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Ich wurde betrogen und belogen-und bin geblieben

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Hallo Vergessenes Ich!

Also ich kann nur eins sagen,dein Mann tut mir unendlich Leid.Der muss sich ja wie im Gefängnis vorkommen.Ich würde mit meinem Mann niemals so umgehen.Er hat alle Freiheiten die er will.Er gehört mir nämlich nicht,sondern ist ein eigenständiger Mensch.Mach nur weiter so,dann ist er eines Tages doch weg.Wenn ich an seiner Stelle wäre hätte ich schon längst die Flucht ergriffen.


Liebe Grüsse

tja, liebe lizzy,dazu kann ich nur sagen,dass er unser ganzes leben lang ALLE freiheiten hatte, die man nur haben kann.ich habe ihm zu 1000% vertraut,er hatte immer trotz familie an den hacken sein eigenes leben und musste so gut wie nie rücksicht auf mich nehmen.

wenn er die flucht ergreifen will,dann soll er das tun,ich halte ihn bestimmt nicht auf.UND, ich weiss, dass er mir nicht gehört,so weltfremd bin ich nun auch wieder nicht.und wenn du aufmerksam gelesen hättest,dann hättest du auch gemerkt,dass ICH so wie ich jetzt handel, nie gewesen bin und auch so nicht bleiben will.

warst du schon mal in ähnlicher situation😕?ich denke nicht.und wenn es so wäre,dann muss ich über deine aussage nur den kopf schütteln.aber egal-leben und leben lassen,nicht wahr?

schön, dass du momentan so eine tolle und freie beziehung führst,ich beneide dich, denn so war unsere beziehung auch mal und das ganze 16 jahre lang.und ich habe es jetzt leider schon so manches mal bereut, dass ich so vertrauensvoll war-aber für mich war das immer das A&O in einer partnerschaft.dass du mich jetzt so blöde darstellst,geht mir echt auf`n sack, wenn ich das mal so sagen darf.

was solls,ich wünsch dir jedenfalls nicht so`n scheiss an die hacken.in diesem sinne.....
liebe grüsse zurück
 
Hallo, zusammen!

Les hier immer wieder mit, weil mich der Titel dieses Threads von VergessenesIch ansprach.

@ lizzy!
Danke für die Gedanken über das "Reifen", das tat mir sehr gut, das zu lesen und so irgendwie ahne ich auch, dass es vielleicht doch irgendwann mal Sinn haben wird, was mit uns passiert ist.

Hab das "Danke" allerdings gestern zum falschen Beitrag gesetzt, das war ja nur das "Zitat".

@ VergessenesIch!

Vor 7 Jahren erlebte ich mit meinem Mann genau das Gleiche (IT-Liebe). Er blieb, ich war so dankbar dafür, ich wollte gut genug sein, ....

Ich reichte doch nicht (hat aber noch andere Gründe, ist ja immer so komplex so eine Beziehung), denn vor 8 Monaten hat er uns dann tatsächlich verlassen.

Diese Wut über diese Ungerechtigkeit, die du verspürst, kenn ich schon auch, kämpf immer wieder damit, aber ich bin draufgekommen, dass ich "mit Schuld" trage, denn ich hab`s zugelassen.
Aber das ist nicht verwerflich, das ist ehrlich, ich dachte, ich wüsste, wofür.

Klingt jetzt ein bisschen verworren, vielleicht ist es auch noch so, aber es ist so schwer, Empfindungen in Worte zu fassen.

Damals vor 7 Jahren hatte ich auch die Wahl, vertrau ich wieder oder werde ich misstrauisch.

Ich entschied mich, durchaus bewusst, für`s Vertrauen, denn ich hätte mich selbst dabei am meisten kaputt gemacht und hätte Angst gehabt, ihn mit meiner sonst nicht üblichen Klammerei abzustoßen.
Vertrauen gehört einfach zu einer Beziehung (eigentlich eh egal zu welcher Art von Beziehung (Kinder, Eltern, Freunde,...).

