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Kaum Freunde

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Gast

Gast
Ich bin vor 3 Jahren zu meinem Mann gezogen und habe in der Stadt kaum Freunde. Zwei befreundete Paare von uns haben Kinder bekommen und dadurch kaum Zeit. Mit den Freundinnen aus der Heimat habe ich wenig Kontakt wegen der Entfernung. (Es sind zwar nur 50 km, aber da sie und ihr Mann bauen, haben sie wenig Zeit). An Silvester ist mir bewusst geworden, wie schade das ist. Wir waren bei einer Tanzveranstaltung mit überwiegend Senioren. Das Publikum hieß es sollte jünger sein. Eigentlich habe ich in der Stadt nur eine Freundin mit der ich mich regelmäßig treffe... Ich bin ein offener und geselliger Mensch. Das Problem ist allerdings, ich arbeite nicht in einem team, sondern bin allein für einen Bereich zuständig. Fazit: ich sitze allein im Büro und gehe auch oft alein Mittagessen. Das sit frustrierend, aber ich hab mich daran gewöhnt. Ich bin aich in einem Sportverein, allerdings mache ich dort Fitness (Zumba, BBP, etc,) keinen teamsport, weil mir das im Sportunterricht schon vermiest wurde. Was würdet ihr mir raten? Wie kann ich eienn freundeskreis aufbauen?
 

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Gast

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Hallo, du stöhnst aber auf hohem Niveau wenn ich das mal so sagen darf. Du bist doch verheiratet und eine Freundin, die du regelmäßig triffst, hast du auch. Was soll ich denn sagen, ich habe keinen Partner und das seit vielen Jahren. Auf mich wartet niemand abends. Und meine sog. Freunde haben ihr eigenes leben und wenig Zeit. Also, wenn du einen Mann hast, dann hast du tausend mal mehr, als alle, die keinen festen Partner haben. Das solltest du einfach schätzen.
 

Hoffnung2016

Mitglied
Leider ist es aber auch oft so (bei mir zB), dass die vermeintlichen Freude (und das kann auch der Partner sein) gerade dann fehlt wenn man jemanden braucht. Und dann kann man trotzdem ganz schön alleine sein.
 
G

Gast

Gast
Vielleicht jammer ich auf hohem Niveau. Okay, das mag stimmen. Mr sit nur an Silvester klar geworden, dass wir nicht viel Kontakt haben, zumal uns die Freunde, mit denen wir ausgemacht hatten, zu feiern uns versetzt hatten, weil sie an Silvester statt an Weihnachten zu ihren Eltern fahren... Das Blöde war, dass sie es uns gar icht erzählt hatten, als die Entscheidung gefallen ist, sondern erst später, als ich nochmal angerufen hatte, um genaueres auszumachen.
 
P

primavera7

Gast
Dieses Problem haben viele Menschen, ich auch. Gerade wenn man in einem anspruchsvollen, zeitaufwändigen Beruf arbeitet, ist man abends und am Wochenende oft zu k.o., um noch Lust auf Treffen mit Freunden zu haben.

Ich habe außerdem auch schlechte Erfahrungen gemacht. Mein Heimatort ist nur 75 km, also eine Autostunde, von meinem jetzigen Wohnort entfernt. In meinem Heimatort wohnt noch eine Schulfreundin von mir, die ich trotz der kurzen "Anreise" schon jahrelang nicht mehr gesehen habe. Kontakt nur ein paarmal im Jahr per Mail, Urlaubskarte oder Anruf. Warum es nicht möglich ist, sich mal persönlich zu treffen, verstehe ich auch nicht. Vage Ankündigungen, ohne Nägel mit Köpfen zu machen. Ich muss dankbar sein, dass überhaupt noch - wenigstens auf anderem Wege - sporadisch Kontakt besteht.

Dann habe ich eine weitere Schulfreundin, angefreundet haben wir uns im 2. Schuljahr, die seit einigen Jahren sogar mit ihrem Mann nur 25 km von meinem jetzigen Wohnort entfernt lebt und in derselben Stadt arbeitet wie ich. Seit 13 Jahren haben wir zwar wieder Kontakt, allerdings extrem selten. Seit mittlerweile fast 3 Jahren (!) habe ich sie nicht mehr gesehen. Auch davor haben wir maximal 2-3 mal im Jahr voneinander gehört oder uns mal nach Feierabend getroffen. Ab und zu (nicht jedes Jahr) war ich auf ihrer Geburtstagsfeier (außer mir nur ihr Familienkreis, Ehemann, Eltern, Geschwister, Schwiegereltern) eingeladen. Sie hatte schon immer einen Hang nach oben, umgibt sich am liebsten mit Leuten, die bereits "aus gutem Hause" (Bildungsbürgertum, besser noch Großbürgertum) stammen, beruflich eine möglichst hohe Position und gesellschaftliches Ansehen erreicht haben. Typen, die einflussreiche Bekannte haben oder gar selbst einflussreiche Menschen sind, häufig Fernreisen machen, in den Skiurlaub fahren, segeln, ein eigenes Pferd besitzen usw. Dieser typische Lebensstil von Leuten aus Patrizierfamilien, zumindest aber von Akademikern, die als Bildungsaufsteiger in dieser Schicht "angekommen" sind. Das sind in ihren Augen die interessanten, angeblich so "aufgeschlossenen" Leute, andere betrachtet sie eher als "kleinbürgerlich".

