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Ideen ? Hilfe ? Anregungen ? Mobbing eines 12 Jährigen

  • Starter*in Starter*in Mimikri
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Was machste, wenn im Umfeld keiner cool genug ist??
Dann wird das zum ewigen Kreislauf.
Was dabei rauskommen kann hat man an diversen Amokläufen mitbekommen oder den etlichen Suiziden.
 
Xaver fehlt es nicht an Selbstvertrauen. Er könnte noch so ein guter Kampfsportler sein, und sich verbal noch so adequat verteidigen... Xaver ist auf dem Heimweg alleine. Man kann sich aufwerten, indem man ihn entwertet. Man kann Alphamännchen sein, indem man ihn zum Omega macht.
Das alles klappt deshalb so toll, weil keiner was davon mitkriegt. Es heißt immer so schön "Mobbing ist eine Pflanze, die im Schatten wächst".

Würden die Anreifer mal zufällig bei ihrer Mobbingaktion von jemandem erwischt werden, dann wäre dort schnell Ruhe. Vor allem dann, wenn derjenige der sie erwischt, "cool" genug ist. Ich denke, wenn das die Mutter wäre, könnte man das wieder gegen Xaver verwenden.


Es wäre natürlich gut, wenn man Zeugen oder am besten gleich jemanden hätte, der die ganzen Übergriffe filmt, denn dann hat man wenigstens einen Beweis.
Die Übergriffe auf dem nach Hauseweg zu starten ist praktisch für die Angreifer, denn obwohl Opfer und Täter auf dieselbe Schule gehen, ist diese dann für die Übergriffe nicht verantwortlich.
Und wenn es in der Schule passiert werden die Scheuklappen aufgesetzt (Bloß keinen Ärger riskeren). Leider werden die Täter geschützt und auch noch unterstützt, denn Mobbing funktioniert auch sehr gut, weil die Täter auf die Feigheit der anderen zählen können.

Ich habe in der Schulzeit ähnliche Erfahrungen machen müssen und bekam auch kaum Unterstützung. Frei nach dem Motto: Ich solle mich halt nicht so anstellen.
Danke, geholfen hats nicht wirklich.

Ansonsten verweise ich auf Monaroses Tipps.
 
Hallo miteinander

Ich bin stolze Tante eines wunderbaren Neffens. Dieser ist ein insgesamt sehr aufgewecktes Kerlchen, mit einem stabilen , friedlichen Elternhaus.

Xaver , ist jetzt 12 Jahre alt geworden und besucht bald die 7 Klasse einer Realschule. Er wohnt in einem kleinen Dorf, die Schule ist in einer größeren Stadt. Um die Schule zu erreichen fährt er jeden Tag mit dem Schulbus.

Er ist von Baby an, sehr behütet aufgewachsen und kann, im vertrauten Umfeld sich gut mitteilen, ist sehr sensibel , interesiert sich überwiegend für Landmaschinen aller Art , macht Sport und ist jetzt natürlich auch in der Vorpupertätsphase.

In der " Öffentlichkeit " ist er der ruhige , zurückhaltende , der sich schwer tut mit neuen, ungewohnten Situationen & Menschen. Es dauert lange bis er Kontakte/ Freunde findet .Trotzdem ist er in seiner Klasse dieses Jahr zum Klassensprecher gewählt worden und macht diesen kleinen " Job " soweit auch ganz gut.

Leider hat er ein großes Problem, das bedauerlichweise sehr eskaliert ist. Mobbing in der Schule

es begann schon im Kindergarten. Ein gleichaltriger Junge, der um die Ecke von ihm, also im selben Dorf wohnt, macht schon seit Jahren Xaver das Leben schwer.

Nun hat meine Schwester sich natürlich darum gekümmert. Xaver wurde in eine andere Kindergartengruppe versetzt.In der Schule wurde Xaver allerdings wieder mit diesem Jungen in eine Klasse gesteckt. Es war dann eine Weile Ruhe, doch seit ca 2 Jahren schauckelt sich das alles immer höher.

Xaver ist ( noch ) nicht so gewachsen und sehr dünn . ( liegt in der Familie und gibt sich erfahrungsgemäss mit zunehmenden Alter ) . Das war/ ist für dieses andere Kind immer wieder ein Grund auf Xaver rumzuhacken. Erst verbal, dann zunehmend mit Attaken aller Art, wie ins Ohr brüllen, beleidigen, spucken und nun eben gestern enstand eine Gruppendynamik und Xaver wurde als Hässlich, schwul ....betitelt, mit Gewalt wurden ihm Schuhe& Hose ausgezogen.
Diese Attaken finden immer nur auf dem Heim oder Hinweg statt.

Nun bemüht sich meine Schwester schon lange sehr um eine Lösung. Xaver besucht auch eine Schule, die spezielle Anti Mobbing Programme hat. Diese wurden auch schon von der kompletten Klasse durchlaufen und innerhalb des Schulgeländes ist auch Ruhe vor dem Peiniger.

