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Kein Recht auf Sterben?!

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Man wird nicht "am Leben gehalten, obwohl der Tod eine Erlösung wäre", wenn man eine vernünftige Patientenverfügung hinterlegt.

Ganz einfach.
 
Zwei meiner Angehörigen wurden nicht mehr am Leben gehalten, als ihre Großhirnrinden irreversibel geschädigt waren. Medizinisch wäre das über Dialyse und Magensonde noch gegangen, aber es wurde auf Wunsch der Angehörigen nicht mehr ausgeführt. Zum Weiterleben wurden diese beiden Menschen nicht mehr gezwungen. Sie wären auch nicht mehr zu Bewußtsein gekommen. Ich denke doch, der Trend geht dahin, dass das Leben nicht mehr auf Gedeih und Verderb verlängert wird. Die meisten Leute in meinem Umfeld haben auch eine Patientenverfügung.
 
Dann sollte man die Eier haben, sich selbst zu töten, wenn man denn unbedingt will.

Warum sollte ein Arzt das tun? 😕

Fahr einfach in ein Land mit Todesstrafe und begehe ein Verbrechen. Kiffen reicht beispielsweise in Malaysia.

Die Idee finde ich gut und originell.
 
Man hat als mündiger Mensch ja auch das Recht, lebensrettende medizinische Maßnahmen für die eigene Person zu verweigern. Wenn ich nur mit einer Herztransplantation weiterleben kann und ich verweigere das, so kann niemand etwas dagegen machen. Viele Krebskranke haben die Chemotherapie verweigert und sind gestorben. Da gibt es ja prominente Fälle.
Würde ich mein lebenswichtiges Medikament absetzen, so würde mich niemand daran hindern. Ich würde dann eben sterben und basta. Die Hausärztin wird mir mit Sicherheit nicht nachlaufen. Dieser Weg steht dem mündigen Menschen offen. Und einen Suizid hat schon so manch einer begangen.
Unter Umständen kann man auch nach Holland oder in die Schweiz fahren, wo die aktive Sterbehilfe erlaubt ist.
Aufgrund des demografischen Wandels wird es eh nicht auf Dauer finanzierbar sein, unheilbar Kranke und Hochbetagte noch beliebig am Leben zu erhalten. So, wie es aussieht, hat das Umdenken da längst begonnen.
 
Vielleicht möchte man ja, auch wenn man freiwillig sein leben beenden will, trotzdem in würde sterben...



Dann sollte man die Eier haben, sich selbst zu töten, wenn man denn unbedingt will.

Warum sollte ein Arzt das tun? 😕

Fahr einfach in ein Land mit Todesstrafe und begehe ein Verbrechen. Kiffen reicht beispielsweise in Malaysia.

Die Idee finde ich gut und originell.
 
Und was ist dann bei psychischen Erkrankungen wie z.B jahre- oder jahrzehntelangen schweren Depressionen ohne das bei betroffenen jemals eine Besserung eingetreten wäre ?

Oder Erkrankungen, die nicht gleich zum Tod führen, die aber ein für die betroffenen ein würdiges Leben und Teilnahme an der Gesellschaft nicht mehr ermöglichen, weil sie nur mit Leid und schmerzen verbunden sind und bei denen keine Chance mehr besteht, das sich dies überhaupt nochmal bessert ?


Das sind schwierige Fragen.


Wer kann aber die Verantwortung dafür tragen wollen, jemanden zum Tod "verholfen" zu haben, ohne jemals sicher sein zu können, ob sich die Situation nach einiger Zeit (vielleicht nach Jahren) nicht doch geändert hätte?

Wer kann damit leben wollen, jemandem zum Tod "verholfen" zu haben, der gar nicht sterbenskrank ist?

Dieses Thema ist nicht einfach.

Jeder Fall ist individuell. Er muss entsprechend gewürdigt werden, er muss verstanden werden.

Das ist ja auch mit das Problem: Regeln vereinfachen, verkürzen.. sie erfassen bei diesem Thema nicht immer die Realität. In einem Fall werden sie es tun, in einem anderen nicht.

Oft befasst man sich mit diesem Thema nicht ausreichend und gibt kurze, einfache Antworten.

Wie anders ist es, nur eine Meinung über etwas zu haben, einerseits und andererseits in Qualen, Ängsten, in einem Bett zu liegen und vielleicht aber bei einer erfolgreichen palliativen Versorgung sich über jeden Tag doch freuen zu können und/oder doch am Leben zu hängen.

Es überrascht keinen erfahrenen Palliativmediziner, wenn ein Mensch, entgegen dem, was er in seiner Patientenverfügung festgehalten hat, dann doch nicht sterben will..

Deswegen ist auch immer die aktuelle Situation entscheidend. Erst wenn der betroffene Mensch, nicht mehr in der Lage ist, in irgendeiner Art und Weise seinen Willen kundzutun, erst dann kommt die Patientenverfügung in Betracht, denn aktuell kann man mittlerweile einen ganz anderen Wunsch haben.

Wer kann behaupten, während des Verfassens einer Patientenverfügung, zu einer Zeit, da man noch gesund oder relativ gesund ist, zu wissen, wie es einem gehen wird, wenn es schlimm oder ganz schlimm wird.. Manchmal spielt die Zeit eine Rolle.. manchmal das menschliche Umfeld.. die Umstände.. die möglichen Erfolge der Palliativmedizin.. die Mitmenschlichkeit, die man erfährt..

Trotzdem ist es gut, rechtzeitig eine Patientenverfügung zu verfassen.. eben für den Fall, dass man nicht mehr in der Lage sein könnte, seinen Willen zu zeigen bzw. vielleicht in einem Zustand, wo man nicht sicher sein kann, ob man überhaupt von einem Bewusstsein sprechen könnte.
 
In Anbetracht der immer wieder diskutierten Problematik um den Mangel an Organen würde ich keinen Tag zögern, Suizid ärztlich zu gestatten - solange die Patienten ihren Körper als "Ersatzteillager" zur Verfügung stellen. Ein Mensch soll einen idealen Wert von ungefähr 250.000$ haben, und vieles davon ließe sich professionell wiederverwerten. Blut, Leber, Herz oder Nieren... einfach sanft einschlafen lassen und danach nehmen, was geht. Man stelle sich vor wie vielen Kranken damit geholfen werden könnte.
 
Das kann der Suizidwillige doch im Vorhinein so festlegen, indem er einen Organspendeausweis mit sich führt und sich so umbringt, dass nichts zermatscht wird.

Die Ärzte haben nichts damit zu tun und sie werden sich sicher nicht zu irgendwelchen Vollstreckern abrichten lassen.
 
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