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Ist Einsamkeit ein Problem?

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Rascas wie sehr DU Recht hast!

Das geht zur Zeit nicht- das würde alle Tor öffnen, die noch zu sind, es wird schon viel zu viel gemacht ohne Beschluß/Gesetz, wobei die, die keine so gute körperlich Verfassung haben, eben daran (eher) sterben (dürfen).

Ja, ich möchte Dir zustimmen, es wäre ja alle so logisch (für Dich und mich),
wage es nicht, weil ich die heutigen VERantwortlichkeiten kenne.

FG
 
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A

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Re: Ist Einsamkeit ein Problem?
Lass' Du Dich von solchen Menschen nicht abhalten, Gott zu suchen!

Besser noch, finden.

Ich denke, Gott ist eine Möglichkeit, sich nicht einsam zu fühlen. (Damit meine ich jetzt keinen bestimmten Gott einer bestimmten Kirche oder bestimmten Religion.) Meist findet man das "Göttliche" in sich selbst und/oder seinen Mitmenschen. Ganz ohne zumindest geht es nicht.
 
So, ich schöpfe jetzt mal aus meinen unerschöpflichen geistigen Reichtümern und schreibe noch mal was dazu. 😀
Spaß beiseite.

Meiner Meinung nach ist die Mediatisierung (Smartphone-Befall, Internet überall usw.) an dieser Einsamkeit, die sich in unserer Zivilisation zunehmend breit macht, Schuld. Wenn sich die Leute treffen, dann daddeln sie ja lieber an den Smartphones herum, schießen Selfies oder Gruppis oder wie auch immer man das nennt... das vernünftige Gespräch geht dabei verloren. Am Handy wird dann zu mehreren gezockt, die zeigen sich nur noch irgendwelche bescheuerten, verdummenden Videos usw.
Ich bekomme das tagtäglich live mit auch bei meinen Schülern. Dort gibt es fast keinen, der kein Smartphone (am meisten Apple, Samsung und dann die wirklich teuren Modelle - man könnte ja sonst ausgelacht werden; das ist wie in meiner Generation mit der Markenkleidung, die heute nicht mehr relevant ist) besitzt. 😉 Ich habe mit denen, da ich ja ein cooler Lehrer bin, Chill-out-Std. vor Weihnachten gemacht und das Hauptsächliche, was neben Essen - oh das schaffen die sogar noch ohne einen Roboter, der ihnen das einflößt lol - gemacht wurde, war Zocken am Smartphone. Ich habe es ihnen gestattet, weil ich ihnen in der letzten Std. vor Weihnachten "Freiheit" versprochen habe.

Viele Leute zocken m.E. lieber irgendwelche Spiele, gucken sich bei Youtube Videos an oder kommunizieren bevorzugt über Facebook/Whatsapp. Sie ziehen diese Virtualität den realen, gehaltvollen und auch meistens besser in der Erinnerung verbleibenden persönlichen Treffen vor. Ich kann das irgendwie nicht nachvollziehen, weil rein von der Lernbiologie und vom Memorieren her, findet ja bei dieser medialen Welt fast nur das Visuelle statt. Das ist ja wenig eine Aufnahme mit allen Sinnen. Es führt auch zu einer starken Einseitigkeit.

Wenn ich nur mal die SchülerInnen meiner Gesamtschule nehme: die können sich abstrakt vielfach fast nichts vorstellen. Alles muss über Bilder, Medien usw. laufen. Normalerweise müsste man aber auch eine gewisse Metaebene voraussetzen, wenn man zumindest die Bildungsstandards, die Kernlehrpläne für den Unterricht usw. betrachtet.

Ich schweife zwar ab, aber für mich spielt das alles mit rein. 😉

Es gibt aber Menschen, die sich auch ohne diesen ganzen medialen Kram beschäftigen können, die dann aber eben an ihre Grenzen oder eben auf Granit stoßen, wenn man so viele Leute kennen lernt, die beim Treffen im Minutentakt ihr Smartphone checken müssen. Ich mache ja persönlich mittlerweile n Bogen um so was. 😉 Das hat für mich schlicht und ergreifend mit Wertschätzung nichts mehr zu tun. Die Leute können auch zu Hause bleiben, wenn die beim Treffen nur am Tablet oder Smartphone hängen wollen. Mich interessiert das aufmerksame und lebendige Gespräch - nothing else. 😉

Ich muss aber auch dazu sagen, dass ich tendenziell viele Bekannte habe, die nicht so auf Technik, Smartphone usw. fixiert sind.
Klar, ich habe auch einige der genannten Geräte. Nutze z.B. das Kindle Fire, aber als Ebook-Reader. Ohne Weiteres wäre ich aber dazu in der Lage, auch mal drauf zu verzichten. Ich habe mir das Kindle Fire angeschafft, weil ich wahrscheinlich noch wieder umziehen werde. Da sind so viele Bücher, wie ich sie mir sonst immer ranschaffe, einfach ein Klotz am Bein.