Mein Mann hatte auch alle Freiheiten, war auch schon wegen seines Jobs so, und er pochte auch geschickt mit Aussagen auf dies und jenes, und warum das jetzt halt einfach so wäre und er erwähnte immer wieder, wie er seine Freiheit bei dem ganzen Stress in der Arbeit brauche.
Und für die viele Arbeit machte er uns auch noch verantwortlich, denn wir würden so viel kosten und ich würde sein Geld rausschmeißen.

Ich/wir haben das auch nicht "verdient", damals nicht und jetzt auch nicht, er wollte daraus für sich nichts mitnehmen, eben nicht reifen, ist nur auf der "Verdienerschiene" geblieben, zwischenmenschlich kam leider kein Prozess in Gang.
Und er vertschüsste sich erneut, diesmal mit einer Arbeitskollegin.

Was ich eigentlich damit sagen will, ist, ich entschied mich ja damals auch, mit ihm zusammenzubleiben.
Für mich war es richtig so, genau so.

Hinterher ist man eben immer gescheiter, heute weiß ich (Therapie, Gespräche, Überlegungen), dass wir zu schnell wieder zusammen kamen (er war ja so eigentlich noch gar nicht weg).
Mach mir deshalb immer noch Vorwürfe, denn hätte ich damals anders reagiert (die Chance war ja groß, denn die damalige Geliebte war 400 km entfernt), hätte er vielleicht sein "Paket" auch mitnehmen können und öffnen.

Aber die Chance bekam ich nicht mehr und dieses Mal erst Recht nicht, aber damals war meine Entscheidung aus tiefstem Herzen richtig.

Ich war so, ich bin so, ich hätte es gar nicht anders machen können und ich habe "dafür" auch nie was verlangt, wäre mir gar nicht eingefallen.
Dass er anders denkt, konnte ich nicht ahnen, denn es heißt so schön "Wie der Schelm denkt".

Und ich wünsche mir, dass ich nicht anders werde mit meiner Wertvorstellung von Beziehung und Familie und was ich mit Vertrauen verbinde, aber ich wünsche mir, dass ich es schaffe zu lernen, meine Bedürfnisse nicht hinten anzustellen.

Und dieses Mal ist es auch die richtige Entscheidung, nicht mehr um ihn zu betteln, zu kämpfen, obwohl es mir dabei oft das Herz zerreißt, aber er hat Ansichten und Eigenschaften entwickelt, die ich nicht mehr vertreten könnte, trotz meiner "Noch-Liebe" zu ihm.
Ich kenne nun viel zu viel von ihm, sozusagen.

War mir einfach ein Anliegen, das zu schreiben, weiß gar nicht, ob`s verständlich ist, was ich damit meine.
 
hallo reflect..

ich hab dich gut verstanden und weiss,was du meinst.
ich habe mich auch entschieden,ihm wieder vertrauen zu schenken,denn man kann es nur weitergeben,vertrauen kann nicht erarbeitet werden.nur fällt es mir soooo schwer,ich kann da gar nichts gegen tun.

ich bin ein durchaus vertrauenschenkender mensch,ich glaube immer eher an das gute im menschen als an das böse.
ich habe meinem mann immer vertrauen entgegengebracht, ich hätte nicht nur meine hand für ihn ins feuer gelegt, ich hätte mich ganz in feuer geschmissen.ich hab nie was auf ihn kommen lassen.und glaub mir, ich musste mir schon so einiges anhören.

ich wäre doch sehr naiv,ich liesse ihm viel zu viele freiheiten,dass du das mitmachst etc.etc.
hat mich alles nicht interessiert,ich dachte,nur ICH kenne meinen mann,lass die anderen mal reden.
ich hätte vielleicht so manches mal nachhaken sollen.aber ich bin so eben nicht.ich habe eben meine art und ich möchte sie eigentlich auch nicht verlieren.

genauso, wie du geschrieben hast.du bist so und möchtest gar nicht anders sein.ich weiss, dass es menschen gibt, die nicht immer nur gutes mit einem im schilde führen.aber ich dachte, ich erkenne das und liesse sie nicht an mich ran.

manchmal glaub ich, ich hab so gar keine menschenkenntnis.vielleicht bin ich in der hinsicht tatsächlich naiv?
man sagt ja immer, frechheit siegt.aber ich bin nun mal nicht frech und will es auch gar nicht werden.

liebe grüsse......
 
