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Ich weiß nicht was ich bin. Asexuell oder gestört?

Terrible

Mitglied
Hallo miteinander


Also ich bin weiblich und (noch) 23 Jahre alt,
und ich weiß ehrlich gesagt überhaupt nicht was ich bin, also auf meine Sexualität bezogen. Es hat mich auch nie sonderlich beschäftigt. Manchmal denke ich, ich bin überhaupt nichts, also noch nichtmal asexuell, sondern einfach garnichts. Wo passe ich denn rein?… Ich hatte noch nie einen Freund oder sowas! Und demnach bin ich auch (selbstverständlich) noch ungeküsst und hatte auch noch nie Sex. Ich war ja noch nichtmal wirklich verliebt. Noch nie in meinem ganzen Leben! Und daher weiß ich auch garnicht so wirklich was ich sein könnte…


Früher, als ich klein war, fand ich, wie eigentlich alle Mädchen in dem Alter, dass Jungs doof sind.
Nun, wirklich "doof" finde ich die männlichen Wesen jetzt nicht mehr, aber ich finde sie auch nicht wahnsinnig toll oder anziehend (und das eigene Geschlecht auch nicht). Die Phase als alle in die Pubertät kamen und sich aufeinmal für das andere Geschlecht anfingen zu interessieren hatte ich nicht so. Allerdings hatte ich in dem Alter auch andere Sorgen. Ich war noch nie richtig verliebt. Was ich wohl schonmal hatte war, dass ich über irgendwen gedacht habe xyz sieht gut aus, oder xyz mag ich, xyz ist mir sympathisch etc... Aber sonst? Ich höre immer wieder von anderen Mädchen/Frauen wie sie von einem Typen "schwärmen" und sagen xyz sieht so heiß aus, xyz finde ich geil... Und dann wollen sie was von dem...
Wenn ich andere sowas reden höre verdrehe ich die Augen und könnte auch manchmal so austicken, weil ich das manchmal regelrecht pervers finde und es mir selber nie in den Sinn käme, so "abfällig" über jemanden zu reden, bzw. es nur zu denken. Mir kommen diese Frauen immer so notgeil vor wenn sie schwärmen wie heiß und geil sie einen Typen finden, allerdings scheint das irgendwie "normal" zu sein, nur ich eben, kann es überhaupt garnicht verstehen, weil ich selber noch nie sowas empfunden habe.


