Um nochmal auf die Frage im Eingangspost zurückzukommen, warum Handwerksbetriebe nicht gut bezahlen: Ganz einfach, weil sie es nicht können. Es ist doch was Anderes, ob ich mir als Arbeitnehmer eine "Kleine Klitsche" suche, um meinen Job auszuüben, der nur im Umkreis von "100 km" Aufträge annehmen kann (das muss noch nichtmals ein Job als Handwerker sein, sondern es kann ja auch ein Angestellten-Verhältnis, z.B. Bürojob sein), oder ob ich mir ein mittleres oder sogar großes börsennotiertes Unternehmen suche, was deutschlandweit, europaweit oder gar weltweit agiert.... Denn nur dort kommen doch genügend oder große Aufträge rein, die letzten Endes auch so viel Gewinn einbringen, das davon u.A. Einnahmen für gute Gehälter übrig bleiben können.
Es ist ja halt auch so, dass die Leute jeute alle mit allem anspruchsvoller geworden sind.
Es ist ja nicht nur das "geringe Gehalt oder der geringe Lohn" was abschreckt sondern auch die so wichtige (Ironie on) "Work/Life-Balance", die Möglichkeit im HomeOffice zu arbeiten usw. So tickt unsere Gesellschaft von heute doch. Nach der Ausbildung muss es sofort der Beste Job sein....
Also wählt man nicht unbedingt mehr den "kleinen 5-Mannbetieb", wenn es nur irgendwie geht. Natürlich spielt jetzt hier auch noch die Inflation mit rein.
Aber meine Haltung ist nach wie vor: Ein Handwerk lernen ggf. sogar in einer "Kleinen Klitche", besser natürlich bei einem Mittelständler oder höher - dann aber in Industrie zu einem großen Unternehmen wechseln (oder halt bleiben) ist sicher nicht das Verkehrteste (ggf. sich dafür Weiterbilden, wenn nötig) - aber dauerhaft in solchen kleinen Betrieben sein ganzes Berufsleben bleiben - schwierig, wenn man sich heutzutage "etwas aufbauen" will.