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Junger Mann geht einfach nach 4 Monaten ohne sich zu verabschieden :(

  • Starter*in Starter*in Gelöscht 131222
  • Datum Start Datum Start
Jüngere Leute scheinen zunehmend unverbindlicher zu werden.
Das Recht dazu haben sie.
Es kann aber sein, dass sie in Situationen geraten und sich andere ihnen gegenüber dann ebenso unverbindlich zeigen.
Das Recht dazu haben die anderen ebenfalls...
 
Jüngere Leute scheinen zunehmend unverbindlicher zu werden.
Das Recht dazu haben sie.
Es kann aber sein, dass sie in Situationen geraten und sich andere ihnen gegenüber dann ebenso unverbindlich zeigen.
Das Recht dazu haben die anderen ebenfalls...
Wieso? Es handelt sich um einen 4monatigen, wahrscheinlich schlecht bezahlten Job, wenn man die Beiträge des TE liest. Was soll er denn machen, ne Abschiedsparty geben für Menschen, die er seit 4 Monaten im Arbeitskontext kennt?! Er ist niemandem was schuldig.
 
Ich musste wegen Befristungen auch oft eher gehen, mir was suchen, um eben meine Pflicht gegenüber dem Amt auch zu erfüllen. Das wurde auch von Arbeitgebern so im Vertrag mit geschrieben, rechtzeitig sich arbeitslos melden oder sich nach neuer Arbeit umzusehen. Habe auch nicht immer mich bei den Leuten verabschiedet, auch aus Gründen, die vom Arbeitsklima her kamen. Ich kann den jungen Mann verstehen, er ist nun mal so locker eingestellt und voller Freude gegangen. Sicher hat er Kündigungsfristen eingehalten oder Aufhebungsvertrag gemacht.
 
Das es seine persönliche Entscheidung ist, ob er sich verabschiedet oder nicht. Er wird seine Gründe haben. Manche kündigen und lassen sich dann krankschreiben zb, um die Kündigungsfrist zu überbrücken- dann können sie ja schlecht rumlaufen und sich noch verabschieden....

Andere haben keine Lust sich xmal erklären zu müssen und Fragen zu beantworten, "wo fängst du denn jetzt an?" , "warum hörst du denn auf?", blabla.

Wieder andere lügen und haben in Wahrheit gar keinen neuen Job und wollen neugierigen Fragen ausweichen.

Andere befürchten, dass sie ihre Entscheidung sofort wieder bereuen oder verunsichert sind, sobald der erste Kollege eine kritische Bemerkung macht oder Nachfrage stellt....

Und wieder andere sind derart unglücklich im Job oder mit den Kollegen, Chef oder sonstwas, das sie einfach nur die Tür hinter sich schliessen und nie mehr umdrehen bzw zurückblicken wollen- im wahrsten Sinne des Wortes.

Auch das braucht man manchmal und da geht es einfach nicht um die Empfindsamkeiten einzelner Kollegen, die enttäuscht darüber sind, das sich die Person nicht persönlich verabschiedet hat.

Manche brauchen das einfach und wählen den für sie spontan einfacheren Weg.
 
Es gibt ja auch Mobbing oder so schlechte Arbeitsbedingungen, da kündigt man oder wird selber gekündigt wegen irgendwas- wer will denn da noch rumrennen und sich von Kollegen verabschieden, zu denen man ja häufig auch gar keinen Bezug hatte.

Gerade in Jobs die befristet sind, Zeitarbeit usw- in vielen Firmen, zb in der Produktion o.ä. wechseln die Mitarbeiter nahezu im Wochentakt, wenn Zeitarbeiter dort arbeiten- die werden angefordert und nach 2 Tagen oder 2 Wochen sind die wieder weg, weil sie Ärger machen und nicht arbeiten....

Das kann man nicht mit Jobs vergleichen, in denen man 20 Jahre ist...

Und dann kommt es auf die Firma an. Man verabschiedet sich von den Kollegen, die man im engsten Umfeld hatte und das war's. Oder nur von denen, mit denen man sich gut verstanden hat.
 
Das habe ich in einigen Läden genauso gemacht, in denen ich unzufrieden gegangen bin. Denen habe ich keinen Blick mehr nachgworfen und mich lediglich von den zwei oder drei sehr engen Kollegen verabschiedet. Hängt immer damit zusammen, "wie" man geht und manchmal wird man ja auch indirekt gegangen.

Ich habe die allermeisten Arbeitgeber negativ in Erinnerungen, jedenfalls in Deutschland. Daher kann ich ihn verstehen.
 

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