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Ist die Kündigung rechtens?

rohni

Mitglied
Hallo ihr Lieben....

Also kurz zur Information: Ich arbeitete 5 Jahre in einer Zahnarztpraxis (dort auch die Ausbildung gemacht). Seit August diesen Jahres habe ich eine neue Ausbildung (schulisch) angefangen. Meine Chef hat mir angeboten 2 Tage nach der Schule weiterhin in der Praxis auszuhelfen (8Std. wöchentlich) und habe einen "Aushilfsvertrag" bekommen.
Soweit so gut... Letzten Freitag hatten wir unsere Weihnachtsfeier... Haben fein gegessen und sind danach noch "feiern" gegangen.
Er hatte schon ziemlich gut einen "im Tee" gehabt und hat mir gesagt wie gerne er mich doch hat, ob ich mir nicht eine eigene Wohnung suchen möchte(habe einen festen Freund), er sich dort dann melden kann und er mir dann als "Kompromiss" jeden Monat z.B. einen Betrag von 3000€ überweist uvm.
Ich war natürlich total schockiert über dieses "unmoralische Angebot". Habe ihm dann schon zum 2.Mal meinen Standpunkt deutlich gemacht und keine 5 Minuten später ist mein Chef gegangen, weil ihm total "schlecht"war. Meine beiden Arbeitskolleginnen sahen mir natürlich an, dass etwas nicht stimmt und haben mich mehrere Male gefragt was los sein, bis ich es ihnen dann "oberflächlich" erzählt habe (was ich ihm hätte lieber lassen sollen).
Tja und eine von ihnen (wahrscheinlich der "neue Ersatz" für mich, die eh auf meinen Chef abfährt) rief höchstwahrscheinlich am Wochenende an und erzählte ihm alles und hat noch einige Dinge dazuerfunden (dass er mir an den Po gefasst haben soll uvm).
Nun ging ich am Montag nach dem besagten Wochenende zur Arbeit, mein Chef hatte am Abend mir mir gesprochen, sich für sein Verhalten entschuldigt und mir gesagt, dass er sich sooo gedemütigt fühlt, er nicht weiss wie er den anderen beiden in die Augen schauen soll usw. Tja die Zusammenarbeit ist heirmit beendet!!!!

Ich war ja sowas von baff. Mir haben echt die Worte gefehlt. Hatte ihm nur gesagt, dass es von mir nicht richtig war mit den anderen drüber zu sprechen, aber ich halt auch ein wenig getrunken hatte und ihm auhc versichtert, dass bestimmte Dingen nich der Wahrheit entsprechen!!!!!

Ja und das Ende vom Lied: Werde heute höchstwahrscheinlich eine "Betriebsbedingte" Kündigung im Briefkasten haben, die ich eigentlich überhaupt nicht akzeptiere!
Ich habe bisher sehr gerne dort gearbeitet und wir hatten uns auch immer sehr gut verstanden. Und nun sowas?

Kann ich dagegen was machen oder ist tatsächlich mein Verschulden?

Hoffe es kann mir jemand helfen...

LG
 
Naja, betriebsbedingt muss er auch belegen können. Dagegen könntest Du sicher rechtlich vorgehen.

Ansonsten ist das Vertrauensverhältnis echt im Eimer. Konntest Du Dir denn vorstellen, dort weiter zu arbeiten, mit dem Wissen, was da passiert ist und wie der Chef über Dich denkt?

Ich meine, in einer Zahnarztpraxis mit nur drei Angestellten gehts schon ziemlich nah zu.
 
Naja, betriebsbedingt muss er auch belegen können. Dagegen könntest Du sicher rechtlich vorgehen.

Ansonsten ist das Vertrauensverhältnis echt im Eimer. Konntest Du Dir denn vorstellen, dort weiter zu arbeiten, mit dem Wissen, was da passiert ist und wie der Chef über Dich denkt?

Ich meine, in einer Zahnarztpraxis mit nur drei Angestellten gehts schon ziemlich nah zu.

Sicher, dass er das auch Belegen muss? Da wird er ja dann schlechte Karten haben... Habe ja auch drauf bestanden, dass ich nochmal was schriftlich bekomme wo genau drauf steht weshalb er mir gekündigt hat.

