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Kann ich mir nichts gönnen?

  • Starter*in Starter*in Gelöscht 125967
  • Datum Start Datum Start
Diese Probleme die du aufzählst hat jeder Betrieb.
Landwirtschaft in Alpinen Regionen ist ohne Staatlicher Förderung nicht rentabel, und von schwerer körperlicher Arbeit abhängig weil auch heute trotz moderner Maschinem kaum bis wenig mechanisierung möglich ist oder einfach nicht leistbar ist.
Das sind Fakten und die kannst du überprüfen.

Die Arbeit meines Großvaters rechne ich schon lange gar nicht mehr als ganzes, ohne ihn ist es auch möglich.

Mehr Profit würde mehr Arbeit bedeuten.
Ganz einfach.
Ich weiß nicht wie weit du das verstehst, aber
Direktvermarktung und Tourismus zb. Wären unglaublich viel zusätzliche Arbeit.
Weniger Arbeit heißt weniger Geld,
Ich und Hunderte vor mir haben und das schon durchdacht.

Ich hätte mich eigentlich schon längst selbst um eine Familie kümmern müssen damit Arbeitskraft und Weitergabe gesichert ist.
Aber daraus wurde, und wird vermutlich auch nichts.
Ja ich weiß,
das hört sich sehr rustikal an,
aber das ist wie vor 100 Jahren
heute noch das selbe Prinzip.

Wer in diesem Rad drinnensteckt hat keine Freizeit mehr, oder macht sich darum keine Gedanken mehr.
Da ja der Hof das ein und alles ist.
Ich glaube ich bin der einzige der das noch hinterfragt.
Aber wie gesagt, ich kann mich nur noch damit abfinden.

Und meine Freizeit wüsste ich auch nicht zu gestalten wenn ich plötzlich mehr hätte, das wäre ein nur nebensächliches Problem.

Von Landwirtschaft weiß ich nicht viel; dass es aber sehr viel Arbeit bedeutet, ein zweites wirtschaftliches Standbein (zB durch Tourismus) aufzubauen und sich teure Investitionen in große Maschinen erst ab einer bestimmten Fläche / Umsatz lohnen, leuchtet mir schon ein.

Wenn du aber schreibst, dass dieses Problem viele Betriebe in eurer Gegend haben, könntet ihr euch nicht zusammen schließen, um die Kosten für Investitionen zu teilen?

Z B einen Verein gründen, der Maschinen anschafft und dann ausleiht oder Werbung für Tourismus in der Region betreibt und dann Gäste weiter vermittelt?

Ansonsten bleibt wohl nur, darauf zu hoffen, dass Roboter bald in Serie gebaut werden und so billig verfügbar sind, dass sich eine Anschaffung lohnt (gibt ja paar Firmen wie Boston Dynamics, die daran arbeiten).

Kannst du mir bitte erklären, warum sich Landwirtschaft aufgrund der EU Politik nur noch mit Subventionen lohnt?

Verstehe ich nicht ganz, weil wenn es etwas gibt, was jeder braucht, sind das doch Lebensmittel?

Was an der Politik müsste sich denn ändern?

Würde mich wirklich interessieren.
 
Von Landwirtschaft weiß ich nicht viel; dass es aber sehr viel Arbeit bedeutet, ein zweites wirtschaftliches Standbein (zB durch Tourismus) aufzubauen und sich teure Investitionen in große Maschinen erst ab einer bestimmten Fläche / Umsatz lohnen, leuchtet mir schon ein.

Wenn du aber schreibst, dass dieses Problem viele Betriebe in eurer Gegend haben, könntet ihr euch nicht zusammen schließen, um die Kosten für Investitionen zu teilen?

Z B einen Verein gründen, der Maschinen anschafft und dann ausleiht oder Werbung für Tourismus in der Region betreibt und dann Gäste weiter vermittelt?

Ansonsten bleibt wohl nur, darauf zu hoffen, dass Roboter bald in Serie gebaut werden und so billig verfügbar sind, dass sich eine Anschaffung lohnt (gibt ja paar Firmen wie Boston Dynamics, die daran arbeiten).

Kannst du mir bitte erklären, warum sich Landwirtschaft aufgrund der EU Politik nur noch mit Subventionen lohnt?

Verstehe ich nicht ganz, weil wenn es etwas gibt, was jeder braucht, sind das doch Lebensmittel?

