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Immer und immer wieder Gewalt-Haßliebe?

  • Starter*in Starter*in Struwelliesche
  • Datum Start Datum Start
Hallo Ihr Lieben
Ich war gestern seit langem zum erstenmal auf Rosenmontag.Es tat so gut.Er war auch da und meinte spät Abends wie blöd ich sei weil ich ihn verlassen habe.Und das er endlich eine "Frau" kennengelernt habe.Wißt Ihr was ich getan habe?Ich stand auf gab ihm ein Kuß auf die Wange und sagte er solle glücklich werden.Ich ging einfach so.....Glaubt mir ich weiß bis jetzt noch nicht woher ich die Stärke nahm.Er ging irgendwann besoffen heim und ehrlich gesagt hab ich mir Sorgen gemacht.Warum auch immer.Es hätte mir einfach nur egal sein müssen.Aber ich sollte nicht so viel von mir verlangen.Was ich fünf Jahre verkehrt gelebt habe kann man nicht von heute auf morgen ändern.Ich hab doch schon ein Anfang gemacht.Ich sollte stolz sein.Auf mich ;-) Ich hab den ganzen Abend über nur getanzt und zum erstenmal seit langem ging es mir richtig gut.Tja jetzt ist die Fastnacht rum und ich habe Angst wieder in ein tiefes Loch zu fallen..
Ich hab ja aber Euch und Ihr holt mich mit Eurer ehrlichen Antwort immer wieder raus...
LG Struwelliesche
Muß Arbeiten,das mit einem Kater,grins
 
hi Struwelliesche,

erst mal schön von Dir zu hören.

Deine Antworten finde ich auch sehr ehrlich und freue mich immer darüber.

Na ja, ein Kuß hätt es jetzt nicht sein müssen...kommt zu nett rüber. Eher was martialischeres...😀 😀 😀

Alice
 
Ach ja, irgendwie hab ich keine Lust mehr und keine Kraft mich fertigzumachen weil ich irgendetwas gemacht habe, was ich nicht hätte tun dürfen.Ich habs aber gemacht.

Ich hab meinen Ex angerufen wegen der Unterhaltszahlung war aber unnötig, hätte sich eh geklärt. Dann habe ich noch mal am nächsten Tag angerufen um über die Besuche beim Kind zu sprechen. War auch unnötig, da er es bis jetzt nicht besucht und dies wahrscheinlich auch in Zukunft nicht gebacken kriegt Vater zu sein. Sonst hätte er sich anders verhalten.....Ich versuche wegen des Kindes irgendwie mit ihm zu kommunizieren.Und das ist ein Fehler. Ok, ich rufe jetzt nimmer an, das ist net das Thema, aber ich mache mir noch umbegründete Hoffnung, dass er sich doch um seinen Sohn kümmern wird. Wenn er sich gekümmert hat, dann auch sehr liebevoll. Wenn...
Aber es ist fast unmöglich. Grundsätzlich sind wir uns einig, dass wir beide einen Fehler gemacht haben, zu schnell geheiratet, immer weiter die aussichtslose Beziehung fortgeführt...Ich hab gesagt, dass ich mir Vorwürfe mache, dass wir es haben so weit kommen lassen. Er sagte, er macht sich auch Vorwürfe, wir hätten uns eher trennen müssen. Also irgendwie gibts da einen klitzekleinen Lichtblick. Aber ist es das wert?

Ich will nicht mehr mit ihm, er nicht mehr mit mir, es geht eher darum ob wir überhaupt noch reden sollen oder total den Kontakt abbrechen weil in allen anderen Punkten gehen mir bei seinen Äußerungen die Haaren hoch.. und frag mich wie ich den Typ ausgehalten hab.. ich muß echt komplett irre sein. Eine normale Frau hätt das keinen Tag ertragen.. und dann noch Mutter werden mit dem als Vater...Aber ich war bis zuletzt überzeugt, wir können es schaffen...:mad: Ich kann alles ertragen,:mad: das ist mein Lebensmotto.
Da liegt der Hund begraben. ich denke, ich kan alles schaffen, alles ertragen wie widrig die Umstände auch sind, ich schaff es . Masochismus hoch 10. Warum ruf ich ihn an und hör mir sein Geplapper an..? Das bringt doch nix, hat nie was gebarcht.. Aber leider hab ich erst am Montag e das Erstgespräch bei der Therapeutin. Ich gehe davon aus, das in der Therapie einig Sachen geklärt werden können.

