Anzeige(1)

  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Ich werde Hausfrau

  • Starter*in Starter*in hallihallogutenabend
  • Datum Start Datum Start
Ich muss gestehen, dass ich manchmal mit ähnlichen Gedanken spiele. Ich denke, es gibt Frauen, die brennen für ihren Beruf und lieben ihn. Und andere hassen die Erwerbsarbeit vollkommen, blühen in der Rolle als Hausfrau und Mutter jedoch auf. Ich finde es schade, dass aus dem Recht zur Erwerbsarbeit mittlerweile eine Quasi-Pflicht zur Erwerbsarbeit geworden ist. Früher konnten wir Frauen nicht so wirklich sagen "ich will aber lieber selber Geld verdienen", heute kann man nicht mehr sagen, dass man das klassische Modell bevorzugt...

Ich denke, auf Dauer wird es deinem Mann ohnehin lieber sein, wenn das Geld zwar nicht gar so locker sitzt wie zuvor, die lästige Hausarbeit sich jedoch im Tagesverlauf quasi "von alleine" gemacht hat und er von einem leckeren Essen + einer entspannten Ehefrau begrüßt wird.
Anstatt abends müde heimzukommen, erst noch im Haushalt helfen zu müssen und die Gattin ist am Rande ihrer Nerven und will eigentlich nur ins Bett (zum Schlafen, nicht für Sex, da hat sie Migräne). Am Wochenende wartet dann der Rest vom Haushalt.

Wenn dein Mann seinen Teil der Care-Arbeit also lieber an dich verkauft (und dir dafür einen Teil seines Lohnes abgibt), dann sehe ich nicht, wo das Problem sein soll.
 
Es macht da natürlich auch keinen Spaß. Wäre gerne Hausfrau, helfe sozial benachteiligten Kindern bei den Hausaufgaben, habe einen großen Garten und würde gern mal ein Jahr wandern.. seufzzzzz.....
Ein ganzes Jahr wandern? Da qualmen mir ja allein bei dem Gedanken daran schon meine Socken. Was für Touren planst Du da? Wo würdest Du übernachten? Das klingt irgendwie verrückt und interessant.
 
Ich muss gestehen, dass ich manchmal mit ähnlichen Gedanken spiele. Ich denke, es gibt Frauen, die brennen für ihren Beruf und lieben ihn. Und andere hassen die Erwerbsarbeit vollkommen, blühen in der Rolle als Hausfrau und Mutter jedoch auf. Ich finde es schade, dass aus dem Recht zur Erwerbsarbeit mittlerweile eine Quasi-Pflicht zur Erwerbsarbeit geworden ist. Früher konnten wir Frauen nicht so wirklich sagen "ich will aber lieber selber Geld verdienen", heute kann man nicht mehr sagen, dass man das klassische Modell bevorzugt...

Ich denke, auf Dauer wird es deinem Mann ohnehin lieber sein, wenn das Geld zwar nicht gar so locker sitzt wie zuvor, die lästige Hausarbeit sich jedoch im Tagesverlauf quasi "von alleine" gemacht hat und er von einem leckeren Essen + einer entspannten Ehefrau begrüßt wird.
Anstatt abends müde heimzukommen, erst noch im Haushalt helfen zu müssen und die Gattin ist am Rande ihrer Nerven und will eigentlich nur ins Bett (zum Schlafen, nicht für Sex, da hat sie Migräne). Am Wochenende wartet dann der Rest vom Haushalt.

Wenn dein Mann seinen Teil der Care-Arbeit also lieber an dich verkauft (und dir dafür einen Teil seines Lohnes abgibt), dann sehe ich nicht, wo das Problem sein soll.
Also ich brenne für meinen Beruf auch und ich liebe ihn.
Andererseits verdiene ich weniger als mein Mann.
Daher arbeite ich jetzt Teilzeit und Minijob und bin auch Teilzeit-Hausfrau.
Daher passt das schon.
 
Vielen Dank für die neuen Nachrichten!
Sie muntern einen richtig auf. Da will man am liebsten mit euch an einer großen Tafel sitzen und sich unterhalten 😀
An die Dame mit den Comics und dem Acrylgießen: sowas meine ich! Sowas lerne ich auch zur Zeit. Endlich Zeit dafür!
Vorher nur geschuftet, nicht einmal ins Kino konnte ich. Abends bin ich im Kino, Theater und überall eingeschlafen. Und wisst ihr was? Dann kann man sich mit den ach so tollen Freunden auch nicht über Kultur unterhalten. Wenn man während der Vorstellung einschläft.

Mein Mann sagt übrigens, dass er richtig merkt, wie alle Familienmitglieder glücklicher sind, weil ich abends/nachts nicht mehr jammere.
Er selbst arbeitet auch viel, aber er liebt es. Er hat generell weniger Hobbys und würde auch verzichten - so ist er halt. Deshalb passt das einfach gerade ganz gut.
Das wäre ja echt heftig, wenn er zB auch gerne so viel frei hätte und sich verwirklich wollen würde und es aber nicht geht, weil er das Geld verdient. Das fände ich richtig schlimm. Das würde ich nicht so durchziehen wie jetzt.
Aber zum Glück ist es nicht so... seine Arbeit ist sein Hobby.
 