Mittlerweile habe ich mir das bei Treffen auch ganz abgewöhnt, Leuten dauernd irgendwas am Handy zu zeigen oder auch dabei ans Handy zu gehen überhaupt.

Leider wird dieser ganze Trend mit der Technik aber immer schlimmer. 🙁 Die Kids im Alter von 3, 4 Jahren fangen ja schon damit an. :/ Wie soll es dann gesellschaftlich aussehen, wenn viele so ein Technical cocooning betreiben?
 
Ein guter Beitrag, danke. Du bringst eine Lösung in die Diskussion ein, die für immer mehr Menschen in Frage kommt: für einsame Menschen (NEIN), für alte Menschen (ja wenn Pflegestufe 3 und am dahinvegetieren), für körperlich kranke Menschen (ja wenn der Tod in kurzer Zeit unausweichlich ist), für seelisch kranke Menschen (Depressive) (NEIN), für Menschen die im Leben keine Möglichkeit auf Glück sehen (z.B. arme Menschen, Langzeitarbeitslose, einsame Menschen). (auf keinen Fall)
Es fällt bald schon leichter zu beschreiben, für welche Menschen der Tod KEINE Lösung ist, als umgekehrt.

Nein du zählst falsche Gruppen auf, die meine ich damit nicht. Ich meine todkranke Menschen und auch alte Menschen die wie Hühner in Käfighaltung vor sich hinsiechen und auf ihren Tod warten. Und dabei natürlich krank sind. Ich meine weder depressive oder einsame oder Menschen die keine Möglichkeit auf Glück haben. Ich meine Menschen , die so krank sind das sie in 3 Wochen sterben werden, oder 6 Wochen. Die bei denen ein schmerzvoller Tod unausweichlich ist. (Beispiel Magenkrebs, oder Bauchspeicheldrüsenkrebs....hast du solche Menschen gesehen?).

Das Problem, lieber Rascas, liegt nicht darin, dass es Menschen verboten werden soll, den Freitod zu wählen. Das Problem liegt in der Grenzverschiebung von Selbstmord zu Mord.

Nein, das Problem liegt darin, das eine grosse Gruppe Menschen nicht mehr in der Lage ist den Freitod zu wählen, weil sie das nicht mehr können. Dafür bereits zu hilflos sind. Um diese Gruppe geht es. Es kann doch nicht sein, das sich Menschen vorsorglich umbringen müssen um den Moment nicht zu verpassen in dem sie nicht mehr in der Lage sind einen Selbstmord durchzuführen? Oder da Beispiel einer Frau in D, die Krebs hatte und sterben wollte, die musste hungern. Verhungern. Bewusst ausgewähltes Todeshungern, da sie keinen Zugführer traumatisieren wollte.
Stufe 1: Alten, sehr kranken Menschen, wird Selbstmord als Lösung so einfach wie möglich gemacht. Meine Kritik: Nicht das Lindern von Schmerzen steht im Vordergrund, sondern der Tod.
Steht denn das Lindern von Schmerz und seelischer Qual bei todkranken Menschen heute im Vordergrund? Nein tut es nicht . Selbst in Hospizen ist das Personal heute schon überlastet.

