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Jugendamt!

Dies führt unter anderem dazu, dass Familiengerichte keine wirklich qualifizierten Gutachter mehr finden,
Die Rechtslage ist immer noch so, dass Gutachter ist, wen das Gericht dazu bestimmt im Familienrecht. Wenn die Putzfrau beauftragt wir ist sie Gutachterin.Beruflche Standards sind so eine Art lose Vereinbarung. Wer Psychologe ist kann das machen, egal was er von der Sache weiß. Und dann darf der Gutachter ja nur Fragen beantworten die das Gericht hat . Aber der Richter lässt sich oft eine Lösung des Problems aufschreiben. Damit er nicht denken muss.
 

Hallo Dalmatiner,

schau mal hier: Jugendamt!. Hier findest du vielleicht was du suchst.

Die Rechtslage ist immer noch so, dass Gutachter ist, wen das Gericht dazu bestimmt im Familienrecht. Wenn die Putzfrau beauftragt wir ist sie Gutachterin.Beruflche Standards sind so eine Art lose Vereinbarung. Wer Psychologe ist kann das machen, egal was er von der Sache weiß. Und dann darf der Gutachter ja nur Fragen beantworten die das Gericht hat . Aber der Richter lässt sich oft eine Lösung des Problems aufschreiben. Damit er nicht denken muss.

Da hast Du das Problem in wenigen Sätzen sehr gut auf den Punkt gebracht!
 
Und dann sollte man sich klar sein, dass ein Familiengericht aus 1 Person besteht: dem Richter/in. In vielen Strafsachen gibt es aber Schöffen, also Laienrichter. Auch am Amtsgericht. Das heißt für die Aufklärung einer Diebstahlsserie wird mehr Sorgfalt aufgewandt als wenn 3 Kinder einer Familie entzogen werden durch Sorgerechtseingriff. Und bei Strafsachen gibt es 3 Gerichte die nacheinander zuständig sind, im Familienrecht nur 2. Man sieht da welchen Stellenwert Kinder und Eltern in diesem Rechtssystem haben- eine sehr niedrigen.
 
Ich denke, das Kernproblem ist, dass Kinder und Jugendliche in unserem überalterten Land kaum eine Lobby haben, was sich in allen Lebensbereichen niederschlägt und in jüngster Zeit durch die Pandemie nochmal sehr deutlich geworden ist.
Was es bräuchte, wäre GELD. Und davon eine Menge.
- mehr Geld für unser Bildungssystem. Die räumliche, personelle und digitale Ausstattung in einem Großteil der deutschen Schulen ist eine Katastrophe.
- mehr Geld für Kitas-/Krippenplätze.
- mehr Geld für Jugendämter.
- mehr Geld für Kliniken und niedergelassene Kinder- und Jugendpsychiater/-psychotherapeuten.
Äh...
Früher: viele Kinder und Jugendliche, weniger Erwachsene --> wenige Probleme.
Heute: wenige Kinder, mehr Erwachsene, davon auch immer mehr, die in der Kinder- und Jugendhilfe arbeiten --> viele Probleme.
Finde den Fehler.
Die mehr als bescheidenen Arbeitsbedingungen und auch Vergütungen in Jugendämtern, Schulen, Kindegärten und Krankenhäusern haben dazu geführt, dass kaum noch jemand Lust hatte, in den entsprechenden Berufen zu arbeiten bzw. diese zu erlernen.
Jetzt herrscht an allem ein Mangel: an Lehrern, Sozialpädagogen, Erziehern, Kindertherapeuten, Kinderpsychiatern.
Mit Verlaub, das halte ich für Unsinn. Es gibt so wenige Kinder wie nie zuvor, aber so viele Sozialpädagogen, Erzieher, Kindertherapeuten und Kinderpsychiater wie nie. Der ganze Sektor ist total ausgeufert. Und mehr Lehrer, zumindest mehr Lehrer pro Schüler, als früher gibt es auch.
In Deutschland gibt es ca. 13,75 Mio. Menschen U18.
Weißt Du, wie viele Kinder- und Jugendpsychiater es gibt? 2300.
Ach ja, heutzutage benötigt ja auch JEDES Kind psychotherapeutische Hilfe.
Dies führt unter anderem dazu, dass Familiengerichte keine wirklich qualifizierten Gutachter mehr finden, um wirklich fundierte Entscheidungen in Verhandlungen treffen zu können.
Etwa 95 % der Gutachten sind fehlerhaft. Das liegt aber keineswegs an mangelnder Qualifikation (naja, vielleicht doch auch), sondern mehr daran, dass es Gefälligkeitsgutachten sind.
Sowohl das Bildungssystem, als auch der gesamte Bereich der Kinder- und Jugendhilfe sind seit Jahrzehnten kaputtgespart worden.
Beim Bildungssystem stimme ich Dir zu. Der Bereich der Kinder- und Jugendhilfe dagegen ist ein stetig wachsender Moloch, wie du in jeder Statistik nachlesen kannst.
Wenn es dort finanzielle Engpässe gibt, dann liegt das daran, dass die KJH inzwischen dermaßen viel vom Etat der Gemeinden und Kommunen frisst, dass selbige am finanziellen Anschlag sind und das immer weiter ausufernde System der KJH schlicht nicht mehr finanzieren können, weil es schon viel zu groß geworden ist.
Die KJH ist inzwischen ein Milliardengeschäft.
 
Die Kosten der Kinder- und Jugendhilfe beziehen meistens KITA und Krippenplätze mit ein. Die werden stetig ausgebaut, hat aber mit dem hier erörterten Problem nichts zu tun.

Auf die KITAs und Krippen entfallen auch der Großteil der Kosten einer Gemeinde. Die eigentliche Jugendhilfe wird als teuer betrachtet, weil die Kosten pro Kind/Jugendlichen so hoch sind. Ein schlechter Heimplatz kostet 4000€ im Monat und ein Schulbegleiter für ein Kind auch fast so viel. Ich kann aber nicht sagen dass dafür super Qualität rauskommt.

Es ist oft so dass die Jugendhilfe Probleme ausbügelt, die woanders herkommen und woanders gelöst werden müssten. 10 eingesparte Beratungs- und Bildungsangebote machen irgendwann einen Heimplatz. Und es ist nicht selten das die Jugendhilfe einen Heimplatz finanziert weil die Psychiatrie keinen Platz hat. Den letzten beissen die Hunde, sozusagen.
 

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