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Japan, Fukushima alles Helden?

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1. Gab es auch in Japan Panik und Massenfluchten (warum ist wohl das Öl knapp)

2. Denke und (HOFFE) ich nicht, dass sich in Deutschland die verantwortlichen Menschen so verhalten würden, dass die einfach wild und unkoordiniert weglaufen.

Immerhin haben die Techniker dort eine RIESIGE Verantwortung. Alleine deshalb bezweifle ich, dass weglaufen eine Option wäre.
Nur eine Vorstelleung: Es könnte passieren, dass schlimmstenfalls Tokio unbewohnbar wird.

Einige wenige würde es immer geben, die sich ähnlich aufopfern würden, auch wenn das nur eine (extrem) verschwindend geringe Anzahl bezogen auf alle Menschen in deutschland wäre.
 
Auf keinen Fall will ich zynisch klingen, aber die Leute hätten sich ja krank melden können. Nein, keine Dienstanweisung der Welt ist stärker, als der Wille zu überleben.
Gruß

Da magst du Recht haben, wir leben aber nicht in diesem System, hier würde das wahrscheinlich keiner tun 🙂

Was sollen Sie denn machen: Entweder sie versuchen das AKW zu retten, oder ganz Japan wird verseucht - Damit alle Verwandten und Freunde... was würdest du tun?
Ich denke sie haben "freiwillig" gar keine Wahl - wer sollte es sonst tun... Es müssen ja auch Fachkräfte sein, die es versuchen.
Außerdem weiß man nicht, wie viel sie schon abbekommen haben, da es immer wieder unterschiedliche Aussagen gibt. Wenn dir die Betreiber sagen: Ihr seid alle so hoch verstrahlt, dass ihr die nächsten Wochen nicht überleben könnt - warum sollten sie dann nicht da bleiben und ihre letzte Kraft geben...
Gestern wurde zugegeben dass 20 Arbeiter verseucht wurden - einer davon schwer.
Und schwer verseucht heißt - er hat noch einige Tage zu leben
 
Da magst du Recht haben, wir leben aber nicht in diesem System, hier würde das wahrscheinlich keiner tun 🙂

Was sollen Sie denn machen: Entweder sie versuchen das AKW zu retten, oder ganz Japan wird verseucht - Damit alle Verwandten und Freunde... was würdest du tun?

Das frage ich mich auch; ganz ehrlich, ich weiss es nicht.

Ich denke sie haben "freiwillig" gar keine Wahl - wer sollte es sonst tun... Es müssen ja auch Fachkräfte sein, die es versuchen.
Außerdem weiß man nicht, wie viel sie schon abbekommen haben, da es immer wieder unterschiedliche Aussagen gibt. Wenn dir die Betreiber sagen: Ihr seid alle so hoch verstrahlt, dass ihr die nächsten Wochen nicht überleben könnt - warum sollten sie dann nicht da bleiben und ihre letzte Kraft geben...
Gestern wurde zugegeben dass 20 Arbeiter verseucht wurden - einer davon schwer.
Und schwer verseucht heißt - er hat noch einige Tage zu leben

Ich glaube nicht, dass es so einfach ist diesen Menschen etwas vorzumachen, das nicht stimmt. Betreiberaussagen bzgl. ihrer eigenen Verstrahlung können sie selbst überprüfen.
 
Ich glaube nicht, dass es so einfach ist diesen Menschen etwas vorzumachen, das nicht stimmt. Betreiberaussagen bzgl. ihrer eigenen Verstrahlung können sie selbst überprüfen.

Ja so meinte ich das nicht. Denen wird schon klar sein, dass sie die nächsten Wochen nicht überleben werden bei der Strahlenbelastung... Sie wissen aber auch dass kein anderer ihre Arbeit machen kann.
Sie ertragen ihr Schicksal mit stoischer Gelassenheit und können sich eher mit ihrem Schicksal abfinden denke ich.
Was aber auch sehr mit der Japanischen Gesellschaft, Erziehung, Stolz usw. zu tun hat.

Wenn sie es nicht tun, werden alle schlimm verseucht. Das wissen sie. Und es gibt nunmal Menschen die sich für andere opfern. Und das zeugt von großem Mut.

Wobei ich denke, dass sie das etwas ausblenden. Die sind ja auch alle in einem Schockzustand... und machen einfach das was getan werden muss.
 
Da magst du Recht haben, wir leben aber nicht in diesem System, hier würde das wahrscheinlich keiner tun 🙂

Auch bei uns wird es solche Mensch geben die sich für andere Menschen opfern werden. Davon gehe ich aus.😉

Ganz allgemein:

Das hat was mit Menschsein zu tun + Patriotismus aus aller tiefsten Herzen. Ich kenne kein anderes Land welches so viel Nationalgefühl hat wie die Japaner. Wenige Menschen retten hier ggf. Millionen Menschen. Das sind Helden.

In Tschernobyl haben sie weit mehr als 1000 Helfer und Mitarbeiter freiwillig geopfert. Genaue Zahlen liegen durch die Zensur der damaligen UDSSR nicht vor. Ich nehme nicht an das alle freiwillg dort waren.

Der springende Punkt ist doch der, dass alle Opfer zusammen noch immer nicht ausreichend genug sind, um diverse Volksvertreter zu umzudenken zu bewegen.
Auch die Opfer, welche an den Spätfolgen verstorbenen sind - die nur in der Nähe waren, reichen dazu nicht aus.
Da lieber kümmert sich die EU darum, wie viel ein Apfel an Durchmesser haben muß, anstatt tödliche Atomkraft zu verbieten.