Als ich jünger war, war ich Fan von einem Sänger. Der hatte fast nur weibliche Fans und die haben sich auch immer so über ihn aufgegeilt wie toll er doch aussieht, was für einen geilen Hintern er hat und so. Ich hab das nie verstanden und hab mich immer darüber aufgeregt. Ist man nicht Fan wegen der Musik und so? Daraufhin wurde ich von den andern Fans immer beleidigt, ausgegrenzt und es hieß ich sei kein echter Fan. Ich habe generell dieses Phänomen, dass Fans in ihren Star verliebt sind und auch Sexphantasien mit ihm haben noch nie verstanden. Ich weiß nicht ob ich vielleicht auch ein bisschen in ihn verschossen war. Ich fand ihn halt toll. Aber Sexvorstellungen hatte ich nie! Und ich finde es immer sehr beschämend zu lesen, wenn Fans von irgendwem im Internet darüber schreiben wie heiß und geil sie denjenigen doch finden. Oder diese beknackten Fanfictions erst…Ich mein, das ist doch pervers?! Wenn man sich sowas gern vorstellt, na gut, aber sowas schreibt man doch nicht öffentlich?! Oder bin ich jetzt nicht normal, weil ich solches rumgesabbere so peinlich und daneben finde? Ich jedenfalls, stelle mir mit Promis die ich toll finde so gut wie alles vor, außer halt sexuelles. Egal wie gutaussehend ich eine Person finde, wenn ich mir sie beim Sex vorstelle, zieht sich in mir irgendwie alles zusammen, das ist so befremdlich. Ich fand diesen Sänger jetzt auch nicht schlecht aussehend oder so, ich fand seine Haare immer toll xD Aber sonst? Da war bei mir überhaupt nix! Mich hat eher interessiert welchen Inhalt er so in Interviews von sich gibt oder worüber er singt. Sexphantasien, sowas kommt mir garnicht in den Sinn! Ich finde bei einigen Leuten, der oder die sieht echt gut aus/ist sehr hübsch, aber an sonst denke ich nichts. … Ich weiß ja nicht wie das bei "normalen" Menschen ist. Sieht man jemanden den man hübsch findet und wird davon dann untenrum erregt oder wie? Will man mit jemandem Sex haben den man nichtmal 5 Minuten kennt, nur weil derjenige gut aussieht? Oder verstehe ich da was falsch? Wenn ich einige Leute schwärmen höre kommt mir das zumindest so vor, aber auch sowas hatte ich noch nie! Höchstens wird mir mal warm ums Herz und ich muss öfter an eine Person denken, aber auch das ist meist nach 2 Wochen wieder verflogen. Selbst wenn derjenige über Sex redet denke ich mir nur "na und? Das wollte ich jetzt eigentlich nicht wissen" oder finde es allenfalls witzig, mehr nicht. Ich kann mir absolut gar niemals vorstellen mit jemandem Sex zu haben wenn ich den garnicht richtig kenne. Ich verstehe auch nicht richtig was dieses sexuelle Verlangen sein soll, wovon alle immer reden. Man sieht jemanden und hat einen starken drang danach, sofort Sex mit der Person zu haben oder wie? So wie ich den Drang habe einen süßen Hund sofort zu streicheln, so etwa??


Auch Sex-Szenen in Filmen finde ich total unnötig. Meistens nerven mich die und ich denke mir, so kriegt man die Sendezeit auch voll. Ich überspringe sowas oft. Ich habe sogar schon ganze Serien nicht mehr weitergeschaut weil es immer mehr um das Ganze wer mit wem Gedöns ging. Ich komm dann irgendwann nicht mehr mit und es interessiert mich auch nicht sonderlich, das ist für mich keine Handlung in einem Film oder einer Serie. Ich finde es auch super bescheuert, wie es in vielen Popsongs immer nur um Liebe und Sex geht. Meist wird dann Liebe noch mit Sex gleichgesetzt, was ich total verwerflich finde. Jeder zweite Popsong handelt nur von Körperlichkeiten, meist werden dann auchnoch so zweideutig perverse Metaphern verwendet. Kann ich garnicht ab! Ich denk mir immer, wenn man keinen richtigen Inhalt für seine Songs hat, singt man halt über Sex…


Womit ich auch überhaupt nix anfangen kann ist dieses ganze Nachtleben und Rotlicht Gedöns. Ich finde das pervers. Und es schockiert mich immer wieder aufs neue, dass es scheinbar so gang und gäbe unter reichen und berühmten ist in den Stripclub zu gehen und sowas. Ich mein wer sowas geil findet muss es ja selber wissen, aber ich will damit nichts zu tun haben. Finde das einfach nur komplett pervers und daneben seinen Körper, intimitäten und das privateste was man hat für Geld zur Schau zu stellen oder eben von der anderen Seite aus zu kaufen.


Ich hab es auch überhaupt nicht mit Parties. Das Einzige wo ich mal war, war eine Schulveranstaltung oder ein Kindergeburtstag ganz früher. Ich war noch nie in der Disco oder in nem Club feiern. Ich hab auch noch nie Alkohol getrunken, geraucht oder sonstwelche Drogen genommen. Ich sehe keinen Sinn darin sowas zu tun. Wieso soll ich irgendein Zeug nehmen das schlecht für meinen Körper ist? Vielleicht hab ich irgendwie Angst davor, aber es reizt mich halt auch einfach garnicht. Mich zu beschissener Musik besaufen, darin sehe ich keinen Sinn. Und vor ner Partytruppe zu Tanzen wäre mir eh zu peinlich.


