Anzeige(1)

  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Kann ich mir nichts gönnen?

  • Starter*in Starter*in Gelöscht 125967
  • Datum Start Datum Start
Ich verstehe, dass du deine Familie nicht im Stich lassen willst und ich nehme an, dass es sich für dich so anfühlt als würdest du sie im Stich lassen, wenn du aufhören würdest, im Familienbetrieb zu arbeiten.

Allerdings bitte ich dich, folgendes zu bedenken : wenn es wirklich so ist, dass nur deine Arbeitskraft den Betrieb am Laufen hält und ein Angestellter mehr kosten würden, als es an Gewinn abwerfen kann , dann läuft meiner Meinung nach etwas verkehrt.

Denn dann ist die Gewinnmarge so gering, dass der Betrieb an die Wand fahren würde, wenn du nicht mehr dort arbeitest. Selbst wenn du mit Lust und Freude den Rest deiner Lebenszeit damit verbringen willst, dort zu arbeiten - jeder kann krank werden.

Angenommen, du brichst dir ein Bein (was ich keinem wünsche). Würde das bedeuten, dass der Betrieb ruiniert ist, weil du eine Weile dort nicht arbeiten kannst? Das wäre doch eine prekäre Situation für alle Beteiligten.

Falls der Betrieb wirklich so wenig abwirft, dass nicht mal eine Urlaubsvertretung für dich finanziell möglich ist, wären meiner Meinung nach dringend Maßnahmen notwendig, um das zu ändern.

Langfristig tust du dann keinem einen Gefallen, wenn du den laufenden Betrieb dann weitehin mit dem wertvollsten unterstützt, was du hast, deiner Zeit.
Nein, leider ist dass absolut normal das ein LW Betrieb in meinen Breiten weniger Gewinn macht als eine Hilfkraft kostet, bzw fällt nachher so wenig Gewinn ab das es sich nicht auszahlt.
Deswegen habe heute nur noch sehr große Betriebe Angestellte.
Und das Problem mit Krankheiten und Verletzungen hat auch jeder Betrieb,
fällt der Landwirt langfristig aus kann es sein das es vorbei ist.
 
Nein, leider ist dass absolut normal das ein LW Betrieb in meinen Breiten weniger Gewinn macht als eine Hilfkraft kostet, bzw fällt nachher so wenig Gewinn ab das es sich nicht auszahlt.
Deswegen habe heute nur noch sehr große Betriebe Angestellte.
Und das Problem mit Krankheiten und Verletzungen hat auch jeder Betrieb,
fällt der Landwirt langfristig aus kann es sein das es vorbei ist.

Wenn ich jetzt etwas schreiben sollte, was du für unsinnig hältst, bedenke bitte, dass ich nur die Informationen hier aus dem Forum habe und ärgere dich nicht.

Angekommen ist bei mir :
- du arbeitest Vollzeit (also vermutlich 40 h die Woche) und unterstützt zusätzlich deine Eltern in ihrem landwirtschaftlichen Betrieb. Dort arbeitet dein 75 jähriger Großvater, deine Eltern (um die 50) und du. Falls ihr eine Hilfskraft anstellen würdet, damit du mehr Freizeit hast, dann würde sich die Arbeit von euch Vieren nicht mehr lohnen.

Und du bist (verständlicherweise) mit dieser Situation nicht glücklich, darum hast du nach Ideen zur Freizeit gefragt.

So, wie ich dich verstanden habe, ist das Problem doch weniger, dass du nicht weißt, was du in deiner Freizeit anfangen möchtest (offenbar hast du dich schon über ehrenamtliches Engagement z B beim THW informiert), sondern, dass du nicht genug Freizeit hast, um diese Träume wahr werden zu lassen.

Ehrlich gesagt, bin ich ziemlich beeindruckt, dass du so viel Arbeit gewuppt kriegst und trotzdem noch von aktiver Freizeitgestaltung träumst.

Sei dem, wie dem auch sei.

Die Situation, die du da schilderst, ist doch ganz vorsichtig formuliert suboptimal: 3 Menschen in Vollzeit - dein 75 Jahre alter Großvater und deine Eltern + 1 Person in Teilzeit = du verdienen gemeinsam so wenig im Betrieb, dass es sich nicht mehr lohnen würde, den Betrieb zu betreiben, falls noch Kosten für eine Hilfskraft hinzu kommen würden. Wie lange soll das denn gehen?

Wenn du meine ehrliche Meinung willst: informiere dich, ob man nicht in irgendeiner Form etwas so ändern könnte in eurem Betrieb, dass entweder mehr Gewinn abfällt oder weniger Arbeitskraft notwendig ist oder beides.