Hallo, VergessenesIch!

Ich weiß, was du meinst.

Mein Selbstwert damals war auch unter Null, konnte sich vermutlich nie bis viel über Null erholen, weil es damals so sang- und klanglos mit uns wieder weiter ging.

Dieses Mal war mein Selbstwert auch wieder unter Null und zusätzlich kam mir mein ganzes Leben wie eine einzige Lüge vor, heut (8 Monate später) sogar noch.

Denk auch immer wieder, wie dumm, naiv und blind ich war, gerade, weil wir (und nach der ersten Arffäre ich) schon so viel gemeistert haben und vor allem, weil wir schon so lange zusammen waren.

Und immer noch hab ich noch nicht damit aufgehört, mich selbst auf den Kopf zu stellen, zu schauen, wo mein Anteil am Scheitern ist.

Immer mehr Dinge fallen mir ein, die vermutlich gleich schon am Anfang unserer Beziehung nicht als normal zu bezeichnen gewesen wären, aber ich denke heute, dass wir auch alle durch die Beziehung zu unseren Eltern geprägt sind.
Von ihm wusste ich einfach viel, ich hatte so viel zu geben, sodass mir das eigentlich nie auffiel.
Natürlich war ich nicht immer zufrieden während unserer Ehe, aber ich fand immer wieder "Entschuldigungen" dafür und versuchte, zuerst bei mir anzusetzen, wenn`s mal nicht so lief.
Und mir kam vor, es nützte was.

Diese Wut auf ihn, auf mich keimt immer wieder in mir hoch, jetzt aber erst, seit ich ihn natürlich auch mehr beleuchte und beleuchten kann, weil wir einfach nicht mehr zusammen wohnen.

So viele Widersprüche fallen mir auf in seinem Denken und Handeln, aber auch erst jetzt.
Muss dazu sagen, dass wir seit jeher durch seine Arbeit eher eine "Viertelwochen"-Ehe hatten, so, wie bei anderen war das bei uns nie und so konnte ich auch nicht so vergleichen.
Und mit den Kindern ist ja auch vieles "überdeckt", oder wie man da sagen soll.

Aber wie gesagt, ich war nicht unzufrieden und dachte eigentlich, dass wir uns gut ergänzen würden.
Er der Kopfmensch, ich der Bauchmensch.

Wäre er nicht nochmals ausgebrochen, ich hätte mir unser Leben weiterhin so vorstellen können, wie es war mit der Hoffnung auf mehr gemeinsame Zeit, aber ich wusste, die würde kommen, wenn wir aus dem Gröbsten raus sind, waren ja noch im Aufbau und die Kinder noch nicht erwachsen.

Allerdings nur bis zu dem Zeitpunkt, als er sie in sein Leben ließ und das passierte schon früher als der eigentliche Seitensprung.

Leider schob ich diese Veränderung an ihm auf die viele Arbeit und dafür machte er mich verantwortlich und ich ließ es zu.

Ich hätte nach dieser ersten Affäre sogar wieder die Hand ins Feuer gelegt für ihn, so sicher war ich, dass das das Gleiche in ihm ausgelöst hätte wie in mir.
Und wenn ich mich bewusst noch mal in diese "Zwischenzeit" reinversetze, ich könnte nichts anderes behaupten.

Jetzt seh ich natürlich vieles schon anders, grad auch in Bezug auf die Kinder usw., aber darauf komm ich auch erst so Stück für Stück.

Aber bei uns ist es Tatsache, dass da nichts mehr wird mit uns, weil er definitiv nicht mehr dieses Lebensmodell leben mag und das gemeinsame "Dranarbeiten" nicht mehr geht.

Nur bei euch beiden bin ich mir eben noch nicht so sicher.
Aber es ist auch schwer, denn eigentlich müsste man ja bei jeder Geschichte mit "Es war einmal..." anfangen und das ist für hier einfach zu lange.

Dafür hat man aber eh das soziale Umfeld mit Leuten, die beide kennen. Bei mir ist`s, dass es mir nach dieser langen Zeit des Nützens auch schon schwerer fällt, wieder mit dem Thema anzufangen, obwohl ich weiß, dass ich könnte.