Ich halte auch nichts von one nicht stands und sowas. Sex gehört für mich nur in eine feste Beziehung zwischen 2 Menschen und sonst nirgendwohin. Und nein, ich bin nicht religiös oder irgendwie so erzogen worden, diese Ansichten kommen von mir ganz allein!
Und hier kommen wir auch wieder zum Punkt: Ich hatte noch nie eine Beziehung, aber ich sehne mich auch nicht so danach. Natürlich stellt sich mir da die Frage, ob man sich überhaut nach etwas sehnen kann das man nicht kennt. Aber ich habe im Internet schon oft von Leuten gelesen, die in einer Ähnlichen Lage sind wie ich und aufgrund äußerer Umstende noch nie mit wem zusammen waren, die sich danach sehen. Viele machen dann Online Dating oder suchen anderswie nach einem Partner. Manche sind sogar so verzweifelt, dass sie ihr erstes Mal im Bordell haben weil sie es einfach ab einem bestimmten Alter nicht mehr aushalten. All sowas käme für mich nie infrage. Allerdings muss ich hierzu sagen, dass ich sowieso nie mein Gesicht im Internet zeigen würde und mich auch niemals mit jemandem treffen würde den ich nur ausm Internet kenne. Egal wie gut ich den kenne oder ob wir schon Jahrelang schreiben, sowas geht für mich einfach nicht. Weder freundschaftlich, noch auf mehr bezogen. Deswegen kann ich auch garnicht sagen ob es jetzt vielleicht daran liegt, oder ob ich asexuell bin.


Ich glaube viele Leute wären längst depressiv und schon durchgedreht, wenn sie mein Leben hätten.
Ich denke mir, so eine Beziehung sollte sich einfach ergeben. Man rennt einen im Supermarkt um und begegnet sich so. Oder man hört laut Musik und ein netter Typ sagt "toller Geschmack" und dann unterhält man sich darüber und stellt fest, dass man auch noch mehr gemeinsam hat, lernt sich kennen und irgendwann ergibt sich dann halt was. So stell ich es mir halt in meiner heilen Phantasiewelt vor. Und falls sich irgendwann mal sowas ergeben würde, dann wäre es halt so, ich glaub dem wäre ich nicht abgeneigt. Aber wenn es nie passiert, dann wäre das halt genauso ok. Ich suche nicht nach einer Beziehung, und wenn ich mein Leben lang alleine bleibe dann wäre es mir auch egal. Ich kann mir eh nicht vorstellen zu heiraten und habe auch nicht vor Kinder zu kriegen. Kann mir sowas garnicht vorstellen! Allein vor der Geburt hätte ich viel zu viel Angst, und ein Kind großziehen könnte ich auch nie, ich kriegs ja nichtmal gebacken mich richtig um mich selbst zu kümmern.

Als ich 18 war hab ich sowas schonmal in ein anderes Forum gepostet. Dort hieß es aber ich sei nur ein Spätzünder und das kommt schon noch alles. Inzwischen bin ich aber schon 23 und es hat sich einfach mal nichts geändert! Und ich glaube, das wird sich auch nicht ändern. Ich wusste schon mit 7, dass das nicht mein Leben ist.


Ich habe allerdings auch probleme auf Menschen zuzugehen und mich einzulassen, bin generell ein ziemlich unselbstbewusster Sozialkrüppel. Deswegen würde ich mich auch nie trauen jemanden anzusprechen. Vielleicht habe ich weil ich das weiß schon von vornerein kein Interesse.
Was aber auchnoch erschwerend hinzukommt, ist, dass ich wahnsinnig hohe Ansprüche habe. Um eine Beziehung einzugehen müsste für mich wirklich ALLES stimmen (Charakter, gleiche Ansichten und Interessen wie ich, halt ein Mensch der genau zu mir passt). Ich glaub ich bräuchte auch sehr lange mich auf jemanden einzulassen, in der Zeit haben andere längst 5 mal geheiratet.


