Anzeige(1)

  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Japan, Fukushima alles Helden?

Status
Für weitere Antworten geschlossen.

LoRu123

Aktives Mitglied
Hallo Leute,
ich bin doch recht überrascht, über die Bereitschaft einiger Japaner, ihr Leben für die Gemeinschaft zu opfern. Die 50 Arbeiter, die dort einen vermutlich aussichtslosen Kampf kämpfen, wissen, als Fachleute, dass sie, durch ihren Einsatz, nicht mehr lange zu leben haben. Weitere Helfer haben sich freiwillig gemeldet.
Sind die alle verrückt?
Liegts nur an der sozialisation?
Können wir daraus etwas lernen ( abgesehen davon, dass es nicht schlau ist, auf AKW's zu setzen )?
Bin gespannt auf Eure Antworten.
 
Hallo Leute,
ich bin doch recht überrascht, über die Bereitschaft einiger Japaner, ihr Leben für die Gemeinschaft zu opfern. Die 50 Arbeiter, die dort einen vermutlich aussichtslosen Kampf kämpfen, wissen, als Fachleute, dass sie, durch ihren Einsatz, nicht mehr lange zu leben haben. Weitere Helfer haben sich freiwillig gemeldet.
Sind die alle verrückt?

nein, ich finde es unglaublich mutig. Sie opfern sich für die Anderen - ich habe tiefen Respekt davor! sehr mutig!
mehr kann ich dazu nicht sagen... 😉
 
Warum sollte das verrückt sein?

Japan hat historisch eine ganz andere Sozialisation als wir. Es herrscht generell eine höhere Aufopferungsbereitschaft. Die Einhaltung von Werten oder Versprechen wird auch als viel höher angesehen als bei uns.
Japan wurde auch Jahrhunderte von der Samuraikultur geprägt. Lies dir mal das Hagakure durch, dann kann man es besser verstehen.
Wegen dieser Werte waren die Japaner auch im 2. Weltkrieg so schwer zu besiegen. Und mit Sicherheit haben sie es auch deshalb geschafft, eine so große Wirtschaftsnation zu werden.

Ich kann mir allerdings sogar vorstellen, dass es in Deutschland möglich wäre, wenn es soweit käme.

Was sollen sie machen?
Die Brennstäbe weiter vor sich hinschmelzen lassen?
Und selbst wenn es aussichtslos ist, glaubst du nichts machen wäre moralisch besser?
 
Ja, diese Opferbereitschaft ist auch das, was mich zurzeit an der Sache am stärksten beeindruckt. Ich bin mir irgendwie ziemlich sicher, dass es in Deutschland bzw. generell in der "sicheren westlichen Welt" anders wäre. Da wäre wohl Panik pur angesagt - wobei ich mich persönlich keinesfalls ausnehme.

Also, ja, irgendwie sind es wohl schon Helden. Und irgendwie bin ich mir auch ganz sicher, dass das Ganze mal als Hollywood-Action-Film in genau dieser "Heldenmanier" zu sehen sein wird...
 
Warum sollte das verrückt sein?

Japan hat historisch eine ganz andere Sozialisation als wir. Es herrscht generell eine höhere Aufopferungsbereitschaft. Die Einhaltung von Werten oder Versprechen wird auch als viel höher angesehen als bei uns.


Ich kann mir allerdings sogar vorstellen, dass es in Deutschland möglich wäre, wenn es soweit käme.

Was sollen sie machen?
Die Brennstäbe weiter vor sich hinschmelzen lassen?
Und selbst wenn es aussichtslos ist, glaubst du nichts machen wäre moralisch besser?

So sehe ich das auch. Natürlich verdienen diese Männer allen Respekt und Hochachtung für ihren Mut!
Aber was wäre die Alternative? Wenn der Super-Gau stattfindet, haben sie auch nicht viel bessere Karten. Könnte nur sein, dass sie nicht ganz so schnell sterben, wie sie das jetzt wohl tun werden.
Wenn man aber die Chance hat, eine derart große Katastrophe durch seinen Einsatz zu verhindern... und wenn man es "nur" für die eigene Familie macht... da kann man von "verrückt sein" wirklich nicht reden.
Hat der Ami nicht auch einen Trupp von 10 Leuten geschickt?
 
Ich ziehe den Hut vor den Helfern die sich auch jetzt freiwillig gemeldet haben. Mit letzter Kraft versuchen sie fast aussichtslos den SuperGau zu verhindern, riskieren ihr Leben. Ja!!!! Sie haben meinen Respekt.
 