Was an der Politik müsste sich denn ändern?

Würde mich wirklich interessieren.
Über Genossenschaften brauchen wir auch nicht diskutieren.
Wenn das Wetter schön ist, also so richtig trocken und sonnig, wollen alle Bauern Heu machen und Mähen.
Das Zeitfenster ist dazu oft sehr klein und alles muss sofort passieren.
Da kann man nicht blöd herumwarten bis endlich der Nachbar fertig ist und ich nun die Maschine haben kann.

Auch hat so eine Genossenschaft noch sehr viele andere Nachteile, die alle aufzuzählen, sowie zu erklären warum die EU die Landwirtschaft zerstört hat wäre ja Meilenweit vom Thema entfernt.
 
Ansonsten bleibt wohl nur, darauf zu hoffen, dass Roboter bald in Serie gebaut werden und so billig verfügbar sind, dass sich eine Anschaffung lohnt (gibt ja paar Firmen wie Boston Dynamics, die daran arbeiten).
Bergbauernwirtschaft ist eine extrem kleine Sparte die nicht einmal wirtschaftlich auch nur im Ansatz wichtig ist.
Bis sowas passiert vergehen optimistisch geschätzt sicher noch 100 Jahre.
 
Von Landwirtschaft weiß ich nicht viel; dass es aber sehr viel Arbeit bedeutet, ein zweites wirtschaftliches Standbein (zB durch Tourismus) aufzubauen und sich teure Investitionen in große Maschinen erst ab einer bestimmten Fläche / Umsatz lohnen, leuchtet mir schon ein.

Wenn du aber schreibst, dass dieses Problem viele Betriebe in eurer Gegend haben, könntet ihr euch nicht zusammen schließen, um die Kosten für Investitionen zu teilen?

Z B einen Verein gründen, der Maschinen anschafft und dann ausleiht oder Werbung für Tourismus in der Region betreibt und dann Gäste weiter vermittelt?

Ansonsten bleibt wohl nur, darauf zu hoffen, dass Roboter bald in Serie gebaut werden und so billig verfügbar sind, dass sich eine Anschaffung lohnt (gibt ja paar Firmen wie Boston Dynamics, die daran arbeiten).

Kannst du mir bitte erklären, warum sich Landwirtschaft aufgrund der EU Politik nur noch mit Subventionen lohnt?

Verstehe ich nicht ganz, weil wenn es etwas gibt, was jeder braucht, sind das doch Lebensmittel?

Was an der Politik müsste sich denn ändern?

Würde mich wirklich interessieren.


Das wäre dann ein Maschinering, der macht aber nur dann Sinn wenn die Maschien so gut wie keinen Leerlauf haben wie zb Mähwerke oder Traktoren.
Bei Saisonmaschinen wie zb Rüben oderKartoffeltechnik müssen diese innerhalb der zur Verfügung stehenden Zeit ernorme Flächen bearbeiten bzw. beernten um sich zu rechnen.

Ein Maschinenring ist kompliziert aufgebaut und braucht auch einen Geschäfsführer. Alle Maschinen und Geräte müssen zu 100% im Lohn laufen.
Da mehrere Maschinen einer Gattung angeschafft werden müssten ist der Kapitaleinsatz weit jenseits 1.000.000mio €.

Vereine im Sinne gibt es in der Landwirtschaft nicht.

Das andere was du ansprichst wäre ein Tourismusverein, ja darüber könnte man in bestimmten Regionen durchaus nachdenken, ebenso wie Urlaub auf dem Bauernhof.
 
Von Landwirtschaft weiß ich nicht viel; dass es aber sehr viel Arbeit bedeutet, ein zweites wirtschaftliches Standbein (zB durch Tourismus) aufzubauen und sich teure Investitionen in große Maschinen erst ab einer bestimmten Fläche / Umsatz lohnen, leuchtet mir schon ein.

Wenn du aber schreibst, dass dieses Problem viele Betriebe in eurer Gegend haben, könntet ihr euch nicht zusammen schließen, um die Kosten für Investitionen zu teilen?

Z B einen Verein gründen, der Maschinen anschafft und dann ausleiht oder Werbung für Tourismus in der Region betreibt und dann Gäste weiter vermittelt?