Ich kannte auch so viele 14/15 Jährige Mädchen die rumheulen weil sie noch nie einen Freund hatten, und so gerne einen hätten... Ich kenne so viele die ihr erstes Mal garnicht abwarten können. Und ich, was soll ich sagen? Ich habe nie so rumgeheult wie die Anderen. Für mich selber ist das völlig Okay so, ich kann mir auch einfach nicht vorstellen irgendwann mal einen Freund zu haben, oder gar Sex zu haben, ich sehne mich da, zumindest im Moment noch überhaupt nicht nach. Ich brauche schon so viel Zeit am Tag für mich selbst und andere Dinge, und das obwohl ich massenhaft Zeit übrig hab... Diese Vorstellung ist für mich so fernab von aller Realität! Ich glaube mir wäre das auch viel zu anstrengend. Was mich nur dabei stört, ist der Druck der Gesellschaft, dass man quasi als nicht normal, oder als ein Sonderling gilt, wenn man 18 ist und all diese Erfahrungen noch nie gemacht hat!


Ich frage mich in letzter Zeit oft, ob ich vielleicht Asexuell bin.
Denn ich habe ja nicht wirklich das Bedürfniss nach Sex, oder einem Freund und so.
Allerdings frage ich mich auch immer, ob es nicht was psychisches ist was durch äußere Einflüsse entstanden ist. Ich wurde in der Schule lange gemobbt, und war immer ein Außenseiter. Die Jungs in meiner Klasse damals waren alles A*********, also kein Wunder dass ich mich für die nicht interressiert hab.
Danach hab ich jahrelang eine Fernausbildung von zuhause aus gemacht, wodurch ich kaum Kontakt zu Menschen hatte. Hatte also garkeine Gelegenheiten auf Sex. - Wobei, wenn ich gewollt hätte, hätte ich ja einfach auf ne Party gehen können, aber an sowas finde ich halt nichts! Auch hier wären die Meisten schon wieder wegen durchgedreht, ich haber nicht. Einen Freundeskreis oder ein soziales Umfeld außerhalb meiner Familie habe ich schon seit der Grundschule nicht mehr.


Ich bin heute schon total froh und glücklich, wenn ich auch mit den Menschen mit denen ich im Alltag zu tun habe klar komme, nicht mehr gemobbt werde und allgemein akzeptiert werde. …
Wonach ich mich allerdings schon sehne, ist jemand mit dem ich alles teilen kann, Dinge gemeinsam tun und dem ich alles erzählen kann, der mich auch mal in den Arm nimmt usw… Aber das kann ja eben auch nur ne beste Freundin (wie gesagt, ich hab garkeine Freunde) oder sowas sein, das hat ja eben nix mit nem Partner zu tun! Und ja, Freunde hätte ich schon gerne, aber einen Partner?...


Als ich klein war fand ich es, wie eigentlich alle in dem Alter, eklig wenn ich gesehen habe wenn sich 2 küssen. Heute finde ich es nicht mehr so eklig wenn ich sowas sehe, allerdings kann ich mir auch überhaupt nicht vorstellen selber jemanden zu küssen. Die Vorstellung eines Zungenkusses z.B. finde ich schonwieder eklig, sowas will ich doch mit keinem machen, da wird mir schlecht...
Aber auch hier weiß ich nicht, ob es nur Berührungsängste sind. Ich bin generell ein eher süchterner Mensch und manchmal rauch elativ verklemmt und gehemmt.
Ich wünsche mir zwar z.B. Umarmungen und sowas,-- in meiner Familie gibt es das nicht und Freunde hab ich keine. Aber ich glaube das wäre auch zuerst ein bisschen komisch weil ich es eben nicht kenne, doch irgendwo sehne ich mich nach Umarmungen und jemandem der einfach bei mir ist.


