Anzeige(1)

  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Jeder ist seines Glückes Schmied, stimmt das?

Wobei ich meine Ausführungen nicht nur materiell gemeint habe, sondern auch bezogen auf mentale Unterstützung und Förderung von lebenspraktischen Fähigkeiten durch die Eltern bzw. eigene Familie. Es ist halt einfacher, sein eigenes Glück gezielt anzustreben, wenn man vom Elternhaus ein gutes Selbstvertrauen und praktische Fähigkeiten beigebracht bekommen hat. Wenn man jedoch bereits als Kind x-mal zu hören bekommen hat, dass man nichts taugt und es zu nichts bringen wird, dann hat wird man vermutlich eher dazu neigen, sich gar nicht erst so richtig an das Wagnis "Schmieden des eigenen Glücks" herantrauen.
Ich denke, eine Erziehung mit dem goldenen Löffel und ansonsten emotionaler Verwahrlosung hinterlässt auch seine seelische Beeinträchtigung. So besteht die Gefahr, dass man kalt und berechnend wird, rücksichtslos.

Für gute Eltern ist eine liebevolle Erziehung, die von bedingungsloser Annahme, der Vermittlung von Selbstwertgefühl, Wertschätzung, der Berücksichtigung der Bedürfnisse des Kindes geprägt ist, ganz selbstverständlich. Sowie sein Kind in die für ihn richtigen Bahnen zu lenken und auf seinem Lebensweg zu unterstützen.

Viele sind aber selber durch Familiengefüge und Kulturgesellschaft geprägt worden. Z.B. auf Leistungseffizienz und dass man nichts wert ist, wenn man "es nicht bringt" und man zum verachtenswerten Versager gemacht wird. Entsprechend strebt man nach Anerkennung durch Erfolg und kann sich seine innere Leere nicht erklären, weil einem die menschliche, liebevolle Zuwendung fehlt.

Oder man wird in gewisse Rollen gepresst. Wie z.B. in diesen patriachalischen Familensystemen, bzw. dem Kulturkreis, in der die Frau dem Mann gehorsam und gefügig sein soll. Das finde ich schon mal schwere Voraussetzungen für das Schmieden des eigenen Glücks.

Es gibt auch Eltern, die einfach nur rücksichtslos und egoistisch sind. Die nur ihre eigene Bedürfniswelt sehen, die keinen Schmerz und keine Verletzung nachempfinden, die seelisch und/oder körperlich gewalttätig sind. Die ihre Kinder für ihre eigenen Zwecke benutzen, bzw. missbrauchen.

Es gibt ja z.B. die Leute, die ihre Kinder wie Barbie zusammenrichten und diese in eine Showkarriere pressen wollen. Frühe Gewalterfahrungen, denen man sich nicht entziehen kann und die ihre seelischen Spuren dann auch im späteren Leben zeigen.

Oder wenn die Kindheit von seelischer/psychischer Gewalt geprägt war. Dass man permanent abgewertet wurde und das Gefühl vermittelt wurde, nichts wert zu sein, nichts zu können. Wenn man körperlicher Gewalt ausgesetzt war. In ständiger Angst vor neuen Wutausbrüchen vor einem zur Cholerik neigenden Elternteil. Wenn man ausgeliefert war, sich nicht entziehen konnte. Wenn man ausgebeutet wurde, seelisch, indem das Elternteil seine Macht demonstriert. Man hat zu folgen, wie der Hund, nach dem man pfeift. Körperlich, in dem man beliebig nach der Ichwelt des Elternteils eingesetzt wurde und über einen verfügt wurde. Und man kein eigenens Leben haben durfte.

Ich glaub schon, dass das sehr schwierige Rahmenbedingungen sein können. In denen man auch später als Erwachsener nur sehr schwer rausfinden kann. Insbesondere wenn Menschen, die einem begegnen, auf die Unsicherheit und das fehlende Selbstwertgefühl auf infame und böswillige Weise reagieren (möglicherweise durch eigenen Hass und Selbsthass?) und auf dem seelisch gezeichneten Menschen nur noch weiter herumtrampeln.

Ich denke, man braucht gerade dann wohlmeinende Mitmenschen (wie eigentlich jeder Mensch), die einen auffangen, die einem Zuspruch geben, die einen mitnehmen, die damit umgehen können. Toleranz und vielleicht sogar Verständnis zeigen können. Das ist aber beileibe nicht selbstverständlich und man muss gerade mit schwieriger Vergangenheit besonders viel Glück haben...

Ich hoffe es ist ok, dass ich diese Gedanken hier hinterlassen habe.
 
Zuletzt bearbeitet:
Immer wieder Hilfe im Internet zu suchen, ist auch absolut falsch.

Da geht man unter.

Habe ich gerade so festgestellt. Eigentlich nicht zum ersten Mal. Und eigentlich hätte ich es wissen müssen.