Ich bin Volljuristin in einer Behörde, höherer Dienst, vergleichsweise gutes und sicheres Einkommen, aber keine Spitzenposition. Lese gern, bin tierlieb, interessiere mich für klassische Musik, aber auch andere Musikrichtungen, spiele mehrere Instrumente. Das reicht offenbar nicht. Total unsportlich, als Bildungsaufsteigerin den bescheidenen Lebensstil der nicht-akademischen Herkunftsfamilie weitgehend beibehalten, Mietwohnung (Elternhaus am Heimatort musste nach Tod der Eltern veräußert werden), unverheiratet, keine Kinder, Wochenendbeziehung, psychisch kranke Schwester, zu der ich keinen Kontakt mehr habe (und auch nicht haben will, da es nach 12 Jahren vergeblicher Bemühungen, professionelle Hilfe für sie zu erreichen, fortwährenden Aufregungen und einer jahrelangen heftigen Erbauseinandersetzung nach dem Tod unserer Mutter einfach unerträglich für mich wurde). Da ist man für andere nicht sonderlich interessant, selbst wenn man nicht gerade ungebildet ist.

Demnächst werde ich mich evtl. mit einer anderen, früheren Bekannten aus meinem Heimatort nach Jahren wieder treffen. Dass sich daraus ein intensiverer Kontakt entwickelt, davon bin ich auch noch nicht überzeugt.

Kontakt zu ehemaligen Studienkollegen? Nach Ende der Ausbildung ganz schnell beendet bzw. komplett eingeschlafen. Schon seit über 20 Jahren.

Meines Erachtens kann man heutzutage nur noch "Freunde" haben, wenn man die Biografie, den Lebensstil und die Interessen der breiten Masse bzw. der Gesellschaftsschicht hat, zu der man nach seinem Bildungsgrad und beruflichen Status gehört. Schon durch unverschuldete Probleme und Schicksalsschläge (wie z.B. das chronische Problem mit meiner offensichtlich psychisch kranken Schwester), die dazu führen, dass man sich öfter Sorgen macht und nicht so unbeschwert ist wie andere, wird man ganz schnell ins gesellschaftliche Abseits katapultiert. Selbst dann, wenn man ein überdurchschnittliches, gesichertes, geregeltes Einkommen hat und in "geordneten Verhältnissen" lebt. Ich denke so oft: Wie soll es dann erst Dauerarbeitslosen ergehen, z.B. Leuten, die einfach nur das falsche Studienfach (brotlose Kunst) gewählt haben? Oder Leuten, die aufgrund von körperlichen oder psychischen Krankheiten erwerbsunfähig sind und sich kaum mal einen Kino- oder Theaterbesuch leisten oder auch nur in eine Pizzeria gehen können?

Liebe TE, falls du keine besonderen Probleme, sondern die übliche Biografie hast, würde ich dir raten, über sportliche Hobbies, Vereine, kirchliches oder politisches Engagement einen Bekanntenkreis aufzubauen, aus dem sich vielleicht vereinzelt Freundschaften entwickeln können, die den Namen auch verdienen. Aber ich würde meine Erwartungen nicht zu hoch schrauben. Die meisten Menschen betrachten ihre Sozialkontakte heute nur unter Nützlichkeitsaspekten und sind zu wirklichen Freundschaften, in denen einzig und allein die Person des anderen im Vordergrund des Interesses steht, nicht mehr fähig. Wahrscheinlich nicht mal mehr willens.
 
Zuletzt bearbeitet:
E

Edy

Gast
Dann schau dir mal an, wie viele "Freunde" gerade hier aktuell in den anderen "verliebt" sind.

Gerade in Ehen bzw. Beziehungen sind andersgeschlechtliche Freunde reines Gift, belegen übrigens auch die Scheidungszahlen seit Jahrzehnten.

Ich verstehe die zur Schau gestellte Naivität zum Thema allgemein nicht. Weiß doch jeder und mir gehts doch auch nicht anders. So ein Schwachsinn, natürlich begehre ich meine heiße Freundin. ;)

Oder willst du die Freundschaften auf gleichgeschlechtliche beschränken?

Du hast geschrieben, du seist verheiratet und "Freunde" sind erst mal geschlechtslos.

Oder es drauf anlegen?
 
