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Job mit 60k Brutto Verdienst

Hallo nochmal,

vielen Dank für die Rückmeldung.
Viele schreiben, dass zum Erreichen eines Jahresgehalts von 60 k zwar keine Führungs- aber Projektverantwortung haben muss.
Aber kommt ist es denn auch möglich Projektverantwortung zu haben, wenn man max. nur 40 Wochenarbeitsstunden arbeiten möchte? Und was heißt denn Projektverantwortung beispielsweise bei einem IT-Unternehmen, bei dem nur ein Softwareprodukt entwickelt wird? Hat ein Projekt nicht einen fest definierten Zeitraum bzgl. Beginn und Ende? Heißt dass in dem Fall dann, dass es sich um das Release der zu entwickelten Software handelt oder wie? Also nächstes Projekt ist dann halt das nächste Release oder wie?
 
A

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Re: Job mit 60k Brutto Verdienst
Ich erzähle mal aus meinem Arbeitsalltag, denn ich bin exakt in einem solchen Unternehmen, dass nur ein Softwareprodukt entwickelt. Bei uns sind die Projekte konkret Kundenprojekte, denn eine solche Software sollte ja auch eine Daseinsberechtigung am Markt haben.

Dabei handelt es sich dann um Software-Einführungsprojekte mit einer Laufzeit von 6-12 Monaten und in meinem speziellen Fall habe ich so ca. 15-20 Projekte gleichzeitig, rollierend. Diese haben allerdings stark unterschiedliche Aufwände, von "Kunde macht alles allein und wir treffen uns in regelmäßigen Abständen, um den aktuellen Projektstand und die nächsten Schritte zu definieren" bis "Ich richte fast alles ein und mache regelmäßige Abstimmungen über die nächsten Schritte". Gemessen werde ich am Gesamterfolg meiner Projekte und der Nutzungsquote unserer Software.

Ich habe das Glück die Kombination aus Vertrauensarbeitszeit und einem guten Unternehmen gefunden zu haben, dass nicht erst neue Leute einstellt, wenn die bestehende Belegschaft auf 150% läuft. Daher variieren meine Wochenarbeitsstunden (bei 40 Stunden im Arbeitsvertrag) zwischen 38 und 42, in absoluten Ausnahmefällen mal vielleicht 45. Allerdings schaue ich immer, dass ich mir die mehr geleistete Zeit auch "wiederhole". In meinem Arbeitsvertrag findet sich zwar auch die Klausel, dass Mehrarbeit bis 20% über die Wochenstunden mit dem Gehalt abgegolten ist, allerdings ist die Praxis hier eine andere (Das wusste ich vorher, weil ich über eine Empfehlung in das Unternehmen gekommen bin).

Aber: Ich glaube das ist ein Glücksgriff - ich denke viele Projektmanager in KMUs mit Vertrauensarbeitszeit laufen eher auf 50 Stunden. Dagegen hilft nur sich gezielt einen Betrieb mit Zeiterfassung zu suchen.
 
Hallo nochmal,
@chimpchamp
Hm, ich kann's mir noch nicht so richtig vorstellen, wie das dann abläuft, so ein Projekt.
Du bist also dann nur für Neukunden verantwortlich oder wie? Uns was passiert dann, wenn eure Software bei einem solchen Neukunden eingeführt wurde? Betreust du die Kunden dann weiter oder ist das dann gar nicht mehr notwendig? Und ist dass dann nicht irgendwann langweilig, immer die selbe Software vor Augen zu haben, jahrelang? Ist eure Software denn so komplex, dass daraus für jeden Neukunden dann immer ein neues Projekt entsteht? Können die sich die Software denn nicht einfach dowloaden, nachdem sie bezahlt wurde und das wars?
@kasiopaja
Danke für den Hinweis mit dem Job als Kaufm. Mitarbeiter. Was kann ich mir darunter vorstellen? Muss ich dafür BWL studieren? Muss ich z.B. fit sein im Rechnungswesen oder Buchhaltung oder hat man hier bspw. dann dauerhaft mit der Gestaltung von Prozessen zu tun oder Ähnliches? Und einmal so einen Job angefangen, bspw. in der Buchhaltung, dann ist es doch auch eher so, dass man auch bis zur Rente in genau dem Bereich auch bleibt, was dann sicher auch irgendwann langweilt oder nicht?
 
