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Ich will aufwachen

Wenn mich das aktuelle zu Hause so stört das es mir auf die Lebensqualität schlägt, würde ich bei der aktuellen Wohnungssuche nicht viel Terz machen. Normalerweise würde ich auch denken, ruhige Lage, wenig Treppen, Garage, etc.
Aber jetzt gilt es als einzigen Punkt zu bedenken, dass genügend Platz vorhanden sein muss, sodass die Kinder zu Besuch kommen können und es Übernachtungsmöglichkeiten gibt. Dieses Verhältnis darf sich qualitativ nicht verschlechtern. Alles andere würde ich jetzt als sekundär betrachten.

Wenn es natürlich in deiner Gegend kein Problem ist, an viele Wohnungen zu kommen die geeignet sind, würde ich evtl. lieber 3 Wochen länger suchen und dafür schon was ziemlich gut passendes suchen, bei welchem ich mir vorstellen könnte längerfristig wohnen zu bleiben.
 
Ja, das war sicher überspitzt ausgedrückt, auch wenn es irgendwo meiner Gefühlslage entspricht. Ich bin es einfach satt hier von dieser Person umgeben zu sein, hoffe, dass wir zügig mal ein paar Dinge klären und vereinbaren können und dass sich vielleicht doch zum Ende des Monats was in Sachen Wohnung tut..
Du wurdest so doll verletzt, ich finde sehr verständlich, dass da grade noch sehr starke Gefühle, grade vor allem starke Antipathie, da sind. Ich denke, durch diese ganzen Gefühle durchzugehen und sie auch da sein zu lassen, sie vielleicht auch hier auszudrücken, hilft bei der Verarbeitung. Auch wenn inzwischen ein Monat vergangen ist, ist es ja einfach noch sehr frisch, dass da ein komplett sachlicher Blick nur ab und zu funktioniert, kann ich gut verstehen.

Insgesamt machst du es sehr toll, finde ich! Ich drücke dir auch die Daumen bei der Wohnungssuche.
 
Du durchlebst eine gute Entwicklung im Zeitraffer, Respekt!

Dass du die Eskapaden deiner Frau verurteilst finde ich legitim und halte es als Mittel der Abgrenzung für nützlich.

Es wäre aber schön, wenn euer Verhältnis dadurch nicht längerfristig beeinträchtigt werden würde-

Das spüren Kinder- Wenn dieses Empfinden was du deiner Noch- Frau gegenüber hast, bei deinen Kindern ankommt, könnte es Schaden anrichten.

Freut mich für dich, dass ihr euch über das Wechselmodell einig seid.

Das bedeutet denke ich schon, dass du die Geduld aufbringen solltest, eine vernünftige Wohnung zu finden.

Viel Glück dabei 🍀
 
Zuletzt bearbeitet:
Guten Morgen zusammen,
ich hatte ja vor kurzem erst wieder etwas mehr geschrieben, hauptsächlich zu allem, was so letzten Donnerstag und darauf bei mir los war - also mit zeitlichem Versatz.

Ich hab gerade das Gefühl, dass ich mir ein bisschen Luft machen und Dinge aus dem Kopf schreiben muss - und ihr seid mir bisher eine tolle Hilfe - zum Xten mal also: Danke! (vorab)

..Ich muss einen etwas anderen Ton dabei anschlagen..

Ich sitze gerade im HomeOffice und kämpfe tatsächlich etwas mit den Tränen, da mir - jetzt gerade, zumindest gefühlt - alles etwas über den Kopf wächst.. Normal kann ich mir zB mit Musik etwas zu besserer Laune helfen, aber ich merke, egal was ich gerade anspiele, ich kriege es nicht "weg" und das ist so ein kleines Signal für mich selbst, nachzuforschen, was los ist...das möchte ich gern hier teilen.

Die Situation mit meiner "Ex" hier zuhause ist sehr unangenehm.. sie wirkt extrem gestresst, ist kurz angebunden, wenn Sie nachmittags mit den Kinden heim kommt, dauert es nicht lange, bis sie sich anbrüllen.. Und dass wir mit einander sprechen oder langsam mal paar Dinge geklärt kriegen wir bisher kaum.. Alles nicht die besten Voraussetzungen, um "unsere (getrennte) Zukunft zu gestalten" - insb die der Kinder..

