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Kein Vertrauen in andere Menschen mehr und Isolation seit Corona

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Und du solltest nie zu viel erwarten.
Du musst dich nicht aufopfern, genauso wie es auch dein Gegenüber nicht muss. Du entscheidest selbst, wann und was du bereit bist, für jemanden zu tun. Und wenn du etwas tust, dann erwarte nicht, das du deswegen im Gegenzug, auch etwas zu erwarten hast.

Zudem kann es sehr hilfreich sein, die Personen, die dich enttäuscht haben, darauf anzusprechen. Einfach nur um dich mitzuteilen. Bestenfalls kommt es zu einer Aussprache und man findet weiterhin einen guten Weg, um befreundet zu bleiben oder versteht sein Gegenüber besser. So kann aus einer Enttäuschung, Verständnis werden.
 
Die Gesellschaft hat sich dafür entschieden, Alleinlebende über Gebühr zu isolieren.
(...)
Ich sehe da immer noch die Gesellschaft. Sie hat in der Abwägung entschlossen, Alleinlebende besonders hart zu isolieren und hat da seelische Schäden bewusst in Kauf genommen.
"Die Gesellschaft" hat dir gar nichts getan. "Die Gesellschaft" ist ein abstraktes Gebilde. Die kannst du jetzt hassen und für irgendwas verantwortlich machen, aber damit kommst du nicht weiter.

Mein Umfeld und ich sind, was soziale Kontakte angeht, problemlos durch die Lockdowns gekommen.

Das hier finde ich ganz entscheidend:
Ich glaube während Corona haben viele Leute realisiert, dass sie auf viele Leute gar keinen Wert legen

Du solltest dich also lieber auf die konkreten Menschen fokussieren, die mit dir auf einmal nichts mehr zu tun haben wollten, als das mit dem Kontakt nicht mehr so einfach war (auch, weil du damals noch kein Smartphone hattest).
 
Du musst Dich für keine Gesellschaft engagieren. Die Gesellschaft ist kein abstraktes Wesen, sondern besteht aus vielen Individuen. Und vielen davon geht es schlecht, z.b. alte Menschen, die einsam im Altenheim sind, Tiere im Tierheim. Denen könntest Du helfen, wenn Du Dich engagiert und tust diesen Wesen etwas Gutes - vergiß die Gesellschaft. Zu Coronazeiten ging es fast allen schlecht, viele waren isoliert und starben auch teilweise in Isolation.

Hast Du den Leuten aus Deinem Verein mal ganz klar gesagt, wie mies Du ihr Verhalten fandest? Und auch dieser Freundin, die nur an sich gedacht hat?

Es gibt leider Menschen, die in der Not nicht da sind, das tut weh, aber dann waren es immer nur Bekannte und keine echten Frende. Du kannst die Vergangenheit nicht ändern, aber vielleicht aufarbeiten. Machst Du eine Therapie oder wäre das was für Dich?

Ich würde in kleinen Schritten anfangen, mich wieder ins Leben zu begeben. Mal einen Kursus machen, einen Kochkurs oder mal gucken, ob es eine Spielegruppe gibt. Einfach mal gucken in Deiner Stadt, was an Ehrenamtlern gesucht wird.

Danke Binchy.

Ich habe den Mitspielern noch in der Kabine mitgeteilt, dass ich das Verhalten nicht gut fand und mich das sehr verletzt habe. Unser Kapitän sagte dann, dass das keine böse Absicht gewesen sei. Man habe einfach nicht darüber nachgedacht, mir Bescheid zu geben. Ich sagte darauf, dass ich der einzige TW der Mannschaft sei und das ja deswegen schon hätte auffallen können. Und dass es mich sehr verletzt habe, dass sonst immer an andere Verletzte Karten geschickt wurden, nur an mich nicht. Er meinte, ich solle mich nicht so anstellen und jetzt sei ich ja wieder in der Mannschaft integriert. Außerdem habe die Mannschaft davon nichts gewusst.