Ein ganzes Jahr wandern? Da qualmen mir ja allein bei dem Gedanken daran schon meine Socken. Was für Touren planst Du da? Wo würdest Du übernachten? Das klingt irgendwie verrückt und interessant.
Naja, ich plane eigentlich nichts. Würde einfach mal loslaufen und sehen, wie weit ich komme. Da qualmen einem auch wirklich die Socken, habe das aber auch schon nach 4 Tagen gemerkt.Das wäre halt mein Traum...LG
 
Vielen Dank für die neuen Nachrichten!
Sie muntern einen richtig auf. Da will man am liebsten mit euch an einer großen Tafel sitzen und sich unterhalten 😀
An die Dame mit den Comics und dem Acrylgießen: sowas meine ich! Sowas lerne ich auch zur Zeit. Endlich Zeit dafür!
Vorher nur geschuftet, nicht einmal ins Kino konnte ich. Abends bin ich im Kino, Theater und überall eingeschlafen. Und wisst ihr was? Dann kann man sich mit den ach so tollen Freunden auch nicht über Kultur unterhalten. Wenn man während der Vorstellung einschläft.

Mein Mann sagt übrigens, dass er richtig merkt, wie alle Familienmitglieder glücklicher sind, weil ich abends/nachts nicht mehr jammere.
Er selbst arbeitet auch viel, aber er liebt es. Er hat generell weniger Hobbys und würde auch verzichten - so ist er halt. Deshalb passt das einfach gerade ganz gut.
Das wäre ja echt heftig, wenn er zB auch gerne so viel frei hätte und sich verwirklich wollen würde und es aber nicht geht, weil er das Geld verdient. Das fände ich richtig schlimm. Das würde ich nicht so durchziehen wie jetzt.
Aber zum Glück ist es nicht so... seine Arbeit ist sein Hobby.
Also bei uns ist es halt jetzt so, dass ich mehr im Haushalt erledige , als er.
Dann haben wir zusammen mehr Freizeit.
Da ich aber immer mindestens Teilzeit im Beruf gearbeitet habe, und davor Vollzeit , und durchaus garantiert ein gutes Arbeitszeugnis erhalten würde, wenn ich wieder Ganztags arbeiten wollte, wäre es auch kein großes Problem das wieder zu tun, wenn es nötig wäre.
Ganz raus sein wollte ich nie. Aber wieder ganz drin sein , Vollzeit, auch nicht.
Aber ich könnte jederzeit , wenn ich wollte.
 
Hallo zusammen,
ich habe erfolgreich studiert und hatte einen sehr guten Job.
Während meiner Arbeit habe ich aber gemerkt, dass meine Familie und meine eigene Freizeit viel zu kurz kommen.
Ich wurde langsam unglücklich, brauchte im Urlaub immer eine Woche, um überhaupt runterzukommen und den Urlaub zu genießen (und dann ging es nach Hause), ich habe meine Hobbys und die Freude an ihnen verlernt. Und noch so andere ähnliche Sachen. Es ging so nicht mehr weiter.
Da es bei uns möglich ist, habe ich dann die harte Reißleine gezogen und beschlossen, Hausfrau zu werden.
Mein Mann ist einverstanden und will nur, dass ich glücklich bin. Wie gesagt, es ist möglich.
Mir geht es besser als je zuvor. Ich habe viel Zeit für meine Familie, organisiere alles und in meiner (vielen) Freizeit lerne ich neue Dinge und widme mich wieder meinen Hobbys. Ich bin sehr glücklich und meine Familie auch.
Ich bin mehr als ausgeglichen, ich liebe alles.

Seitdem gibt es aber auch eine Schattenseite. Nicht alle meine Freunde haben Verständnis. Sie meinen, ich würde an Ansehen verlieren, da ich nicht mehr meinem gehobenen Beruf nachgehe. Ich sei halt „nur noch Hausfrau“.

Ich sehe das anders. Ich bin eine sehr gebildete Person, lese viel, interessiere mich für Politik, engagiere mich usw.

Nur weil ich nicht mehr unglücklich meinen Tag von morgens bis abends verbringe und die Dinge, die mich wirklich auszeichnen, vernachlässige, verliere ich an Ansehen?

Und überhaupt: Und falls es so sein sollte, ist Ansehen etwa wichtiger als meine Zufriedenheit und die meiner Familie?

Ich bin sehr traurig über diese Aussage.

Meinen Freunden gegenüber habe ich das dann scherzhaft abgewunken. Natürlich frage ich mich aber, ob sie mich wirklich nur als „die Maschine im tollen Beruf“ wahrgenommen haben und jetzt quasi nichts mehr mit mir anfangen können.

Was würdet ihr einer solchen Aussage entgegnen?