Auch dnek ich, dass mein EX von selber nur losen , spärliche Kontakt zu seinem Sohn suchen wird. Wie soll ich mich verhalten? Den Kontakt abbrechen bis er größer ist, oder ihn kommen lassen wenn er ihn sehen will?? Ich weiß es echt nicht...

Alice
 
Hallo Alice,

ne klare Antwort auf deine Frage: erstmal Kontakt grundlegend abbrechen.....so zur Entwöhnung..denn der Mensch ist nunmal ein Gewohnheitstier und hält oft auch an schlechten Gewohnheiten gegen jede Vernunft erstmal fest.
So solltest du die Sache sehen..und ne Entwöhnungsphase einleiten...wenn man erstmal genügend Abstand hat kann man ja weiterschauen.
In der Macht der Gewohnheit liegt auch die Antwort auf deine Frage warum du ihn wieder angerufen hast..ich denke dir fehlt es an anderen Quasselpartnern! Dringender Rat: bau dir nen Freundeskreis auf..ohne alternative Sozialkontakte kann man eh keine normale Beziehung führen ist meine These...man bleibt für einen Partner eh wesentlich attraktiver, wenn es auch andere gibt die einen gerne haben und sozusagen immer ein bißken Konkurrenz im Spiel ist und außerdem: es ist wesentlich weniger langweilig genügen Abwechslung zu haben..auch Freundinnen zum Klönen zu haben, oder Freunde zum JOggen, Sport etc.....auch die können einem in Krisensituationen wenn nötig mal den Kopf waschen..oder einen auffangen etc.

Wichtig in der Entwöhnungszeit ist für people mit großen Verlustängsten, die es also schwer ertragen können genügend andere Sozialkontakte zu pflegen oder neu aufzubauen...damit man nicht aus lauter Langeweile oder Einsamkeit wieder auf den EX zurückgreift. Gut ist es sich in dieser Phase psychologisch betreuen zu lassen damit man mal sein Inneres ein wenig analysiert....und ein paar Tipps kriegt wie man seinen inneren Schweinehund ein wenig an die Kette legen kann.
Geh innen Verein, mach was anderes, such dir ne neue Wohnung, beschäftige dich ausreichend..dann erledigen sich Anrufe mit dem Ex von alleine.

Sag dir immer wieder, dass du es schaffen kannst...es ist an sich leichter als man denkt..wenn man sich nur mal was zutraut und v.a. auch genügend rational und konsequent bleibt.

In diesem Sinne weiterhin viel Erfolg!
LG
Tyra
 
Hi Stuwelliesche,

keine Angst vor schwarzen Löchern...so tief sind die an sich nicht..hier hilft an sich wie bereits im Vorbeitrag geschrieben ne Beschäftigungstherapie um sanfter zu fallen..falls man mal wieder down ist.

An sich kann ich aber diese Angst vor Alleinsein selber nicht kapieren....ich finde solche Zeiten nicht schlimm sondern absolut wichtig und begrüßenswert....da ich mir irgendwo selber immer genug war, immer genügend unabhängig...es auch heute in einer Partnerschaft auch mal genieße nur Zeit für mich alleine zu haben..es gibt stets soooooviel zu entdecken und zu tun...derzeit nimmt mein Sportprogramm mich voll in Anspruch...am WE war ich bei meiner Schwester zum Karneval-Feiern mit meiner kleinen Nichte.

Mein Rat: organisier deinen Alltag mach mal "Programm für dich" nutze die Zeit des Alleinseins um an dir zu arbeiten..es wird Zeit mal Kampfsport oder so zu machen um dein Selbstbewusstsein und Abgrenzungsvermögen zu trainieren..zudem ist es nie falsch seinen Hintern mal unter die Leute zu bringen und auch mal Sport zu machen...das macht den Kopf wunderbar klar. Power dich mal beim Joggen oder so aus...das bringt auch Glückshormone in den Kopf und viel Kraft und mehr Durchhaltevermögen.
Felicitas hat es an sich richtig gemacht indem sie sich die Trauer für einen schlechten Kerl verboten hat...die richtige Härte gegen sich zur rechten Zeit kann einem viel Unsinn im Leben ersparen 😀 😀

Liebe Grüße
Tyra
 
tja, liebe Tyra,

Härte gegen mich selbst hätte mir die ganze Horrorepisode mit diesem Kerl erspart. Dann hätte ich von Anfang an nicht tausend faule Kompromisse geschlossen und Himmel und Hölle in Bewegung gesetzt um mit ihm zusammen sein zu können.