Vielleicht schwirr ich ja auch deshalb in diesem Forum umher und in noch einem anderen.

Hier ist es halt einfach so wunderbar, dass man auch Denkanstöße von Menschen bekommt, die entweder die ähnliche Geschichte haben oder eine ganz andere Seite vertreten und den Blickwinkel ändern lassen.

Alles Gute für dich, reflect
 
hallo ihr lieben

heute war ich endlich beim arzt,weil ich so langsam angst bekomme,dass ich bald verrückt werde.meine gedanken lassen sich momentan überhaupt nicht sortieren,ich springe von verzweiflung zu trauer,von hilflosigkeit zu resignation,von hoffnungslos zu apathisch.alles dabei-nur keine positiven gefühle.

tja,und mein doc ist der meinung,dass ich mich doch einer depression gefährlich nähere,bzw.drinstecke.ich hatte es befürchtet, aber will das nicht.ich will frei sein,frei von diesen miesen gedanken,ich möchte stark sein und lebensfroh.

wann kann ich bloss mal wieder unbeschwert lebensfroh sein?
heute ist mal wieder alles mist,es sind mal wieder ungereimtheiten aufgetreten,die immer mit der gleichen erklärung abgetan werden.
ich kann da leider nicht intensiv drauf eingehen.

im vorwege dieser ungereimtheiten hatte ich schon eine vorahnung,dass es genauso ablaufen würde und ich wusste auch genau die erklärung, die ich dafür bekommen würde.
ich hatte mir geschworen, konsequent zu sein in meiner reaktion,aber selbst das schaffe ich nicht.und meine mut-und hilflosigkeit kotzt mich so an, dass ich mich selbst schon zum kotzen finde.

manchmal denke ich ,geh du doch einfach.versuche erst mal, dich allein zur ruhe zu bringen.vielleicht bin ich dann in der lage,die richtige entscheidung zu treffen.ich liebe meine kinder über alles,sie sind mein lebensmittelpunkt ´,ich kenn mich gar nicht mehr wieder,dass ich selbst sie jetzt hintenanstellen würde.was ist nur aus mir geworden?

hoffentlich kann ich morgen aus meinem (schon wieder vorhandenem)tief ein wenig rauskrabbeln.ich wünsch es mir.
ich wünsch euch allen eine gute nacht.

liebe grüsse...
 
Guten Morgen, VergessenesIch!

Der Schritt, zum Arzt zu gehen, war sicher ein guter.

Immer mehr wird mir bewusst, was bei uns damals schief lief.

Bei uns war das Thema sozusagen nach 3 Monaten "gegessen", ich machte das wirklich mit mir selbst aus und verrannte mich in mir selbst und gab mir selbst für alles die Schuld, umsonst geht man ja nicht fremd usw.

Niemand holte mich da raus, nicht mal er, mein Partner (vielleicht mit gutem Grund?).

Ich glaube, ich bin seit damals in diesem "Schockzustand" geblieben, denn bis man das alles begreift, das ganze Ausmaß realisiert, vergehen schon mal Monate, da war für mich mit dem Auseinandersetzenkönnen aber schon wieder Schluß, weil er dem nicht standhalten konnte und mir ein schlechtes Gewissen einredete, dass ich noch immer wegen des Themas auf ihm rumtrampeln wolle ....
Er wäre ja da, was wolle ich denn noch?

War ja damals auch einfach, da zu bleiben, denn sie war sooo weit entfernt, alles wäre für ihn so umständlich gewesen und sie war ja auch nicht das Gelbe vom Ei, wie wir erfahren mussten.

Auch, wenn das Ende vielleicht auch nicht zu verhindern gewesen wäre (er ist eben auch so wie er ist), aber ich hätte meine Wunden gesehen und hätte sie heilen können, für mich, und wir hätten zusammen daran arbeiten können (was ja an sich gut ist).

Und ich hätte mein Leben in die Hand bekommen, denn vielleicht wär ja ich dann skeptischer geworden, vielleicht wären mir ja Dinge aufgefallen, die ich nicht mehr so gewollt hätte, wie sie waren.