Ich könnte mir weiterhin vorstellen dort zu arbeiten, hatten uns ja bisher auch immer sehr gut vertsanden. Waren wirklich ein super tolles Team. Schon vor einem Jahr hatte er mich schon mal angesprochen, ob ich auch das Gefühl habe das da mehr ist. Schon da habe ich ihm meinen Standpunkt klar gemacht. Die Zusammenarbeit nach dem Gespräch am selben Tag war etwas komisch, aber danach war alles wieder im Grünen.
Aber nun macht er ein absolutes Drama drauß.
Ich werde morgen nochmal hingehen müssen um den Praxissschlüssel abzugeben.
Da brauch mir keiner ankommen: viel Glcük usw. Schon garnicht die Neue, diese verlogene Schlange. Jetzt hat sie wahrscheinlich das erreicht was sie wollte mit ihren Lügen.
 
Ja, betriebsbedingte Kündigungen muss man belegen können. Es soll aj genau das vermieden werden, dass der Chef unliebsame Mitarbeiter einfach kündigt und statt dessen neue einstellt.

Allerdings sind die Bedingungen für Kündigungen für kleine Betriebe mit unter 20 Mitarbeitern einfacher geworden.

Genau kenne ich mich da nciht aus, geh doch mal zu verdi.
 
Tja, leider hat unsere liebe Regierung den Kündigungsschutz weiter ausgehöhlt und für Betriebe mit weniger als 10 Angestellten (inklusive Teilzeitkräften!!) gilt er praktisch garnicht mehr! Es sei denn, Du warst schon vor 2004 dort angestellt und ihr hattet damals mehr als 5 Mitarbeiter!

Trotzdem würde ich sofort zum Anwalt (oder zur Gewerkschaft) gehen und mich beraten lassen. Auch wenn ich dort nicht mehr arbeiten wollte, hast Du Dir NICHTS zu schulden kommen lassen und solltest den "Abschied" für ihn möglichst teuer gestalten!

LG
Gad
 
Tja, leider hat unsere liebe Regierung den Kündigungsschutz weiter ausgehöhlt und für Betriebe mit weniger als 10 Angestellten (inklusive Teilzeitkräften!!) gilt er praktisch garnicht mehr! Es sei denn, Du warst schon vor 2004 dort angestellt und ihr hattet damals mehr als 5 Mitarbeiter!

Trotzdem würde ich sofort zum Anwalt (oder zur Gewerkschaft) gehen und mich beraten lassen. Auch wenn ich dort nicht mehr arbeiten wollte, hast Du Dir NICHTS zu schulden kommen lassen und solltest den "Abschied" für ihn möglichst teuer gestalten!

LG
Gad
Ach da werde ich doch keine Chance haben. Wir sind/waren doch nur ein Betrieb mit 2 Mitarbeitern.Aber die Kündigung ist definitiv ungerechtfertigt.
Oh wie toll, habe eben meine Kündigung ausm Briefkasten geholt...🙁 Hmmm.... Die könnte ja auch unterwegs verloren gegangen sein... Dann müsste er mich doch zum Ende des Monats kündigen😛🙄

Mein Anliegen ist es nur noch "so viel" Geld wie möglich ruaszuschlagen. Habt ihr eine Idee wie?Mir kam nur noch mein Urlaub in den Sinn(noch keinen Tag genommen)... Ich habe zwar "nur" einen Anstellungsvertrag für geringfügig Beschäftigte, jedoch trotzdem Anspruch darauf, oder!?

Jetzt nur die Frage wie rechnet man das aus?
Also ich habe einen Jahresurlaub von 24 Werktagen. Habe aber erst im August 2010 angefangen. Dann kann ich ja nur für 4 Monate Urlaub berechnen.
Ich denke mal einach so: 24(Werktage):6(reguläre Wochenarbeitstage) = 4
Und dann 4*2 (2-Tage-Woche)= 8 Arbeitstage

Kann das so hinkommen? Ach man immer wieder nur Ärger 🙁

Und schon das nächste Problem:
Habe eben mit meiner Arbeitskollegin geredet, weil sie meinen Chef fragen sollte ob ich denn noch bis zum 15. Janaur Geld bekomme. Er meinte wohl NEIN, weil ich ja nicht arbeite (aber nur weil er es nicht will). Aber in meinem Vertrag steht ja nun mal: ...eine monatliche Vergütung von 100€.....

