Hallo ihr Lieben,
vorerst einmal: Ich bin 20 Jahre alt, habe dieses Jahr Abitur gemacht und bin nun als Au Pair in Australien.
Vorher bin ich mit meinem Freund und zwei anderen in anderen Ländern gereist.
Eigentlich sollte ich mich freuen, nun hier in Australien zu sein, aber ich kann es irgendwie nicht. Schon seit ich ein kleines Kind war, war mein Leben dauerhaft kompliziert und es gab Probleme. Meine Eltern haben sich getrennt, zu meiner Mutter hatte ich lange keinen Kontakt, irgendwann hatte ich eine Angststörung, weil ich mit 11 Jahren einen Horrorfilm gesehen hatte, danach folgten Depressionen. Als ich 15-16 war, war ich magersüchtig. Seit ich 12 bin, bin ich mir bewusst, dass ich eigentlich eine Therapie bräuchte und ich habe auch vor verschiedenen Therapeuten gesessen, doch entweder ich wurde abgelehnt, weil schon einer meiner Familienmitglieder vorher dort in Behandlung war oder die Art der Therapie hat mir nicht gefallen( eine Therapeuten saß nur vor mir und hat nichts gesagt). Trotz all der Probleme hatte ich immer sehr gute Noten, habe Sport getrieben und Freunde gehabt. Einige Menschen haben mich verlassen, weil ich ihnen zu 'anstrengend' wurde, aber ich war nie allein. In einigen Zeiten, besonders wenn ich sehr beschäftigt war, habe ich mich gut gefühlt und dachte, dass es bergauf geht, doch es kommt immer wieder irgendein Problem in mein Leben, dass dann alles kaputt macht. Letztes Jahr wurde bei meinem Vater eine Krankheit diagnostiziert zb. Mein Vater ist sehr labil und hat in den letzten Jahren selbst viel durchgemacht. Man kann sagen, dass meine Eltern für mich eher wie Kinder sind, um die ich mich kümmern muss, statt umgekehrt. Dafür habe ich sehr liebe Großeltern, bei denen ich immer willkommen bin !
Um alldem zu entkommen, habe ich begonnen für die Zeit nach dem Abi, eine Weltreise zu planen. Das Organisieren hat mir sehr viel Spaß gemacht und ich konnte mich gut ablenken. Auch habe ich sehr viel Motivation und Mühe in meine Hobbies gesteckt. Die Arbeit hat mir immer gut getan und die negativen Gedanken schienen von der Arbeit einfach verdrängt zu werden.
Als es dann losging, habe ich mich wieder sehr gefreut, alles war aufregend, aber ich hatte von Anfang an Heimweh und Zweifel. Ich hab mich schlecht gefühlt, dass ich die so eine Reise mache und hatte das Gefühl, ich habe das nicht verdient. Was hab ich schon dafür geleistet? Nicht genug. Da mein Freund bei mir war, bemühte ich mich aber, es zu genießen und nicht so viel nachzudenken und es hat auch oft geklappt, aber die Traurigkeit war trotzdem immer irgendwie da.
Nachdem ich meinem freund dann Good-Bye gesagt habe und alleine weiter nach Australien geflogen bin, hatte ich die nächsten Tage erstmal einen richtigen Einbruch. Ich hab nur noch geweint und wollte noch Hause.Natürlich bin ich geblieben und es ist auch besser geworden. ich verstehe mich gut mit der Familie, obwohl die merken, dass ich nicht immer ganz so gut drauf bin. Leider bin ich hier nicht so beschäftigt und schaffe es nicht, mich genug abzulenken. ich grübel darüber nach, was mein Freund macht, wann ich zurückfliegen soll und ob das die richtige Entscheidung war, hierher zukommen. Ich habe kein richtiges Ziel und weiß auch nicht, was ich nach der Zeit hier machen soll. Ich könnte praktisch fast alles studieren, aber ich kann keine Entscheidung treffen. Für das, was mir am Herzen liegt, tu ich außerdem zu wenig. ich habe die Motivation verloren, irgendwas anzufangen und wenn ich es doch anfange, bringe ich es meist nicht zu ende. In der Schule war ich hingegen immer höchstmotiviert und hab alles gemacht, wie ich es sollte. Manchmal denke ich, ich sollte diese innere Traurigkeit erst loswerden und eine Therapie machen, bevor ich mich um ein zukünftiges Studium kümmere. Denn so, kann ich kaum eine Entscheidung treffen und weiß auch eigentlich gar nicht, was ich will. Innerlich bin ich verwirrt und habe Angst vor allem. Ich weiß gar nicht mehr, was ich will und was mir Spaß macht. Hinzu kommt das Heimweh. Ich vermisse den deutschen Winter und das Klima hier sagt mir gar nicht zu. Ich weiß nicht, warum ich hergekommen bin und was es mir bringt. Ich weiß nicht, ob ich bleibe aus Liebe zu der Familie oder um etwas mal was zu ende gebracht zu haben.
Deswegen hier nun meine Frage: Würdet ihr an meiner Stelle schon nach 2 Monaten Aupairaufenthalt ( insgesamt 5 Monate Ausland) nachhause fliegen und dort eine Therapie anfangen?
Würdet ihr noch die letzten 3 Monate hier bleiben und euch zusammenreißen und probieren, Spaß zu haben?
Bin gerade etwas verzweifelt und weiß nicht wirklich, was das beste für mich ist.
