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Ich will aufwachen

Dazu wurde der Alltag immer schwieriger bis kaum zu bewältigen
Euer Alltag ist nicht schwieriger, als bei anderen Paaren mit Kindern.
Deine Frau hatte doch genügend Abwechslung in ihrem Alltag.
Sie hat sich doch laufend freie Abende gegönnt - wo sie angeblich zur Klangschalen Meditation ging. Sogar freie Wochenenden mit Übernachtung
hat sie für sich beansprucht.
Wer auf der Strecke blieb, warst du.
Hör doch mal auf, immer Entschuldigungen zu finden und alles auf ihre Depression, oder sonstige vermeintliche Krankheiten zu schieben.
Um munter rumzuvögeln, war sie anscheinend nicht zu depressiv
 
Ich weiß dass ich eine mitverantwortung habe zum Zustand unser Beziehung:

Der Fokus war einfach alles am Laufen zu halten.

Ich habe immensen Leistungsdruck auf der Arbeit.
Der große hat evtl adhs, es ist seit Jahren unbeschreiblich schwer für uns damit umzugehen. Hier sind wir inzw bei einen Arzt aber noch am Anfang.
Der kleine kam letztes Jahr 5 Wochen zu früh zur Welt, großer Schock, lange Zeit Intensivstation.
Ein paar Monate später hatten wir einen Autounfall, unverschuldet, mein Ellbogen war gebrochen und ich hatte ein sehr lange Genesungszeit, weil ich tatsächlich lange schmerzen hatte aber auch die Auszeit von der Arbeit brauchte.

Vielleicht bin ich schon lange in - oder spätestens jetzt kurz vor - einem Burnout?


Was ich, für mich stand jetzt, aber ganz deutlich ablehne: Dass ich eine Mitschuld haben solle, dass sie nicht mit mir geredet hat, mit den ernst der Lage aus ihrer Sicht erklärt hat.
Ich weiß noch wie mir früher in der weiterführenden Schule das Thema "Bring Schuld" auf den Zeiger ging - man müsste lernen, sich selbst zu Wort zu melden, um etwas beizutragen.
Für mich gehört diese Bringschuld mit zum Erwachsensein. Und auch zu einer Beziehung. Ich bin kein Hellseher und die feinen Sensoren, die man so haben kann, funktionierten schon lange mehr. Ein Opfer der Umstände. Dafür fühle ich mich nicht verantwortlich, nicht bei diesen Umständen.
Stimmt, du hast wirklich keinen Grund, dich irgendwie "schuld" an der Situation zu fühlen.
Schließlich bist du es anscheinend, der nicht nur einen sehr anstrengenden Job hat, sondern auch oft genug abends und am Wochenende die Kinder und das Baby(!) hütet und versorgt, während sie auf Trallafitti war, oder durch die Betten gehüpft ist.

Daß du dann einfach keine Ressourcen mehr dafür hattest, deiner Frau ständige Liebeserklärungen zu machen, und spannende neue Sachen im Bett ausprobieren, ist doch logisch.
Also, den Schuh mit dem "Faul sein" brauchst du dir am allerwenigsten anziehen!

Deshalb solltest du auch dringend dafür sorgen, daß du nicht in den Burnout rutscht!
Kannst du im Job nicht vielleicht doch kürzer treten, oder vielleicht sogar ein paar Monate Elternzeit nehmen?
Sch... auf das Geld, deine Gesundheit und eure Kinder sind wichtiger, als sich irgendwelchen teuren Kram kaufen zu können...
Nimm dir Auszeiten, fahre vielleicht mal ein paar Tage an die Ostsee oder so, entweder allein, oder vielleicht auch mit den älteren Kindern, wenn das geht.

Denn falls ihr euch doch trennt, dann ist es ganz wichtig, daß du den Draht zu den Kindern behältst!
Zumal die älteren sicher auch merken, daß bei euch was nicht stimmt.

Da gibst du den Kindern als Vater vielleicht momentan sogar mehr Sicherheit, Beständigkeit und Zuwendung, als die Mutter, die zur Zeit ja eher ihre Lover als eure Kinder im Kopf hat...
 
Ich glaube, viele hier wüssten, was sie täten, wären sie in ähnlicher Situation - ich nehme mich da nicht aus. Ob sie es tatsächlich tun würden ist nochmal eine andere Nummer. Eine Trennung ist aufwändig, unbequem, da hängt vieles dran, so viel muss neu organisiert werden. Man trennt sich nicht leichtfertig. Soweit bist du auch offensichtlich noch nicht und das ist auch okay.