Einen Wohnungstermin habe ich ja für Donnerstag. Da kam mir nun in den Sinn - es ist in einem anderen Ortteil und wenn ich jetzt an den Kleinen denke, wäre es Ideal, da die Kita die Straße hoch ist. ABER wenn ich nicht nur kurzfristig denke, fiel mir nun auf, dass wir damit aus dem Einzugsgebiet der Grundschule fallen und das finde ich gerade tatsächlich echt "schlimm"..
Allerdings dauert es bis zur Einschulung noch 4 Jahre, bzw um sich bei einer Schule anzumelden.. und hier im jetzigen Ortsteil ist es richtig schwer, was zu finden und zu bekommen..
Ich finde es gerade unmöglich dies abzuwägen und der Gedanke, dass sich auch so etwas mit unserer Trennung für die Kinder ändert/verschlechtern könnte, zieht mich gerade richtig übel runter. 😢💔

An meiner Entscheidung ändert es nichts, aber das ist gerade kein Trost..

Und hinzu kommt halt die Situation mit meiner "Bekanntschaft".. Ich merke seit gestern, dass ich emotional doch schon stärker an Ihr hänge, als ich es bis dahin wahrgenommen habe // oder es hat sich in den letzten Tagen einfach so entwickelt.
Das was ich zum Treffen am Donnerstag schrieb, dass ich da auch teils selbst etwas auf die Bremse getreten habe, das war alles 100% echt und ehrlich.
Jetzt merke ich nur gerade, dass sich "in mir" etwas unbemerkt verändert hat und es mich gerade tatsächlich doch, ja ich sage mal, "belastet", dass wir keinen "normalen" Kontakt geschweige denn Treffen hinbekommen.

Ich bin selbst eingespannt und habe gar keine Zeit, am Handy zu kleben und auf eine Nachricht zu warten, aber das, was wir so schreiben, war von Ihrer Seite her gefühlt etwas weniger und auch weniger "aufmerksam" bzgl dem, was ich so schrieb. Ich WEIß, dass Ihr Alltag mit 3 Kindern und als Lehrerin wahnsinnig anstregend sein muss - und ich habe ja zuletzt auch hier geschrieben, dass ich da gar keinen Druck machen möchte und dies nur kontraproduktiv wäre.
Das was ich "weiß" ist aber nicht das, was ich gerade "empfinde"..und das passt mir selbst überhaupt nicht und "beschäftigt/belastet" mich tatsächlich sehr... 🙁

Es kann natürlich sein, dass das gerade einfach - wegen allem drum herum - so eine "Laune/Phase" ist..
Oder muss ich mir "ersthaft Gedanken" machen, ob ich mich schon zu sehr an eine neue Person gewöhnt/gebunden (? alles nicht die richtigen Begriffe..?) habe...
Und wenn ja, was ich daraus schließen soll..? Ich denke, dass ich den Kontakt meinerseits und Erwartungen an Sie vielleicht etwas herunterfahren sollte..möchte aber auch nicht zu passiv bzw "uninteressiert" wirken.
Falls so etwas kommt: Von Spielchen nach dem Motto "mach dich mal rar und lass sie mal zappeln" halte ich gar nichts, finde ich zu kindisch. Ich überlege nur, was mir gerade gut täte in dieser Situation, denn den Rahmen, in dem Sie und ich mich bewegen können, den kann ich nicht ändern.
Hinzu kommt die Erkenntnis...Wenn das nun nichts wird, selbst wenn wir den Kontakt intensivieren und dann doch irgendwo feststellen, "passt nicht", stehe ich erst mal wieder völlig alleine da und ich rechne mir - auch wenn es jetzt in so kurzer Zeit geklappt hat - keine großen Chancen aus, jemanden kennenzulernen, "die Partnerin" vielleicht..

