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Insekten Phobie

Cosy89

Mitglied
Hallo! Vielleicht kann mir jemand helfen....Ich bin 31 & leide eigentlich schon seitdem ich ein Kind bin an panischer Insektenphobie. Richtig schlimm ist es eigentlich erst so die letzten 7-8 Jahre geworden.

Ich schreib auch aus aktuellen Anlass 😒 bin heut echt ziemlich fertig, hab 1 Std geschlafen davon auch noch einen Alptraum gehabt und die Nacht geweint. Mir ist gestern ne ziemlich große, grüne Heuschrecke auf meine Decke gesprungen. Ich hab die ganze Wohnung zusammen geschrien hab die Wohnzimmertür einfach nur zugeschmissen das des Vieh net raus kann und hab die ganze Nacht Licht und alles brennen lassen. Ich kann einfach nicht mehr in diesen Raum gehen 😖 ich weiß es,mag sich für die meisten lächerlich, kindisch & übertrieben anhören aber ich war bzw bin fix & fertig wegen diesem Mistvieh. Ich hasse einfach Insekten!!!

Ich hab dann am ganzen Körper gänsehaut, mich juckt es überall, bin panisch schreckhaft, hab einen Hohen puls, mich ekelts einfach extrem.
Falls es jemand wissen will: die meiste Angst hab ich vor allem was fliegen und hüpfen kann (außer kleine Fliegen die sind ok) Spinnen gehen auch mehr oder weniger wahrscheinlich weil sie nicht fliegen können (Gott sei dank)
Also die größten Alpträume von mir sind:
-Heuschrecken/Heupferde
-Fliegende Käfer
-Libellen
-Motten/Schmetterlinge
-Wespen usw

Ich würde mich schon für eine Therapie oder Hypnose interessieren jedoch befürchte ich das ich die Kosten selbst tragen müsste.
Hat evtl jemand Erfahrung?
Liebe Grüße
 

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Polarfuchs

Mitglied
Ist eine ganz normale Angsterkrankung, welche du von der Krankenkasse bezahlt bekommen wirst. Du leidest ja drunter. Halte aber nicht viel von Hypnose. Eine Verhaltenstherapie mit Konfrontationsübungen halte ich für das beste Mittel. Angst wird man nicht los indem man immer wieder von den Ursachen flieht, sondern sich ihnen stellt
 

Yang

Aktives Mitglied
Ich kann die Angst vor Insekten vollkommen verstehen.
Mir geht es ja so ähnlich, jedoch nicht so extrem.
Würde es dir denn schon helfen Insektengitter an die Fenster zu montieren?
Es gibt auch solche Insektenvorhänge die man sich um das Bett hängen kann, so wie man sie aus den Tropenländern kennt. Es würde dir eine gewisse Sicherheit vermitteln.
Eine Verhaltenstherapie würde ich dazu ebenfalls anraten.
 

Cosy89

Mitglied
Fliegengitter haben wir überall mein Mann hat mich quasi so kennengelernt 🙈 kann mir nicht erklären wie der reinkam wahrscheinlich über die balkontür (wohnen patere) als wir rauchen waren 🤔
 

Daoga

Sehr aktives Mitglied
Ich bin Dein genaues Gegenteil, ich liebe Insekten. Die großen grünen Heupferde sind lustig, weil sie anders als die Wiesenheuschrecken - mit denen sie nicht unmittelbar verwandt sind, sie sind eine Parallelentwicklung und enger mit Grillen und Heimchen verwandt - über ihre langen Fühler mehr "Mimik" besitzen, ich frage mich immer, wieviele Sender die mit ihren Endlos-Antennen empfangen können. :ROFLMAO:
Bitte mach dringend eine Therapie, damit Du auch mal die Schönheit der Insektenwelt mit offenen Augen genießen kannst. Z. B. Goldwespen - winzig und wunderschön, als hätte Faberge (der Typ mit den Ostereiern des Zaren) winzige Insekten aus Gold und buntem Email erschaffen. Schmetterlinge in allen Größen und Farben, samt der Raupen dazu. Käfer natürlich. Wespen aller Art, es gibt im Moment so viele davon. Lustige Schwebfliegen (krabbeln nicht ordinär wie eine Schmeißfliege, sondern trippeln ganz vornehm wie adlige Frolleins.) Der bedrohlich aussehende Wollschweber, der aussieht als hätte ihn ein Kind aus einem Wattebausch, Plastikflügelchen und dünnen Drähten für Stachel und Beinchen gebastelt, der aber nur Blütennektar trinkt. Und, und, und.
So viel zu beobachten und erleben im sommerlichen Blütenmeer ... :love:

Such Dir am besten jemand, der ein Insektenliebhaber ist wie ich, der Dich mal in die Welt der Krabbeltiere wirklich einführt. Angst entsteht nur aus Unwissenheit. Wer sich sogar traut, Wespen und Spinnen auf seiner Hand krabbeln zu lassen, der fürchtet sich nie wieder davor. Gesunder Respekt ja, vor Tieren die stechen oder beißen könnten, aber keine Angst, wenn man weiß wie man sie richtig handhabt.
 

Eva

Aktives Mitglied
Angst entsteht nur aus Unwissenheit.
So sehe ich das auch. Eine Phobie hatte ich zwar nicht, aber schon eine gewisse Angst vor Bienen und Wespen. Letztes Jahr hatten wir besonders viele (habe auch Fliegengitter). Habe erst nach meinem "Erlebnis" erfahren, dass wir 6 Wespennester auf dem Dachboden hatten.