Wäre schön, wenn mir nochmal jemand helfen könnte 😕🙁
 
Zuletzt bearbeitet:
Also wenn die Kündigung mit der "normalen" Post kam und nicht von KollegInnen eingeworfen wurde, dann hast Du sie nicht bekommen.
Eine Kündigung per normaler Post reicht leider nicht aus, da Dein Chef damit nicht sicherstellen, dass sie "Deinen Einflussbereich" erreicht hat! Also würde ich hier erst mal garnix sagen.

Und mit dem Rest solltest Du DRINGEND zu einem Anwalt (oder eben zur Gewerkschaft) gehen!

Drück Dir die Daumen!
LG
Gad
 
Also wenn die Kündigung mit der "normalen" Post kam und nicht von KollegInnen eingeworfen wurde, dann hast Du sie nicht bekommen.
Eine Kündigung per normaler Post reicht leider nicht aus, da Dein Chef damit nicht sicherstellen, dass sie "Deinen Einflussbereich" erreicht hat! Also würde ich hier erst mal garnix sagen.

Und mit dem Rest solltest Du DRINGEND zu einem Anwalt (oder eben zur Gewerkschaft) gehen!

Drück Dir die Daumen!
LG
Gad

Ok, dann habe ich sie nicht bekommen 🙂 Wenn ich morgen nochmal in der Praxis vorbeischaue um den Schlüssel abzugeben, dann werden sie mir höchstwahrscheinlich gleich eine neue Kündigung ausdrucken (und es mir auch nicht glauben, aber das ist ja deren Sache). Darauf muss dann aber der 16.12 stehen! Oh man das kann ja lustig werden. Aber im Prinzip schuld eigene, wenn er das mit "normaler" Post rauslässt. 😛
Also muss er mir dann den vollen Januar zahlen und meine paar Tage Urlaub?!
Zum Anwalt werde ich nicht gehen, dass kann ich mir als Schülerin/Auszubildende nicht leisten... Und ob die mir bei Verdi. helfen ist auch die Frage... Bin ja kein Gewerkschftsmitglied 😕


Habe soeben erfahren, dass ich für den Januar kein Geld bekomme, weil ich im Agust einmal ne Zahlung von 400€ bekommen hatte und danach immer für 100! Darf er das einfach machen? Wie der Idiot mir keinen Cent mehr geben will!!! Und die haben anscheinend was mit 7 Tagen Urlaub für dieses Jahr ausgerechnet. Ziemlich viel, aber ok 😛 Habe gleich gesagt bin krankgeschrieben
 
Zuletzt bearbeitet:
Und schon das nächste Problem:
Habe eben mit meiner Arbeitskollegin geredet, weil sie meinen Chef fragen sollte ob ich denn noch bis zum 15. Janaur Geld bekomme. Er meinte wohl NEIN, weil ich ja nicht arbeite (aber nur weil er es nicht will). (

Nach meiner Meinung hast du mit dieser Anfrage, deiner Kollegin und dem Chef, den Empfang der Kündigung bestätigt.
Wer nicht weiß,dass er gekündigt wurde,stellt diese Frage nicht.😉

Eigentümlich finde ich,dass du nur 100 Euro für die monatlich regulär geleisteten 32 (?) Arbeitsstunden erhalten hast.
Das ergibt einen Stundenlohn von 3,12 Euro.
Ziemlich wenig für eine Fachkraft.🙄

Außerdem in ich der Meinung,dass die Kündigungsfrist in deinem Fall
4 Wochen beträgt,dein Chef dir das Gehalt zu zahlen hat,da er
während dieser Frist auf deine Arbeit verzichtet,dich von der
Arbeit freistellt.


Hier findest du die Kündigungsfristen.
§ 622 BGB Kündigungsfristen bei Arbeitsverhältnissen

L.G.Karin
 
Ich denke auch, betriebsbedingt hin oder her, fristlos darf er Dich auf keinen Fall kündigen!

Und er muss Dich im vertraglichen Rahmen auch bis zum Ende des Vertrags bezahlen, ob er Dich für die Zeit noch arbeiten lässt, muss er selbst entscheiden. Wie ist es mit Resturlaub?
 

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