Vielleicht gibt es da Ansprechpartner von einem landwirtschaftlichen Verband, die beraten können? Oder vielleicht gibt es gute Ideen für Direktvermarktung oder Angebote für Kinder oder Touristen oder ähnliches?

Das Problem, was ich sehe, so, wie du diese Situation beschreibst, ist, dass ihr darauf angewiesen seid, dass alles gut geht. Und, wie schon erwähnt, Krankheit wünsche ich keinem, möglich ist sie aber immer. Angenommen, dein Großvater wird 100 Jahre alt (wünschen wollen wir es ihm) oder noch älter und kippt dann auf einmal tot um.

Dann ist der Betrieb ruiniert, weil seine Arbeitskraft fehlt und du hast noch 25 Jahre deines Lebens deine gesamte Freizeit und Energie für einen dann ruinierten Betrieb geopfert? Bist dann Mitte oderEnde 40, hättest nie Urlaub gehabt, nie Zeit gehabt, eine Frau kennenzulernen, zu reisen, eine Familie zu gründen, weil du versucht hast, einen Betrieb zu retten, der so nicht zu retten war?

Es ist dein Leben und es sind deine Entscheidungen, die es bestimmen:

Aus meiner Sicht kannst du so weitermachen wie bisher (und hoffen, dass ein Wunder geschieht und sich die Situation von selbst bessert und dein Opfer nicht mehr nötig ist).

Du kannst dich informieren, ob es möglich wäre, den Betrieb rentabler zu betreiben und dann mit deinen Eltern und deinem Großvater über deine Ideen reden und versuchen, sie davon zu überzeugen.

Du kannst dir überlegen, ob es Bedingungen gibt, unter denen ihr wirtschaftlicher arbeiten könntet, welche das wären und ob du etwas tun kannst, sie zu verbessern (politisches Engagement).

Rein theoretisch könntest du auch einfach aufhören, deine Freizeit deiner Familie zu schenken. Aber ich glaube, das willst du nicht tun.
 
Wenn ich jetzt etwas schreiben sollte, was du für unsinnig hältst, bedenke bitte, dass ich nur die Informationen hier aus dem Forum habe und ärgere dich nicht.

Angekommen ist bei mir :
- du arbeitest Vollzeit (also vermutlich 40 h die Woche) und unterstützt zusätzlich deine Eltern in ihrem landwirtschaftlichen Betrieb. Dort arbeitet dein 75 jähriger Großvater, deine Eltern (um die 50) und du. Falls ihr eine Hilfskraft anstellen würdet, damit du mehr Freizeit hast, dann würde sich die Arbeit von euch Vieren nicht mehr lohnen.

Und du bist (verständlicherweise) mit dieser Situation nicht glücklich, darum hast du nach Ideen zur Freizeit gefragt.

So, wie ich dich verstanden habe, ist das Problem doch weniger, dass du nicht weißt, was du in deiner Freizeit anfangen möchtest (offenbar hast du dich schon über ehrenamtliches Engagement z B beim THW informiert), sondern, dass du nicht genug Freizeit hast, um diese Träume wahr werden zu lassen.

Ehrlich gesagt, bin ich ziemlich beeindruckt, dass du so viel Arbeit gewuppt kriegst und trotzdem noch von aktiver Freizeitgestaltung träumst.

Sei dem, wie dem auch sei.

Die Situation, die du da schilderst, ist doch ganz vorsichtig formuliert suboptimal: 3 Menschen in Vollzeit - dein 75 Jahre alter Großvater und deine Eltern + 1 Person in Teilzeit = du verdienen gemeinsam so wenig im Betrieb, dass es sich nicht mehr lohnen würde, den Betrieb zu betreiben, falls noch Kosten für eine Hilfskraft hinzu kommen würden. Wie lange soll das denn gehen?

Wenn du meine ehrliche Meinung willst: informiere dich, ob man nicht in irgendeiner Form etwas so ändern könnte in eurem Betrieb, dass entweder mehr Gewinn abfällt oder weniger Arbeitskraft notwendig ist oder beides.

Vielleicht gibt es da Ansprechpartner von einem landwirtschaftlichen Verband, die beraten können? Oder vielleicht gibt es gute Ideen für Direktvermarktung oder Angebote für Kinder oder Touristen oder ähnliches?

Das Problem, was ich sehe, so, wie du diese Situation beschreibst, ist, dass ihr darauf angewiesen seid, dass alles gut geht. Und, wie schon erwähnt, Krankheit wünsche ich keinem, möglich ist sie aber immer. Angenommen, dein Großvater wird 100 Jahre alt (wünschen wollen wir es ihm) oder noch älter und kippt dann auf einmal tot um.

