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In der Trauer hat man keine Freunde mehr!

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Trauer ist doch was ganz Individuelles. Ich zB möchte dezidiert nicht danach gefragt werden, wie es mir damit geht.
Und wenn ich mich einsam fühle und Lust darauf habe, jemanden zu treffen bzw mit jemandem etwas zu unternehmen, dann frag ich denjenigen.
Ich interpretiere weder in ein "Nichtstun" von anderen etwas hinein (das kann beim anderen ja auch einfach Unsicherheit sein, warum sollte es gleich Desinteresse sein?) noch warte ich darauf dass es jemandem gelingt meine Gedanken zu lesen.
Es fängt bei mir ja schon damit an, dass im Allgemeinen erst gar nicht gefragt wird, wie es mir geht.

Natürlich ist auch alles im Leben individuell. Der Thread hat nur so gut zu dem gepasst, wie ich es erlebt habe und empfinde.
 
hallo zusammen!

dass sich menschen/kontakte aus der kommunikation zurückziehen habe ich selbst erfahren dürfen. viele können leider mit tabuthemen wie tod, sterben, pflege, burnout usw. nicht angemessen umgehen, weil ihnen dazu wohl die ressourcen fehlen und es sie selbst überfordert. leider eine sehr schmerzliche erfahrung, wenn niemand mehr übrig bleibt und keiner frägt, wie es einem geht. habe das erlebt im rahmen der beerdigung meiner oma, nach der pflege meiner angehörigen und als es dann auch mich selbst gesundheitlich betroffen hat.

auch die versorgungs- und gesprächsangebote, um sich live, persönlich und vor ort über schwierige themen zu unterhalten sind zumindest im ländlicheren raum nicht vorhanden.
 
auch die versorgungs- und gesprächsangebote, um sich live, persönlich und vor ort über schwierige themen zu unterhalten sind zumindest im ländlicheren raum nicht vorhanden.
Man braucht dafür nicht unbedingt staatliche Angebote. Ich zB unterhalte mich über solche Themen mit Kollegen. Da gibt es viele, die in ähnlichem Alter in ähnlichen Situationen sind, egal um welche Lebensthemen es sich handelt.
Und in Internetforen wie zB diesem hier kann man sich auch darüber unterhalten. Da kann man dann auch sicher sein, dass sich in solchen Threads nur Leute aufhalten, die ein wirkliches Interesse an so einem Austausch haben.
 
hallo zusammen!

dass sich menschen/kontakte aus der kommunikation zurückziehen habe ich selbst erfahren dürfen. viele können leider mit tabuthemen wie tod, sterben, pflege, burnout usw. nicht angemessen umgehen, weil ihnen dazu wohl die ressourcen fehlen und es sie selbst überfordert. leider eine sehr schmerzliche erfahrung, wenn niemand mehr übrig bleibt und keiner frägt, wie es einem geht. habe das erlebt im rahmen der beerdigung meiner oma, nach der pflege meiner angehörigen und als es dann auch mich selbst gesundheitlich betroffen hat.

auch die versorgungs- und gesprächsangebote, um sich live, persönlich und vor ort über schwierige themen zu unterhalten sind zumindest im ländlicheren raum nicht vorhanden.
Es tut mir auch für dich sehr leid, dass du das erfahren musstest.

Ich verstehe auch nicht, warum die Leute dann bei der Beerdigung überhaupt sagen, dass man sich immer melden kann, wenn etwas ist. Im Zustand der Trauer kann ich mich nicht melden. Da bräuchte ich es, dass sich der andere aktiv meldet.

Aber im Grunde weiß ich jetzt, dass diese Leute sich auch unter normalen Umständen nicht melden. Sie tun so, als ob man sie immer anrufen könnte oder als ob sie sich melden würden, aber es kommt nichts. Und dann kommt Trauer noch die Isolation dazu.
 
Es tut mir auch für dich sehr leid, dass du das erfahren musstest.

Ich verstehe auch nicht, warum die Leute dann bei der Beerdigung überhaupt sagen, dass man sich immer melden kann, wenn etwas ist. Im Zustand der Trauer kann ich mich nicht melden. Da bräuchte ich es, dass sich der andere aktiv meldet.

Aber im Grunde weiß ich jetzt, dass diese Leute sich auch unter normalen Umständen nicht melden. Sie tun so, als ob man sie immer anrufen könnte oder als ob sie sich melden würden, aber es kommt nichts. Und dann kommt Trauer noch die Isolation dazu.
Ja, warum sagen sie es. Ich habe mal versucht, für jemanden in Trauer örtliche Unterstützung zu organisieren, aber da bekam ich total viel Gegenwind. I versteh's tatsächlich auch nicht.
 
aha?! also hier gibts nen hospizverein. hatte mal telefonisch kontakt und das gespräch war atmosphärisch wie mit nem scharfrichter. mir gings im grunde nur darum, ob ich mit meinem thema mal zur gruppe dazukommen kann und zum kennenlernen. also von herzlich willkommen usw. hab ich da nichts gespürt.

bei der beerdigung hatte ich ein gespräch mit einer frau von der kirche und man hat mir bestätigt, dass in der gesellschaft keine kompetenzen mehr vorhanden wären mit solchen themen angemessen umzugehen. und der mann vom bestatter hat mir auch bestätigt, dass es inzwischen immer mehr beerdigungen gibt, bei denen noch max 1-2 menschen am grab stehen und sonst keiner mehr ...

diese ganzen ereignisse, die bei mir waren , haben vor allem den kontakten meiner angehörigen die masken runtergezogen.
 
Liebe Dauni,
Trauer ist sehr individuell. Die einen müssen darüber reden, die anderen möchten es lieber mit sich selber ausmachen.
Wenn du darüber reden musst, wäre vielleicht eine Trauergruppe oder u.U. ein professioneller Trauerbegleiter was für dich.
Ich kann und möchte derzeit nicht über den Verlust meines Mannes, meines Vaters und meines grossen Hundes reden. Alles innerhalb von 1,5 Wochen. Mir haben wirklich viele, liebe Menschen angeboten, dass ich jederzeit zum Reden vorbei kommen könnte. Ich wüsste aber ehrlich gesagt nicht worüber. Aber so bin ich. Wichtiger sind mir derzeit Freunde und Bekannte, die mich tatkräftig dabei unterstützen, alle anfallenden Arbeiten zu erledigen.
 
ja, wenn man noch jemand hat zum reden, dann ist das ein geschenk. arg wirds, wenn man nur noch menschen hat, die für geld zuhören. meine welt empfinde ich aktuell als einzige isolation.
 
Liebe Dauni,
Trauer ist sehr individuell. Die einen müssen darüber reden, die anderen möchten es lieber mit sich selber ausmachen.
Wenn du darüber reden musst, wäre vielleicht eine Trauergruppe oder u.U. ein professioneller Trauerbegleiter was für dich.
Ich kann und möchte derzeit nicht über den Verlust meines Mannes, meines Vaters und meines grossen Hundes reden. Alles innerhalb von 1,5 Wochen. Mir haben wirklich viele, liebe Menschen angeboten, dass ich jederzeit zum Reden vorbei kommen könnte. Ich wüsste aber ehrlich gesagt nicht worüber. Aber so bin ich. Wichtiger sind mir derzeit Freunde und Bekannte, die mich tatkräftig dabei unterstützen, alle anfallenden Arbeiten zu erledigen.
Hab ich das jetzt richtig nachgeschaut? Ich glaub, aktuell geht es garnicht um dauni. Ich glaub, @Lala8471 hat das Thema raus gesucht, oder so.
 
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