G
Ginga
Gast
Hallo... mich würde mal Eure Einschätzung zu folgendem Thema interessieren:
Heute morgen habe ich jemanden zum Jobcenter begleitet. Es ging um einen Folgeantrag ALG I auf ALG II. Erst hatten wir die Anträge besorgt. Anschliessend folgte ein Gespräch mit der Sachbearbeiterin.
Die Sachbearbeiterin war sehr bemüht ihren "Neukunden" gleich in eine Maßnahme zu vermitteln. Auf Nachfrage, ob es sich dabei im eine Maßnahme handelt hat die Sachbearbeiterin gelogen und behauptet, es würde sich um eine Beratung handeln. Und zwar eine Beratung, die von ausgelagerten Jobcentermitarbeitern durchgeführt werden würde. Ich habe einen Flyer mitgenommen, weil mir das irgendwie seltsam vorkam.
Die Sachbearbeiterin hat dem Kunden geraten dort anzurufen, um sich einen "Termin zur Beratung" geben zu lassen.
Tatsache ist aber, dass es sich um ein 10 wöchiges Projekt handelt. Genauer gesagt, um ein Bewerbungstraining. Als der Kunde dort angerufen hat wurde auch klipp und klar von einer Maßnahme gesprochen.
Er hat noch etwas anderes gesagt (da ist mir fast die Spucke weggeblieben). O-Ton: "Wenn Sie bei uns eine Maßnahme beginnen wird Ihr Antrag auf ALG II schneller bearbeitet."
Ich habe dann noch einmal tiefer recherchiert... und fand heraus, dass es sich wohl überhaupt nicht um Mitarbeiter des Jobcenters handelt, sondern um einen Dienstleister (GmbH), der die Maßnahme betreut. Üblicherweise ist dieses 10 Wochen Bewerbungstraining wohl auch nur Stufe 1 des Projects. Insgesamt kann das gut und gerne 8 bis 9 Monate gehen.
Was ich besonders dreist finde ist die Art und Weise, wie frech den Leuten ins Gesicht gelogen wird, wie aus einer Maßnahme eine (scheinbar unverbindliche) "Beratung" gemacht wird, wie Menschen, die nicht einmal angekommen sind, noch gar keinen Antrag abgegeben haben oder dergleichen sofort an einen Träger vermittelt werden, den doch die Daten erst einmal überhaupt nichts angehen. Das einfach behauptet wird, dass es sich bei diesen Drittdienstleistern um Mitarbeiter des Jobcenters handelt.
Wie seht Ihr das? Ich persönlich finde das überhaupt nicht OK. Ich bin ziemlich schockiert, wie mit Menschen, die auf ALG II angewiesen sind inzwischen umgesprungen wird.
Heute morgen habe ich jemanden zum Jobcenter begleitet. Es ging um einen Folgeantrag ALG I auf ALG II. Erst hatten wir die Anträge besorgt. Anschliessend folgte ein Gespräch mit der Sachbearbeiterin.
Die Sachbearbeiterin war sehr bemüht ihren "Neukunden" gleich in eine Maßnahme zu vermitteln. Auf Nachfrage, ob es sich dabei im eine Maßnahme handelt hat die Sachbearbeiterin gelogen und behauptet, es würde sich um eine Beratung handeln. Und zwar eine Beratung, die von ausgelagerten Jobcentermitarbeitern durchgeführt werden würde. Ich habe einen Flyer mitgenommen, weil mir das irgendwie seltsam vorkam.
Die Sachbearbeiterin hat dem Kunden geraten dort anzurufen, um sich einen "Termin zur Beratung" geben zu lassen.
Tatsache ist aber, dass es sich um ein 10 wöchiges Projekt handelt. Genauer gesagt, um ein Bewerbungstraining. Als der Kunde dort angerufen hat wurde auch klipp und klar von einer Maßnahme gesprochen.
Er hat noch etwas anderes gesagt (da ist mir fast die Spucke weggeblieben). O-Ton: "Wenn Sie bei uns eine Maßnahme beginnen wird Ihr Antrag auf ALG II schneller bearbeitet."
Ich habe dann noch einmal tiefer recherchiert... und fand heraus, dass es sich wohl überhaupt nicht um Mitarbeiter des Jobcenters handelt, sondern um einen Dienstleister (GmbH), der die Maßnahme betreut. Üblicherweise ist dieses 10 Wochen Bewerbungstraining wohl auch nur Stufe 1 des Projects. Insgesamt kann das gut und gerne 8 bis 9 Monate gehen.
Was ich besonders dreist finde ist die Art und Weise, wie frech den Leuten ins Gesicht gelogen wird, wie aus einer Maßnahme eine (scheinbar unverbindliche) "Beratung" gemacht wird, wie Menschen, die nicht einmal angekommen sind, noch gar keinen Antrag abgegeben haben oder dergleichen sofort an einen Träger vermittelt werden, den doch die Daten erst einmal überhaupt nichts angehen. Das einfach behauptet wird, dass es sich bei diesen Drittdienstleistern um Mitarbeiter des Jobcenters handelt.
Wie seht Ihr das? Ich persönlich finde das überhaupt nicht OK. Ich bin ziemlich schockiert, wie mit Menschen, die auf ALG II angewiesen sind inzwischen umgesprungen wird.