Zuletzt bearbeitet:

Kerstin87

Aktives Mitglied
Ich habe diesen Thread geschrieben. Natürlich suche ich Freundinnen. Das ist allein schon bei Gesprächen einfacher. Ich habe von freunden gesprochen,w eil wir mit anderen Paaren befreundet sind. Ich würde nicht sagen, dass eine platonische Freundschaft prinzipiell nicht möglich ist. Zum beispiel, wenn man unterschiedliche Vorstllungen von einer Beziehung hat oder der andere einfach nicht sein Typ ist, sollte es zu keinen Hintergedanken kommen. Und wenn ich einen platonsichen Freund hätte, der obwohl er weiss, dass ich verheiratet bin, Annährungsversuche machen würde, dann wäre der schnell mein platonischer "Ex-Freund"....
 
E

Edy

Gast
Ich habe diesen Thread geschrieben. Natürlich suche ich Freundinnen. Das ist allein schon bei Gesprächen einfacher. Ich habe von freunden gesprochen,w eil wir mit anderen Paaren befreundet sind. Ich würde nicht sagen, dass eine platonische Freundschaft prinzipiell nicht möglich ist. Zum beispiel, wenn man unterschiedliche Vorstllungen von einer Beziehung hat oder der andere einfach nicht sein Typ ist, sollte es zu keinen Hintergedanken kommen. Und wenn ich einen platonsichen Freund hätte, der obwohl er weiss, dass ich verheiratet bin, Annährungsversuche machen würde, dann wäre der schnell mein platonischer "Ex-Freund"....
Ich glaube, gerade befreundete Paare haben dasselbe Problem. Und wenn der andere nicht dein Typ ist, gilt das noch lange nicht für dein Gegenüber.

Im Prinzip ist es eine Beleidigung für jeden Freund, wenn da nichts läuft, denn das bedeutet lediglich: nicht attraktiv genug.

So ist das im Schweinefresserland. :D

Und dass jeder behauptet, gilt nur für andere, aber nicht für mich.

Von daher wäre ich wieder für getrennte Badeanstalten. ;)

Jedenfalls würde ich jedem Misstrauen raten, was das Thema anbelangt...
 
E

Edy

Gast
Übrigens: Ist mir schon bewusst, dass eine derartige Meinung nicht gerade beliebt macht, denn mit "Freunden" vergrößern wir unsere Beuteressourcen.
 
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primavera7

Gast
Ich habe diesen Thread geschrieben. Natürlich suche ich Freundinnen. Das ist allein schon bei Gesprächen einfacher. Ich habe von freunden gesprochen,w eil wir mit anderen Paaren befreundet sind. Ich würde nicht sagen, dass eine platonische Freundschaft prinzipiell nicht möglich ist. Zum beispiel, wenn man unterschiedliche Vorstllungen von einer Beziehung hat oder der andere einfach nicht sein Typ ist, sollte es zu keinen Hintergedanken kommen. Und wenn ich einen platonsichen Freund hätte, der obwohl er weiss, dass ich verheiratet bin, Annährungsversuche machen würde, dann wäre der schnell mein platonischer "Ex-Freund"....
Ich denke, im Gegensatz zu Edy habe ich dich in diesem Punkt richtig verstanden. Man muss ja auch nicht sämtliche Wörter durch"gendern". ;) Freundinnen im Sinne von Bekannten, mit denen man mal etwas unternehmen kann, findet man am ehesten bei gemeinsamen Hobbies, wie z.B. in Sportvereinen, VHS-Kursen oder Chören. Gläubige Menschen engagieren sich oft auch in kirchlichen Gruppen und finden dadurch Bekannte. Wenn man für nichts von alledem neben dem Beruf Zeit und Kraft hat, ist es nahezu unmöglich, seinen Bekanntenkreis zu erweitern. Da du dich aber als gesellig beschreibst, sollte das doch eigentlich kein größeres Problem sein.

Erschwert werden Freundschaften und Bekanntschaften heute hauptsächlich durch die weit verbreitete Neigung, sich zurückzuziehen, sobald der andere über längere Zeit nicht "gut drauf" ist, krank wird oder mit sonstigen Sorgen und Problemen zu kämpfen hat oder aus finanziellen Gründen oder auch wegen Unsportlichkeit viele Unternehmungen nicht mitmachen kann.

Aufgrund meiner Biografie ist mir in Freundschaften besonders wichtig, dass ich auch (natürlich nicht nur!) über Misserfolge, Schwierigkeiten und Probleme offen reden kann und mich nicht krampfhaft ausschließlich positiv darstellen muss wie bei einer Bewerbung im Berufsleben. Der tägliche Zwang zur optimalen Selbstdarstellung, zum Verbergen von Schwächen etc. im Berufsleben reicht mir vollkommen; im Privatleben habe ich auf Leute, bei denen ich mich permanent möglich toll darstellen und mit herausragenden Fähigkeiten, Interessen, Erfolgserlebnissen, Fernreisen etc. prahlen muss, um von ihnen anerkannt und eingeladen zu werden, keine Lust.

Sollte dir das nicht so wichtig sein oder solltest du, was deine Person und dein Leben betrifft, sogar weitgehend mit den üblichen Erfolgen und Interessen aufwarten können, wirst du dich mit dem Aufbau eines Bekannten- oder Freundeskreises um so leichter tun.
 
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