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im falschen beruf?

Und was willst du jetzt studieren, chatnoir? 🙂
Meine Mutter ist Krankenschwester und hatte mit dem Stress auch oft Probleme, da sie an sich stressanfällig ist und sich auch viel zu Herze nimmt. Sie hat aber nie gewechstelt, aus Angst, dass sie vom Regen in die Traufe kommt. Sie mag und braucht es aber auch,in einem gewohnten Umfeld zu sein und den Ablauf zu kennen, das wird auch eine Rolle gespielt haben.
 
Wenn Du für dich erkannt hast, dass du diesen Beruf nicht dein Leben lang ausüben willst, dann ist es die beste Entscheidung Dich umzuorientieren. Eine vernünftige Work-Life-Balance hat damit nichts zu tun. Das tollste Privatleben kann einen Job, in dem man unglücklich ist, nicht wettmachen.

Eine Erfolgsgeschichte habe ich (noch) nicht, aber ich habe auch schnell gemerkt, dass ich in meinem Beruf nicht glücklich werde (war im Vertrieb einer Bank). Ein paar Jahre wäre das sicher noch gegangen, aber eben nicht bis zur Rente. Ich habe daraufhin eine Fortbildung gemacht, mir gleichzeitig die Chance ermöglicht habe noch ein Studium aufzunehmen. Diese Fortbildung ist nun vorbei und mein Studium beginnt im Oktober. Ich habe das Gefühl auf dem richtigen Weg zu sein und wer weiß, wie es mir heute (zwei Jahre nach dem "Ausstieg") sonst gehen würde...

Was das Thema Stress angeht, das hier aufgekommen ist: Ich sehe das ebenso wie Du. Wenn man im Job glücklich ist, ist Stress nur halb so schlimm. Ich persönlich habe das Gefühl ich kann unter Stress sogar noch besser arbeiten, er spornt mich an. Aber das ging eben nur zu den Zeiten, als ich auf der Arbeit auch noch "glücklich" war.
 
dass man aus einer vertrauten umgebung nicht wegwill kann ich gut nachvollziehen. man hat eine gewisse struktur und sicherheit. lange habe ich daran auch festgehalten, denn man könnte ja tatsächlich vom regen in die traufe kommen und alles wird noch schlimmer. bloß nicht! und eine neue stelle im gleichen beruf ist für mich echt auch keine option. will ja etwas grundlegenderes ändern. und zwar schwebt mir eine lehrtätigkeit vor. bin sehr kommunikativ und erkläre gerne, wenn ich fit in einer sache bin. unterstützen und lösungswege aufzeigen, sowas liegt mir.
 
oh je, das klingt ja wirklich deprimierend. hast du denn keine idee was dir gefallen könnte?

Das weiß ich eigentlich schon so halbwegs. Das Problem war bisher die konkrete Umsetzung. Ich finde es ziemlich schwierig, als Erwachsener beruflich umzuschwenken. Immer will man den Nachweis irgendwelcher Berufserfahrung, die ich nicht habe, oder Zeugnisse aus einem Bereich, die ich nicht vorweisen kann, etc.

Was mir Spaß macht? Ich habe gern mit Menschen zu tun (mein jetziger Beruf ist ein typischer Einsiedler-Bürojob). Ich erkläre gern, ich schreibe gern Texte, ich arbeite gern mit Fremdsprachen (ich habe schon mehrere Sprachkurse gemacht, hatte allerdings bisher nie konkrete Anwendungsfälle, weshalb die Sprachkenntnisse nicht so richtig in Fleisch und Blut übergehen), ich würde gern im Bereich Kultur oder Touristik tätig sein. Außerdem bin ich gern unterwegs (reine Bürojobs sind mir ein Graus).
 
Ich stelle übrigens fest, dass ich sehr unterschiedlich stressanfällig bin.

In meinem jetzigen Beruf bin ich extrem schlecht belastbar. Ich gerate sehr rasch in Stress oder in Panik.

In anderen Aufgabenstellungen (die mir besser liegen) bin ich hingegen noch meistens ruhig und besonnen, wenn andere schon nervös werden. Ein typisches Beispiel - nicht aus der Berufswelt: ich bin in einer Theatergruppe und wir hatten vor kurzem Schlussproben und Aufführungen. Es gab sehr viele Proben, die fast jeden Abend stundenlang dauerten, und wie immer schien nichts zu klappen, die Leute hatten ihren Text vergessen, die Requisiten fehlten, das Bühnenbild wackelte, das ganze Konzept schien Mängel zu haben, usw. Die anderen Mitglieder der Theatergruppe gerieten in Panik, es gab stressbedingte Streitereien und jede Menge Ärger. Nur ich fühlte mich die ganze Zeit ruhig und konzentriert.