Dann ist der Betrieb ruiniert, weil seine Arbeitskraft fehlt und du hast noch 25 Jahre deines Lebens deine gesamte Freizeit und Energie für einen dann ruinierten Betrieb geopfert? Bist dann Mitte oderEnde 40, hättest nie Urlaub gehabt, nie Zeit gehabt, eine Frau kennenzulernen, zu reisen, eine Familie zu gründen, weil du versucht hast, einen Betrieb zu retten, der so nicht zu retten war?

Es ist dein Leben und es sind deine Entscheidungen, die es bestimmen:

Aus meiner Sicht kannst du so weitermachen wie bisher (und hoffen, dass ein Wunder geschieht und sich die Situation von selbst bessert und dein Opfer nicht mehr nötig ist).

Du kannst dich informieren, ob es möglich wäre, den Betrieb rentabler zu betreiben und dann mit deinen Eltern und deinem Großvater über deine Ideen reden und versuchen, sie davon zu überzeugen.

Du kannst dir überlegen, ob es Bedingungen gibt, unter denen ihr wirtschaftlicher arbeiten könntet, welche das wären und ob du etwas tun kannst, sie zu verbessern (politisches Engagement).

Rein theoretisch könntest du auch einfach aufhören, deine Freizeit deiner Familie zu schenken. Aber ich glaube, das willst du nicht tun.
Diese Probleme die du aufzählst hat jeder Betrieb.
Landwirtschaft in Alpinen Regionen ist ohne Staatlicher Förderung nicht rentabel, und von schwerer körperlicher Arbeit abhängig weil auch heute trotz moderner Maschinem kaum bis wenig mechanisierung möglich ist oder einfach nicht leistbar ist.
Das sind Fakten und die kannst du überprüfen.

Die Arbeit meines Großvaters rechne ich schon lange gar nicht mehr als ganzes, ohne ihn ist es auch möglich.

Mehr Profit würde mehr Arbeit bedeuten.
Ganz einfach.
Ich weiß nicht wie weit du das verstehst, aber
Direktvermarktung und Tourismus zb. Wären unglaublich viel zusätzliche Arbeit.
Weniger Arbeit heißt weniger Geld,
Ich und Hunderte vor mir haben und das schon durchdacht.

Ich hätte mich eigentlich schon längst selbst um eine Familie kümmern müssen damit Arbeitskraft und Weitergabe gesichert ist.
Aber daraus wurde, und wird vermutlich auch nichts.
Ja ich weiß,
das hört sich sehr rustikal an,
aber das ist wie vor 100 Jahren
heute noch das selbe Prinzip.

Wer in diesem Rad drinnensteckt hat keine Freizeit mehr, oder macht sich darum keine Gedanken mehr.
Da ja der Hof das ein und alles ist.
Ich glaube ich bin der einzige der das noch hinterfragt.
Aber wie gesagt, ich kann mich nur noch damit abfinden.

Und meine Freizeit wüsste ich auch nicht zu gestalten wenn ich plötzlich mehr hätte, das wäre ein nur nebensächliches Problem.
 
Es nervt wenn man alles zweimal sagen muss.

Ich bin raus.
Danke alle die sich bemüht haben.

Wie ich schon schrieb. Wird nicht so viel gewesen sein sonst hättest du jetzt keinen Handlungszwang.
Leider finden menschen immer Ausreden warum irgendetwas nicht geht ohne es probiert zu haben.
Wer etwas erleben will mus bereit sein ungewöhnliche Wege zu gehen fernab des mainstream.

Aber du bist raus.
 
Diese Probleme die du aufzählst hat jeder Betrieb.
Landwirtschaft in Alpinen Regionen ist ohne Staatlicher Förderung nicht rentabel, und von schwerer körperlicher Arbeit abhängig weil auch heute trotz moderner Maschinem kaum bis wenig mechanisierung möglich ist oder einfach nicht leistbar ist.
Das sind Fakten und die kannst du überprüfen.

Die Arbeit meines Großvaters rechne ich schon lange gar nicht mehr als ganzes, ohne ihn ist es auch möglich.

Mehr Profit würde mehr Arbeit bedeuten.
Ganz einfach.
Ich weiß nicht wie weit du das verstehst, aber
Direktvermarktung und Tourismus zb. Wären unglaublich viel zusätzliche Arbeit.
Weniger Arbeit heißt weniger Geld,
Ich und Hunderte vor mir haben und das schon durchdacht.

Ich hätte mich eigentlich schon längst selbst um eine Familie kümmern müssen damit Arbeitskraft und Weitergabe gesichert ist.
Aber daraus wurde, und wird vermutlich auch nichts.
Ja ich weiß,
das hört sich sehr rustikal an,
aber das ist wie vor 100 Jahren
heute noch das selbe Prinzip.

