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Ideen ? Hilfe ? Anregungen ? Mobbing eines 12 Jährigen

  • Starter*in Starter*in Mimikri
  • Datum Start Datum Start
Die Autorin 😀
Xaver hat im real life natürlich einen anderen Namen .... Warum fragst Du ?😕
 
ich war als kind im schwimmverein dort fingen die kinder der trainerin an mich zu mobben.
ich beschloss für mich falsche sportart.
ich ging zum karate.

alleine das man es kann und die haltung die man dann bekommt reicht schon um alle "mobber " zu erschrecken.

ich musste nie wirklich zuschlagen und gemobbt hat mich nie wieder jemand.

ich kann das allen gemobbten kinder nur empfehlen.
er ist ja bereits beim judo ich würd da weiter drauf bauen.

wenn er dann es ein wenig kann soll er sich den größten mobber einfach mal schnappen.
vielleicht einfach mal "sanft " auf den boden schmeißen.

ich hab meiner nichte die bis vor kurzem im kindergarten war auch in einem rollespiel beigebracht wie sie sich wehren kann. hab ihr gesagt greif die person an den schultern bei den klamotten, dann schüttel sie und schrei :" lass mich in ruhe !
hat geholfen.

oft kommt ja bei den mobbern nicht viel an was erwachsene sagen.
 
Hallo Mimikri,

ihr habt das gut gemacht. Endlich ist etwas mit Hand und Fuß passiert 🙂

Eins ist mir noch wichtig. Du schreibst ein paar Mal, dein Neffe wäre auch schüchtern und zurückhaltend. Das mag sein. Das ist aber kein Grund, ihn irgendwie zu mobben. Es ist nicht unbedingt seine Aufgabe einen Kampfsport zu lernen oder so. Das könnte die Schuld zu sehr 'verschieben'. Schuld ist eindeutig!!! der, der mobbt. Niemand sonst.

Nur der/die kann damit aufhören. Das heißt, diese Menschen müssen zur Verantwortung gezogen werden.

Sonst würde das umgekehrt heißen, dass man z.B. Gehbehinderte zusammenschlagen kann, weil sie nicht wegrennen können. Dann müssten die Gehbehinderten lernen, 'normal' zu laufen, damit ihnen nichts passiert.

Es ist sehr wichtig, dass dein Neffe weiß, er hat keine Schuld am Mobbing.

Nicht, dass ich glaube, ihr habt das gesagt. Natürlich nicht. Ich kann mir aber gut vorstellen, dass die Reaktionen ((geh mal ins Judo, wir stärken dein Selbstvertrauen) solche Schuldgefühle auslösen können. Kinder sind nicht dumm. Sie merken, dass sie an sich etwas ändern sollen, damit es 'aufhören würde'.

Da haben leider die Erklärungen, warum Gewalt passiert, eine Eigendynamik entwickelt, die so gar nicht gedacht war. Ursprünglich sollte das der Prävention dienen. Also, wie kann man verhindern, dass Menschen zu Tätern werden. Nur dazu. Es sollte nicht der Schuldverschiebung zwieschen Opfern und Tätern dienen.

War mir wichtig 🙂

Lieben Gruß
Fragende
 
Hallo Mimikri,

ihr habt das gut gemacht. Endlich ist etwas mit Hand und Fuß passiert 🙂

Eins ist mir noch wichtig. Du schreibst ein paar Mal, dein Neffe wäre auch schüchtern und zurückhaltend. Das mag sein. Das ist aber kein Grund, ihn irgendwie zu mobben. Es ist nicht unbedingt seine Aufgabe einen Kampfsport zu lernen oder so. Das könnte die Schuld zu sehr 'verschieben'. Schuld ist eindeutig!!! der, der mobbt. Niemand sonst.

Nur der/die kann damit aufhören. Das heißt, diese Menschen müssen zur Verantwortung gezogen werden.

Sonst würde das umgekehrt heißen, dass man z.B. Gehbehinderte zusammenschlagen kann, weil sie nicht wegrennen können. Dann müssten die Gehbehinderten lernen, 'normal' zu laufen, damit ihnen nichts passiert.

Es ist sehr wichtig, dass dein Neffe weiß, er hat keine Schuld am Mobbing.