Im Job hingegen das genaue Gegenteil: ein Software-System macht Ärger? Ich gerate in Panik, mir bricht Schweiß aus, ich weiß nicht was ich tun soll, laufe herum wie ein kopfloses Huhn. Und am Abend fühle ich mich wie nach wochenlangem Stress.
 
Übrigens habe ich schon versucht, hier bei meinem Arbeitgeber eine andere, besser zu mir passende Aufgabe zu bekommen. Kurzzeitig war mir das auch so halbwegs gelungen, doch leider erfolgen hier alle paar Monate Umorganisationen, und häufig wird man dann ohne gefragt zu werden wieder woanders einsortiert und anderen Aufgaben zugeteilt. Und so habe ich dann meine besser passende Aufgabe wieder verloren und bin wieder da gelandet, wo ich eigentlich wegwollte.

Dies ist hier eine typische Vorgehensweise: die Umorganisationen erfolgen ohne Rücksichtname von Eigenschaften, Interessen oder Neigungen der Mitarbeiter. Es kann also durchaus sein, dass man völlig unerwartet einer Aufgabe zugeteilt wird, die überhaupt nicht zu einem passt. Wenn der Mitarbeiter dann Schwierigkeiten hat, wird das Versagen in der Regel ihm angelastet. Man gilt dann schnell als Minderleister...
 
dass man aus einer vertrauten umgebung nicht wegwill kann ich gut nachvollziehen. man hat eine gewisse struktur und sicherheit. lange habe ich daran auch festgehalten, denn man könnte ja tatsächlich vom regen in die traufe kommen und alles wird noch schlimmer. bloß nicht! und eine neue stelle im gleichen beruf ist für mich echt auch keine option. will ja etwas grundlegenderes ändern. und zwar schwebt mir eine lehrtätigkeit vor. bin sehr kommunikativ und erkläre gerne, wenn ich fit in einer sache bin. unterstützen und lösungswege aufzeigen, sowas liegt mir.

Lehrtätigkeit ist doch prima - da ist auch deine "Vorgeschichte" eher nützlich. Ich jedenfalls hab es zu schätzen gewusst, wenn meine Lehrer etwas anderes in ihrem Leben als den Elfenbeinturm-Lebenslauf Schule - Uni - Schule kennengelernt haben. 😉
 
Eine Lehrtätigkeit würde zu mir auch gut passen. Leider bin ich zu alt, die Altershürde kann ich da nicht mehr überspringen...
 
Es macht wenig Sinn in einer Situation zu verharren in der man sich dermassen unwohl fühlt.
Vermutlich lebt man nur ein einziges mal. Andere können sich damit motivieren, daß ein ewiges Leben folgen wird in dem alles gut ist. Ich kann es leider nicht.
Ich kenne diese Situation. Ich habe meinen alten Job hingeschmissen, weil es wirklich nicht mehr ging. Sich jeden Tag verbiegen zu müssen, auch wenn ich es gut konnte.
Ich hatte diesen Job als Verkäuferin angenommen weil es in dem Fach welches ich studiert habe keine Stellen gibt.
Verkaufen kann ich nicht. Oder sagen wir mal besser ich bin nicht gewillt oder in der Lage diplomatisch zu sein. Wenn ich der Überzeugung bin, daß ein Produkt nicht gut ist, dann kann ich es nicht verkaufen.
Das hab ich solange versucht bis ich einen kompletten Nervenzusammenbruch hatte.
Klar, da kamen auch noch ein paar andere Faktoren aus dem Privaten mit dazu. Aber es hängt doch alles zusammen.BIst du unzufrieden im Job, dann bist du auch im Privaten unausgeglichen.
Hm, ich gehe jetzt als Dipl. Ing. putzen.
Der Job ansich ist beschissen bezahlt, wenn ich das so sagen darf unter jeglichen Tarifen. Da muß ich mal die rechtliche Situation eruieren....
Aber da muß ich keinen bei anlügen. Damit fühl ich mich primär besser als beim verkaufen.Auch wenn die Situation mies ist.
Lebensqualität ist deutlich besser, aber Geld reicht nicht.

