Und was ist, wenn ich mir einfach selbst ein blaue Auge zufüge und dann die Polizei rufe, damit er weg ist ?
Abgesehen das es eine Straftat ist, was glaubst du, wie es jemanden ergeht, der das hier liest und wirklich Gewalt erfahren hat?
Ich habe viel Gewalt und Missbrauch erlebt. Es war die Hölle, auch bei der Polizei, abgesehen von der ganzen Scham alles detailliert erzählen zu müssen. Ich habe mir eh schon die Schuld daran gegeben und die Vernehmungen haben dies Gefühl noch mehr verstärkt.
Es macht mich wütend, wenn Menschen sich Gewalt oder Vergewaltigungen ausdenken. Ihr trampelt nicht nur auf den Gefühlen der Opfer herum, es macht genau durch Leute die Lügen unsere Glaubhaftigkeit so schwer.
Letztens hat er mir meinen Stuhl weggedrückt, weil ich damit den Gang versperrte. Als ich gesagt habe, dass man auch normal fragen kann, ob jemand rückt, hat er direkt "Halt dein Maul" gesagt. Sowas lass ich halt nicht sitzen und da habe ich ihn halt direkt zurück beleidigt, dass er Dreck ist und verrecken soll, worauf er direkt wieder handgreiflich wurde.
Warum verstellst du denn den Weg? Ihr provoziert euch Gegenseitig.
Ich finde deinen Satz schon wirklich ekelhaft so etwas überhaupt auszusprechen. Ist das euer Wortjagon?
Was heißt denn handgreiflich?
Nicht ihn beleidigen 2. Nicht mit ihm reden und aus dem Weg gehen 3. Konfliktsituationen im Voraus vermeiden.
Das ist das erste vernünftige, was ich hier von dir lese.
Sich nicht zu beleidigen sollte selbsterklärend sein, vor allem wenn man miteinander wohnt. Sowie Konfliktsituationen im Vorfeld zu vermeiden.
Nicht miteinander zu reden wird schwer in einer gemeinsamen Wohnung, aber es ist möglich ihm - wenn möglich - aus dem Weg zu gehen scheint bei eurem Verhältnis wohl das beste zu sein.
Insgesamt (abgesehen vom Handy) scheint er doch nach Lösungen zu suchen, während du hingegen den Konflikt suchst und nicht einmal vor Straftaten zurück schrecken würdest.
Warum willst du dort unbedingt wohnen bleiben?
Wie oben geschrieben, habe ich meine ganze Kindheit viel großen Mist erlebt. Ich habe lange meine Flucht geplant und bin mit 19 ausgezogen, kein Geld, nur ein Abitur in der Hand, keine Möbel, radikaler Kontaktabbruch zu meiner Herkunftsfamilie und aus Sicherheitsgründen auch zu Freunden und Bekannten.
Ich habe mir Unterstützungsmöglichkeiten gesucht, bin neben dem Studium jobben gegangen,...
Kein Geld zu haben ist also kein Grund. Neben dem Praktikumsgehalt kannst du einen Minijob machen, du kannst Wohngeld beantragen, ggf. Bürgergeld, du kannst Anträge zur Erstausstattung stellen,... Und wenn das alles zuviel für dich ist, kannst du dabei auch Unterstützung z.b. von der Caritas oder AWO bekommen.
Schaue auf dich und was DU aus der Situation machen kannst! Und mobbe deinen Bruder nicht aus der elterlichen Wohnung. Du bist alt genug um für dich und dein Leben die Verantwortung zu übernehmen.
Funkenregen