Ansonsten bleibt wohl nur, darauf zu hoffen, dass Roboter bald in Serie gebaut werden und so billig verfügbar sind, dass sich eine Anschaffung lohnt (gibt ja paar Firmen wie Boston Dynamics, die daran arbeiten).

Kannst du mir bitte erklären, warum sich Landwirtschaft aufgrund der EU Politik nur noch mit Subventionen lohnt?

Verstehe ich nicht ganz, weil wenn es etwas gibt, was jeder braucht, sind das doch Lebensmittel?

Was an der Politik müsste sich denn ändern?


Würde mich wirklich interessieren.

Stimmt Lebensmittel braucht jeder und der Landwirt produziert diese oder zumindest deren Rohstoff wie zb. die Zuckerrübe.
leider sind die Erzeugerpreise (der Preis den der Landwirt bekommt) aber derart gering das die Erlöse oftmals die Betriebs bzw. Erzeugerkosten übersteigen, diese werden dann durch Subventionen ausgeglichen.

Auf die Idee Landwirte ordentlich zu entlohnen und dafür auf Subventioen zu verzichten ist in der EU noch keiner gekommen.
Das ist der Tatsache geschuldet das Lebensmittel dann wesentlich teurer sein müssten und das wiederum will der Verbraucher nicht zahlen.

Hinzu kommen noch so Dinge wie Düngemittelverordnung, Tierwohllabel,Flächenstillegung und vieles mehr was den Kostendruck auf die Landwirte weiter erhöht und jetz auch noch die abnormen Energiekosten die Anfallen eine Ein/Auslagerung, Sortierung und Abpackung von zb. Getreide/Kartoffeln.

Was wir brauchen sind akzeptable Erzeugerpreise vor allem bei Milch und Gemüse sowie eine stark reduzierte Bürokratie und Auflagenwut. Viele der Auflagen sind völliger Blödsinn weil falsch berechnet wie zb Ackerrandstreifen.

Und Agarroboter wie sie derzeit getestet werden sind nicht nur enorm teuer sondern auch ineffizient das sie immer nur zb, eine Reihe Mais drillen, es braucht also sehr viele davon auf einem grossen Feld um in der zur verfügung stehenden zeit sie Saat in den Boden zu bringen, das kann jeder Schlepper mit Drillmaschine wesentlich billiger bemessen zur Hektarleistung.
 
Landwirtschaft in Alpinen Regionen ist ohne Staatlicher Förderung nicht rentabel, und von schwerer körperlicher Arbeit abhängig weil auch heute trotz moderner Maschinem kaum bis wenig mechanisierung möglich ist oder einfach nicht leistbar ist.
Hast du schon einmal an Freiwilligenmithilfe gedacht, wie das in Tirol gehandhabt wird?
siehe: https://www.tirol.at/blog/b-kulturleben/helfen-auf-der-alm
Es gibt ein Zimmer und Essen für Mithilfe. Der Mensch macht halb Urlaub, halb arbeitet er.
Wie und ob das funktioniert, kann man evtl. bei den jeweiligen Anbietern abfragen.
Ob das realisierbar ist, hängt davon ab, ob du in einer attraktiven Gegend wohnst.

Ich hätte mich eigentlich schon längst selbst um eine Familie kümmern müssen damit Arbeitskraft und Weitergabe gesichert ist.
Aber daraus wurde, und wird vermutlich auch nichts.
Ja ich weiß,
das hört sich sehr rustikal an,
aber das ist wie vor 100 Jahren
heute noch das selbe Prinzip.
Vielleicht solltest du hier den Hebel ansetzen. Eine Partnerin teilt mit dir auch so manche Freizeit.
Warum denkst du, dass daraus vermutlich auch nichts wird?
Ich weiß, Partnersuche ist Zeitaufwand, aber eventuell Zeitaufwand, der sich lohnen könnte.
Und wenn die Weitergabe des Hofes nicht gesichert ist, wozu reibst du dich dann jetzt so auf?
 
Da mehrere Maschinen einer Gattung angeschafft werden müssten ist der Kapitaleinsatz weit jenseits 1.000.000mio €.

Das lohnt sich dann nur für Großbetriebe, das sehe ich ein.

Stimmt Lebensmittel braucht jeder und der Landwirt produziert diese oder zumindest deren Rohstoff wie zb. die Zuckerrübe.
leider sind die Erzeugerpreise (der Preis den der Landwirt bekommt) aber derart gering das die Erlöse oftmals die Betriebs bzw. Erzeugerkosten übersteigen, diese werden dann durch Subventionen ausgeglichen.