Ich glaube, wenn es gerade irgendetwas auf der Welt gibt, was ich mir wünschen kann, wäre es nicht mein neues Auto, sondern eine echte Umarmung von jemandem, von dem ich weiß, dass ich ihm etwas bedeute.. vielleicht "sehne" ich mich deshalb jetzt gerade auch so sehr nach "ihr". Nach jemandem der mir Halt gibt, wenn ich mal ins schwanken gerade.
Ich denke, das ist nur natürlich, aber ich hatte bis jetzt das Gefühl, schon gefestigter zu sein. Naja, auch eine Erkenntnis..

Ich lese das gerade nochmal selbst durch und sehe, dass ich gerade nur schwarzmale...

Ich habe die letzten zwei Tage kaum geschlafen... ich bin seit 3 Uhr nachts wach heute.. vorgestern war ich vor 11 im Bett aber erst um halb 3 eingeschlafen und um 5 Uhr von einem heftigen Albtraum aufgewacht. Vielleicht bin ich gerade nur übermüdet.. Aber schlafe ich so schlecht, weil mir diese Sachen (bis eben noch unterbewusst) im Kopf schwirren ..oder schwirren die da nur, weil ich gerade nicht auf der Höhe bin..Mehr als Baldrian Tabletten kriege ich in der Apotheke leider nicht..

Nächste Woche um diese Zeit habe ich immerhin meinen nächsten Termin bei meiner Therapeutin. Den Termin muss ich zwar selbst zahlen, aber ihre Hilfe ist eigentlich unbezahlbar wichtig für mich...

Die könnt und sollt Ihr natürlich nicht ersetzen, aber Eure Aufmerksamkeit, Anteilnahme, Einfühlungsvermögen und die verschiedenen Rückmeldungen haben mir in den vergangenen Wochen auch sehr geholfen... Auch wenn ihr mich nur hier vom Schreiben her "kennt", vielleicht habt ihr von außen gerade einen besseren Blick, wie ich jetzt gerade alles einordnen kann, um zumindest die nächsten Tage wieder etwas klarer zu werden und im Alltag besser klar zu kommen..

Sorry für den langen Text und danke fürs Lesen 🙏
 
Hey Du,

es ist einfach eine verdammt schwere Zeit, vor allem, so lange ihr noch zusammen wohnt. Dass es dir da phasenweise echt mies geht, du durchhängst und sich nichts wirklich gut und tröstend anfühlt ist, fürchte ich, "normal". Immerhin steht deine Welt seit einem Monat Kopf und alles, woran du dich bisher festgehalten hast und worauf du vertraut hast, verändert sich oder bricht weg. Aber ich bin auch fest überzeugt, dass es nach und nach besser wird und du merkst ja selbst, dass es je nach Tag und Phase etwas schwankt und die Verzweiflung zumindest nicht permanent extrem groß ist, das ist schon viel Wert!

Deine neue Bekanntschaft ist sicherlich ein Stück weit "Substitution", legt ein bisschen Zärtlichkeit über die große, pochende Wunde. Dass dadurch auch ein bisschen emotionale Abhängigkeit entsteht, finde ich verständlich, macht die Situation aber natürlich auch kompliziert. Vielleicht hilft es ein wenig, dir das immer wieder bewusst zu machen? Dass sie gerade vor allem so groß und wichtig in deinem Kopf ist, weil sie ein Lichtblick in dem ganzen Grau ist, das dich umgibt? Ich finde das nicht verwerflich, sondern sehr menschlich, wichtig ist nur ein möglichst bewusster Umgang damit, dass es nicht kippt.
Wichtig ist auch, weiterzumachen wie bisher schon begonnen: nach und nach immer weiter suchen nach kleinen Lichtblicken, neuen Kontakten, kleinen Hoffnungsschimmern. Das ist verdammt schwer, wenn man sich selbst so depressiv und hoffnungslos fühlt, ich weiß, aber es wird auch helfen, den Fokus etwas von der neuen Bekanntschaft wegzulegen, damit sie nicht überstrapaziert wird und sich besser weiterentwickeln kann.

Ich wünsche dir weiterhin alles Gute!
 
Ich sehe das ähnlich wie @_vogelfrei .
Du bist von Trennung und von den ganzen Umständen verletzt, deine " Wunden " sind noch nicht verheilt.
Es braucht Zeit, um zu heilen.
Der Kontakt mit der " neuen" Frau, tut dir gut, lenkt dich ab , aber erzeugt auch den Wunsch von mehr.
Deine Sorge um die Kinder, die neue Wohnung, alles erzeugt Stress und die schlaflosen Nächte tragen noch dazu bei.

