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Ich will aufwachen

Heute ist der vierte Tag.
Die Taubheit ist quasi weg, dafür ein Gefühle Mix den ich nicht interpretieren kann.

Bei der Suche nach Therapeuten kam mir so ein Gedanke auf..
Ich litt in unserer Beziehung an Panik Attacken und war ca ein Jahr in Therapie, das war vor etwa 5-6 hattet. Ich habe es mir der Hilfe auch bewältigen können. Aber ich denke, dass wir nicht tief genug gegeben haben, da mich mehr oder weniger bewusst viele Unsicherheiten begleiten.
Ich habe meine Frau aufrichtig und aus den innersten geliebt, aber vielleicht war ich auch sonst ein Stück weit auf ihre Nähe und ihre Erwiderung der Liebe "angewiesen".

Vielleicht taten wir uns beide eigentlich SO gut, dass es unsere Probleme mit uns selbst überdeckte.

Sie war Ende 2023 wegen der Depression für 5 Wochen in Kur. Sie hat da so viele Impulse bekommen, was ihr gut tut. Spaziergänge, Walking, kreatives malen.
Zu Weihnachten habe ich ihr Staffelei und Zubehör geschenkt, ich fand es toll, dass sie so etwas für sich entdeckt hat.
Die Therapie in der sie jetzt seit 1 Jahr ist sollte alles tieflegende aufarbeiten.
Das ist bis jetzt nicht passiert, ich glaube nicht ansatzweise.
Sie war vllt 2x Walken.
Gemalt hat sie nicht einmal.

Ich selbst habe auch fast jede Selbstpflege aufgegeben. Ich laufe jetzt nicht ungewaschen herum, das nicht, aber für meinen Geist und meinen Körper habe ich nichts getan. Ein paar Anläufe im Fitness Studio sind schnell eingeschlafen, stattdessen habe ich immer mehr in mich hinein gestopft, großer Mengen essen. Alkohol aber den eigentlich in Maßen, nur zum Genuss.

Wir haben uns beide selbst vernachlässigt.

Dazu wurde der Alltag immer schwieriger bis kaum zu bewältigen.


Mit diesem Ansatz, mit dieser Theorie, kann ich mir vorstellen, dass jeder für sich nochmal einen Neuanfang bei sich selbst machen kann. Dass jeder für sich erst mal gesund und geerdet ist.

Das wird dauern und Hilfe benötigen.
Es ist nicht gesagt, dass es uns beiden gelingt.

Aber wenn doch, müsste man gucken, was "zwischen" uns noch existiert. Stirbt die Liebe ab oder glimmt da noch ein Rest?

Können wir beide aufrichtig mit dem Geschehenen umgehen, es verarbeiten, es "gesund" hinter uns lassen?



Das geht mir gerade durch den Kopf..
 
Können wir beide aufrichtig mit dem Geschehenen umgehen, es verarbeiten, es "gesund" hinter uns lassen?
Die Frage stellt sich, ob deine Frau überhaupt bereit wäre, das hinter sich zu lassen.

Für mich liest es sich so, als wäre sie erst auf den Geschmack gekommen-

Mit fremden Männern lässt sie sich lieber ein, als bspw zu malen...

Bei dem einen sind ja sogar Gefühle mit im Spiel.

Hat sie denn gelobt, sich zu bessern oder wie kommst du auf den Gedanken, dass sie dir zukünftig treu sein wird?

Oder wärst du bereit, die Beziehung zu öffnen?
 
Hat sie denn gelobt, sich zu bessern oder wie kommst du auf den Gedanken, dass sie dir zukünftig treu sein wird?

Oder wärst du bereit, die Beziehung zu öffnen?
Soweit sind wir noch gar nicht, dafür brauchen wir die Paar Beratung. Egal was sie oder ich jetzt gerade, so frisch, die sie Zukunft äußern steht auf wackeligen Beinen.
So eine Aussage kann erst "echt" sein, wenn ich mein und sie ihr Innerstes erforscht haben.

