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im falschen beruf?

Es macht wenig Sinn in einer Situation zu verharren in der man sich dermassen unwohl fühlt.
Vermutlich lebt man nur ein einziges mal. Andere können sich damit motivieren, daß ein ewiges Leben folgen wird in dem alles gut ist. Ich kann es leider nicht.
Ich kenne diese Situation. Ich habe meinen alten Job hingeschmissen, weil es wirklich nicht mehr ging. Sich jeden Tag verbiegen zu müssen, auch wenn ich es gut konnte.
Ich hatte diesen Job als Verkäuferin angenommen weil es in dem Fach welches ich studiert habe keine Stellen gibt.
Verkaufen kann ich nicht. Oder sagen wir mal besser ich bin nicht gewillt oder in der Lage diplomatisch zu sein. Wenn ich der Überzeugung bin, daß ein Produkt nicht gut ist, dann kann ich es nicht verkaufen.
Das hab ich solange versucht bis ich einen kompletten Nervenzusammenbruch hatte.
Klar, da kamen auch noch ein paar andere Faktoren aus dem Privaten mit dazu. Aber es hängt doch alles zusammen.BIst du unzufrieden im Job, dann bist du auch im Privaten unausgeglichen.
Hm, ich gehe jetzt als Dipl. Ing. putzen.
Der Job ansich ist beschissen bezahlt, wenn ich das so sagen darf unter jeglichen Tarifen. Da muß ich mal die rechtliche Situation eruieren....
Aber da muß ich keinen bei anlügen. Damit fühl ich mich primär besser als beim verkaufen.Auch wenn die Situation mies ist.
Lebensqualität ist deutlich besser, aber Geld reicht nicht.

Was ich eigentlich sagen möchte ist, du bist nicht allein in dieser Situation. Es kann sein, das wenn du den Job hinschmeißt, daß du nicht besser dran bist. Find genau raus was dir nicht liegt. Find raus was dir wichtig ist. Geld? Freunde? Schick aussehen?

Wenn du aktuell unglücklich bist, gibt es 2 Möglichkeiten. Entweder du bleibst dabei. Puh bis zum Nervenzusammenbruch oder der völligen Resignation. Oder du versuchst es zu ändern. Auch wenn es mislingt. Du kannst wenigstens voller Stolz sagen du hast es versucht. Mal dir den Schlimmsten Fall dessen aus was passieren kann. Und dann überlege ob du das Risiko in Kauf nehmen würdest.
Wenn der schlimmste anzunehmende Fall weniger grässlich erscheint als das Bild der möglichen Zukunft ohne den Versuch etwas zu ändern dann ist klar was du tun solltest.

einer veränderung habe ich auf jeden fall vor. ein risiko gibt es immer. das schlimmste ist erst einmal: es kommt kein geld mehr herein. und wenn es an der uni nicht klappt, dann kann ich auf eine solide ausbildung zurückgreifen, in der ich dann wieder notdürftig arbeiten müsste oder aber ich entscheide mich für ein anderes studienfach oder gar eine andere ausbildung. hauptsache ich komme aus meiner momentanen situation heraus. habe hier so viele antworten bekommen und gesehen, dass viele menschen sich mit solchen oder ähnlichen sorgen herumschlagen. und die allgemeine zustimmung, etwas zu ändern hat mich sehr motiviert. ich hoffe, es gibt für den ein oder anderen auch die gelegenheit, seiner situation zu entfliehen und ein zufriedeneres leben zu führen.
 