Will ich wirklich in diese anonyme Welt? In der man da hofft, dass irgendjemand da ist, der einen versteht usw. Kann man sich in dieser Welt wirklich austauschen? Der eine oder andere vielleicht schon. Was solls?

Naja, ich mach halt irgendwie weiter. Besser im realen Leben.

Liebe Grüße s.
Fühlt sich halt unwirklich an. Nicht greifbar. Das Internet ist wie Fluch und Segen zu gleich. Irgendwo zwischen dem schon und noch nicht. So vielleicht.
Was immer mitschweingt, ist die Hoffnung. Die treibt uns um. Auch in der virtuellen Welt. Ich habe es zwar noch nie mit der Hoffnung gehabt, aber da mache ich mir was vor. Ich glaube an mich, dass muss reichen.

Vieles was Du aus Deinem Leben berichtest, kommt mir sehr bekannt vor. Ich möchte meins aber lieber nicht soweit auffächern. Hier jedenfalls nicht (mehr).

Zum Thema:
Naja... irgendwie ist man doch immer am schmieden. Oder? Glück ist ziemlich flüchtig. Wie ein Schmetterling.

Mein Fundament einer Beziehung sollte sich in etwa so gestalten:

Grundlegende Gewohnheiten im Lebensstil sollten in etwa übereinstimmen, Gemeinsamkeiten im Geben und Nehmen, gemeinsame Ziele.
Jeder sollte seine Eigenständigkeit bewahren, und auch außerhalb der Gemeinsamkeiten Kontakte, Interessen etc. haben. So in etwa die Kurzfassung.

Das Miteinander ist für mich wie Teamwork.
Sich in den anderen hinein versetzen können, ein guter Freund sein auf den man sich verlassen kann.
Humor ist mir wichtig. In Stresssituationen schafft das bissle Abstand. (Was nicht heißt das man zum Pausenclown werden soll.) Angemessen eben, um die Situation etwas aufzulockern.

Für mich ist es wichtig, dass man miteinander wachsen kann, um sich selbst und den Partner/in immer wieder ein Stück besser kennenzulernen.

Sich mit allen seine Facetten zeigen zu dürfen. Dafür braucht es tiefes Vertrauen und Mut, Toleranz und Respekt sowieso. Gerne auch "gute Nerven". 😀

Es geht ums Miteinander er-leben und zu wachsen. Auch an den Problemen.
Wenn ich schon am Anfang stark verunsichert bin, aus welchem Grunde auch immer, folge ich (heute) meinem richtungweisenden Gefühl. An der Stelle weiß ich zwar nie wirklich ob es richtig war sich zu distanzieren oder nicht, aber mein Gefühlskompas will ich nun auch nicht übergehen. Das habe ich zu oft getan. Meist um des lieben friedens willen.

---

Kurz gesagt, ich bin des Glücksschmiedens sher müde geworden. Ich freu mich über das Wenige was ich noch habe, auch wenn mir das oft schwer fällt. Bin dankbar über die kleinsten Ding. Und wenn es ginge, würde ich meine Katze Lilly heiraten und gut ist.
Ist doch komisch, Katzen/Tiere können sein wie sie wollen, denen verzeiht man alles usw.. Aber wehe der Mensch der einem nahesteht funktioniert nicht wie er soll. 🙄
 
Hallo Jim,

achso.

Das Thema, umd das es geht, ist nicht so einfach für mich, deshalb habe ich dir noch nicht privat geschrieben. Abgesehen davon, bin ich zu Zeit auch viel anderweitig beschäftigt, was mir ganz gut gefällt.

Trotzdem schaue ich immer mal wieder hier ein.

Vielleicht schreibe ich dir heute abend noch privat.

Liebe Grüße sami
 
Hallo Jim,

achso.

Das Thema, umd das es geht, ist nicht so einfach für mich, deshalb habe ich dir noch nicht privat geschrieben. Abgesehen davon, bin ich zu Zeit auch viel anderweitig beschäftigt, was mir ganz gut gefällt.

Trotzdem schaue ich immer mal wieder hier ein.

Vielleicht schreibe ich dir heute abend noch privat.

Liebe Grüße sami

Hallo Sami
Mach dir wegen mir bitte keinerlei Stress.
Das schreibst du, wenn du soweit bist und dir danach ist.

LG Jim
 

Anzeige (6)

Autor Ähnliche Themen Forum Antworten Datum
G Angst vor Narbe und das diese jeder sieht =((( Ich 34
G Warum denkt jeder ich sei ein Alkoholiker? Ich 135
M Ich Weine mein Mann ist im Krankenhaus Ich 296

Ähnliche Themen

Thema gelesen (Total: 5) Details

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Regeln Hilfe Benutzer

Du bist keinem Raum beigetreten.

      Du bist keinem Raum beigetreten.

      Anzeige (2)

      Oben