Um zu beurteilen, was in deiner Frau vorgeht, müsste man sie kennen oder sich mit ihr mal unterhalten haben. Das tun wir hier alle nicht.
Genauso wenig kennen wir deine Schmerzgrenze und deine Gefühlslage - auch die kann völlig anders sein als vermutet. Vielleicht würdest du es ja tatsächlich schaffen, zu vergessen und zu verzeihen.

Wenn du euch Zeit geben willst für die Aufarbeitung und sie zieht mit, nur zu.
Allerdings werdet ihr Klartext reden müssen - damit jeder von euch weiß, von wo er losläuft und ob es sich überhaupt lohnt. Und ja, ich finde auch relevant, ob sie zumindest aufgehört hat mit den Treffen oder ob die im Hintergrund weiterlaufen. Da würde ich Klarheit haben wollen und zwar 100%ig. Aber auch das könntest du anders sehen....
 
Und ja, ich finde auch relevant, ob sie zumindest aufgehört hat mit den Treffen oder ob die im Hintergrund weiterlaufen. Da würde ich Klarheit haben wollen und zwar 100%ig.
Es mag skurril erscheinen, aber auf die Idee bin ich gar nicht gekommen.. aber ja, die Frage ist zulässig.

Aber wie bekomme ich hier "Klarheit"? Ich kann sie fragen, sie sagt nein, und dann ist das so?

Was würdet ihr tun?

Ich könnte sie damit abends konfrontieren - könnte sie auffordern, mir ihr Handy zu zeigen, ob es Nachrichten nach Sa/So gab...
Wenn Sie das verweigert, dann was? Muss ich dann sagen, das wars dann jetzt, nur weil sie sich nicht traut? Ob dort Nachrichten sind und welchen Inhalts bleibt auch völlig "unklar". Auch keine solide Grundlage um direkt eine "absolute" Entscheidung zu fällen..
 
Es mag skurril erscheinen, aber auf die Idee bin ich gar nicht gekommen.. aber ja, die Frage ist zulässig.

Aber wie bekomme ich hier "Klarheit"? Ich kann sie fragen, sie sagt nein, und dann ist das so?

Was würdet ihr tun?

Ich könnte sie damit abends konfrontieren - könnte sie auffordern, mir ihr Handy zu zeigen, ob es Nachrichten nach Sa/So gab...
Wenn Sie das verweigert, dann was? Muss ich dann sagen, das wars dann jetzt, nur weil sie sich nicht traut? Ob dort Nachrichten sind und welchen Inhalts bleibt auch völlig "unklar". Auch keine solide Grundlage um direkt eine "absolute" Entscheidung zu fällen..
Ihre Nachrichten kann sie auch gelöscht haben.
Habt ihr in der Zwischenzeit geredet wie und ob es mit euch weitergeht?
 
Ich könnte sie damit abends konfrontieren - könnte sie auffordern, mir ihr Handy zu zeigen, ob es Nachrichten nach Sa/So gab...
So soll das jetzt weitergehen?
Kontrolle auf Schritt und Tritt?

Das Vertrauen ist erstmal zerstört,klar.
Ich weiß nicht, ob das wieder aufgebaut werden, langsam und mit der Zeit.
Für mich würde eine große Rolle spielen,wie sie so reagiert, was sie sagt.
 
Aber wie bekomme ich hier "Klarheit"? Ich kann sie fragen, sie sagt nein, und dann ist das so?
Das ist nun wirklich eine sehr marode Basis, um eine Beziehung zu führen.

Das Vertrauen ist ja komplett weg-
Was würdet ihr tun?
Also ich finde nach den Vorfällen hat sie eine gewisse Bringschuld-

Sprich, man müsste ihr so ein bisschen anmerken, dass es ihr leid tut, dir von sich aus ihr Handy zeigen zum Beispiel, erklären, was sie dazu getrieben hat, wie sie gedenkt, ihre Ausbrüche mit eurer Beziehung zu vereinbaren-

Ob sie überhaupt bereit ist, dir zuliebe auf ihren Spaß zu verzichten-

Alles unter der Voraussetzung, beide wollen die Beziehung fortführen.
 
Keineidee, du wirst dich hier noch komplett aufreiben. Und wer kümmert sich dann? All diese Fragen sind doch nur hilfloses Spekulieren. Kannst du die Kinder schnappen und zu Verwandten fahren. Kannst du die Kinder bei ihr lassen und dir ein Auszeit nehmen? Du musst mal Ruhe ins Gehirn bringen und dich aus ihrem Einflussbereich herausbewegen.
 

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