Härte gegen mich selbst und ein bisschen Vernunft hätte mir alles Leid erspart. Nun ist mein Leben hart, denn ich muß mit den Kosequenzen leben ebenso meine Kinder. Diese Last wiegt ganz schön schwer.

alice😱
 
Hi Alice,

aber du hast ja die Trennung nun geschafft, oder?...du solltest nicht zu hart gegen dich selber sein! Du hast ja noch genügend Möglichkeit wieder was ggü deinen Kids gutzumachen.
Meine Mutter hatte die nicht..sie hat "ihr Ding" mit meinem damals sehr gewalttätigen Vater durchgezogen...was sie nicht gerade beliebt gemacht hat...bis heute ist sie total uneinsichtig, was sie uns Kids angetan hat....was bei dir ja total anders ist und ein himmelweiter Unterschied!
Und letztlich musst du dir auch immer wieder klar machen: du bist zwar für die Partnerwahl verantwortlich und dafür was du duldest oder nicht..aber niemals für das Verhalten deines EX...letztlich trägt er ganz allein die Hauptschuld an seinen Fiesheiten. Immer schön abgrenzen, dann wird die Last auch leichter!

Und immer dran denken: nobody is perfect...und kein Mensch auf dieser Welt, du selber eingeschlossen (!) kann von dir verlangen, dass du es bist!

Du hast nen Fehler gemacht, es eingesehen und auch Konsequenzen gezogen..das ist weitaus mehr als andere oft schaffen. So solltest du die Sache sehen! Ist so wie mit dem Glas, dass entweder halb leer oder noch halb voll ist, verstehst du?

Sieh nach vorne, mach das Beste draus und fang nochmal von vorne an! Ich bin sicher, du packst das!

Viel Erfolg!
LG
Tyra
 
Danke, liebe Tyra!

Die Trennung ist definitiv. Klar, ich will auch nix mehr von ihm.
Ich werde es auch weiterhin schaffen. Aber es ist ein sehr schmerzvoller Prozeß den ich gerade durchlebe, zumal noch ohne professinelle Unterstützung. Ich habe mit diesem Mann 3 Jahre zusammengelebt und die waren die Hölle. Er hat mich nicht verprügelt, aber es war die Hölle und ich habe es nicht gemerkt. Ich hab noch gedacht ich wäre GLÜCKLICH mit ihm und meinem Sohn geht es gut nun mit einer Vaterfigur...

Jetzt wird mir bewußt, was dieser Mann uns alles angetan hat und was ich zugelassen habe. Mein großer Sohn hat ja auch jede Menge Aggression mitbekommen und der Mann hat ihn auch immer wieder unter dem Deckmäntelchen des "Spaß" geärgert bis zu Weißglut. Na ja, ich kriege die Krise und fasse nicht, was ich meinem Kind angetan habe.

Weiß Gott welche Schäden durch diese Grenzverletzungen und das ständige Ärgern das ich zuerst auch als Spaß akzeptiert habe, bei dem Jungen entstanden sind.
Als Mutter sollten die Bedürfnisse der Kinder an erster Stelle stehen und nur weil ich auf Teufel komm raus einen Partner haben wollte habe ich meinem Sohn das Leben schwergemacht und jetzt hat er noch einen kleinen Babybruder...beide ohne PAPA.

Ich habe immer versucht, das Beste für meine Kinder zu tun aber diese drei JAhre waren es definitiv nicht. Ich werde mit meinem Sohn zu einer Kinderpsychologin gehen und mal sehen .. Kann man denn durch einen"Psychocheck" erkennen, ob und wie er gelitten Hat bzw. was für ein Störungsbild vorliegt? Ich habe mit der Psychologin am Telefon gesprochen und die meinte solange er noch kein auffälliges Verhalten zeigt, in der Schule aggressiv oder schlecht geworden, keine Freunde etc , sei keine Thera erforderlich. Aber sie weiß ja nicht, was hier in den letzten drei Jahre vor sich gegangen ist. Was soll ich ihr kurz und knapp sagen? Ich denke, die Mutter zweimal geschieden, einen 9 Monate alten Bruder als alleinerziehende reicht für den armen Kerl.

Ich fass es nicht, dass ich mich so hab runterziehen lasse von meiner eigenen Vergangenheit und meiner Schwäche. Die 3 Jahre waren wie ein Albtraum und ich erwache langsam und was ich sehe erfüllt mich mit Schrecken vor allem was ich von mir selber sehe. Ich habe das Gefühl, das kann nicht ICH gewesen sein, die das alles mitgemacht hat.

Nunja, ich gehe davon aus, das die Verletzungen bei meinem Sohn wieder heilen und mit einer guten Thera kann er unsere schwierige Situ vielleicht verarbeiten, vielleicht auch nicht.