Stufe 2: es wird eine Definition gesucht, die allgemeiner Art ist: Da bietet sich an: Verlust von Lebensfreude ohne Chance auf Wiedergewinn der Lebensfreude. Wenn alte und schwerkranke Menschen das Recht auf Selbstmord haben, weil sie nur leiden, weil sie keine Chance mehr haben, glücklich und schmerzfrei zu leben, warum dann nicht auch die Menschen, auf die die Definition „Verlust von Lebensfreude ohne Chance auf Wiedergewinn der Lebensfreude“ ebenso zutrifft? Leiden diese Menschen nicht ebenso, nur auf andere Art und Weise? Sollen diese Menschen benachteiligt werden? Mal ehrlich, z.B. Langzeitarbeitslose werden depressiv, das ist doch verständlich. Soll man diese armen Menschen leiden lassen? Das ist doch grausam. Und die armen Menschen, die vor Sorgen kaum schlafen können?
Diese armen Menschen könnten ihr Leben selbst beenden. Warum sollen schwer kranke Menschen etwas nicht bekommen nur weil andere es auch haben wollen?
Stufe 3:
Mir fällt auf, dass all‘ diese Menschen, die Schwerkranken, die vielen alten Menschen (und es werden immer mehr), die Depressiven (es werden immer mehr), die Langzeitarbeitslosen…. All diese Menschen kosten eine Unmenge Geld. Und der Weg zur Selbsterkenntnis, dass das Sterben eine Erlösung ist, ist lang.
Ja aber sie bringen auch eine unsumme an Geld. Es ist eine ganze Industrie die an denen verdient. Denen kann man doch nicht ihre Kohle wegnehmen.

Stufe 4: Und diesen langen Weg könnte man doch abkürzen. Das hätte zwei Vorteile: a) die Menschen brauchen den langen Leidensweg zur Selbsterkenntnis (= ich möchte lieber tot sein) nicht mehr gehen und so lange leiden b) man spart Geld und andere Ressourcen.
…Könnte man abkürzen? Nein, dazu besteht ja geradezu eine menschliche Verpflichtung!
Es geht hier um Selbstbestimmung. Die verweigerst du Menschen die sich nicht mehr selbst helfen können.

Stufe 5: Eine radikale, aber problemlösende Methode ist derzeit politisch nicht durchsetzbar. Aber warten wir mal ab, bis sich eine Katastrophe einstellt. Dann wird es auch politisch möglich sein, eine radikale Lösung ins rechte politische Licht zu rücken, also dem organisierten Freitod auf breiter Ebene nachzuhelfen.
Es wäre doch gelacht, wenn wir nicht alle menschlichen Probleme einfach lösen könnten. Über das Entsorgen vieler (freiwilliger?) Tote auf umweltfreundlicher Basis wird auch schon nachgedacht.
Na dann sollte man dafür sorgen, das sich niemand umbringen will weil er nicht alleine ist, keine Schmerzen hat, niemand ausgeschlossen wird . Das wäre doch mal ein Weg, aber S****, zu teuer..

Das ist die Ethik der Zukunft. Durch Beiträge wie Deiner, Rascas, ebnest Du den Weg. Derzeit siehst Du vermutlich nicht, dass man in die Definition der leidenden Menschen auch die einbeziehen muß, die nicht körperlich schwerkrank, aber ebenso leidend sind.

Nein, genau das musst du eben nicht. Die schaffen es auch selbst zu den Bahngleisen, wenn sie denn den Mut haben.

Und weil ich diese Konsequenz, dieser Ethik der Zukunft, nicht den Weg bereiten will, weil ich an die Richtigkeit fester Wertmaßstäbe glaube, wie z.B. das biblische Gebot „Du sollst nicht töten“, deshalb bin ich für Lösungen, die das Töten nicht beinhalten oder hintenherum anstreben. Der TOD ist keine Lösung gegen z.B. Einsamkeit.

LG, Nordrheiner


Der Tod gehört zum Leben und es ist das Recht eines jedes Menschen.

 
Sterbehilfe kann ich schon nachvollziehen; aber das ist ein anderes Thema, finde ich. In erster Linie bezieht sich ja Sterbenshilfe auf Todkranke.
 
ja aber diese Todkranken sind oft voller Angst und Einsamkeit, deshalb finde ich gehört auch dieses Thema dazu.
Wie kann man den Wunsch zu sterben denn verhindern?
Verbieten ist doch kein Weg.

Wie kann man gesellschaftlich verhindern, das ganze Menschengruppen (alte und schwerkranke Menschen) vollkommen aus der Gesellschaft ausgeschlossen werden und deshalb sterben wollen?

Natürlich auch psychisch Kranke Menschen einsam sind, aber hier würde ich eher darüber reden, wie man diesen den Wunsch des Selbstmordes ausreden kann. Denn einen assisterten Suizid würde ich bei heilbaren Krankheiten nicht befürworten.
 
Bei Todkranken hat das aber nicht nur was mit Einsamkeit zu tun, sondern es ist dieses nicht Aushaltenkönnen des bald anstehenden Todes... oder z.T. auch wegen der Schmerzen (Krebs) oder weil man sich ganz einfach nicht mehr rühren kann (ALS/MS z.B.). Das sollte man schon noch differenzieren.
Das bei Todkranken nur auf Einsamkeit irgendwie festzunageln, finde ich kurzsichtig. Die wollen so einfach vielfach nicht weiterleben.