Ein danke schon einmal im Voraus ! 🙂
Fragen beantworte ich gerne 😉
vorerst einmal: Ich bin 20 Jahre alt, habe dieses Jahr Abitur gemacht und bin nun als Au Pair in Australien.
Vorher bin ich mit meinem Freund und zwei anderen in anderen Ländern gereist.
Eigentlich sollte ich mich freuen, nun hier in Australien zu sein, aber ich kann es irgendwie nicht. Schon seit ich ein kleines Kind war, war mein Leben dauerhaft kompliziert und es gab Probleme. Meine Eltern haben sich getrennt, zu meiner Mutter hatte ich lange keinen Kontakt, irgendwann hatte ich eine Angststörung, weil ich mit 11 Jahren einen Horrorfilm gesehen hatte, danach folgten Depressionen. Als ich 15-16 war, war ich magersüchtig. Seit ich 12 bin, bin ich mir bewusst, dass ich eigentlich eine Therapie bräuchte und ich habe auch vor verschiedenen Therapeuten gesessen, doch entweder ich wurde abgelehnt, weil schon einer meiner Familienmitglieder vorher dort in Behandlung war oder die Art der Therapie hat mir nicht gefallen( eine Therapeuten saß nur vor mir und hat nichts gesagt). Trotz all der Probleme hatte ich immer sehr gute Noten, habe Sport getrieben und Freunde gehabt. Einige Menschen haben mich verlassen, weil ich ihnen zu 'anstrengend' wurde, aber ich war nie allein. In einigen Zeiten, besonders wenn ich sehr beschäftigt war, habe ich mich gut gefühlt und dachte, dass es bergauf geht, doch es kommt immer wieder irgendein Problem in mein Leben, dass dann alles kaputt macht. Letztes Jahr wurde bei meinem Vater eine Krankheit diagnostiziert zb. Mein Vater ist sehr labil und hat in den letzten Jahren selbst viel durchgemacht. Man kann sagen, dass meine Eltern für mich eher wie Kinder sind, um die ich mich kümmern muss, statt umgekehrt. Dafür habe ich sehr liebe Großeltern, bei denen ich immer willkommen bin !
Um alldem zu entkommen, habe ich begonnen für die Zeit nach dem Abi, eine Weltreise zu planen. Das Organisieren hat mir sehr viel Spaß gemacht und ich konnte mich gut ablenken. Auch habe ich sehr viel Motivation und Mühe in meine Hobbies gesteckt. Die Arbeit hat mir immer gut getan und die negativen Gedanken schienen von der Arbeit einfach verdrängt zu werden.
Als es dann losging, habe ich mich wieder sehr gefreut, alles war aufregend, aber ich hatte von Anfang an Heimweh und Zweifel. Ich hab mich schlecht gefühlt, dass ich die so eine Reise mache und hatte das Gefühl, ich habe das nicht verdient. Was hab ich schon dafür geleistet? Nicht genug. Da mein Freund bei mir war, bemühte ich mich aber, es zu genießen und nicht so viel nachzudenken und es hat auch oft geklappt, aber die Traurigkeit war trotzdem immer irgendwie da.
Nachdem ich meinem freund dann Good-Bye gesagt habe und alleine weiter nach Australien geflogen bin, hatte ich die nächsten Tage erstmal einen richtigen Einbruch. Ich hab nur noch geweint und wollte noch Hause.Natürlich bin ich geblieben und es ist auch besser geworden. ich verstehe mich gut mit der Familie, obwohl die merken, dass ich nicht immer ganz so gut drauf bin. Leider bin ich hier nicht so beschäftigt und schaffe es nicht, mich genug abzulenken. ich grübel darüber nach, was mein Freund macht, wann ich zurückfliegen soll und ob das die richtige Entscheidung war, hierher zukommen. Ich habe kein richtiges Ziel und weiß auch nicht, was ich nach der Zeit hier machen soll. Ich könnte praktisch fast alles studieren, aber ich kann keine Entscheidung treffen. Für das, was mir am Herzen liegt, tu ich außerdem zu wenig. ich habe die Motivation verloren, irgendwas anzufangen und wenn ich es doch anfange, bringe ich es meist nicht zu ende. In der Schule war ich hingegen immer höchstmotiviert und hab alles gemacht, wie ich es sollte. Manchmal denke ich, ich sollte diese innere Traurigkeit erst loswerden und eine Therapie machen, bevor ich mich um ein zukünftiges Studium kümmere. Denn so, kann ich kaum eine Entscheidung treffen und weiß auch eigentlich gar nicht, was ich will. Innerlich bin ich verwirrt und habe Angst vor allem. Ich weiß gar nicht mehr, was ich will und was mir Spaß macht. Hinzu kommt das Heimweh. Ich vermisse den deutschen Winter und das Klima hier sagt mir gar nicht zu. Ich weiß nicht, warum ich hergekommen bin und was es mir bringt. Ich weiß nicht, ob ich bleibe aus Liebe zu der Familie oder um etwas mal was zu ende gebracht zu haben.
Deswegen hier nun meine Frage: Würdet ihr an meiner Stelle schon nach 2 Monaten Aupairaufenthalt ( insgesamt 5 Monate Ausland) nachhause fliegen und dort eine Therapie anfangen?
Würdet ihr noch die letzten 3 Monate hier bleiben und euch zusammenreißen und probieren, Spaß zu haben?
Bin gerade etwas verzweifelt und weiß nicht wirklich, was das beste für mich ist.
Ein danke schon einmal im Voraus ! 🙂
Fragen beantworte ich gerne 😉