Nein, leider ist dass absolut normal das ein LW Betrieb in meinen Breiten weniger Gewinn macht als eine Hilfkraft kostet, bzw fällt nachher so wenig Gewinn ab das es sich nicht auszahlt.
Deswegen habe heute nur noch sehr große Betriebe Angestellte.
Und das Problem mit Krankheiten und Verletzungen hat auch jeder Betrieb,
fällt der Landwirt langfristig aus kann es sein das es vorbei ist.
Wenn ich jetzt etwas schreiben sollte, was du für unsinnig hältst, bedenke bitte, dass ich nur die Informationen hier aus dem Forum habe und ärgere dich nicht.
Angekommen ist bei mir :
- du arbeitest Vollzeit (also vermutlich 40 h die Woche) und unterstützt zusätzlich deine Eltern in ihrem landwirtschaftlichen Betrieb. Dort arbeitet dein 75 jähriger Großvater, deine Eltern (um die 50) und du. Falls ihr eine Hilfskraft anstellen würdet, damit du mehr Freizeit hast, dann würde sich die Arbeit von euch Vieren nicht mehr lohnen.
Und du bist (verständlicherweise) mit dieser Situation nicht glücklich, darum hast du nach Ideen zur Freizeit gefragt.
So, wie ich dich verstanden habe, ist das Problem doch weniger, dass du nicht weißt, was du in deiner Freizeit anfangen möchtest (offenbar hast du dich schon über ehrenamtliches Engagement z B beim THW informiert), sondern, dass du nicht genug Freizeit hast, um diese Träume wahr werden zu lassen.
Ehrlich gesagt, bin ich ziemlich beeindruckt, dass du so viel Arbeit gewuppt kriegst und trotzdem noch von aktiver Freizeitgestaltung träumst.
Sei dem, wie dem auch sei.
Die Situation, die du da schilderst, ist doch ganz vorsichtig formuliert suboptimal: 3 Menschen in Vollzeit - dein 75 Jahre alter Großvater und deine Eltern + 1 Person in Teilzeit = du verdienen gemeinsam so wenig im Betrieb, dass es sich nicht mehr lohnen würde, den Betrieb zu betreiben, falls noch Kosten für eine Hilfskraft hinzu kommen würden. Wie lange soll das denn gehen?
Wenn du meine ehrliche Meinung willst: informiere dich, ob man nicht in irgendeiner Form etwas so ändern könnte in eurem Betrieb, dass entweder mehr Gewinn abfällt oder weniger Arbeitskraft notwendig ist oder beides.
Vielleicht gibt es da Ansprechpartner von einem landwirtschaftlichen Verband, die beraten können? Oder vielleicht gibt es gute Ideen für Direktvermarktung oder Angebote für Kinder oder Touristen oder ähnliches?
Das Problem, was ich sehe, so, wie du diese Situation beschreibst, ist, dass ihr darauf angewiesen seid, dass alles gut geht. Und, wie schon erwähnt, Krankheit wünsche ich keinem, möglich ist sie aber immer. Angenommen, dein Großvater wird 100 Jahre alt (wünschen wollen wir es ihm) oder noch älter und kippt dann auf einmal tot um.
Dann ist der Betrieb ruiniert, weil seine Arbeitskraft fehlt und du hast noch 25 Jahre deines Lebens deine gesamte Freizeit und Energie für einen dann ruinierten Betrieb geopfert? Bist dann Mitte oderEnde 40, hättest nie Urlaub gehabt, nie Zeit gehabt, eine Frau kennenzulernen, zu reisen, eine Familie zu gründen, weil du versucht hast, einen Betrieb zu retten, der so nicht zu retten war?
Es ist dein Leben und es sind deine Entscheidungen, die es bestimmen:
Aus meiner Sicht kannst du so weitermachen wie bisher (und hoffen, dass ein Wunder geschieht und sich die Situation von selbst bessert und dein Opfer nicht mehr nötig ist).
Du kannst dich informieren, ob es möglich wäre, den Betrieb rentabler zu betreiben und dann mit deinen Eltern und deinem Großvater über deine Ideen reden und versuchen, sie davon zu überzeugen.
Du kannst dir überlegen, ob es Bedingungen gibt, unter denen ihr wirtschaftlicher arbeiten könntet, welche das wären und ob du etwas tun kannst, sie zu verbessern (politisches Engagement).
Rein theoretisch könntest du auch einfach aufhören, deine Freizeit deiner Familie zu schenken. Aber ich glaube, das willst du nicht tun.