Ach, ich kann Dich soooo gut verstehen! Mir geht es haargenau so. Ich hab auch nach sechs Monaten Arbeitslosigkeit was gefunden. Und mir war von Anfang an unwohl dabei. Ich habe den Vertrag trotzdem unterschrieben, weil ich dachte, ich MUSS ja was tun. Aber heute war der erste Tag, und ich würde am liebsten alles hinwerfen.
Aber zu Dir: Ich glaube, wenn man eine Weile nicht gearbeitet hat (zumindest wenn man von der Mentalität her sich auch gut alleine beschäftigen kann und die Arbeit nicht als Lebenssinn sieht), dann gewöhnt man sich tatsächlich ein Stück weit ans Leben ohne Zwänge und ohne tägliche feste Arbeitszeiten. Die Umwelt vermittelt einem zwar immer, dass man sich freuen muss, Arbeit zu haben und dass es doch schön ist, eine Aufgabe zu haben. Aber wer fragt danach, wie es ist, wenn einem dann wieder von morgens bis abends ein Chef sagt, was man wann zu tun hat, man nicht mehr frei ist, man sein ganzes Leben der Arbeit unterzuordnen hat? So ist das nun mal.
Ich hoffe, Du hast wenigstens einen guten Job gefunden, ohne Ausbeutung und ohne dass noch einer an Dir zusätzlich verdient. Wann fängst Du an? Viel Glück wünsche ich Dir, und dass die Freude noch aufkommen kann!