So sehe ich das auch. Natürlich verdienen diese Männer allen Respekt und Hochachtung für ihren Mut!
Aber was wäre die Alternative? Wenn der Super-Gau stattfindet, haben sie auch nicht viel bessere Karten. Könnte nur sein, dass sie nicht ganz so schnell sterben, wie sie das jetzt wohl tun werden.
Wenn man aber die Chance hat, eine derart große Katastrophe durch seinen Einsatz zu verhindern... und wenn man es "nur" für die eigene Familie macht... da kann man von "verrückt sein" wirklich nicht reden.
Hat der Ami nicht auch einen Trupp von 10 Leuten geschickt?
Bitte verrückt nicht falsch verstehen. Es gibt nichts edleres, als für seinen Nächsten sein Leben zu geben.
Für mich sind diese Menschen echte Helden!
 
Wenn sie es freiwillig tun, dann tun sie es für die Zukunft ihrer und allen anderen Familien. Es kann aber auch anders sein 🙁

Die japanische Regierung hat den Betreibern des stark beschädigten Atomkraftwerks Fukushima 1 einem Bericht zufolge verboten, seine Mitarbeiter von der Anlage abzuziehen.
Freiwillige Arbeiter opfern sich in Fukushima

Wie die Zeitung „Mainichi Shimbun“ am Freitag berichtete, äußerte der Energieversorger Tepco am Montag gegenüber der Regierung Sorge über die Sicherheit seiner Angestellten.
Demnach kam das Unternehmen zu dem Schluss, dass es „schwierig“ sein werde, das Kraftwerk nach den Explosionen und Bränden an den Reaktoren wieder unter Kontrolle zu bringen. Regierungschef Naoto Kan habe aber die Bitte, die Mitarbeiter abziehen zu dürfen, zurückgewiesen.

Eine Abberufung ist unmöglich“, zitierte die Zeitung Kan. „Es geht nicht darum, ob Tepco kollabiert, es geht darum, ob Japan zusammenbricht“, soll er demnach entgegnet haben.
Ein namentlich nicht genannter Vertreter der Betreibergesellschaft sagte dem Blatt, dies bedeute, die Arbeiter sollten sich der Strahlung aussetzen und „sterben“.

Quelle: Welt online
 
Ja, das ist schon klar. Der Konzern "darf" nicht aufgeben. Dennoch: Wer hätte einen Arbeiter in dieser absolut chaotischen Situation daran hindern können, nicht mehr zur Arbeit zu kommen? Keiner. Trotzdem gehen sie hin, melden sich Freiwillige - unvorstellbar irgendwie.
 
Wenn sie es freiwillig tun, dann tun sie es für die Zukunft ihrer und allen anderen Familien. Es kann aber auch anders sein 🙁

Die japanische Regierung hat den Betreibern des stark beschädigten Atomkraftwerks Fukushima 1 einem Bericht zufolge verboten, seine Mitarbeiter von der Anlage abzuziehen.
Freiwillige Arbeiter opfern sich in Fukushima

Wie die Zeitung „Mainichi Shimbun“ am Freitag berichtete, äußerte der Energieversorger Tepco am Montag gegenüber der Regierung Sorge über die Sicherheit seiner Angestellten.
Demnach kam das Unternehmen zu dem Schluss, dass es „schwierig“ sein werde, das Kraftwerk nach den Explosionen und Bränden an den Reaktoren wieder unter Kontrolle zu bringen. Regierungschef Naoto Kan habe aber die Bitte, die Mitarbeiter abziehen zu dürfen, zurückgewiesen.

Eine Abberufung ist unmöglich“, zitierte die Zeitung Kan. „Es geht nicht darum, ob Tepco kollabiert, es geht darum, ob Japan zusammenbricht“, soll er demnach entgegnet haben.
Ein namentlich nicht genannter Vertreter der Betreibergesellschaft sagte dem Blatt, dies bedeute, die Arbeiter sollten sich der Strahlung aussetzen und „sterben“.

Quelle: Welt online

Auf keinen Fall will ich zynisch klingen, aber die Leute hätten sich ja krank melden können. Nein, keine Dienstanweisung der Welt ist stärker, als der Wille zu überleben.
Gruß
 
Status
Für weitere Antworten geschlossen.

Anzeige (6)

Autor Ähnliche Themen Forum Antworten Datum
Marina9 Thema Glaube und alles was dazugehört! Gesellschaft 210
U Alles Gute heute zum Internationalen Frauentag Gesellschaft 39

Ähnliche Themen

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Regeln Hilfe Benutzer

Du bist keinem Raum beigetreten.

      Du bist keinem Raum beigetreten.

      Anzeige (2)

      Oben