Hab noch mal deine Geschichte so quer gelesen.
So, wie`s zumindest ausschaut, stellt sich dein Mann ja auch und versteht, dass du noch sehr daran knabberst.

Es war ja erst im August (das sind jetzt erst 5 Monate her), als du das rausgefunden hast, da fällt man in ein riesiges Loch, ist im Schockzustand und kann das ganze Ausmaß ja gar nicht begreifen.
Bei so vielen ungeahnten Situationen kommt das immer wieder hoch, es geht so tief und ist so weitreichend.

Psychische Verletzungen sind so viel langwieriger als physische, auch das Entdecken.
Und zuerst schützt sich der Körper, glaub ich, selbst, und läßt diesen Schmerz noch gar nicht so zu.
Man fühlt sich ja sprichwörtlich taub, spürt sich nimmer und geht total auf Sparflamme (nicht schlafen, nicht essen,...).

Ich gäbe alles dafür, wenn ich nochmal die Chance hätte, anders zu reagieren damals, meine Enttäuschung und Wut auszuleben, mit ihm und mit Hilfe von aussen, so wie du das jetzt machst.

Dieses Mal wär ich gescheiter gewesen, hab, denk ich, richtig reagiert (für mich und die Kinder), aber es war schon viel zu spät, er war emotional schon viel zu weit weg von mir und uns, sie (die Frau) war einfach zu nah und oft vorhanden.

Ich glaube, du bist auf dem richtigen Weg!

Alles Gute dafür, reflect
 
hallo reflect,

den satz:"ich bin doch noch da, wo ist denn dein problem?" habe ich in den letzten monaten auch schon oft gehört.immer dann,wenn ich wieder ins zweifeln gerate und unsicher werde(und es ihm sage), dann fällt der satz.
er hätte doch gehen können,wenn er es gewollt hätte.hätte er ein leben gewollt mit ihr ,dann wäre er bei ihr geblieben.aber er ist doch hier,also sollte ich doch beruhigt sein.(ist das so einfach?mach ICH alles so kompliziert?)

schön, dass immer alles von ihm und seinem handeln abhängig ist.danke,dass du bei mir geblieben bist.danke,dass du durch deine affäre endlich erkennen konntest,wo du hingehörst.danke,dass du jetzt endlich weisst,wie schön es ist,sich am aufwachsen der kinder zu erfreuen....danke dafür.😕

nur ist der preis dieser erkenntnis ziemlich hoch für alle beteiligten.die kinder haben unsere noch andauernde krise auch nicht unbeschadet miterlebt.das belastet mich enorm.

das ICH noch da bin,das ist selbstverständlich anscheinend.er würde am liebsten einen schnitt machen,das gute,was er draus gelernt hat mitnehmen und weiter gehts.(aber nicht,weil es besser für uns ist,sondern bequemer).schön,leider für mich nicht durchsetzbar.ich mach mir einfach zu viele gedanken.ich sollte meinen kopf mal abschalten und alles hinter mir lassen,nach vorn schauen.aber ich muss den mist verarbeiten, mit verdrängen komm ich nicht weit.hab ich gemerkt.ich hab da so ein zwischending gemacht.irgendwie etwas verarbeitet,irgendwie etwas verdrängt,alles irgendwie vermischt.mit dem ergebnis,jetzt total konfus zu sein.

ich warte jetzt schon fast 12 jahre darauf,dass er endlich erwachsen wird.jetzt ist er soweit,das hat ihm das erlebte gezeigt.jetzt hat er endlich begriffen,was familie bedeutet.er brauchte das erlebnis mit der immer zeithabenden frau,mit einer frau,die spontan etwas mit ihm machte,die ihm bestätigte,was für ein toller mann er doch ist.dennoch merkte er,dass das doch nicht alles ist.für eine kurze zeit schön und aufregend,aber auf dauer doch nicht das leben,was er sich vorstellt.

er hat in der zeit mit ihr schönes erlebt und dennoch lehre draus ziehen können.ich habe in der zeit nichts schönes gelernt,ich habe die hässlichen seiten des lebens kennengelernt.für ihn war es in gewisser hinsicht heilsam,für mich krankmachend.absoluter gegensatz.er ist mir voraus, ich hechel hinterher und er wartet nicht auf mich.er merkt nicht,dass ich renne und renne,aber einfach nicht so schnell bin, wie er.
🙁

er hat also etwas erlebt,dass ihn voran gebracht hat,in seiner haltung uns gegnüber.ich hab den preis dafür zu zahlen.:mad:
liebe grüsse.....
 