Hallo,
auch hier wieder 🙂
Lehrer vielleicht nicht, aber wenn Du sagst, Du lebst in München, da gibt es doch sicher ne Menge mehr Möglichkeiten wie auf dem platten Lande.
Wie wäre es denn z.B. bei einem Institut ( VHS, IHK oder sowas) zu "lehren"...ich glaube nicht, dass Du da direkt ein Studium benötigst...denn da wirst Du sicherlich überwiegend Erwachsene schulen....da ist es doch sowieso immer besser, wenn man aus der Praxis kommt.
Oder ist Dir das EDV Thema so zuwider, dass Du da auch nicht mehr mit arbeiten möchtest ? Vielleicht würde Dir das aus einer anderen Sicht wieder mehr Freude machen...denn irgendwann muss Dich ja mal irgendwas an der Thematik angesprochen haben, so dass Du das als Deinen Beruf gewählt hast.
Hast Du schon mal einen ersten Schritt gemacht ? Ich frage deswegen, weil ich mich ja in der gleichen Situation befinde....und mich selbst irgendwie vor irgendeinem Schritt fürchte...indem ich mir einrede, dass macht alles keinen Sinn....und es ist alles noch zu unkonkret....aber manchmal ergeben sich ja Dinge durch erste Schritte....
 
Ja, das Problem ist tatsächlich, dass mir die EDV als Thema nicht liegt. Das führt zu der paradoxen Situation, dass ich etwas tun muss, was mich einerseits langweilt und gleichzeitig stresst. Der Stress kommt daher, dass ich gegen meine Interessen und Veranlagungen ankämpfen muss.

Es ist eine blöde Situation, die auch niemand wirklich kapiert, der nicht in derselben oder einer ähnlichen Lage ist. Drum habe ich es aufgegeben, sie jemandem erklären zu wollen. Schon gar nicht in Internet-Foren, wo die Verständnislosigkeit auch schnell mal in Vorwürfe und Beleidigungen umschlagen kann.

Warum ich diesen Beruf ergriffen habe? Weiß der Geier... Die Entscheidung liegt 20 Jahre zurück, und ehrlich gesagt hatte ich damals keine rechte Ahnung, was mich da erwarten würde.
 
Ich bin auch noch nie in Foren unterwegs gewesen, aber als dann der Druck so groß war, dass ich nicht mehr wusste wohin, da hab ich dann vor Wochen hier mal gestartet...🙂
Ok, wenn Dir das Thema auch so an sich nicht liegt, dann komm ich da schon eher in die Richtung zu verstehen was genau Du meinst...Du bist nun Mitte 40 und denkst, Du hast irgendwie dann keine Ahnung ausser von dem was Dich nervt und stresst.
Du schreibst schon mal vom Theater.
Was genau machst Du da und was gefällt Dir da so gut ?
Wäre z.B. das ein Ansatz ? ggfs irgendwie Richtung Lehrtätigkeit beim Theater ? Gut, ich weiss, nun wirst Du sagen "ich hab aber doch keine Ausbildung"....aber wenn z.B. das Theater Dich reizt und auch das Empfinden gern Inhalte weiterzugeben, dann ist es nicht möglich mal so am Theater die Fühler auszustrecken ? Also ich hab auch nicht so die konkrete Idee oder Ahnung, sondern versuche mich -während ich schreibe- da mal mit ner Idee zu präsentieren 🙂
Wenn DU so tickst wie ich, dann sagst Du nun "ja, die haben auch nur auf mich gewartet...ohne Ausbildung, ohne konkrete Idee und dann noch alt wie nen Baum" .....
ich hab schon manches Mal erlebt, dass man dadurch, dass man etwas ausspricht...z.B. auch konkret mal damit "rausgeht" und sagt, dass man sich für dies und das interessiert und vielleicht auch mal ganz nett bei der ein oder anderen Stelle nachfragt...machmal ergeben sich Dinge...
woher soll die Welt wissen, dass Du nicht unendlich glücklich hinter Deinen PC´s bist ?
Oh Mann, hoffentlich war das nicht zu wirr ?
 
woher soll die Welt wissen, dass Du nicht unendlich glücklich hinter Deinen PC´s bist ?
Oh Mann, hoffentlich war das nicht zu wirr ?

Nein, nein, gar nicht wirr, das sind gute Überlegungen...