Wer in diesem Rad drinnensteckt hat keine Freizeit mehr, oder macht sich darum keine Gedanken mehr.
Da ja der Hof das ein und alles ist.
Ich glaube ich bin der einzige der das noch hinterfragt.
Aber wie gesagt, ich kann mich nur noch damit abfinden.

Und meine Freizeit wüsste ich auch nicht zu gestalten wenn ich plötzlich mehr hätte, das wäre ein nur nebensächliches Problem.


Das stimmt so nicht ganz, es gibt auch für alpine Regionen durchaus den Flächenstrukturen angepasste Landtechnik, zu sagen es gäbe keine ist daher Unfug.
Wenn der Betrieb sie sich nicht leisten kann oder will ist er entweder zu klein oder sein Besitzer nicht willens in entsprechende Technik zu investieren.

Reform, Fella und SIP sind da nur drei von vielen auch für extremste Hanglagen.

Es muss sich ja nicht zwangsweise um neue Technik handeln gut gebraucht mit wenig Gesamtleistung/ha tut es hier auch

Dank EU ist heute keine Form der Landwirtschaft mehr ohne Subventionen rentabel, es sei den man hat einen Grossbetriebund alles eigenes Land oder ist Lohnunternehmer in speziellen Bereichen.

Und jetzt komm nicht und sage alles Quatsch ich bin selber gelernter Landwirt und Lohnunternehmer im Ruhestand und weiss durchaus wovon ich rede.
 
Zuletzt bearbeitet:
Das stimmt so nicht ganz, es gibt auch für alpine Regionen durchaus den Flächenstrukturen angepasste Landtechnik, zu sagen es gäbe keine ist daher Unfug.
Wenn der Betrieb sie sich nicht leisten kann oder will ist er entweder zu klein oder sein Besitzer nicht willens in entsprechende Technik zu investieren.

Es muss sich ja nicht zwangsweise um neue Technik handeln gut gebraucht mit wenig Gesamtleistung/ha tut es hier auch

Dank EU ist heute keine Form der Landwirtschaft mehr ohne Subventionen rentabel, es sei den man hat einen Grossbetriebund alles eigenes Land oder ist Lohnunternehmer in speziellen Bereichen.

Und jetzt komm nicht und sage alles Quatsch ich bin selber gelernter Landwirt und Lohnunternehmer im Ruhestand und weiss durchaus wovon ich rede.
Du sagst das gleich wie ich,
Warum sollte das Quatsch sein?

Nur kosten moderne Maschinen für Bergbauern einen Heiden Geld
Ein Fahrzeug mit dem zb.
nur Mähen möglich ist kostet schon 20- 30k.
Ein Fahrzeug + Gerät zum Silage und Heu einfahren kostet ca. 150k.

Kein Bergbauer kann so wirtschaftlich Arbeiten das sich sowas rentiert.
Auch mit Förderung.
 
Du sagst das gleich wie ich,
Warum sollte das Quatsch sein?

Nur kosten moderne Maschinen für Bergbauern einen Heiden Geld
Ein Fahrzeug mit dem zb.
nur Mähen möglich ist kostet schon 20- 30k.
Ein Fahrzeug + Gerät zum Silage und Heu einfahren kostet ca. 150k.

Kein Bergbauer kann so wirtschaftlich Arbeiten das sich sowas rentiert.
Auch mit Förderung.

Na anscheinend aber doch sonst gäbe es für diese Technik keinen Markt.
150.000 war bei mir Einstiegspreis drunter lief nichts Fairerweise muss ich aber sagen das mein Betrieb in der Köln/Aachener Bucht lag mit rel. großen und ebenen Flächen das ist natürlich etwas ganz anderes.

Mit steigender Fläche muss auch die Maschine wachsen bzw, erreicht die kleinere ihre volle Auslastung was wiederum die Kosten/ha nach unten drückt.
Man muss halt vor dem Kauf eine Rechnung aufmachen in der die Kosten für Hektar und Stunde einfließen sowie die jährliche Abschreibung dann zeigt sich was Sinn macht und was nicht.

Nur mit altem Schrott arbeiten treibt die Kosten hoch und ist uU. teurer als der Erwerb von "neuer" Technik. Nennt sich Kosten /Nutzungsrechnung, je höher die Auslastung je niedriger die Kosten /ha.
Da sind wir uns ja wohl hoffentlich einig.
 
Zuletzt bearbeitet:

Anzeige (6)

Ähnliche Themen

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Regeln Hilfe Benutzer

Du bist keinem Raum beigetreten.

      Du bist keinem Raum beigetreten.

      Anzeige (2)

      Oben