Nicht, dass ich glaube, ihr habt das gesagt. Natürlich nicht. Ich kann mir aber gut vorstellen, dass die Reaktionen ((geh mal ins Judo, wir stärken dein Selbstvertrauen) solche Schuldgefühle auslösen können. Kinder sind nicht dumm. Sie merken, dass sie an sich etwas ändern sollen, damit es 'aufhören würde'.

Da haben leider die Erklärungen, warum Gewalt passiert, eine Eigendynamik entwickelt, die so gar nicht gedacht war. Ursprünglich sollte das der Prävention dienen. Also, wie kann man verhindern, dass Menschen zu Tätern werden. Nur dazu. Es sollte nicht der Schuldverschiebung zwieschen Opfern und Tätern dienen.

War mir wichtig 🙂

Lieben Gruß
Fragende

Der Kampfsport hilft den Kinder in einem Verein, zusammenhalt und auch selbstwertgefühl zu bekommen. Weil Kinder die gemobbt werden auch oft einen Knacks am Selbstbewußtsein bekommen.Zudem ist Kampfsport eine sehr gute Trainingsform für Kinder. Kann nicht nachvollziehen wenn Eltern ihre Kinder das nicht machen lassen. Oft geht es nicht mal ums Kämpfen.
Beim Ringen Körpergefühl und Muskelaufbau. Capoeira gleichbewicht und ballance. Ju-Jutsu selbst verteidigung und Rechts Links Balance...und und und
 
Vielen lieben Dank für euer Mitteilen eurer Meinung / Erfahrung :blume:

Das Problem mit Xaver und dem Mobberhauptkind gibt es schon seit Jahren , um genau zu sein ,seit dem Kindergarten.
Beide wohnen auf einem wirklich kleinen Dorf, in dem es unvermeidlich ist, sich zu begegnen.
Es wurde von Seiten meiner Schwester wirklich sehr viel dagegen unternommen.
Kindergartengruppe gewechselt, mit den Mobbereltern nicht nur einmal gesprochen. Mein Schwager ist sogar einmal wutentbrannt nach einem Vorfall zu den Eltern gelaufen und hat ihnen auch mit Gegengewalt gedroht. Dieses Mobberkind ist einfach ein Stinkstiefel der ersten Güte und die dazu gehörenden Eltern , haben null Interresse an ihren Kindern. Es ist wichtiger Haus und Garten ordentlich zu halten, ne Menge Geld zu verdienen 😱

Nun kam es eben zu einer extremen Eskalation, an der sich auch Mitschüler beteiligten , die sonst Xaver nicht wirklich wahr nehmen oder mit ihm zu tun haben.Vorerst ist ja jetzt erstmal Ruhe. mal schauen wie lange

Ich habe meine Schwester auch schon sehr schwer ins " Gebet " genommen ( seit Jahren tue ich das schon, bin aber leider immer auf taube Ohren gestoßen ) , denn das ganze Problem mit Xavers Selbstbewusstsein liegt leider rudimentär sehr in unserer Familiengeschichte und dem Verhalten von Xavers Eltern.
Xaver ist zwar von Haus aus ein sehr ruhiger , eher introvertierter junge , doch haben seine Erziehung auch dazu beigetragen, sich so zu verhalten wie er es tut.

Zwei Punkte sind da entscheidend:
1. In unserem Wurzelzuhause ( Elternhaus ) war jeder Schritt kontroliert. Jede Minute druchorganisiert und nach padagogisch wertvollen Richtlinien ausgelegt und reglementiert. Peinlich aber wahr, meine Schwester und meine Mutter sind Erzieherinnen und wollen alles recht machen 😱 Und so entstand sowohl im Elternhaus von uns " großen " als auch im Elternhaus von Xaver ein strenges Konstrukt aus Regeln und Verhaltensweisen, die man einzuhalten hat.

2. Leider haben wir Frauen der Wurzelfamilie recht dominante Gene .😱
Mein Schwager wiederum ist nicht gerade ein beispiel für Selbstbewusstsein. Gibt dieses Männervorbild nun leider unbewusst an seinen Sohn weiter.
Meine Schwester ist halt ein echter Kontrollfreak, dem auch ich mich bei Besuchen immer wieder widersetzen muss. Und wer das halt nicht beigebracht bekommt, sich aufzulehnen, sondern im gegenteil immer brav zu gehorchen und zu funktionieren....der kann das meiner Meinung nach auch schlecht umsetzen wenns um andere Lebenserfahrungen geht.