Ein Landesprogramm welches kostenlos angeboten wird für Schulen, wurde von meiner Sis auch aktiviert, doch die Lehrer verneinten ,dies mit dem Argument noch mehr Arbeit könnten sie nicht gebrauchen und würden das auch nicht leisten wollen.

Es wurde der Direktor, die Klassenlehrerin, der an der Schule arbeitende Sozialarbeiter mit ins Boot geholt . Leider fruchten die Bemühungen der involvierten nicht wirklich.
Xaver entwickelt seit kurzem auch noch eine Zwangsstörung, das heißt er muss bevor er in die Schule oder woanderst hingeht , immer erst bestimmte Sachen kontrolieren. ( Ist der herd aus? Kühlschrank zu? PC aus ? ) Je nach Streßlage inzwischen schon bis zu 12 mal bevor er gehen kann.

Wir haben jetzt zum 5 September einen Gesprächstermin bei einer Institution, die spezielle Therapien anbietet für Mobbing, soziale Ängste und Zwangsstörungen. Versuche ihn über Kampfsport ( Judo ) und selbstvertrauen stärkende Sportarten wie Klettern zu festigen sind schon erfolgt und laufen nach wie vor.
Ein Rethorikkurs ist in den Ferien gebucht.
Mit den Eltern des " Arschlochkindes " also Mobbers wurde auch mehrfach gesprochen.
Diese sagen allerdings: Ach zu Hause ist unser kleiner lieb. Soooo schlimm kann das ja wohl nicht sein.Nach dem Motto: Stellt euch mal nicht so an.
Gespräche mit Xaver selbst gab es unzählige.


Wir wissen, das es Xaver einfach an Selbstvertrauen fehlt, doch es ist einfach auch der Typ Mensch, der ruhig / schüchertn und sensibel ist.Und somit nicht einfach " umzuschalten ".
Wobei wie schon erwähnt: Zuhause kann er ganz schön laut werden, vertritt auch seine Meinung und Einstellung.

habt ihr vielleicht noch Ideen , Anregungen wie man den jungen Mann stärken kann ? Wie man mit der immer schlimmer werdenenen Gewalt auf dem Heim/ Hinweg entgegen wirken kann ?

Wir sind inzwischen echt ratlos. Vielen lieben herzlichen Dank für eure Antworten

Thama Mobbin in der Schule. Ich kann nur sagen wir leid mir sowas tut. Was man aktiv dagegen machen kann, leider oft nicht viel. Denn normal sollten Eltern ihren Kindern beibringen das man sowas nicht tut. Ich selber war als Kind auch ein Mobbing opfer und jünst war mein Kleiner sohn auch mal in die Schußbahrn geraten. Ist aber wieder raus.


Mein Wunsch war es zu diesem doch so brandheißen Thema eine Homepage zu erstellen. Aber nicht alleine, sondern in der mehr Leute zusammenhelfen. Genau genommen habe ich drei Leute die da aktiv mimachen würden.

Die Leute hier aus dem Hilfeforum gehören eher nicht dazu.

Zurück zum Thema. Das Kind sollte sich den Eltern oder auch dir anvertrauen. Dann sollte man die Eltern der Mobber aufsuchen. Ist leider oft schwer, weil es oft die Kinder sind, deren Eltenr tagsüber was besseres zu tun haben als auf den Nachwuchs zu achten.

Mein Kinderarzt riet mir den Eltern der Mobber darauf hinzuweisen das sie für die Konseqenzen aufkommen müssen und er meinte auch das man das Kind das gemobbt wird in einem Verein tun sollte um dessen Selbstbewußt sein zu stärken.
 
Das Mobbing hinterlässt definitiv Spuren dagegen kann man nix machen.

Wenn man gegen diese Spuren allerdings nix unternimmt, wird die Spur immer länger und das Opfer fliegt irgendwann aus der Spur.
 
Wichtig ist, dass er irgendwo, wenn schon nicht richtig in der Schule, den Anschluss ausserhalb findet.
Ich würde euch auch empfehlen es mit Theater spielen zu versuchen. Das ist sehr gut für das Selbstbewusstsein.

Macht er zur Zeit nur Judo ? Wie sieht es mit Mannschaftssport aus? Gibt es bei euch einen Fuß/Basketballverein?

Ich denke, dass es aber auch wichtig ist, dass ihr ihn nicht zu sehr behütet. Ein Stück weit muss er auch selbst schauen, wie er mit der Situation umgeht. Selbstverständlich heisst das nicht, dass ihr ihn damit alleine lassen sollt.

Vielen Dank für Deine Anregungen :daumen:

Theater ist eine klasse Idee. Habe es schon weiter gegeben an meine Sis.

Xaver ist im Klettern, also in einer Gruppe . Das macht ihm Spaß und noch wird er dort nicht gemobbt, aber halt auch nicht wirklich wahrgenommen, weil er eben so still ist.

danke auch für den Tipp mit dem überbehüten. Meine Schwester ist wirklich sehr Gluckenhaft und auch ein Kontrollfreak. Vielleicht liegt da ja die Wurzel des Problems. Ich werde mir das mal genauestens druch den Kopf gehen lassen.Danke für den Gedankengang.