Sie schwirrten immer wie irre am Fliegengitter, und suchten einen Weg rein. Aber ich fühlte mich sicher.
Eines Tages kochte ich kurz in meiner kleinen Kochküche, und ging dann ins Wohnzimmer zum Essen. Die Küchentür schloss ich, weil ich den Essengeruch nicht in der Wohnung mag. Als ich meinen Teller in die Küche brachte, war dort eine Wespe. Ich bekam leichte Panik. Wie ist sie rein gekommen? Ich blieb in der Küche, und starrte aus dem Fenster. Plötzlich drängelte sich eine Wespe durch die Wasserablaufritze! Ich holte schnell Klebeband, und verschloss die beiden Ritzen damit. Puh, Gefahr gebannt.

Ich ging wieder ins Wohnzimmer, um ca. 1/2 Std. später wieder in die Küche zu gehen. Dort waren dann 3 Wespen!!! Ich fühlte mich wie im Horrorfilm. Die letzte Möglichkeit war nun nur noch die kleinen Schlitze, wo das Rolloband her läuft. Auch das habe ich dann verklebt. Und zwar in der ganzen Wohnung.

Die ersten Tage danach hatte ich Panik, und sah ständig Wespen in der Wohnung, wo gar keine waren. Langsam wurde es besser, und ich fühlte mich in der Wohnung wieder sicherer. Später erfuhr ich dann von den 6 Wespennestern.

Erst im Winter habe ich mich über das Internet über Bienen und Wespen informiert. Das sie z.B. sehr neugierig sind, und deswegen zu Menschen fliegen, nicht, weil sie stechen wollen.

Diesen Sommer habe ich zwar immer noch Respekt vor ihnen, aber keine Panik mehr. Konnte sogar auf meinem kleinen Balkon sitzen bleiben, auch wenn da 1 oder 2 Wespen rum flogen (früher bin ich da immer geflüchtet).
 

Daoga

Sehr aktives Mitglied
Da die Blumen allmählich verblühen und sich die Wespennester jetzt auflösen, sind die Arbeiterinnen arbeitslos (werden nicht mehr durch die Pheromone der Königin als Stock zusammengehalten) und gehen daher überall auf Nahrungssuche für sich selber, und das heißt: Süßes.
Das sie in der Stadt hauptsächlich wo finden? In Mülltonnen. Reste von Eis, Energydrinks etc., an jedem warmen Tag schwirren zur Zeit die städtischen Mülltonnen von Bienen und Wespen auf der Jagd nach Futter.
Ich will nicht wissen, woraus zur Zeit der Stadthonig entsteht ... vermutlich überwiegend recycelte Reste von Industriezucker. :coffee:
Und wenn man selber "süß" ist, weil man Süßes gegessen hat und sich noch nicht die Hände waschen konnte, dann kann es passieren, daß man von einer Wespe auf Eßbarkeit abgesucht wird. Wenn man sie nicht verscheucht, landet sie - und schleckt einen ab. Das kitzelt! :eek: :ROFLMAO:
Angst braucht man da nicht haben, sie will fressen und nicht stechen. Solange man keine heftigen Bewegungen macht und sie nicht anpustet - das Kohlendioxid im Atem ist ein Alarmsignal für Stacheltiere, da fühlen sie sich bedroht.
 

Daoga

Sehr aktives Mitglied
Die einfachste Methode, eine am Fenster "gefangene" Wespe einzufangen: Taschentuch zweimal falten und das Tier dann damit packen, dann einfach rauswerfen. Diese Methode ist noch einfacher als die bekannte mit dem Glas und dem Stück Karton.
Durch ein zweifach gefaltetes Papiertaschentuch können sie nicht durchstechen, dafür ist ihr Stachel nicht lang genug, und dank ihres harten Panzers macht es ihnen nichts aus, auf diese Weise gepackt zu werden. (Für Fliegen und andere zartere Tiere ist diese Methode ungeeignet.) Sie rächt sich übrigens nicht für dieses harte Anpacken, anders als man in Zeichentrickfilmen immer sieht, wo Wespen nichts anderes tun wollen als angreifen und stechen. Echte Wespen kennen keine "Rache", die ist heilfroh, wenn sie noch heil ist und davonschwirren kann.
 

Sil the evil Bitch

Aktives Mitglied
Also ich weiß einiges über Wespen und trd. würde ich panisch die Flucht ergreifen wenn so ein Ding sich verirrt.

Ängste sind nicht rational, man kann sie dementsprechend eben nicht so ei Fach wegerklären.
Sonst wären Leute mit Sozialphobie, Bindungangst, Versagensangst usw nach einem 10 Minütigen Aufklärungsgespräch geheilt.
 

Daoga

Sehr aktives Mitglied
Kleine Kinder kennen noch keine Ängste vor Tieren, die würden bedenkenlos mit Spinnen, Wespen, Skorpionen und Schlangen spielen, wenn man sie ließe. Die Angst vor solchen Tieren ist rein anerzogen. Und alles was rein anerzogen ist, läßt sich auch wieder abgewöhnen. Dauert nur viel länger. Die Mütter die beim Anblick eines harmlosen Krabblers gleich in Panik ausbrechen, ahnen gar nicht, was sie damit ihren zuschauenden Kindern antun, sie stecken sie mit ihrer irrationalen Angst an.
 

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