Auf die Idee Landwirte ordentlich zu entlohnen und dafür auf Subventioen zu verzichten ist in der EU noch keiner gekommen.
Das ist der Tatsache geschuldet das Lebensmittel dann wesentlich teurer sein müssten und das wiederum will der Verbraucher nicht zahlen.

Hinzu kommen noch so Dinge wie Düngemittelverordnung, Tierwohllabel,Flächenstillegung und vieles mehr was den Kostendruck auf die Landwirte weiter erhöht und jetz auch noch die abnormen Energiekosten die Anfallen eine Ein/Auslagerung, Sortierung und Abpackung von zb. Getreide/Kartoffeln.

Was wir brauchen sind akzeptable Erzeugerpreise vor allem bei Milch und Gemüse sowie eine stark reduzierte Bürokratie und Auflagenwut. Viele der Auflagen sind völliger Blödsinn weil falsch berechnet wie zb Ackerrandstreifen.

Und Agarroboter wie sie derzeit getestet werden sind nicht nur enorm teuer sondern auch ineffizient das sie immer nur zb, eine Reihe Mais drillen, es braucht also sehr viele davon auf einem grossen Feld um in der zur verfügung stehenden zeit sie Saat in den Boden zu bringen, das kann jeder Schlepper mit Drillmaschine wesentlich billiger bemessen zur Hektarleistung.

Vielen Dank für die Erklärungen, @Shorn

Mit dem Thema des Threads hat das aus meiner Sicht insofern zu tun, dass diese politischen Bedingungen dafür verantwortlich sind, dass euer Familienbetrieb nicht genug Gewinn erzielt, dass du dir die Freizeit leisten kannst, die du dir wünscht.

Allerdings sehe ich ein, dass es sehr schwierig ist, Politik auf EU-Ebene zu ändern.

Dann fällt mir leider nur noch ein, die Dinge so zu akzeptieren, wie sie sind und zu versuchen, dass du dir in Absprache mit deinen Eltern kleine Freiräume schaffst. Vielleicht kann ein pensionierter Nachbar stunden- oder tageweise für dich einspringen.

Es klingt vielleicht seltsam, aber ich musste auf die harte Tour lernen, dass man anderen, insbesondere Menschen, die man liebt, schaden kann, wenn man nicht egoistisch genug ist. Diese Erfahrung wünsche ich keinem anderen.

Gesunder Egoismus wahrt seine Grenzen, geht nicht darüber hinaus.

Wo die Grenzen deiner Leistungsfähigkeit sind, kannst nur du selbst wissen. Beobachte dich, nimm die Wünsche und Signale aus deinem Körper, deinem Geist und deiner Seele ernst.

Dieses Gefühl der Lustlosigkeit, das du beschreibst, könnte z B eins sein. Wenn du für deine Eltern sorgen willst, musst du auch und in erster Linie für dich selbst sorgen, denn du bist dein einziges Mittel dafür, das du hast.

Sorge also für deine Gesundheit und dein Glück, so gut du kannst. Denn wenn du dauerhaft und immer wieder über deine Grenzen hinaus gehst, riskierst du Krankheit. Und wie du erklärt hast, ist das das, was euren Betrieb ruinieren würde.
 
Und Agarroboter wie sie derzeit getestet werden sind nicht nur enorm teuer sondern auch ineffizient d

Davon weißt du wesentlich mehr als ich. Ich dachte mehr an so einen 'normalen' Roboter:


Aber bei näherer Überlegung, ist es leider alles andere als sicher, dass sich die Entwicklung von Programmen für landwirtschaftliche Arbeiten in alpinen Regionen für diese Bots lohnen würde.

Sowas wie Kisten tragen, ist vermutlich eine wesentlich breitere Anwendung.
 
Nur mal so angemerkt,
Jemanden zu bezahlen der einem die Arbeit am Hof macht damit man selbst Freizeit hat ist sehr verpönt.

Das macht mir niemand.

Und die paar Tage im Jahr würden mich jetzt nicht rausreißen. Da wie ich bereits sagte Kleinigkeiten mir nichts geben.

Also bleiben mir praktisch absolut keine Optionen.
 

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