Kann nichts mehr hinzufügen zu deinen Überlegungen, zu dem, wie du die Sache siehst.
Sind fast meine Worte, die ich nun dafür für damals finden würde.

Aber du wehrst dich im Gegensatz zu mir damals, du schaust, dass du wieder gesund werden kannst, du holst dir Hilfe, weil dein Mann (so wie meiner) den bequemeren Weg wählt, damit umzugehen.
Er ist sich des Ausmaßes ja gar nicht bewusst, das sieht man erst, wenn es einem selbst passiert ist, wie weh das tut.
Nicht mal, wenn jemand im Bekanntenkreis stirbt, ahnt man den Schmerz des Hinterbliebenen...

Das ist ja das, was ich mit physischer Verletzung meine.

Nichts blutet, nichts ist blau, es ist für den "Täter" (sehr grob gesagt) nicht sichtbar, was er angerichtet hat.

Ist ja sogar bei "Prüglern" schon schwer, denen die sichtbaren Verletzungen vor Augen zu führen, abgesehen davon, dass da die seelische Verletzung ja noch hinzu kommt.
Vielleicht ist der Vergleich ja doch etwas zu hart, aber so ungefähr kann ich das nur mit physischer und psychischer Verletzung verbildlichen.

Ich glaube nämlich nicht, dass mein Mann damals etwas gelernt hat draus, er sozusagen "Einsicht" hatte.
Ob er überhaupt eben nicht einfach nur bei uns geblieben ist, weil das mit der anderen Frau eh aussichtslos war (400 km, und noch ein anderes Problem dazu).
Ich glaube nicht, dass er uns "vermisst" hat und gesehen hat, was Familie auch Tolles haben kann, er sich bewusst für uns und mich entschieden hat.

Das ist das, was deinen Mann von meinem unterscheidet, denn diese "Einsicht" in Worte gefasst hab ich von meinem Mann niemals gehört, eben nur den Satz, er wäre ja eh da.

Und dieses Mal, wo ich gescheiter wäre, ist die Frau so nah.
Könnte ja nicht mal verlangen, dass er nach all den Jahren mit diesem Alter noch Job wechseln solle.
Weiß nicht, ob ich damit leben hätte können, auch, wenn ich mich mit der "Heilung meiner Verletzung" auseinandergesetzt hätte.
In dieser Firma dreht sich alles um die Firma, die sind so, wie soll ich sagen, lebensbestimmend (Urlaub, Anlässe finden, um zu feiern im Kollegenkreis, organisierte Sportveranstaltungen des Mutterkonzerns usw.).

Wie ich`s dreh und wende, es wäre auf dasselbe rausgekommen bei uns.
.... Oder ABER (Grund der Änderung meines Beitrages!)
noch ein Gedankengang dazu:
Oder es wäre doch wieder gut geworden, wenn ich meinen Wert wieder entdecken hätte können, meinen Selbstwert und den ausstrahlen hätte können, meine Bedürfnisse mitteilen und erwidert bekommen hätte können, da wär`s vielleicht dann egal gewesen, wo und wie und wann das passiert wäre mit den beiden.

Wer weiß es, ich konnt`s nicht mehr beeinflussen und erfahren, wie`s gewesen wäre, aber so könnte ich mir das u.U. auch vorstellen (so drüber nachgedacht grad).
Meine Liebe zu ihm war ja so groß, dass ich das vielleicht sogar versucht hätte zu tragen, wenn ich für mich stärker im Wertgefühl geworden wäre.

Bitte bleib auf deinem Weg und lass dich bei deiner "Heilung" nicht behindern, nur so könntet ihr, wenn du es verarbeitet hast (Narben bleiben immer), wieder eine entspannte Familie sein.