Ich werde stark bleiben für meine Kinder , ganz sicher lasse ich mich von dem Typen nicht noch weiter runterziehen. Aber ich habe eben im Moment das Gefühl, dass alles über mir zusammenbricht und mein Leben das allerverpfuschteste ist das man sich nur vorstellen Kann und ich hab Angst, dass ich meine Kinder mit diesem Start ins Leben auch schon "verpfuscht" habe.

Dann wieder sehe ich den Kleinen, wie süß er ist und wie die zwei Brüder jetzt sich gegenseitig haben und nie mehr allein sind. Aber der Preis ist zu hoch.

Ich habe meinen Seelenfrieden verloren.

Nur ein kleines Fünkchen Hoffnung hab ich noch, dass die Zeit alle Wunden heilt und meine Kinder trotz der kaputten Familie doch noch irgendwie ihr Leben meistern und eine Kindheit geniessen können.

Nur fühle ich mich wie in Watte, wie in einem Alptraum aus dem ich gleich erwache. Aber leider ist dieser Alptraum relität.
Alice
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Winnetou,

ja, du hast recht.

Ich rede dem Großen zum Schluß noch ein, dass er traumatisiert ist...oh je.

Nun ist es aber so, dass Leute mit wenig Selbstwert

a) auf solche Typen reinfallen
b) sich dann hinterher fertigmachen ohne Ende, weil sie ja "nichts auf Reihe" kriegen
c)Masochisten sind, die gerne leiden

Und ich habe natürlich durch meine Kindheit jede Menge Beschädigungen erlitten und jetzt bin ich paranoid, dass ich meine Kids auch in den Eimer kippe(seelisch). Self fulfilling prophecy.

Da hilft nur ne gute Psychotherapie mich wieder auf die Reihe zu kriegen.

Und Lektüre etc.

Ja, die heile Welt hinter der Fassade. Ich glaub da nur zu gern dran. Nur werde und wurde ich jeden Tag vom Gegenteil überzeugt. Aber das prallt alles an mir ab. Ich versteife mich auf mein übergroßes Unglück und sehe nur noch schwarz. Echt krass.

Alice
 
Hallo Alice,

an sich ist es manchmal gar nicht so schlecht einige Dinge etwas zu überspitzt zu sehen...damit man mehr Klarheit erlangt. Ich neige auch dazu manchmal ultraschwarz zu sehen...kann mich aber wieder runterbringen von diesem Tripp. Die Frage ist: kannst du das auch?
Wenn nicht solltest du therapeutische Hilfe annehmen um das zu lernen.

Ich denke du bist grad in der Phase in der du schockartig wachgeworden bist und vor dir selber erschrocken bist. Aber wie bereits gesagt: nobody is perfect und mach nicht den Fehler diesen Anspruch dir selber ggü zu stellen. In dieser Phase ist man vom Vollschlaf auf Vollerwachen umgepolt worden und übertreibt es in Sachen Selbstkritik halt oft...aber ich denke diese Phase geht auch wieder vorbei...wenn du daran arbeitest und auch ggf. therapeutische Hilfe annimmst um dir dabei helfen zu lassen.

Mag jetzt banal klingen so als Vergleich aber: du wurdest nach 3 Jahren wach, meine Mutter z.B nach 50 Jahren noch nicht!
Du solltest total stolz auf dich sein es geschafft zu haben dich der Realität zu stellen und auch konsequent zu sein.
Ich finde es bewundernswert wie offen und ehrlich du dir selber ggü bist..aber du musst halt aufpassen, dass du es dabei nicht übertreibst und bei aller Analyse die Kirche immer noch im Dorf lässt.

Ggü den Kids wäre es schon von Vorteil da abgegrenzter an die Sache heranzugehen. Das mit dem Trauma einreden ist halt ne Gefahr...du solltest also möglichst neutral bleiben und halt psychologische Unterstützung haben, die dir Anleitung gibt wie du am besten mit der Sache umgehen kannst. Trau dir selber und auch deinen Kindern ruhig mal etwas mehr zu...ihr lebt, seidt nun in Sicherheit und könnt neu beginnen, das ist doch schon mal was!