Aber Sex? Sex an sich finde ich nicht eklig, aber ich glaube ich könnte mit keinem Sex haben, ich kann es mir nicht vorstellen, ich glaube ich wäre wie gehemmt... und ich gebe zu, ich hätte auch wahnsinnige Angst davor. Ich trau mich bis heute noch keine Tampons zu benutzen, ich glaube, würde ein Kerl mit seinem Penis da rein, bekäme ich echt Panik! Ich habe auch jetzt nicht das Bedürfnis nach Sex. Aber gut, ich kenne es ja auch nicht anders. Ich frage mich ob man erst einmal, oder mehrmals Sex gehabt haben muss und Gefallen daran finden, damit man dieses Verlangen danach bekommt von dem alle immer reden? Ich mein, man weiß ja auch nicht, dass Schokolade lecker ist wenn man sie noch nie probiert hat… Andererseits weiß ich aber, dass ich niemals Fallschirmspringen würde, obwohl ich das auch noch nie gemacht hab. (Nur hat sowas ja mit Angst zu tun und ist ein natürlicher Schutzmechanismus. Sex zu wollen ist hingegen biologisch so vorgesehen da es ein Vorteil ist,- sonst wären wir ja ausgestorben…Also müsste der Drang danach nicht stärker als die Angst sein?) Aber außerdem, wer würde denn eine wollen, die in meinem Alter noch so überhaupt garkeine Erfahrungen hat? Das ist doch abschreckend. Und für mich ist es wiederum abschreckend zu wissen, dass alle Andern in meinem Alter schon mit jemandem vor mir Sex hatten. Wenn er noch Jungfrau wäre, wär das allerdings genauso seltsam.


Vor meinen eigenen Körper habe ich allerdings keinerlei Berührungsängste oder sowas.
Ich habe mich auch schon oft selbstbefriedigt, und das mag ich, es fühlt sich gut an. Ich habe mich sogar schon als kleines Kind selbstbefriedigt, indem ich mich im Bett an einem Kissen gerieben habe, nur wusste ich damals noch nicht, was ich da tue, aber es hat sich schön angefühlt, und das tut es auch immer noch. Ich befriedige mich sogar eigentlich recht regelmäßig selbst, also scheint das ja bei mir normal zu sein.... Allerdings tue ich das auch oft so aus Langeweile oder als Einschlafhilfe. Dass es mich so überkommt und ich mich plötzlich einfach befriedigen muss hab ich eher selten. Ich habe auch schon versucht, mich einfach ne Zeit lang garnicht selbst zu befriedigen um zu gucken was passiert. Nach etwa 3 Wochen verspürte ich eine Lust mich zu befriedigen. Allerdings nur wenn ich allein war und gerade sonst nix zu tun hatte.


An Pornos finde ich nicht sehr viel, die meisten gefallen mir nicht. Meine Vorstellung ist da 1000 mal besser! Und in keinem Porno passiert genau das was ich gerade gerne sehen würde. Da suche ich ne Stunde und finde nix brauchbares, da ist mir meine Phantasie doch um einiges lieber! Wenn ich mich befriedige, stelle ich mir schon Menschen beim Sex vor und finde das auch anregend, allerdings haben die nie Gesichter oder sind ausgedachte Personen.
Ich habe mir nie vorgestellt mit irgend einer echten Person Sex zu haben, finde das total befremdlich.


