Es gibt keine gemeinsame Sprache, die in Konfliktsituationen - also unter Stress viel besser etwas ausdrücken könnte als wenn man "einen Notizzettel" schreibt.
Es fehlen die Feinheiten der Betonung, der Aussprache, der Worte, die mal alternativ benutzen kann und die den vertieften Sinn dokumentieren.
Würde ich mit einem Engländer streiten, so fiele mir sheets of paper/ book/ notes... ein.
All das steht für verschriftlichte Worte, bedeutet aber bei näherer Hinsicht sehr unterschiedliche Dinge, derer ich mich leider nur hilfsweise bedienen kann.
Die Frage ist also nicht: was hab ich gesagt, sondern: was hast Du verstanden.
Ich geb Dir mal ein Beispiel.
Meine Ex-MB'in ist aus Belarus, Muttersprache belarussisch. Teils aufgewachsen ist sie in Italien, spricht es perfekt. Nebenbei hat sie englich als Verkehrssprache gelernt, ist nun in Deutschland angestellt. Deutsch spricht sie so dass man sie verstehen kann.
Nun hat sie ein Kind mit einem Iraner bekommen, Muttersprache persisch, der in NL eingebürgert ist ( Verkehrssprache: niederländisch).
Er hat dort ein Haus, wird kaum umziehen. Das Kind wächst entweder in D oder NL auf oder hier und dort.
Sie betreut es, kann ihm aber weder deutsch und noch weniger holländisch beibringen, und wird sich mit dem Vater auf englisch verständigen.
Also lernt das Kind persisch und italienisch und (erst)im Kindergarten niederländisch oder deutsch?
Falls es zu Meinungsverschiedenheiten kommt, unterhalten sich die Eltern in Englisch. Das versteht das Kind aber nicht. In welcher Sprache wird es argumentieren wollen?
Und sollten sie sich verabreden, es auf englisch zu erziehen, so fehlt beiderseits das grundlegende Sprachgefühl des Muttersprachlers - und das Kind kommt in der Umwelt, also auf der Strasse nicht klar.