Das was ich jetzt geschrieben habe ist auch völlig ergebnisoffen!!!!
Ich habe es sich auch geschrieben, jeder muss erst ehrlich zu sich selbst sein. Daraus muss man ehrliche Entscheidungen treffen.
Diese muss man dann auch noch umgesetzt bekommen. Und am Ende kann es sein, dass wir vielleicht beide sagen, es ist vorbei. Keine Ahnung.

Aber es skizziert einen Weg.
 
Aber wenn doch, müsste man gucken, was "zwischen" uns noch existiert. Stirbt die Liebe ab oder glimmt da noch ein Rest?
Du kreist gerade über sehr viele Vielleichts, erschöpfst dich in Theorien über ihre Therapie, verschiebst die Kernfrage immer weiter nach hinten. Damit es dir besser geht, musst du aber JETZT akzeptieren, dass deine Frau dich betrügt, belügt und viele unschöne Dinge in der Beziehung gemacht hat, die dir nicht gerade gut tun. Das wird nicht einfach durch ein bisschen Malen wieder gut.
 
Soweit sind wir noch gar nicht, dafür brauchen wir die Paar Beratung
Soweit seid ihr noch nicht?

Diese Frage hätte ich aber als erstes gestellt, ob sie sich weiter mit ihren Lovern treffen will-

Weil es mich brennend interessieren würde.

Immerhin weißt du es schon seit vier Tagen.

Wenn sie es nicht von sich aus sagt, spricht das ja eigentlich auch schon Bände.
 
Du fängst an ihr Verhalten zu entschuldigen, du nimmst überwiegend die Schuld auf dich, auf den Alltag, auf die Kinder, auf den Job.
Tut mir leid, sie hat richtig schei.... gebaut. Und ich sehe nicht, dass sie dazu steht.

Gewöhne dich daran, dass die Trennung kommt oder du gehst daran kaputt. Die Kinder können auch zu dir. Eine Frage des Wollens und der Organisation.
 
Dazu wurde der Alltag immer schwieriger bis kaum zu bewältigen
Euer Alltag ist nicht schwieriger, als bei anderen Paaren mit Kindern.
Deine Frau hatte doch genügend Abwechslung in ihrem Alltag.
Sie hat sich doch laufend freie Abende gegönnt - wo sie angeblich zur Klangschalen Meditation ging. Sogar freie Wochenenden mit Übernachtung
hat sie für sich beansprucht.
Wer auf der Strecke blieb, warst du.
Hör doch mal auf, immer Entschuldigungen zu finden und alles auf ihre Depression, oder sonstige vermeintliche Krankheiten zu schieben.
Um munter rumzuvögeln, war sie anscheinend nicht zu depressiv
 
Ich weiß dass ich eine mitverantwortung habe zum Zustand unser Beziehung:

Der Fokus war einfach alles am Laufen zu halten.

Ich habe immensen Leistungsdruck auf der Arbeit.
Der große hat evtl adhs, es ist seit Jahren unbeschreiblich schwer für uns damit umzugehen. Hier sind wir inzw bei einen Arzt aber noch am Anfang.
Der kleine kam letztes Jahr 5 Wochen zu früh zur Welt, großer Schock, lange Zeit Intensivstation.
Ein paar Monate später hatten wir einen Autounfall, unverschuldet, mein Ellbogen war gebrochen und ich hatte ein sehr lange Genesungszeit, weil ich tatsächlich lange schmerzen hatte aber auch die Auszeit von der Arbeit brauchte.

Vielleicht bin ich schon lange in - oder spätestens jetzt kurz vor - einem Burnout?


Was ich, für mich stand jetzt, aber ganz deutlich ablehne: Dass ich eine Mitschuld haben solle, dass sie nicht mit mir geredet hat, mit den ernst der Lage aus ihrer Sicht erklärt hat.
Ich weiß noch wie mir früher in der weiterführenden Schule das Thema "Bring Schuld" auf den Zeiger ging - man müsste lernen, sich selbst zu Wort zu melden, um etwas beizutragen.
Für mich gehört diese Bringschuld mit zum Erwachsensein. Und auch zu einer Beziehung. Ich bin kein Hellseher und die feinen Sensoren, die man so haben kann, funktionierten schon lange mehr. Ein Opfer der Umstände. Dafür fühle ich mich nicht verantwortlich, nicht bei diesen Umständen.
Stimmt, du hast wirklich keinen Grund, dich irgendwie "schuld" an der Situation zu fühlen.
Schließlich bist du es anscheinend, der nicht nur einen sehr anstrengenden Job hat, sondern auch oft genug abends und am Wochenende die Kinder und das Baby(!) hütet und versorgt, während sie auf Trallafitti war, oder durch die Betten gehüpft ist.