Nur politisch betrachtet, da sind die bisherigen Opfer also völlig sinnlos. Die werden inkauf genommen. Kollateralschaden. Das ist für mich die bittere Realität auf den gesamtem blauen Planeten Erde.

Das knabbert auch an meinem Patriotimus. Der eh kaum noch da ist.

Tja... der Mensch ist und bleibt scheißsend egoistisch. Egal in welchen System oder Epoche.
 
In Tschernobyl haben sie weit mehr als 1000 Helfer und Mitarbeiter freiwillig geopfert. Genaue Zahlen liegen durch die Zensur der damaligen UDSSR nicht vor. Ich nehme nicht an das alle freiwillg dort waren.
.

Nein das waren sie nicht. Sie haben halt ganz viele rangekarrt, von denen dann jeder nur Minutenweise etwas weggeräumt hat und dann ab nach Hause, da die Strahlung einfach zu hoch war.

Diese Dimensionen sind ja (noch nicht) erreicht in Japan.

Ich habe vor Tagen einen Bericht über Tschernobyl gesehen - vom ersten Gang in den Reaktor. Dort war die Strahlung so hoch, dass man sie in der Luft sehen konnte.

Wenn ich mir unser Land anschaue, wo "niemand" reagiert, wenn jemand bedroht wird etc. dann sehe ich eher schwarz...

Ich hatte es erst neulich in der S-Bahn. Ein Junge schreit seine Freundin zusammen und wollte sie zwingen mit ihm auszusteigen (an meiner Station). Hat ihre Mütze vom Kopf gerissen usw. Sie war am weinen und musste eigentlich nach Hause. Das hab ich mir 2 Minuten angeguckt und dann habe ich ihn ordentlich zusammen ge**** in der Bahn - Beim aussteigen guckt mich ein Mann an und macht den Daumen nach oben. Vorher hat er sich aber nicht dazu berufen gefühlt etwas dazu zu sagen.

Ich würde mich hier auf niemanden verlassen - erst recht nicht wenn Panik herrscht...
 
Panik gíbt es deshalb nicht, weil die Behörden nur scheibchenweise herauslassen, was Sache ist. Das ist in Japan so und wäre in einem deutschen Ballungsraum nicht anders. Man kann nicht Millionen evakuieren.
 
Wenn ich mir unser Land anschaue, wo "niemand" reagiert, wenn jemand bedroht wird etc. dann sehe ich eher schwarz...

Ich sags mal so, ich sehe es nicht ganz so schwarz. Du bist doch auch Beispiel dafür, dass es auch anders geht.🙂:blume:

Heute weiß man ja nicht, ob man gleich abgemurkst wird oder nicht, nur weil man Zivilcourage zeigt. Kann ja auch tödlich enden.
Ist natürlich kein Vergleich zu dem Geschehen in Japan etc....

Und ich glaube die Russen brauchen immer einen Zarren. Das ist bei denen so. 😉
 
Wenn ich mir unser Land anschaue, wo "niemand" reagiert, wenn jemand bedroht wird etc. dann sehe ich eher schwarz...

Ich hatte es erst neulich in der S-Bahn. Ein Junge schreit seine Freundin zusammen und wollte sie zwingen mit ihm auszusteigen (an meiner Station). Hat ihre Mütze vom Kopf gerissen usw. Sie war am weinen und musste eigentlich nach Hause. Das hab ich mir 2 Minuten angeguckt und dann habe ich ihn ordentlich zusammen ge**** in der Bahn - Beim aussteigen guckt mich ein Mann an und macht den Daumen nach oben. Vorher hat er sich aber nicht dazu berufen gefühlt etwas dazu zu sagen.

Ich würde mich hier auf niemanden verlassen - erst recht nicht wenn Panik herrscht...

Solange es bei uns Leute wie Dich gibt, gibt es auch Menschen, auf die man zählen kann. Was den Mann angeht, ist sein Verhalten beschämend für alle Männer ( wir sind nämlich eigentlich mutige Burschen, die immer das Richtige tun ).😉
LG
 
Hallo Leute,
ich bin doch recht überrascht, über die Bereitschaft einiger Japaner, ihr Leben für die Gemeinschaft zu opfern., Die 50 Arbeiter, die dort einen vermutlich aussichtslosen Kampf kämpfen, wissen, als Fachleute, dass sie, durch ihren Einsatz, nicht mehr lange zu leben haben. Weitere Helfer haben sich freiwillig gemeldet.
Sind die alle verrückt?
Liegts nur an der sozialisation?
Können wir daraus etwas lernen ( abgesehen davon, dass es nicht schlau ist, auf AKW's zu setzen )?
Bin gespannt auf Eure Antworten.

Es ist nicht nur Bereitschaft,es ist viel mehr.Dieses Volk hat eine sehr,sehr böse Naturkatastrophe,erlebt und es ist noch kein Ende in Sicht.Ich meine eine wahrscheinliche ATOMARE KATASTROPHE.
Diese Männer wissen das,dies ihr Tot sein könnte.Japaner laufen nicht weg.Ich hoffe sie bekommen es noch irgendwie in den Griff.
DAS HOFFE ICH.
 
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