Danke erstmal für die vielen und vielfältigen Antworten und Ansichten.
Ich habe inzwischen mit meinem Lebensgefährten gesprochen. Einen ganzen Abend lang.
Ob ihm in der Beziehung etwas fehlt, ob man etwas ändern sollte usw...
Die erste Stunde war nur sinnlos. Dann habe ich einfach erzählt, dass mich die Jugendliebe kontaktiert hat. Da hat er sich geöffnet.
Ab da hat er plötzlich die Führung im Gespräch übernommen. Wollte viel wissen.
Irgendwie ist das dann aberutscht in Richtung, warum wir nur alle heiligen Zeiten Sex haben obwohl wir noch nicht sooo alt sind.
Ich dachte immer, ich bin in der Beziehung die fantasievolle und er eher kühl-bedacht. Deshalb hat es mich aus den Socken gehauen als ich von meinem Lebensgefährten nach so vielen Jahren erfahren habe, dass ihm der Reiz fehlt. Ich sei einfach prüde.
Also haben wir nach so vielen Jahren das erste Mal offen über sexuelle Vorlieben geredet. Er war da richtig offen wie selten zuvor.
Jetzt verstehe ich auch warum er mich für prüde hält, weil das was seine Vorlieben sind ... nein, das hätte er nie vorschlagen brauchen, das ist absolut nicht meins.
Aber wenigstens verstehe ich jetzt, warum die Beziehung was den Sex betrifft seit Jahren so abgekühlt ist.
Das Gespräch hat viel verändert, nicht zum Positiven. Seitdem reden wir kaum noch miteinander. Als ob da ein Keil wäre. Ich kapier es nicht. Jedenfalls zeigt es für mich, dass wir beidseitig bei weitem nicht mehr 100% füreinander empfinden.
Weiß auch nicht wie ich weitermachen soll. Mit der Jugendliebe telefoniere ich heimlich ab und zu.
Er sagt, wenn er an der Stelle meines Lebensgefährten wäre würde er alles für mich tun.
Klingt schön, aber ich kenn ihn ja doch ein wenig ... ich nehm ihm das nicht ab. Ja, vielleicht die ersten Monate. Aber der ist ein Freigeist, ich kann mir den nicht in einer festen Beziehung vorstellen.