Hallo, zusammen!
Les hier immer wieder mit, weil mich der Titel dieses Threads von VergessenesIch ansprach.
@ lizzy!
Danke für die Gedanken über das "Reifen", das tat mir sehr gut, das zu lesen und so irgendwie ahne ich auch, dass es vielleicht doch irgendwann mal Sinn haben wird, was mit uns passiert ist.
Hab das "Danke" allerdings gestern zum falschen Beitrag gesetzt, das war ja nur das "Zitat".
@ VergessenesIch!
Vor 7 Jahren erlebte ich mit meinem Mann genau das Gleiche (IT-Liebe). Er blieb, ich war so dankbar dafür, ich wollte gut genug sein, ....
Ich reichte doch nicht (hat aber noch andere Gründe, ist ja immer so komplex so eine Beziehung), denn vor 8 Monaten hat er uns dann tatsächlich verlassen.
Diese Wut über diese Ungerechtigkeit, die du verspürst, kenn ich schon auch, kämpf immer wieder damit, aber ich bin draufgekommen, dass ich "mit Schuld" trage, denn ich hab`s zugelassen.
Aber das ist nicht verwerflich, das ist ehrlich, ich dachte, ich wüsste, wofür.
Klingt jetzt ein bisschen verworren, vielleicht ist es auch noch so, aber es ist so schwer, Empfindungen in Worte zu fassen.
Damals vor 7 Jahren hatte ich auch die Wahl, vertrau ich wieder oder werde ich misstrauisch.
Ich entschied mich, durchaus bewusst, für`s Vertrauen, denn ich hätte mich selbst dabei am meisten kaputt gemacht und hätte Angst gehabt, ihn mit meiner sonst nicht üblichen Klammerei abzustoßen.
Vertrauen gehört einfach zu einer Beziehung (eigentlich eh egal zu welcher Art von Beziehung (Kinder, Eltern, Freunde,...).
Mein Mann hatte auch alle Freiheiten, war auch schon wegen seines Jobs so, und er pochte auch geschickt mit Aussagen auf dies und jenes, und warum das jetzt halt einfach so wäre und er erwähnte immer wieder, wie er seine Freiheit bei dem ganzen Stress in der Arbeit brauche.
Und für die viele Arbeit machte er uns auch noch verantwortlich, denn wir würden so viel kosten und ich würde sein Geld rausschmeißen.
Ich/wir haben das auch nicht "verdient", damals nicht und jetzt auch nicht, er wollte daraus für sich nichts mitnehmen, eben nicht reifen, ist nur auf der "Verdienerschiene" geblieben, zwischenmenschlich kam leider kein Prozess in Gang.
Und er vertschüsste sich erneut, diesmal mit einer Arbeitskollegin.
Was ich eigentlich damit sagen will, ist, ich entschied mich ja damals auch, mit ihm zusammenzubleiben.
Für mich war es richtig so, genau so.
Hinterher ist man eben immer gescheiter, heute weiß ich (Therapie, Gespräche, Überlegungen), dass wir zu schnell wieder zusammen kamen (er war ja so eigentlich noch gar nicht weg).
Mach mir deshalb immer noch Vorwürfe, denn hätte ich damals anders reagiert (die Chance war ja groß, denn die damalige Geliebte war 400 km entfernt), hätte er vielleicht sein "Paket" auch mitnehmen können und öffnen.
Aber die Chance bekam ich nicht mehr und dieses Mal erst Recht nicht, aber damals war meine Entscheidung aus tiefstem Herzen richtig.
Ich war so, ich bin so, ich hätte es gar nicht anders machen können und ich habe "dafür" auch nie was verlangt, wäre mir gar nicht eingefallen.
Dass er anders denkt, konnte ich nicht ahnen, denn es heißt so schön "Wie der Schelm denkt".
Und ich wünsche mir, dass ich nicht anders werde mit meiner Wertvorstellung von Beziehung und Familie und was ich mit Vertrauen verbinde, aber ich wünsche mir, dass ich es schaffe zu lernen, meine Bedürfnisse nicht hinten anzustellen.
Und dieses Mal ist es auch die richtige Entscheidung, nicht mehr um ihn zu betteln, zu kämpfen, obwohl es mir dabei oft das Herz zerreißt, aber er hat Ansichten und Eigenschaften entwickelt, die ich nicht mehr vertreten könnte, trotz meiner "Noch-Liebe" zu ihm.
Ich kenne nun viel zu viel von ihm, sozusagen.
War mir einfach ein Anliegen, das zu schreiben, weiß gar nicht, ob`s verständlich ist, was ich damit meine.