Und vielleicht beziehst du die Kinder auch in diese Phase ein, denn sie erleiden dadurch wirklich auch Schaden.
Für meine Tochter hab ich jetzt auch einen Termin bei einer Psychologin gemacht, bei der gleichen Anlaufstelle, wo ich bin.

Für sie wurde das Vertrauen zum Papa nämlich auch gebrochen, denn er wäre bereit gewesen, für eine Frau die Kinder zu verlassen.

Auch, wenn man so schön sagt, dass ja nur der Partner, aber nicht die Kinder verlassen werden und sie die "Partnerebene" ja nicht sehen können.
Aber Fakt ist, er wäre ausgezogen und er hätte sie im täglichen Umgang mit all den Freuden und Problemchen verlassen.
Deine sind ja auch schon größer und das erkennen und wissen sie.

Ich wünsch dir alles Gute, in meinen Augen machst du das richtig.
 
Zuletzt bearbeitet:
Guten Morgen, VergessenesIch!

Hab`s leider eilig und bin heute den ganzen Tag nicht da, aber eines wollte ich noch unbedingt los werden, das mir so in der "Aufwachphase" durch den Kopf ging.

Ich kann dir versprechen, dass es einen Punkt gibt, an dem man nicht ständig an die andere denkt und vor allem, der Schmerz vergeht!

Das war mir jetzt so wichtig, das noch zu schreiben!

Auch bei mir war das damals so, obwohl ich es nicht mit anderen und auch nicht mit ihm aufarbeiten konnte.

Damals hätten wir einfach eher Weichen besser stellen können, das Gesamtpaket besser betrachten können und auch ihn mit einbeziehen können ins Überlegen, warum er z.B. es nicht geschafft hat, für sich ein zufriedenstellendes Leben im Kreis der Familie zu finden und sein Zutun oder eben Nicht-Zutun anzusprechen, wenn wir die Sache zusammen und mit Hilfe bewältigen hätten können.

Denn er ist ja selbst auch maßgeblich daran beteiligt, dass er Bedingungen schafft bzw. sich einbringt, damit er zufrieden sein kann und das Erreichte im Aufbau genießen kann.

Ihr habt in meinen Augen wirklich gute Chancen, weil das bei euch
nicht einfach so abgetan wird nach so kurzer Zeit wie bei uns.

Noch einmal, auch ich fühlte mich danach wieder gut mit ihm, wirklich. Nur vergaß ich mich dabei und es ging bei uns "gleich" weiter.

Ohne Punkt und "Neustart", sondern in der gleichen Suppe, die er sich ja mit eingebrockt hatte, indem er z.B. "machen ließ", Erwartungen und Wünsche oder Freuden nicht ansprach.
Ich war immer am Hinterherhechten und hab das Leben von mir und den Kindern rund um ihn aufgebaut.
Und er hat sich darauf vermutlich verlassen, dass das der Weg war, dass er sich doch wohl dann endlich zufrieden fühlen würde.

Und ich hätte es diesmal sogar wieder mit ihm durchgetragen, aber eben mit ihm.
Und das ging bei uns dieses Mal nicht mehr, er ging zu schnell zu weit, als er sich wieder mal anfing, nicht wohl zu fühlen.
Das ist nämlich ein springender Punkt.

Zu diesem Ergebnis könntet ihr nämlich noch kommen, dass die Kommunikation besser funktionieren wird, dass Wünsche, Sehnsüchte, aber auch Erfreuliches angesprochen werden.
Dass sich der "Unzufriedene" vielleicht mal zuerst hinterfragt, bevor er "Schuld" für`s Unzufriedensein abwälzt und dann nach eigenem Gutdünken handelt.

Und dafür ist es auch wichtig, dass du auf die Beine kommst und er sich bewusst wird, dass das eben nicht "nur" so war.

Aber natürlich muss dann auch mal Schluss sein damit, wenn Veränderungen eingetreten sind, das ist klar.
Aber man muss sich, eben auch der andere, bewusst sein, dass man einen Veränderungsprozess in Gang gesetzt hat, der "Arbeit" bedeutet, jeder an einem selbst.

Das war mir jetzt einfach wichtig, das noch loszuwerden.

Schönen Tag noch, reflect

P.S. Etwas fällt mir noch dazu ein, aber ich muss weg
 
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