Das Spiel lief dann sehr bescheiden. Ich konnte mich nicht mehr konzentrieren und habe viele ärgerliche Gegentore bekommen. Als ich dann irgendwann um die 20. Minute eine Zeitstrafe erhielt, weil ich vor Wut über ein Gegentor den Ball gegen die Wand geschossen habe, musste ein Feldspieler ins Tor. Der Trainer hat mich dann nicht mehr eingewechselt. Ich war danach der Buhmann, obwohl ich das nicht absichtlich gemacht habe.

Nach meiner Kündigung rief der Trainer an und meinte halt, dass ihm das Leid tue. Er wollte mit der Mannschaft sprechen und schauen, ob man das noch irgendwie hinbiegen und ich die Kündigung zurücknehmen könne. Er hat sich nicht mehr gemeldet.

Mit der Freundin habe ich mich danach noch ein Mal getroffen (sie wohnt ca. 150 Kilometer entfernt) und sie zur Rede gestellt. Sie meinte, dass sie sich habe vor meiner Traurigkeit, Verzweiflung, Verbitterung und Wut habe abgrenzen wollen, um sich nicht herunterziehen zu lassen.

Ich kann das natürlich auch ein Stück weit verstehen. Dennoch hat sie mich sehr verletzt und das Vertrauen ist bei mir zerstört. Wenn sie das direkt so ehrlich in der Situation gesagt hätte, ohne mich so runterzubuttern, wäre das für mich wahrscheinlich etwas anderes gewesen.

Die Mannschaftskollegen und die Partei"freunde" waren natürlich nie richtige Freunde. Dennoch haben wir ja zumindest beim Handball immer alle Geburtstage, Hochzeiten etc. mitgefeiert. Ich hätte ehrlich gesagt gedacht, dass das Band hält.

Ich habe ein ehrenamtliches Projekt, dass ich sehr interessant finde. Ich wollte mich da schon letztes Jahr einbringen. Habe es aber nicht geschafft, da hinzugehen. Da geht es um die Förderung von begabten Schülern aus sozialen Brennpunkten, um sie studierfähig zu machen.

Das finde ich ganz interessant. Weil die Kinder für die ganze Situation der letzten zwei Jahre ja am wenigsten können.
 
Da hilft nur Mut und es einfach zu wagen.
Ob man enttäuscht wird, weiß man leider erst, wenn es passiert ist. Deine Erfahrungen werden dir aber helfen, Red Flags zu erkennen und dich davor schützen. Du wirst schneller merken, wenn etwas nicht passt und kannst deshalb auch schneller Grenzen aufzeigen.

Stimmt. Wahrscheinlich habe ich daraus Erfahrungswerte ziehen können. Es besteht aber dann auch die Gefahr, dass ich mich schon bei objektiv gesehenen Kleinigkeiten aus Selbstschutz "verabschiede". Das wäre auch nicht gesund.
 
"Die Gesellschaft" hat dir gar nichts getan. "Die Gesellschaft" ist ein abstraktes Gebilde. Die kannst du jetzt hassen und für irgendwas verantwortlich machen, aber damit kommst du nicht weiter.

Mein Umfeld und ich sind, was soziale Kontakte angeht, problemlos durch die Lockdowns gekommen.

Das hier finde ich ganz entscheidend:


Du solltest dich also lieber auf die konkreten Menschen fokussieren, die mit dir auf einmal nichts mehr zu tun haben wollten, als das mit dem Kontakt nicht mehr so einfach war (auch, weil du damals noch kein Smartphone hattest).

Aber wäre es denn bei anderen Menschen groß anders gelaufen? In allen Kreisen war ich mittenmal raus. Ob Studium, Mannschaft oder Partei. Und das sind Querschnitte der Gesellschaft.