Woher die Welt das wissen soll? Nun ja, ich halte mit meinen Sorgen schon seit Jahren nicht hinterm Berg (sagt man so? Bin mir gerade nicht sicher, ob es diese Redewendung gibt). Ich erzähle es sowieso dauernd allen möglichen Leuten, aber bisher konnten sich nur die allerwenigsten vorstellen, was mit mir los ist, bzw. wo mich der Schuh wirklich drückt.

Ja, die Theaterpädagogik ist ein Berufszweig, an den ich auch schon gedacht habe. In den vergangenen Wochen war ich übrigens Statist bei einer interessanten Theaterperformance in der U-Bahn. Und da habe ich interessante Leute kennengelernt, die sich zum Teil mit ähnlichen Problemen herumschlagen wie ich. Ich hoffe ja, dass ich bei weiteren ähnlichen Aktionen immer mehr ähnlich denkende Menschen kennenlerne, und dann vielleicht allmählich in eine neue Welt hineinwachse, wo sich nach und nach neue Perspektiven ergeben könnten.

Das Theater ist übrigens nicht die einzige Welt, die mich fasziniert. Zu den Themen, die mich mehr oder weniger magisch anziehen gehört auch die (klassische) Musik, die Welt von Reisen und Tourismus, Sprachen, und alles, was einen internationalen Bezug hat.
 
Wenn DU so tickst wie ich, dann sagst Du nun "ja, die haben auch nur auf mich gewartet...ohne Ausbildung, ohne konkrete Idee und dann noch alt wie nen Baum" .....

Übrigens: genau so denke ich in diesen Fällen zumeist. Es wird mir auch ständig von meiner Umgebung nahegelegt, so zu denken. "Was? Du? Das geht doch nicht. Glaubst du, die haben auf dich gewartet? Da hättest du viel früher anfangen müssen. Überleg doch mal, wie alt du schon bist, usw."

Typische Mindfuck-Gedanken halt...
 
Und wer sagt, dass man mit Mitte 40 zu alt ist...
ok, ich bin auch nicht der Typ, der dann alles hinschmeissen würde und nochmal studieren oder so...es muss also etwas sein, was sich neben dem verhassten Job realisieren lässt und der Job dann wenigstens dafür noch gut ist, dass die Finanzen gesichert sind...und dann.....dann irgendwann kommt der Absprung !! Juchu !
Meine Überlegungen der letzten Wochen gehen immer mehr in die Richtung Beratung...
aber auch da weiss ich, hat die Welt nicht drauf gewartet....
aber neben einem Fernstudium müsste halt auch Praxiserfahrung her...daran bastele ich noch. Wie ich mir dann aber das mal vorstelle...ich weiss es nicht 🙂
trotzdem ist es gut, endlich mal etwas Bewegung reinzubekommen, das Gefühl zu haben, man tut was..und natürlich auch Geduld...nur eben nicht zuviel Zeit verstreichen lassen.
Dass Du da schon Kontakte in die Richtung geknüpft hast ist super....wie lässt sich das ggfs vorantreiben ?
Wenn Du ein EDV-Mensch bist, hast Du sicher auch freitags nachmittags dann Feierabend und die Wochenenden frei ?
 
Dass Du da schon Kontakte in die Richtung geknüpft hast ist super....wie lässt sich das ggfs vorantreiben ?
Wenn Du ein EDV-Mensch bist, hast Du sicher auch freitags nachmittags dann Feierabend und die Wochenenden frei ?

Welches Fernstudium machst du denn? Beratung könnte ich mir auch gut vorstellen. In welcher Richtung möchtest du denn beratend tätig sein?

Wie sich das mit dem Theater vorantreiben lässt? Hm, am besten erstmal so viel wie möglich bei neuen Theaterprojekten mitmachen, und sich nicht abwimmeln lassen, wenn gelegentlich mal das Interesse an meiner Mitarbeit nicht so groß ist. (In der Vergangenheit habe ich mich da zu rasch einschüchtern lassen, nach dem Motto "Oh, die wollen mich nicht. Dann lass ich es besser bleiben...")

Stimmt, zumindest theoretisch kann ich am Freitag nachmittag früher gehen, aber meistens mache ich das nicht....
 

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