Schon ewig lange predige ich , das Xaver sich auflehnen soll und auch darf. Leider bin ich das " schwarze Schaf " der familie und werde deshalb nicht immer für voll genommen.🙄
Nun ist es Gott sei dank gelungen , einen Therapieplatz zu finden, der nicht nur Xaver betreut, sondern auch die Eltern ins Boot nimmt. denn das ist meiner Meinung nach ganz wichtig.

Sorry den Vergleich, aber bei Hunden ist ja meistens das Verhalten der Besitzer das Problem. Und so sehe ich das im Fall meines neffen auch.
Ich holte ihn ja regelmässig zu mir....damit er auch mal ohne große Regeln und Vorschriften einfach Spaß haben kann. Frech sein darf und trotzdem geliebt wird. Aus der rolle fallen darf , ohne gleich wiede reglmentiert zu werden.
Da ich ja beruflich auch mit " gekonntem Schlagen " zu tun hatte, habe ich ihm auch gezeigt wie man sich wehren kann. Können kann Xaver es, aber leider traut er sich eben nicht, das einfach mal zu tun.

Leider ist mein eigenes Leben vor zwei Jahren derart aus dem Ruder gelaufen, das ich das seit dem nicht mehr machen kann ( also ihn zu mir holen in den Ferien ) :wein::wein: Doch ich kämpfe für meinen süßen lieben Neffen weiter , zumindest aus der ferne

Insgesamt lieben die Eltern von Xaver ihn und Gene können nicht von heute auf morgen umprogramiert werden, doch denke mal die Therapie wird allen gut tun und weiter helfen.

Vielen Dank nochmal für eure Statements :blume:
 
Ich finde es echt toll das du dich trotz aller Probleme für deinen Neffen einsetzt. Solche Menschen die Leuten in ihrer Nähe helfen, finde ich toll. :blume::blume:
 
Hm, meine Eltern haben mich auch ins Judo geschickt, um mein Selbstvertrauen zu stärken. Ich habs gehasst. Der Oberhammer war, als meine Mutter vor allen anderen noch einen dämlichen Word-Ausdruck aufgehängt hat, ich soll doch nicht über den Kopf rollen, weil ich das nicht hinbekommen hab. Mit 7 Jahren. Jedenfalls will ich damit sagen, auch das kann schief gehen. ^^ Geholfen hat es mir in sofern, als dass ich mich als Frau in der Welt nicht ganz opfermäßig fortbewegen muss und nicht ständig hinter mich gucken muss, wenn ich alleine abends unterwegs bin.

Gegen die Mobbingattacken in der Schule, denen ich ausgesetzt war, hat es absolut nichts gebracht. Auch da waren im Grunde meine Eltern "Schuld". Ich hatte nie Markenkleider und war immer am "oberen Rand des BMI Normalgewichts". Meine Eltern haben sich nie wirklich für Mode interessiert und hatten auch nicht viel Geld, also durfte ich die alten Pullover von meinem Onkel auftragen. Ich bin absolut gegen den Markenfetischismus und habe als Erwachsene auch eine andere Einstellung zu meinem Gewicht. Aber als ich in der Mittelstufe (am Gymnasium, völlig egal..) mit "Hallo fette Tonne" begrüßt wurde und mir Gutscheine zur Fettabsaugung zugesteckt worden sind, hat mich das unglaublich fertig gemacht. Es war ein bisschen erträglicher, als ich mich für andere Mobbingopfer eingesetzt habe, denen es noch schlechter ging als mir. Ich stand einige Male beim Vertrauenslehrer. Das wäre dann auch mein Tipp, denn der war bei uns zumindest extrem fähig und hat das ganze dann in mehreren Gesprächen alleine und mit den "Mobbern" gelöst. Zur Oberstufe hat sich das bei den meisten zum Glück gelöst, bis auf ein Mädchen, die nicht mal eine Seite in der Abizeitung bekommen hat, weil sie die zuständige Mitschülerin blöd fand.

Insgesamt wird es wohl immer schlimmer, nach allem, was ich von ehemaligen Schülern meiner Schule gehört habe. Ein Freund, der 5 Jahre vor mir die gleiche Schule besucht hat, meinte, dass es bei ihm völlig undenkbar gewesen wäre, wenn Jungs sowas zu Mädchen gesagt hätten. Und inzwischen ist Mobbing was ganz "Normales" geworden.
 

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