Und doch: Es ist die Gesellschaft.

Die Gesellschaft wählt zur Bündelung ihrer Interessen Parteien. Und die richten entsprechend dieser Interessen ihre Politik aus. Und die Gesellschaft hat eben entsprechende Parteien gewählt, die in der Regierungsverantwortung die Regeln getroffen haben, die zu meiner Erkrankung beigetragen haben.

Und dann stellt die Gesellschaft noch nicht mal für die Menschen, die durch ihren Willen krank gemacht wurden, eine ausreichende Anzahl an Therapieplätzen zur Verfügung.

Das ist jetzt natürlich sehr abstrakt, weil es theoretische Staatslehre ist.
 
Du kannst die Vergangenheit nicht ändern, aber vielleicht aufarbeiten. Machst Du eine Therapie oder wäre das was für Dich?

Ich war bei drei Psychotherapeuten. Zwei haben mich nicht aufgenommen. Ich fand die beiden aber auch nicht so dolle.

Dann war ich bei einem sympathischen jungen Mann vor fünf Monaten. Er hat mich nur auf die Warteliste gesetzt. Ich glaube aber nicht, dass ich von ihm noch höre.

Ich hatte das Gefühl, dass die mich für einen Schauspieler halten. Es kam immer der Satz: "Sie haben weniger Hilfebedarf als andere. Sie sind ja kaum krank gewesen." etc. Und ich habe ehrlich gesagt keine Lust, wie der letzte Bittsteller Therapeuten abzutelefonieren.

Ich bin aktuell in psychiatrischer Behandlung und nehme morgens 20mg Citalopram und abends zum Einschlafen je nach Gefühlslage zwischen 15 und 30 mg Mirtazapin. Seitdem geht es mir leicht besser und ich bekomme keine Aussetzer (spontane Weinkrämpfe, Ohnmachtsgefühle, starke Magenkrämpfe mit Durchfall) mehr.

Ich habe mit meinem Psychiater gesprochen und ich möchte nächstes Jahr in Reha gehen. Er befürwortet das. Ich habe mir schon eine Klinik ausgesucht und hoffe, da in fünf bis sechs Wochen das Rüstzeug mitzubekommen, um mich mental wieder öffnen zu können.
 
Ich halte Dich nach Deinen vielen Themen hier eigentlich für ziemlich intelligent. Loyal. Aufrichtig. Du hast aber Deinen festgefahrenen Strukturen und Prinzipien, die Dich einsam machen. Und es sind Alle an der Situation Schuld, nur Du nicht.

Einen wesentlichen Grund, der Dich einsam macht, hast Du selbst verschuldet. Der darf laut Dir aber hier nicht diskutiert werden.

Die "Gesellschaft" schließt Dich aus weil Du Dich selbst ins Abseits beförderst aus fragwürdigen Motiven und natürlich alle Anderen Schuld sind? Warum sollte Dich jemand vermissen?

Wenn Du an Dir arbeitest und Dein Verhalten mal überdenkst sollte es eigentlich kein Problem sein Freunde zu finden. Weil ich auch sehr viel Gutes über Dich rauslese! Aber ohne Deinen eigenen Beitrag und nur mit Anschuldigungen wird es nicht funktionieren.
 
Ich halte Dich nach Deinen vielen Themen hier eigentlich für ziemlich intelligent. Loyal. Aufrichtig. Du hast aber Deinen festgefahrenen Strukturen und Prinzipien, die Dich einsam machen. Und es sind Alle an der Situation Schuld, nur Du nicht.

Einen wesentlichen Grund, der Dich einsam macht, hast Du selbst verschuldet. Der darf laut Dir aber hier nicht diskutiert werden.

Die "Gesellschaft" schließt Dich aus weil Du Dich selbst ins Abseits beförderst aus fragwürdigen Motiven und natürlich alle Anderen Schuld sind? Warum sollte Dich jemand vermissen?

