Hey ihr Lieben,
Ich bin nun eine nicht mehr ganz so junge Schülerin, ich habe schon 13 Jahre Schule hinter mir und mache jetzt noch eine Berufsausbildung, wo ich ebenfalls einmal in der Woche Schule hab.
Ich war in der Schule immer gut, schriftlich sogar oft sehr gut. Doch das Mündliche ist mir schon immer schwer gefallen. So schwer, dass ich in der siebten Klasse fast einmal die Klasse wiederholen musste, weil ich in zwei Fächern schriftlich nicht auf 1-2 stand und meine mündliche Note mich so sehr runtergezogen hat, dass ich fast eine 5 bekommen hätte.
Auch im Abi hätte ich mit Sicherheit einen besseren Schnitt erreicht, wenn ich mich getraut hätte mündlich mitzumachen. Es gab immer wieder Phasen wo ich aktiv versucht habe, etwas daran zu ändern und mich echt bemüht habe, zig Lehrergespräche, alle haben das gleiche gesagt. Ich muss mich mehr melden. Manche Lehrer haben es sogar persönlich genommen. Aber ich habe es nie geschafft, das Geplante dauerhaft umzusetzen.
Zusätzlich habe ich eine diagnostizierte soziale Phobie, die ich aber im Alltag in den meisten Situationen sehr gut im Griff habe.
Nun zu meiner Frage: Ich hatte gehofft, dass ich mich in der Berufsschule mehr beteiligen kann, weil mich dort ja am Anfang niemand kannte und ich mich neu erfinden könne. Außerdem ist das Niveau ja ein anderes, weshalb ich die Antwort sogar tatsächlich in den meisten Fällen weiß. Aber ich melde mich trotzdem nicht. Manchmal, weil es einfacher ist, und manchmal habe ich richtig Angst davor.
Wenn ich mich dann doch mal melde, habe ich richtig dolle Herzklopfen und werde rot und meine Hände schwitzen. Das passiert ganz automatisch. Ich weiß, dass es mit der Zeit einfacher werden würde, wenn ich mich immer wieder überwinde, aber ich schaffe es einfach nicht dauerhaft. Bei mir ist es so, entweder ich melde mich gar nicht, oder wenn ich mich erstmal überwunden habe würde ich mich bei jeder Frage melden. Zumindest in dieser Stunde. Aber das kommt ja für die anderen auch komisch und unverständlich rüber. Sie sind ja schon gewohnt, dass ich nie etwas sage.
Ich habe auch ganz doll Angst die Aufmerksamkeit auf mich zu ziehen und komisch zu wirken. Vorträge sind auch mein persönlicher Horror. Da kam es schon so weit, dass ich das Gefühl hatte, während des Vortrages keine Luft mehr zu bekommen, auch wenn die Rückmeldungen zu den Vorträgen immer super waren.
Ich schaffe es einfach nicht über den Punkt zu kommen, dass es mir nicht mehr unangenehm ist. Dass ich mich gerade auch in der Klasse/Clique ausgeschlossen fühle, trägt wohl nicht gerade zur Besserung des Problems bei.
Ich habe auch die Erfahrung gemacht, dass Lehrer wenig Verständnis für meine Situation aufzeigen. Denn ich mache ja mit und bin aktiv dabei, bearbeite meine Aufgaben schnell und ordentlich etc. Und trotzdem geben mir Lehrer schlechte Noten.
Ich hasse es, dass mündliche Noten in diesem System so viel zählen. Ich empfinde es als sehr ungerecht für Menschen wie mich.
Therapeutische Hilfe werde ich so schnell wohl nicht bekommen und ich würde gerne das letzte halbe Jahr meiner Ausbildung noch dazu nutzen, an mir zu arbeiten und diese Erinnerung an die Schulzeit zum positiveren zu verändern.
Hat jemand eine Idee wie ich das am besten angehen kann?
Ich bin nun eine nicht mehr ganz so junge Schülerin, ich habe schon 13 Jahre Schule hinter mir und mache jetzt noch eine Berufsausbildung, wo ich ebenfalls einmal in der Woche Schule hab.
Ich war in der Schule immer gut, schriftlich sogar oft sehr gut. Doch das Mündliche ist mir schon immer schwer gefallen. So schwer, dass ich in der siebten Klasse fast einmal die Klasse wiederholen musste, weil ich in zwei Fächern schriftlich nicht auf 1-2 stand und meine mündliche Note mich so sehr runtergezogen hat, dass ich fast eine 5 bekommen hätte.
Auch im Abi hätte ich mit Sicherheit einen besseren Schnitt erreicht, wenn ich mich getraut hätte mündlich mitzumachen. Es gab immer wieder Phasen wo ich aktiv versucht habe, etwas daran zu ändern und mich echt bemüht habe, zig Lehrergespräche, alle haben das gleiche gesagt. Ich muss mich mehr melden. Manche Lehrer haben es sogar persönlich genommen. Aber ich habe es nie geschafft, das Geplante dauerhaft umzusetzen.
Zusätzlich habe ich eine diagnostizierte soziale Phobie, die ich aber im Alltag in den meisten Situationen sehr gut im Griff habe.
Nun zu meiner Frage: Ich hatte gehofft, dass ich mich in der Berufsschule mehr beteiligen kann, weil mich dort ja am Anfang niemand kannte und ich mich neu erfinden könne. Außerdem ist das Niveau ja ein anderes, weshalb ich die Antwort sogar tatsächlich in den meisten Fällen weiß. Aber ich melde mich trotzdem nicht. Manchmal, weil es einfacher ist, und manchmal habe ich richtig Angst davor.
Wenn ich mich dann doch mal melde, habe ich richtig dolle Herzklopfen und werde rot und meine Hände schwitzen. Das passiert ganz automatisch. Ich weiß, dass es mit der Zeit einfacher werden würde, wenn ich mich immer wieder überwinde, aber ich schaffe es einfach nicht dauerhaft. Bei mir ist es so, entweder ich melde mich gar nicht, oder wenn ich mich erstmal überwunden habe würde ich mich bei jeder Frage melden. Zumindest in dieser Stunde. Aber das kommt ja für die anderen auch komisch und unverständlich rüber. Sie sind ja schon gewohnt, dass ich nie etwas sage.
Ich habe auch ganz doll Angst die Aufmerksamkeit auf mich zu ziehen und komisch zu wirken. Vorträge sind auch mein persönlicher Horror. Da kam es schon so weit, dass ich das Gefühl hatte, während des Vortrages keine Luft mehr zu bekommen, auch wenn die Rückmeldungen zu den Vorträgen immer super waren.
Ich schaffe es einfach nicht über den Punkt zu kommen, dass es mir nicht mehr unangenehm ist. Dass ich mich gerade auch in der Klasse/Clique ausgeschlossen fühle, trägt wohl nicht gerade zur Besserung des Problems bei.
Ich habe auch die Erfahrung gemacht, dass Lehrer wenig Verständnis für meine Situation aufzeigen. Denn ich mache ja mit und bin aktiv dabei, bearbeite meine Aufgaben schnell und ordentlich etc. Und trotzdem geben mir Lehrer schlechte Noten.
Ich hasse es, dass mündliche Noten in diesem System so viel zählen. Ich empfinde es als sehr ungerecht für Menschen wie mich.
Therapeutische Hilfe werde ich so schnell wohl nicht bekommen und ich würde gerne das letzte halbe Jahr meiner Ausbildung noch dazu nutzen, an mir zu arbeiten und diese Erinnerung an die Schulzeit zum positiveren zu verändern.
Hat jemand eine Idee wie ich das am besten angehen kann?
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