Ich selbst habe ja auch eine Sohn...schon erwachsen und war eher ein kleiner Chaot bei der Erziehung. bei mir gabs Unmengen an Liebe , aber eben nicht drei Mahlzeiten zu den immer gleichen Uhrzeiten auf den Tisch. Nicht das mein Kind nicht satt geworden wäre, doch ich nehme es da lockerer. bei mir darf auch auf der Couch gegessen werde.
 
Das Kind sollte sich den Eltern oder auch dir anvertrauen. Dann sollte man die Eltern der Mobber aufsuchen. Ist leider oft schwer, weil es oft die Kinder sind, deren Eltenr tagsüber was besseres zu tun haben als auf den Nachwuchs zu achten.

Mein Kinderarzt riet mir den Eltern der Mobber darauf hinzuweisen das sie für die Konseqenzen aufkommen müssen und er meinte auch das man das Kind das gemobbt wird in einem Verein tun sollte um dessen Selbstbewußt sein zu stärken.[/QUOTE

Danke für Deine Vorschläge :blume:

Es gab etliche Gespräche mit den Eltern des Hauptmobbers/ Täters
Leider sehen diese ihr Kind als Engelchen an: Der ist doch ganz lieb zuhause...ALSO SOOOO schlimm kann das ja dann wohl nicht sein.:mad:
 
Gespräche mit Mobber-Eltern machen keinen Sinn.

Ihr könntet einmalig einen Anwalt einen Brief aufsetzen lassen, in dem er die Vorfälle kurz schildert, sofortiges Abstellen verlangt und sich vorbehält, bei einer nächsten Attacke umgehend Jugendamt und Polizei einzuschalten.

Solche Leute funktionieren ausschließlich über Druck.
 
Ja dann wie Monarose geschrieben hat. Das sagte auch der Kinderarzt das man das dann den Eltern der Mobber androhen kann. Ich bin selber immer sehr wütend wenn ich sowas höre und wünschte mir diese Leute vorzuknöpfen.

Mal auf den Tisch hauen. Bin echt froh das mein Kleiner das so hinbekommen hat. Die Eltern von den zwei bei uns haben das auch nicht gesehen. Mich würde schon sehr interessieren wie das dann weiter gegangen ist. Was ihr erreichen konntet.
 
Hallo miteinander

Zunächst vielen Dank, das ihr euch Zeit genommen habt , nachzudenken und zu antworten.

Der aktuelle Stand :

Meine Schwester ist, nachdem ich ihr unmittelbar die Ratschläge immer wietergegeben habe, zur Schule gefahren und hat erstmal bei dem Direktor der Schule damit gedroht , sowohl Presse als auch Schulamt einzuschalten, wenn weiterhin nicht reagiert wird.

Es hat tatsächlich geholfen, obwohl
1. der Direx in ein paar Tagen in Rente geht und
2. Ferien ab Mittwoch sind.
Der Direktor wird am Montag sowohl mit den Täterkindern als auch Tätereltern sprechen und meinte auch, das durchaus ein Schulauschluss des Hauptmobberkindes in Betracht zu ziehen sei.

Also heißt es jetzt abwarten....

100000 Dank euch allen für eure Hilfe .:blume: Ich werde weiter berichten , was so passiert
 
Ein freundliches Hallöchen 🙂

So...nun gab es am Montag erst Einzelgespräche mit Xaver und den Mobbern. Dann wurden die jeweiligen Eltern telefonisch in Kenntnis gesetzt und auch - falls solche Vorfälle nach den ferien wieder vorkommen- auf die Konsequenzen hingewiesen.

Gestern gab es ein Gruppengespräch unter der Leitung des Direktors und eines Sozialarbeiters , der spezialiesiert ist für Mobbing.
Die Täter stritten alles ab , keiner hätte nur irgendwas getan. Da es aber unabhängige Zeugen des Vorfalls gab, war es zwecklos.Genau wie die Eltern wurden sie darauf hingewiesen, das sie Konsequenzen tragen müssen, falls es nochmal vorkommt. Sie mussten sich bei Xaver alle entschuldigen.

Xaver kam glücklich wie schon sehr sehr lange nicht mehr nach Hause. :daumen: Zuerst hatte er ja große Angst am Montag noch, den Tätern wieder zu begegnen. Doch das Gespräch gestern hat wohl einiges wieder ( vorerst zumindest ) geklärt.
Ganz süß...... hat er sich abends bei Mama bedankt, das sie zum Direktor ist. Und die hat ihm fest versprochen, auch wenn jetzt eine neue Dirketorin kommt, wenn nochmal so etwas passieren sollte, das sie sofort wieder auf der Matte stehen wird , um das zu klären.

Die Therapie wird trotzdem begonnen. Die Idee mit dem Theater wird jetzt auch aufgenommen . Meine Schwester hat sich schon mal informiert, was es so an Möglichkeiten gibt.

Vielen Dank nochmals euch allen für eure Anteilnahme und Ideen. :daumen::blume:
 

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