Wenn Du an Dir arbeitest und Dein Verhalten mal überdenkst sollte es eigentlich kein Problem sein Freunde zu finden. Weil ich auch sehr viel Gutes über Dich rauslese! Aber ohne Deinen eigenen Beitrag und nur mit Anschuldigungen wird es nicht funktionieren.

Ich bin nicht intelligent. Sonst hätte ich mich vorgestern nicht so von der einen Userin hier triggern lassen und wäre sie nicht so unfair angegangen.

Du kannst das Problem hier gerne benennen. Ich weiß, dass mein fehlendes Smartphone und so einen Anteil daran haben. Jetzt ist das Kind aber seit März 2020 in den Brunnen gefallen und in mir verstorben. Darüber zu diskutieren bringt daher nichts.

Es geht für mich also nur noch der Blick nach vorne. Und den verschließt mir meine Seele noch und ich brauche Werkzeug, um wieder Vertrauen aufbauen und zuversichtlich sein zu können.

Darum soll es in den Thread eigentlich gehen.
 
Ich bin nicht intelligent. Sonst hätte ich mich vorgestern nicht so von der einen Userin hier triggern lassen und wäre sie nicht so unfair angegangen.

Du kannst das Problem hier gerne benennen. Ich weiß, dass mein fehlendes Smartphone und so einen Anteil daran haben. Jetzt ist das Kind aber seit März 2020 in den Brunnen gefallen und in mir verstorben. Darüber zu diskutieren bringt daher nichts.

Es geht für mich also nur noch der Blick nach vorne. Und den verschließt mir meine Seele noch und ich brauche Werkzeug, um wieder Vertrauen aufbauen und zuversichtlich sein zu können.

Darum soll es in den Thread eigentlich gehen.

Doch das bist Du. Niemand ist perfekt und hier ist es auch nicht immer so einfach. Ich verstehe Dich und Deine Prinzipien nicht, aber ich lese Deine Beiträge schon gern, weil Du eigentlich auch sehr reflektiert bist.

Ich bin aber auch kein Psychiater. Ich finde aber dass es schade um Dich wäre wenn Du so allein bleibst, ich kann mir gut vorstellen dass Du eine Bereicherung bist für eine Freundschaft oder eine gute Unterhaltung auf einer Party. Du willst Dir Hilfe holen, mach das! Und dann wird das was.

Und im Endeffekt muss jeder mit diesen Enttäuschungen umgehen. Es gibt immer mal Menschen die einen enttäuschen. Bei Dir ist es nun echt zu viel. Andere Menschen kannst Du nicht ändern, daher konzentriere Dich auf Deinen Anteil!
 
Stimmt. Wahrscheinlich habe ich daraus Erfahrungswerte ziehen können. Es besteht aber dann auch die Gefahr, dass ich mich schon bei objektiv gesehenen Kleinigkeiten aus Selbstschutz "verabschiede". Das wäre auch nicht gesund.
Nur Versuch macht klug. Und du musst dir immer vor Augen führen, du bist diejenige, die entscheidet, wo du Grenzen setzt und was du bereit bist von dir preiszugeben /zu investieren.
Und sprich Dinge, die dir ein schlechtes Gefühl geben an, statt es herunterzuschlucken und zu grübeln. Vieles kann seinen Schrecken verlieren, wenn man es anspricht und somit benennt. Enttäuschung entsteht oft aus Dingen die nonverbal passieren. Gib der Sache einen Namen, in dem du es an- /aussprichst und schaffe es so aus der Welt.

Und falls du dich irgendwie von jemanden enttäuscht fühlst, dann überlege:
Was habe ich erwartet?
Weshalb bin ich enttäuscht?
Und würde ich handeln, wenn ich diese Person wäre?

Jeder von uns wurde schon enttäuscht und hat auch schon andere enttäuscht. Egal ob bewusst oder unbewusst.
 
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