Verlange nicht zu viel von dir, gib dir auch die Zeit traurig zu sein.
Im Moment muss nicht alles perfekt sein.
Auf eine Art ist dein Leben gerade zerstört worden.Es braucht Kraft und Zeit es wieder aufzubauen.
Versuche dich abzulenken, auch freundschaftliche Kontakte tun gut .
Aber lass dir auch jeden Tag ein bisschen Zeit zu trauern.
Etwas geht zu Ende.Etwas Neues beginnt.

Ich muss sagen, du machst das schon ganz gut, langsam wird es auch wieder leichter positiv in die Zukunft zu schauen.
Da bin ich mir ziemlich sicher!
Ich wünsche dir weiterhin die Kraft, die du brauchst, um dein Leben neu aufzubauen!
 
Deine neue Bekanntschaft ist sicherlich ein Stück weit "Substitution", legt ein bisschen Zärtlichkeit über die große, pochende Wunde. Dass dadurch auch ein bisschen emotionale Abhängigkeit entsteht, finde ich verständlich, macht die Situation aber natürlich auch kompliziert.
Ich finde das nicht verwerflich, sondern sehr menschlich, wichtig ist nur ein möglichst bewusster Umgang damit, dass es nicht kippt.
Das sind die Worte und Gedanken, die ich selbst nicht formulieren konnte - das hast unglaublich gut und treffend ausgedrückt! Vielen Dank, auch für den Zuspruch! 🫂

Das macht es mir tatsächlich einfacher, diese Gefühlslage für den Moment irgendwie zu akzeptieren und einzusortieren, wo ich gerade stehe.

Ich habe für mich selbst sowie auf diesen -zig Seiten und Beiträgen ja schon viel Selbstreflexion betrieben und geübt, ich denke, dieser "wachsame aber nicht direkt verurteilende" Ansatz hilft mir weiter, Danke!
 
hinzu kommt halt die Situation mit meiner "Bekanntschaft".. Ich merke seit gestern, dass ich emotional doch schon stärker an Ihr hänge,
Es ist nicht möglich in einer emotionalen Trennungsphase ernsthafte Gefühle für jemand anderen zu entwickeln. Das geht nicht. Bleib auf dem Boden und sieh es wie ist. Diese Frau ist deine Übergangsfrau mit der du unter normalen Umständen vermutlich keine Zeit verbringen würdest.

Übergangspartner werden auch Taschentuchpartner genannt (benutzen und wegwerfen). Sie füllen die Lücke, die die Ex hinterlässt und trocknen die Tränen. Versprich niemandem Liebe, wenn du nachts noch wegen einer anderen in dein Kissen heulst.

Mach es nicht zu mehr, als es ist – aber auch nicht zu weniger.
 
Es ist nicht möglich in einer emotionalen Trennungsphase ernsthafte Gefühle für jemand anderen zu entwickeln. Das geht nicht. Bleib auf dem Boden und sieh es wie ist. Diese Frau ist deine Übergangsfrau mit der du unter normalen Umständen vermutlich keine Zeit verbringen würdest.

Übergangspartner werden auch Taschentuchpartner genannt (benutzen und wegwerfen). Sie füllen die Lücke, die die Ex hinterlässt und trocknen die Tränen. Versprich niemandem Liebe, wenn du nachts noch wegen einer anderen in dein Kissen heulst.

Mach es nicht zu mehr, als es ist – aber auch nicht zu weniger.
Ich denke, das kann aktuell niemand wissen. Die Gefahr ist auf jeden Fall da, dass es so läuft, aber mit einem achtsamen Umgang damit, kann es auch anders laufen und eine Bekanntschaft, Freundschaft oder auch Beziehung daraus werden. Als ich meinen jetzigen Partner kennenlernte, hing ich auch noch sehr an meinem Exfreund, trotzdem sind wir inzwischen seit 5 Jahren zusammen und ich war zu Beginn offen mit meiner Situation.
 

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