Magst du erzählen, wie das Gespräch verlaufen ist? 🙂
Hallo Schneee,
danke für die Nachfrage. Gestern sind so viele Dinge hochgekocht, ich musste das erst mal verdauen. Ich versuch's mal mit einer Kurzfassung sonst verliere ich mich in Details.
Mit Erlaubnis meiner Frau konnte ich zunächst alleine mit der Ärztin sprechen. Ich habe ihr davon erzählt dass sie ihre neuen Medikamente nicht genommen hat, sie darauf Wahnvorstellungen und Angstzustände bekam die aber durch die Einnahme ihrer alten Medikamente sich rasch wieder besserten, sie aber auch diese Medikamente nach Gutdünken dosiert. Ich habe ihr auch erzählt dass sie auch ihren 'häuslichen Pflichten' immer weniger nachgeht, tagsüber viel im Bett liegt, vergesslich und nervös ist usw.
Die Ärztin war sehr überrascht als sie das hörte. Bei den vorhergegangenen Gesprächen mit meiner Frau hatte sie einen positiven Eindruck von ihr. Zwar hätte sich meine Frau über mich beklagt und dass sie sich langfristig von mir trennen und eine eigene Existenz aufbauen wollte aber sonst vermittelte sie den Eindruck dass es ihr ganz gut gehe. Aufgrund der Tatsache dass sie sich der ambulanten Behandlung widersetzt sind wir überein gekommen dass sie sich bzgl. einem Therapieplatz umschaut.
Die Ärztin hat dann meiner Frau vorgeschlagen dass sie sich nochmals neu untersuchen und einstellen lassen soll, am besten stationär in einer Psychiatrie oder einem Krankenhaus mit Psychiatrie, was meine Frau aber energisch ablehnte mit der Begründung 'da dort ja nur Irre und Alkoholiker wären' und dass ich sie 'nur loshaben möchte um das Haus und die Kinder für mich alleine zu haben'. Darauf ging sie wütend aus dem Beratungszimmer.
Zuhause angelangt hat sie dann die doppelte Tagesration an Tabletten geschluckt und sofort angefangen wütend das Haus auf Vordermann zu bringen. Dieser Zustand dauert bis jetzt an. Obwohl sie noch nicht durch alle Zimmer durch ist: so sauber und aufgeräumt war unser Haus die letzten paar Jahre nicht mehr.
Ich habe inzwischen mehrmals versucht mit ihr ins Gespräch zu kommen um ihr klarzumachen dass es mit einem einmaligen Hausputzanfall nicht getan ist, dass sie krank sei und langfristig Hilfe brauche, ihre Krankheit akzeptieren muss usw. aber sie 'bockt' jetzt verständlicherweise. Ich denke sie muss jetzt erst mal ihr Adrenalin abbauen bevor sie für Argumente zugänglich wird, falls das überhaupt noch möglich ist, denn sie hat eine Stinkwut auf mich.
Ich bin einerseits froh dass der Stein ins Rollen gekommen ist, andererseits tut es mir leid dass es so abgelaufen ist. Kann sein dass sie irgendwas ausbrütet um sich an mir zu rächen. Angedeutet hat sie das schon.
LLR