Was ich eigentlich sagen möchte ist, du bist nicht allein in dieser Situation. Es kann sein, das wenn du den Job hinschmeißt, daß du nicht besser dran bist. Find genau raus was dir nicht liegt. Find raus was dir wichtig ist. Geld? Freunde? Schick aussehen?

Wenn du aktuell unglücklich bist, gibt es 2 Möglichkeiten. Entweder du bleibst dabei. Puh bis zum Nervenzusammenbruch oder der völligen Resignation. Oder du versuchst es zu ändern. Auch wenn es mislingt. Du kannst wenigstens voller Stolz sagen du hast es versucht. Mal dir den Schlimmsten Fall dessen aus was passieren kann. Und dann überlege ob du das Risiko in Kauf nehmen würdest.
Wenn der schlimmste anzunehmende Fall weniger grässlich erscheint als das Bild der möglichen Zukunft ohne den Versuch etwas zu ändern dann ist klar was du tun solltest.
 
Es macht wenig Sinn in einer Situation zu verharren in der man sich dermassen unwohl fühlt.
Vermutlich lebt man nur ein einziges mal. Andere können sich damit motivieren, daß ein ewiges Leben folgen wird in dem alles gut ist. Ich kann es leider nicht.
Ich kenne diese Situation. Ich habe meinen alten Job hingeschmissen, weil es wirklich nicht mehr ging. Sich jeden Tag verbiegen zu müssen, auch wenn ich es gut konnte.
Ich hatte diesen Job als Verkäuferin angenommen weil es in dem Fach welches ich studiert habe keine Stellen gibt.
Verkaufen kann ich nicht. Oder sagen wir mal besser ich bin nicht gewillt oder in der Lage diplomatisch zu sein. Wenn ich der Überzeugung bin, daß ein Produkt nicht gut ist, dann kann ich es nicht verkaufen.
Das hab ich solange versucht bis ich einen kompletten Nervenzusammenbruch hatte.
Klar, da kamen auch noch ein paar andere Faktoren aus dem Privaten mit dazu. Aber es hängt doch alles zusammen.BIst du unzufrieden im Job, dann bist du auch im Privaten unausgeglichen.
Hm, ich gehe jetzt als Dipl. Ing. putzen.
Der Job ansich ist beschissen bezahlt, wenn ich das so sagen darf unter jeglichen Tarifen. Da muß ich mal die rechtliche Situation eruieren....
Aber da muß ich keinen bei anlügen. Damit fühl ich mich primär besser als beim verkaufen.Auch wenn die Situation mies ist.
Lebensqualität ist deutlich besser, aber Geld reicht nicht.

Was ich eigentlich sagen möchte ist, du bist nicht allein in dieser Situation. Es kann sein, das wenn du den Job hinschmeißt, daß du nicht besser dran bist. Find genau raus was dir nicht liegt. Find raus was dir wichtig ist. Geld? Freunde? Schick aussehen?

Wenn du aktuell unglücklich bist, gibt es 2 Möglichkeiten. Entweder du bleibst dabei. Puh bis zum Nervenzusammenbruch oder der völligen Resignation. Oder du versuchst es zu ändern. Auch wenn es mislingt. Du kannst wenigstens voller Stolz sagen du hast es versucht. Mal dir den Schlimmsten Fall dessen aus was passieren kann. Und dann überlege ob du das Risiko in Kauf nehmen würdest.
Wenn der schlimmste anzunehmende Fall weniger grässlich erscheint als das Bild der möglichen Zukunft ohne den Versuch etwas zu ändern dann ist klar was du tun solltest.

einer veränderung habe ich auf jeden fall vor. ein risiko gibt es immer. das schlimmste ist erst einmal: es kommt kein geld mehr herein. und wenn es an der uni nicht klappt, dann kann ich auf eine solide ausbildung zurückgreifen, in der ich dann wieder notdürftig arbeiten müsste oder aber ich entscheide mich für ein anderes studienfach oder gar eine andere ausbildung. hauptsache ich komme aus meiner momentanen situation heraus. habe hier so viele antworten bekommen und gesehen, dass viele menschen sich mit solchen oder ähnlichen sorgen herumschlagen. und die allgemeine zustimmung, etwas zu ändern hat mich sehr motiviert. ich hoffe, es gibt für den ein oder anderen auch die gelegenheit, seiner situation zu entfliehen und ein zufriedeneres leben zu führen.
 

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