Bei vielen Krebskranken helfen ja, selbst in heutiger Zeit, die Medis auch nicht zu 100%. Die merken, je nachdem, wo der Krebs sitzt, schon noch genug davon. Ich sah es bei meiner Mama.
 
Bei Todkranken hat das aber nicht nur was mit Einsamkeit zu tun, sondern es ist dieses nicht Aushaltenkönnen des bald anstehenden Todes... oder z.T. auch wegen der Schmerzen (Krebs) oder weil man sich ganz einfach nicht mehr rühren kann (ALS/MS z.B.). Das sollte man schon noch differenzieren.
Das bei Todkranken nur auf Einsamkeit irgendwie festzunageln, finde ich kurzsichtig. Die wollen so einfach vielfach nicht weiterleben.

Bei vielen Krebskranken helfen ja, selbst in heutiger Zeit, die Medis auch nicht zu 100%. Die merken, je nachdem, wo der Krebs sitzt, schon noch genug davon. Ich sah es bei meiner Mama.

Hallo Panthi,

tut mir leid wegen deiner Mama, ich wollte das Leid sicher auch nicht vereinfachen oder runtermachen.
Ich wollte einfach nur drauf hinweisen, das Leid besser zu ertragen ist, wenn man Menschen um sich rum hat die einem zeigen warum es wirklich wichtig ist, das man nicht einfach stirbt. Warum man trotzdem leben soll.

Meinst du denn nicht das es einen Unterschied macht, ob man Menschen um sich hat die sich kümmern, die versuchen zu lindern?
Eigentlich sollte jeder Todkranke die Möglichkeit haben auf ein Palliativteam zuzugreifen und das ambulant. Da ist bereits Gesetz, aber zu teuer, deshalb nicht umgesetzt.

Menschen die dir zeigen wie wichtig du bist? Ist es dann nicht einfacher Leid zu ertragen als wenn man ganz alleine im Krankenhaus liegt? Wenn man merkt das man noch leben sollte, da die Enkel einen brauchen oder so?
Und Hospize, da soll das Personal Zeit haben, denn es soll über die Grundpflege hinausgehen.
Es ist eine Schande das es anders ist. Und eine Schande das es nicht genug Plätze gibt.

Ich schrieb ja, das die Medizin nicht alle Schmerzen lindern kann. Da hilft dann auch kein 200 Fenthanylpflaster. Oder zwei davon.
Da gibt es nur das künstliche Koma. Neulich im eigenen Bekanntenkreis gesehen.
Und wenn die letzten 2 Wochen unerträglich werden ( und Ärzte können sehen das es auf den Tod zugeht) dann sollten Ärzte zur Not den Tod SANFT herbeiführen.
Es kann kein Argument sein dieses mit dem Verweis auf Depressive Menschen zu verbieten und zu sagen: He die zwei Wochen musst du leiden, deine Schmerzen können wir nicht lindern oder wir legen dich eben zwei Wochen ins Koma, denn Depressive die können sich das dann auch wünschen.
 
Burbacher und Nordrheiner,

ich möchte euch bitten, mir zu DIESER AUSSAGE, eine Antwort zu geben. Darauf bezogen:

Ich schrieb ja, das die Medizin nicht alle Schmerzen lindern kann. Da hilft dann auch kein 200 Fenthanylpflaster. Oder zwei davon.
Da gibt es nur das künstliche Koma. Neulich im eigenen Bekanntenkreis gesehen.
Und wenn die letzten 2 Wochen unerträglich werden ( und Ärzte können sehen das es auf den Tod zugeht) dann sollten Ärzte zur Not den Tod SANFT herbeiführen.
Es kann kein Argument sein dieses mit dem Verweis auf Depressive Menschen zu verbieten und zu sagen: He die zwei Wochen musst du leiden, deine Schmerzen können wir nicht lindern oder wir legen dich eben zwei Wochen ins Koma, denn Depressive die können sich das dann auch wünschen.

Noch ein kleiner Zusatz: es gibt genug Ärzte die das ohne Probleme mit ihrer Moral vereinbaren können. Man darf keinen Arzt zwingen. Es sollte Ärzte geben die das freiwillig machen. Und die gibt es. Es gibt welche auf Intensivstationen die sich wünschten das sie dürfen.
 
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