Nie wieder.
 
Die Menschen wählen Parteien, überwiegend nicht weil sie so sehr von ihnen überzeugt sind, sondern viele lediglich nach dem vermeintlich kleinsten Übel. Nach dem Motto: die sind weniger schlecht als die anderen. Viele wissen gar nicht was sie wählen sollen, weil sie zu überhaupt keiner Partei besonderes Vertrauen haben. Irgendwas wählen sie dann, aber nicht weil sie davon überzeugt sind.

Niemand hat die damaligen Parteien 2017 (!) wegen Corona gewählt. Corona gabs bei der Wahl gar nicht. Selbst wenn man gewusst hätte, dass es 3 Jahre später plötzlich da ist, hätte niemand vorher sagen können welche Partei welchen Standpunkt dazu einnehmen wird. Keiner hat 2017 irgendwas unter Corona-Gesichtspunkten gewählt.

Corona war dann da und die Regierung hat entschieden wie sie entschieden hat. Sie hätte auch ganz anders entscheiden können und die Bevölkerung hätte das ebenfalls hingenommen. Das heisst aber nicht dass jeder einzelne Bürger mit jeder Maßnahme einverstanden war. Die Corona-Regierung mit Spahn als Gesundheitsminister wurde abgewählt. Wäre das alles total super und toll gelaufen, wäre die aktuelle Regierung sicherlich eine andere.

Die Gesellschaft ist nicht schuld. Die Gesellschaft macht keine Regeln. Regierungen tun das. Und die Regierung wurde abgewählt. Das die neue Regierung teilweise ins neue Horn bläst, kann man schlecht finden. Aber irgendeine Regierung muss es geben. Die Gesellschaft ist nicht schuld, wenn bestimmte gesellschaftliche Positionen durch Parteien kaum oder gar nicht abgebildet werden.





Die Mannschaft hat nichts von deiner Krebs-Erkrankung gewusst?

Der Kapitän hat sich entschuldigt und es aus seiner Sicht erklärt. Anstatt das anzunehmen und es dabei zu belassen, hast du weitergebohrt. Kann man machen, allerdings schlägt man sich damit selbst die Tür zu. Denn mehr als erklären und entschuldigen kann keiner. Wenn das dann trotzdem nicht reicht, dann ist das eben so und man steht alleine da.

Ist jetzt so gelaufen. Ich würde fürs nächste Mal versuchen Dinge nicht persönlich zu nehmen, vor allem dann nicht, wenn jemand explizit erklärt dass es nicht persönlich gemeint war und es zunächst keinen Grund gibt, das nicht zu glauben (insbesondere kein mehrmaliger Wiederholungsfall).

Bei mir im Bundesland wurden die Parteien in der Regierung dieses Jahr bei den Wahlen bestätigt und die Corona-Politik war überwiegend Ländersache. Auch FDP, SPD und Grüne haben in den Ländern ordentlich mitgemacht. Du kannst also davon ausgehen, dass die Bürger die CDU im Bund nicht aufgrund Corona abgewählt hat.

Und eine Aussage: "Ich habe mir nichts dabei gedacht, dass du 18 Monate nicht dabei warst", und dann noch arrogant vorgetragen, ist für mich keine Entschuldigung.
 
Ich glaube, dass mein Ausschluss aus meinen Kreisen daran lag, dass ich ein digitaler Nomade bin. Ich habe erst seit letztem Oktober/November ein Smartphone und das liegt meist zuhause im Schrank.

Ich wusste schon früher, dass in diesen Kreisen per Smartphone und WhatsApp-Gruppen kommuniziert wird. Nur war mir das egal, weil ich ja auf den Präsenz-Treffen immer alles erfahren habe.

Und meine Familie: Ich habe nur meine Eltern und noch ein paar Onkels, Tanten und Cousinen und eine Oma. Da wurde sich fast zwei Jahre gar nicht getroffen und komplett per WhatsApp-Videofonie (heißt das so?) kommuniziert.



Ich habe mich bei der Verwandtschaft jetzt mehr oder weniger ausgeklingt. Der Mann meiner Cousine hat mich als Faschist und Idiot tituliert, weil er mich in der Zeitung auf einer Querdenken-Demo gesehen hat. Als ich das erwidert habe, hat meine Tante (seine Schwiegermutter) mich unterbrochen und mir gesagt, dass in der Familie keine Politik diskutiert würde.

Da habe ich für mich entschlossen: Nie wieder.
Deine Verwandten wollten halt nicht das es ausartet. Dir ist auch bewusst, dass viele sehen einen Groll auf die Querdenkerszene haben.
 
Ich glaube, dass mein Ausschluss aus meinen Kreisen daran lag, dass ich ein digitaler Nomade bin.
Das hat sicherlich dazu beigetragen. Wenn du dazu stehst, dass du mit bestimmten Kommunikationsmethoden halt nicht mitgehen willst, dann ist das ok. Wenn du dabei gemerkt hast, dass du dich digital halt doch nicht so komplett abschotten möchtest, steht es dir ja frei, daran was zu ändern. Es gibt ja auch "Zwischenformen" zwischen den Extremen.

Ich habe ein paar Mal versucht, einzelne Tanten/Onkels anzurufen. Es hat nur ein Onkel regelmäßig mit mir telefoniert. Zwei Tanten sind nicht ans Telefon gegangen. Beim ersten Treffen nach Corona sprach ich sie darauf an. Sie hätten meine Festnetznummer nicht erkannt und gehen bei fremden Nummern angeblich nicht ans Telefon.
Das muss keine Ausrede sein. Dafür könntest du als digitaler Nomade doch sogar Verständnis haben 😉

Ich habe mich bei der Verwandtschaft jetzt mehr oder weniger ausgeklingt. Der Mann meiner Cousine hat mich als Faschist und Idiot tituliert, weil er mich in der Zeitung auf einer Querdenken-Demo gesehen hat. Als ich das erwidert habe, hat meine Tante (seine Schwiegermutter) mich unterbrochen und mir gesagt, dass in der Familie keine Politik diskutiert würde.

Da habe ich für mich entschlossen: Nie wieder.
Das ist dann für beide Seiten besser.
Und eine Aussage: "Ich habe mir nichts dabei gedacht, dass du 18 Monate nicht dabei warst", und dann noch arrogant vorgetragen, ist für mich keine Entschuldigung.
OK, wenn dir das so gesagt wurde, ist das eher frech als entschuldigend. Dann weißt du aber auch, wo du dieses "Team" hinstecken musst.
 
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