Daß du dann einfach keine Ressourcen mehr dafür hattest, deiner Frau ständige Liebeserklärungen zu machen, und spannende neue Sachen im Bett ausprobieren, ist doch logisch.
Also, den Schuh mit dem "Faul sein" brauchst du dir am allerwenigsten anziehen!

Deshalb solltest du auch dringend dafür sorgen, daß du nicht in den Burnout rutscht!
Kannst du im Job nicht vielleicht doch kürzer treten, oder vielleicht sogar ein paar Monate Elternzeit nehmen?
Sch... auf das Geld, deine Gesundheit und eure Kinder sind wichtiger, als sich irgendwelchen teuren Kram kaufen zu können...
Nimm dir Auszeiten, fahre vielleicht mal ein paar Tage an die Ostsee oder so, entweder allein, oder vielleicht auch mit den älteren Kindern, wenn das geht.

Denn falls ihr euch doch trennt, dann ist es ganz wichtig, daß du den Draht zu den Kindern behältst!
Zumal die älteren sicher auch merken, daß bei euch was nicht stimmt.

Da gibst du den Kindern als Vater vielleicht momentan sogar mehr Sicherheit, Beständigkeit und Zuwendung, als die Mutter, die zur Zeit ja eher ihre Lover als eure Kinder im Kopf hat...
 
Ich glaube, viele hier wüssten, was sie täten, wären sie in ähnlicher Situation - ich nehme mich da nicht aus. Ob sie es tatsächlich tun würden ist nochmal eine andere Nummer. Eine Trennung ist aufwändig, unbequem, da hängt vieles dran, so viel muss neu organisiert werden. Man trennt sich nicht leichtfertig. Soweit bist du auch offensichtlich noch nicht und das ist auch okay.

Um zu beurteilen, was in deiner Frau vorgeht, müsste man sie kennen oder sich mit ihr mal unterhalten haben. Das tun wir hier alle nicht.
Genauso wenig kennen wir deine Schmerzgrenze und deine Gefühlslage - auch die kann völlig anders sein als vermutet. Vielleicht würdest du es ja tatsächlich schaffen, zu vergessen und zu verzeihen.

Wenn du euch Zeit geben willst für die Aufarbeitung und sie zieht mit, nur zu.
Allerdings werdet ihr Klartext reden müssen - damit jeder von euch weiß, von wo er losläuft und ob es sich überhaupt lohnt. Und ja, ich finde auch relevant, ob sie zumindest aufgehört hat mit den Treffen oder ob die im Hintergrund weiterlaufen. Da würde ich Klarheit haben wollen und zwar 100%ig. Aber auch das könntest du anders sehen....
 
Und ja, ich finde auch relevant, ob sie zumindest aufgehört hat mit den Treffen oder ob die im Hintergrund weiterlaufen. Da würde ich Klarheit haben wollen und zwar 100%ig.
Es mag skurril erscheinen, aber auf die Idee bin ich gar nicht gekommen.. aber ja, die Frage ist zulässig.

Aber wie bekomme ich hier "Klarheit"? Ich kann sie fragen, sie sagt nein, und dann ist das so?

Was würdet ihr tun?

Ich könnte sie damit abends konfrontieren - könnte sie auffordern, mir ihr Handy zu zeigen, ob es Nachrichten nach Sa/So gab...
Wenn Sie das verweigert, dann was? Muss ich dann sagen, das wars dann jetzt, nur weil sie sich nicht traut? Ob dort Nachrichten sind und welchen Inhalts bleibt auch völlig "unklar". Auch keine solide Grundlage um direkt eine "absolute" Entscheidung zu fällen..
 

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