Bei Paranoia ist es manchmal vorteilhaft nicht nur immer nachzudenken, sondern wichtig auchmal vom Denken und Grübeln abzuschalten...Zen-Meditation und Kampfsport sind super Helfer bei sowas..es ist wichtig den Körper in Bewegung zu halten, damit der Geist flexibel und stark bleibt...also ich seh das halt ganzheitlich...daher finde ich ne Kombi aus Psychotherapie, Lektüre + Schulung des Körpers wichtig...man bleibt dann mehr "geerdet", Schwarzseherei hört an sich mit Sport auch rasch auf..ist sone Art natürliches Antidepressivum.
Mich hat früher Langlauf stark gemacht...eine Stärke von der man ein Leben lang zehren kann. Das war wiene Art Meditation, eine extreme Selbstbeschränkung..man ist mit sich und seinen Gedanken alleine und muss lernen sich auf ganz essenzielle einfache Dinge wie gleichmäßiges tiefes Atmen, Gleichtakt des Laufschrittes etc. zu beschränken...das tut sehr gut, man gewinnt Abstand zu Alltagssorgen und auch neue Ideen, Perspektiven.

Analyse ist also gut und wichtig, aber zu viel davon und zu große Einseitigkeit können manchmal auch schädlich sein! Da du ziemlich "verkopft" scheinst und zudem ein mangelndes Selbstbewusstsein dazu kommt, gemixt mit einem Schuss Paranoia, also innerer Ängste, wäre es ohnehin wichtig genau daran zu arbeiten indem du mal Wege gehst die du zuvor noch nicht gegangen bist..z.B über den Weg täglich mindestens 1 Stunde Sport zu machen, Kampfsport zu erlernen etc. Denn hier lernst du dich auch mal auf eine andere Art und WEise näher kennen und kannst Fähigkeiten in dir wecken, die bisher brach lagen, was dir selber und auch deinen Kids zugute kommen würde!
Zu große Schuldgefühle ggü den Kids werden dir nix bringen und den Kids schon gar nicht..es wird Zeit, dass du lernst dich davon abzugrenzen. Steh also auf und lauf nicht geduckt und mit eingeklemmten Schwanz rum wie ein Hund mit schlechtem Gewissen, zeige eine würdige Haltung, die auch deine Kinder wieder aufrichten kann..Kinder brauchen Vorbilder an deren Haltung sie sich orientieren können. Wenn du aufrecht und hoffnungsvoll und voller Zuversicht vorangehst vermittelt das deinen Kids die Sicherheit, die sie brauchen, dieses Grundgefühl zurecht zu kommen überträgt sich automatisch auf sie mit. Eine selbstsichere, aufrechte Haltung erhält man halt auch im Kampsport oder Zen...innere Haltung und äußere Haltung sind ja untrennbar miteinander verbunden. Wäre ggf. auch für deine Kids gut son Selbstverteidigungskurs...Couchpotatoes, die sich zu wenig bewegen werden eh früher oder später körperlich und seelisch krank..nur gut dass ich in meiner Kindheit aufm Dorf viel Auslauf hatte und jeden Tag 6-7 Stunden draußen unterwegs war. Wenn man frühzeitig ne gute Bewegungsgewohnheit in Kids implantiert hält dieser gesunderhaltende Bewegungsdrang ein Leben lang an..also auch hier hättest du ne gute Aufgabe mit der du dich und die Kids beschäftigen könntest. Anstatt zu viel nachzudenken und über die Vergangenheit zu jammern auch mal neue gute und aufbauende Lebensgewohnheiten einführen. Änderung der Gewohnheiten bringt oft automatisch Änderung des Denkens mit sich...man wird anders getaktet..ein anderer Rhythmus, kleine Änderungen können oft Wunder wirken, die einem das Leben leichter machen.

Selbstwert ist son Ding, dass dynamisch ist..das kann man auch recht gut aufbauen...mir hat dabei auch halt der Sport, Distanzreiten, Langlauf und die Erfolge dabei sehr geholfen. Da ich ein verkopfter Mensch mit Analysetick bin brauch ich das auch um nicht wie du paranoisch zu werden..wozu ich früher auch tendiert habe..tausend Ängste in meiner Kindheit, auf die ich aber keinen Bock mehr hatte und daher kämpferisch gegen an gegangen bin...
In meiner kindheit habe ich ein Gewalttrauma (18 Jahre lang einen Terrorvater und hysterische devote Mutter) erlitten und das halt mit Sport etc. wegtherapiert...es hat ganz gut geklappt. Man vergißt nie völlig und Restbestände bleiben immer aber man kann lernen angemessen damit umzugehen. Das könnt ihr auch, d.h. du selber und auch deine Kids..es ist an sich gar nicht so schwer, wenn man seiner inneren Intuition folgt und halt auch was dafür TUT.

Gruß
Tyra

P.S. Falls in Sachen Schwarzseherei sich da ggf. ne Depression anbahnt..rechtzeitig fachärztlich behandeln lassen! Natürliches Antidepressivum ist ja Sport...was jedoch in Akutfällen nicht mehr ausreicht.
 
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