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Meinung123
Gast
Nur mal so angemerkt,
Jemanden zu bezahlen der einem die Arbeit am Hof macht damit man selbst Freizeit hat ist sehr verpönt.
Das macht mir niemand.
Und die paar Tage im Jahr würden mich jetzt nicht rausreißen. Da wie ich bereits sagte Kleinigkeiten mir nichts geben.
Also bleiben mir praktisch absolut keine Optionen.
Du hast die Wahl. Du hast die Wahl, so weiter zu machen wie bisher oder etwas zu ändern.
Wenn du dich entscheidest, so weiter zu machen wie bisher, weil es dir wichtig ist, deine Eltern in ihrem Betrieb zu unterstützen, dann ist das deine Entscheidung und die hat Konsequenzen (es geht weiter wie bisher).
Wenn du dich entscheidest, stattdessen etwas anderes zu tun (z B Energie und Zeit in eine Weiterbildung zu investieren, damit du langfristig mehr Geld verdienen kannst - falls es sowas in deinem Vollzeitjob gibt) oder umzuziehen, dann hat auch das Konsequenzen : es kann gelingen oder auch nicht, deine Eltern werden sich gütlich damit abfinden oder auch nicht, ein anderer wird die Arbeit tun, die du bisher getan hast oder auch nicht...
Du willst dem nachkommen, was du als deine Pflicht deiner Familie gegenüber siehst. Das ist eine legitime Entscheidung und eine deiner Optionen.
Aus meiner Sicht wäre es genau so eine legitime Entscheidung, wenn du deinen Eltern sagen würdest, dass du diese zusätzliche Arbeit weder leisten kannst noch leisten willst. Oder wenn du auf die Meinung dieser anderen pfeifst, in deren Augen es verpönt ist, jemand für Arbeit auf dem Hof zu bezahlen, damit du mehr Freizeit hast (und dadurch vielleicht mehr Freude am Leben) und dir dann eben jemanden suchst, der von woanders kommt und für paar Wochen aushilft.
Aus meiner Sicht ist deine Verbundenheit zu deinen Eltern absolut verständlich, aber du hast keine Verpflichtung, dein Leben für diesen Hof zu opfern, wenn du das nicht willst.
Du bist das Kind deiner Eltern und nicht ihr Sklave. Wenn du dich für diesen Hof entscheidest, dann ist das legitim, wenn dagegen, genau so legitim in meiner Sicht.
Das, was du über diese 'anderen' erzählst (es ist verpönt, sich bezahlte Hilfe zu suchen), klingt für mich etwas nach einem Begriff, der für mich eine Offenbarung war, als ich das erste Mal darauf gestoßen bin :
Crab mentality - Wikipedia
en.m.wikipedia.org
Du triffst Deine Entscheidungen, Du lebst mit den Folgen. Ich wünsche Dir die Tapferkeit und Weisheit die Entscheidungen zu treffen, die dich ein gutes Leben führen lassen, in dem du mit dir und deinem Leben zufrieden bist.
Ob das bedeutet, so weiter zu machen wie bisher oder nicht, kannst nur du beantworten, denn nur du weißt, was dir wichtig ist.
Die meisten Eltern lieben ihre Kinder und wollen das beste für sie. Das bedeutet, sie träumen häufig davon, dass ihr Kind einen bestimmten Weg einschlagen soll (weil dieser Weg ihnen als der beste erscheint). Wenn das Kind dann was anderes tut, gibt es möglicherweise Aufregung. Wenn sich heraus stellt, dass das Kind auf dem eingeschlagenen Weg glücklich wird, dann sind liebende Eltern meist sehr zufrieden mit der Entwicklung und lernen, sie zu akzeptieren.
Das ist so die allgemeine Regel. Ausnahmen gibt es zugebenermassen immer.