Das sind ein paar spezifische Fragen, die ich aus Anonymitätsgründen etwas vager beantworten möchte.

Du bist also dann nur für Neukunden verantwortlich oder wie? Uns was passiert dann, wenn eure Software bei einem solchen Neukunden eingeführt wurde? Betreust du die Kunden dann weiter oder ist das dann gar nicht mehr notwendig?
Korrekt - unser Ablauf ist: Vertrieb -> Onboarding -> Account Management.
Das bedeutet, dass ich den Kunden übergeben bekommen nachdem er gekauft hat und ihn nach der Einrichtung der Software an meine Kollegen weitergebe, die diesen dann weiterhin betreuen.

Und ist dass dann nicht irgendwann langweilig, immer die selbe Software vor Augen zu haben, jahrelang?
Software entwickelt sich natürlich auch weiter und konkret ist unsere Software recht weit was das Anwendungsfeld angeht. Dadurch kommt die Abwechslung weniger durch die Möglichkeiten der Software, sondern vielmehr durch die Anforderungen der Kunden zustande. Unsere Kunden variieren in Größe und Branche so stark, dass jeder Kunde und jedes Projekt anders ist. Ist allerdings auch eine Luxussituation.

Ist eure Software denn so komplex, dass daraus für jeden Neukunden dann immer ein neues Projekt entsteht? Können die sich die Software denn nicht einfach dowloaden, nachdem sie bezahlt wurde und das wars?
Da solltest du dich mal generell ein wenig mit Business-Software auseinandersetzen. Das ist etwas anderes als die Software, die du als Endkunde herunterlädst. Nimm einfach mal das Beispiel einer ERP-Software. Dabei ist gemittelt ca. ein Drittel der Projektkosten Dienstleistung, also Beratung, Anpassung und Einrichtung (https://news.it-matchmaker.com/investitionskosten-bei-erp-installationen/), ein weiteres Drittel ist die Software an sich und ein weiteres Drittel Hardware. Wenn du nun keine Hardware hast, da du deine Lösung in der cloud betreibst (SaaS), verschiebt sich der Anteil etwa 50/50.
Erklärungsbedürftige Software braucht auch immer entsprechende Berater/Projektmanager/Programmierer, um den individuellen Anforderungen gerecht zu werden.
Generell haben die Kunden immer das grundlegende Dilemma, dass sie sich die Frage stellen müssen "Bringe ich mir das selbst bei und mache alle möglichen Fehler, um daraus zu lernen? Oder hole ich mir jemanden der sich auskennt und die Erfahrung hat?"
 
Auch sehr gefragt sind SPS Programierer.
Ich persönlich kenne einen, der sich selbstständig gemacht hat und häufig für internationale Projekte im Ausland im Einsatz war.

Er hat in knapp 2 Jahrzehnten mehrere Millionen Euro verdient bei einem Monatsgehalt von am Schluss 25000€ - aber bei 60 Stunden Arbeit die Woche und eben Auslandseinsätzen.

Mit genau 45 ist er dann in die Rente gegangen, weil er den Großteil des Geldes clever investiert hatte.

So extrem muss es aber nicht sein. Man kann auch normale Stunden arbeiten, auch mit Home Office Möglichkeit, und verdient sich trotzdem eine goldene Nase.

Der Nachteil: Schweres Studium und man muss richtig gut sein, um zu bestehen und den Beruf gut ausüben zu können.
 

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