Liebe Grüße

Liebe TE,

sieh der Wahrheit ins Auge : Du lebst das Leben, was die meisten Leute leben würden, wenn sie denn könnten. Natürlich kommt da bei vielen der Frust auf, dass es ihrerseits nicht möglich ist, der Neid auf deine Situation oder einfach irgendein anderes negatives Gefühl. Da die wenigsten aber die Eier haben, sowas auch direkt auszusprechen ("Krass, dass du jetzt nur noch zuhause bleibst, ich wünschte, das wäre bei uns auch möglich") wird dann halt davon geschwafelt, dass du Ansehen verlierst, was wohl ein ziemlicher Rohrkrepierer ist, wenn man genauer hinsieht : Ansehen verdient man sich durch Charakter, nicht durch irgendeinen gehobenen Job. Leute, die sich durch ihre Arbeit alleine definieren, haben meistens wenig vom Charakter zu bieten. Aber das nur am Rande.


Versteckter Text, Trigger-Gefahr:
Ich möchte dir mal, wenns kein Problem für dich darstellt, von meiner Situation berichten : Ich bin selbst in der glücklichen Position, dass ich tun und lassen kann, was ich will. Geld ist genug da (nicht über alle maßen reich, aber mehr als genug), und die Arbeit, die ich zu tun habe (Immobilien verwalten, bischen am Coinmarkt handeln) kann ich dann tun, wann es mir beliebt. Gut, aktuell kümmere ich mich zusätzlich um meine Ende 80er Eltern, was ich aber auch sehr gerne mache, und für mich keine Arbeit darstellt, und ein wenig um den Betrieb meiner Freundin, beides allerdings erst seit 2-3 Jahren.

Mit anderen Worten, ich habe (selbst heute noch) Freizeit en masse, kann solange schlafen wie ich will (bis auf Ausnahmen, wenns früh oder mittags mal unaufschiebliche Termine gibt) und gönne mir sozusagen das Leben, auf das ich bock habe. Ich merke, dass viele Mitmenschen dafür nicht soviel verständnis haben, Kommentare wie du habe ich mir von meinen Freunden nicht anhören müssen, weil ich mir wirklich nur GUTE Freunde bewahrt habe, die gönnen und nicht neiden, aber man merkt schon, dass bei den meisten trotzdem ein Gewisses "Unverständnis" zur Lebenssituation vorhanden ist. Ob es Neid ist oder was anderes, egal.

Nun habe ich letztens einen sehr guten Freund wieder getroffen (nach zig Jahren). Zum ende des Treffens, wir hatten nicht viel über unsere Jobs gesprochen, da mich persönlich das Thema NULL juckt, er hat allerdings einen sehr guten in der Entwicklung (hab ihm props gegeben, weil er immer was technisches machen wollte, und ich fand, dass er sehr stolz auf das erreichte sein kann), schönes recht teures Haus und Familie mit zwei Kindern, meinte er sinngemäss zu mir, dass ich ja schon ein ziemlich geiles leben hätte, da ich tun und lassen könnte, was ich will, ausschlafen und auch sonst so leben könnte, wie es die meisten sofort wollen würden. Das war wirklich das erste mal, dass da jemand derart direkt und ehrlich dies ausgesprochen hat, was mir vorher allerdings schon irgendwo klar gewesen ist.



ALso, mach dir nix aus den kritischen Stimmen. Die wahrheit ist, dass JEDE/R Einzelne von diesen Leuten sofort mit dir tauschen würde. Das GARANTIERE ich dir.
 
Es macht da natürlich auch keinen Spaß. Wäre gerne Hausfrau, helfe sozial benachteiligten Kindern bei den Hausaufgaben, habe einen großen Garten und würde gern mal ein Jahr wandern.. seufzzzzz.....
"seufzzzz"?
Oje, weil du dein Lebensunterhalt selbst bestreiten musst anstatt zu chillen ist das Leben nur einen seufzer wert? Du meine Güte...wie furchtbar. Armes.
 
Früher konnten wir Frauen nicht so wirklich sagen "ich will aber lieber selber Geld verdienen", heute kann man nicht mehr sagen, dass man das klassische Modell bevorzugt...

So ist das Leben. Dann hatten "Wir" Männer ja noch nie eine Wahl, außer von Morgens bis abends arbeiten zu gehen. Ich finde jetzt nicht das es ein Grund zum jammern ist. Ich gehe grundsätzlich gerne arbeiten - es zeigt mir das ich im Prinzip gesund bin, da ich im Umkehrschluss ansonsten krank zu Hause sitzen würde.
 

Anzeige (6)

Autor Ähnliche Themen Forum Antworten Datum
K Ich bin total hässlich und werde ignoriert was tun? Ich 384
Z Wie werde ich die Bilder los? Ich 21
Kylar Ich werde jetzt ein gelassener Mensch Ich 17

Ähnliche Themen

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Regeln Hilfe Benutzer

Du bist keinem Raum beigetreten.

      Du bist keinem Raum beigetreten.

      Anzeige (2)

      Oben