Unser Familien Alltag hat unglaublich viele "Herausforderungen" und Probleme, die meine Frau und mich echt verschlingen. Wir funktionieren halt einfach nur
Was halt auf der Strecke bleibt ist das Liebesleben
Sie fühlte sich nicht mehr als Frau, nicht mehr von mir "gesehen". Wir laufen nebeneinander her im Alltag.
Ihr habt euch unterwegs verloren.
Eure Kommunikation läuft nicht gut, ihr habt die Kurve nicht gekriegt.
Ich schieße mal ins Blaue:
Irgendwann schloss deine Frau innerlich ab, die Liebe war gestorben. Dazu gibt es keine Umkehrmöglichkeit.
Moralische Bewertungen lasse ich mal beiseite, auch, weil uns hier nur ein winziger Blick durchs Schlüsselloch auf kleine Teile des großen Ganzen möglich ist.
Sie suchte sich, was ihr seit längerer Zeit fehlte, im Außen.
Will ich die Konsequenz ziehen und die Trennung? Ganz ehrlich, nein, und verbindet so viel, nicht nur die Kinder.
Du scheinst im Grunde bereits eine Entscheidung getroffen zu haben, die von der vieler anderer Menschen abweicht.
Es muss zu dir passen, du musst damit umgehen können, egal, wie andere entscheiden würden.
Sie kam ein paar Male zu mir, versuchte mich zu streicheln
Mitgefühl, Zuneigung; du bist ihr als Mensch ganz sicher nicht egal. Nur als Mann liebt sie dich nicht mehr.
Ich habe gefragt ob es noch Kontrakt mit diesen "Kontakten" gibt.
Ihre Antwort war sehr verwunderlich: Sie habe "die Info weiter gegeben".
Ich so: was soll das bedeuteten?
Sie, naja, halt "die Situation hier jetzt geschildert."
Alles sehr verschroben und wortkarg. Aber im Prinzip heißt es, die Kontakte sind da noch irgendwo. Ich habe nicht nach dem Handy gefragt.
Ich habe dann gefragt, was Sie denn gerade hindert, diese Kontakte zu beenden?
Wusste sie auf die schnelle keine Antwort drauf.
Anders gefragt, was würde ihr denn fehlen, wenn sie das täte?
Darauf sagte sie, dass sie gerade Zuspruch und Aufmerksamkeit bräuchte.
Ich schieße weiter ins Blaue.
Es sind einfach nur 2 Seiten.
Da ist die Familie.
Und dort ihr Frausein, ihre Bedürfnisse, Wünsche.
Beides lässt sich nicht so vereinen wie gedacht. Sie blieb auf der Strecke.
Dazu ist sie nicht mehr bereit und nicht mehr in der Lage.
Das richtet sich nicht gegen euch als Familie.
Das richtet sich auch nicht gegen dich.
Sie möchte diese Familie.
Und sie möchte leben, ihr Frausein ausleben, sich spüren.
Über allem schwebt noch, mit entsprechenden Auswirkungen auf alles, irgendein psychologisches Thema.
Ich habe ihr gesagt, dass es jetzt gerade unmöglich ist, dass ich ihr eines davon geben kann.
Warst du gemeint?
Ich würde aus ihrer Aussage nicht schließen, dass sie Aufmerksamkeit und Zuspruch von DIR braucht. Der Zug ist m. E. abgefahren.
Man hört ja oft, dass Menschen emotionale "Lücken" mit Sex "stopfen". Quasi wie eine Ersatzdroge.
Sex ist das eine.
Sie scheint da aber mehr daraus mitzunehmen.
Zuspruch. Aufmerksamkeit. Und sicher noch anderes.
Ich sehe hier keine Beziehungsbasis mehr.
Wenn du wirklich keine Trennung möchtest, dann muss es wahrscheinlich auf ein Arrangement, Absprachen, Eltern-sein hinauslaufen.
Jeder lebt sein Leben, gemeinsam für die Kids da. Je nach Aufarbeitung und Persönlichkeit kann das ziemlich freundschaftlich laufen bis zu dauerndem Kleinkrieg und allem dazwischen.
Versuche dir klar zu werden, womit du gut leben kannst. Nicht, was du ertragen kannst.