Ich weiß einfach nicht so recht was ich bin. Ich habe einen Psychotest im Internet gemacht und demnach bin ich asexuell. Laut einem anderen bin ich es aber nicht. Vielleicht bin ich auch Demisexuell? Ich habe auch den Wikipedia Artikel über Asexualität gelesen und irgendwie passt das ja voll auf mich. Nur kann ich mich irgendwie nicht recht in diesen Typen einordnen und weiß irgendwie doch nicht so recht ob ich Asexuell bin.
Ich meine, ich befriedige mich ja auch selber, demnach verspüre ich ja sexuelle Lust...
Und wie soll ich überhaupt wissen ob ich asexuell bin wenn ich noch garkeine Erfahrungen habe, ich bin ja auch noch relativ jung und Leute, die z.B. schwul sind, wissen das ja manchmal auch erst mit über 30... Das Einzige wo ich mir sicher bin, ist nicht lesbisch zu sein… Wie ist das denn bei normal-Sexuellen in meinem alter, die noch nie Sex hatten? Verzweifelt man deswegen weil man so einen Drang danach hat? Oder wird der einem nur nurch die Medien eingetrichtert und kommt eigentlich erst dann wenn man schon Sex hatte? Ich kann mir ja vorstellen, dass es sich gut anfühlen muss, aber der Drang, dass ich sofort mit jemandem Sex haben muss bleibt immer noch aus! Oder haben das nur Männer?


Also ich bin irgendwie wirklich garnichts, oder? Was meint ihr dazu? Findet ihr, dass ich nicht normal (entwickelt) bin? Oder dass da sonst was schiefgelaufen ist? Bin ich gestört? Kann es sein dass bei mir irgendwas hormonelles nicht stimmt, oder ich irgend eine andere unentdeckte Krankheit habe? Bin ich unreif und zurückgeblieben? Oder bin ich einfach nur asexuell? Wenn ja hätte ich damit keine Probleme, dann wüsste ich ja wenigstens endlich mal was ich bin und es würde soooo viel erklären......
Wobei ich mich gerade auch frage ob Asexualität wirklich eine Sexuelle Orientierung ist, es hat ja mehr von einer nicht so vorhandenen Ausprägung. Und wenn das durch äußere Umstände verursacht wird, ist es doch eher eine Störung, oder? Schwer depressive haben ja auch oft einen Libidoverlust und wem es schlecht geht der hat auch eher weniger Lust auf Sex. (Andererseits, schwul wird ja auch keiner durch äußere Umstände)… Ich versteh das alles nicht so recht und irgendwo ist es mit auch ziemlich egal. Ich leide ja aucht nicht darunter noch nie Sex gehabt zu haben. Und wenn ich wüsste ich würde 100 Jahre alt und hätte nie Sex, dann wäre das auch ok. Bis auf, vlt dass mit die Gesellschaft ein schlechtes Gefühl gibt ich hätte was verpasst… Kein Plan was mit mir los ist, komisch und anders war ich jedenfalls schon immer. … Ich frage mich auch, ob ich das irgendwie "geerbt" haben kann. Denn soweit ich das zumindest beurteilen kann, hatten meine Eltern auch nur Sex um ein Kind zu kriegen. Ansonsten küssen sie sich nichtmal oder sowas. Kann es sein, dass meine Eltern schon asexuell sind und ich das von ihnen so geerbt oder anerlernt habe?


Was mir gerade noch eingefallen ist: Ich hab es nicht wirklich mit Statussymbolen oder Mode und sowas. Ich scheiße zwar nicht komplett auf mein Äußeres, aber dieser ganze Insta-Model Quatsch geht mir relativ am allerwertesten vorbei. Für wen soll ich mich "schön" machen? Sich zu Stylen mag ja toll sein, aber meist ist mir das viel zu aufwändig. Ich laufe meistens total einfach und basic rum….


Ja, jetzt schreibt ihr mal was ihr dazu meint. Bin ich asexuell oder doch was ganz anderes?
 

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wow. super interessanter beitrag. danke dafür.

er ist leider extrem lang und hat einige wiederholungen, deshalb habe ich ihn stellenweise überflogen.

ich persönlich habe ein paar dinge herausgelesen und aus deinem text interpretiert, es ist also kein urteil über dich, sondern einfach nur meine simplen gedanken, die aus deinen worten folgen. falls das verletzend rüberkommt, weil ich das dumm formuliere: sorry im voraus. ich werde versuchen es zu vermeiden.

1. ich erkenne mich teilweise sehr in mir wieder. auch ich bin gerade etwas "eingeschnappt" vor der welt. Partys? viel sex mit frauen? viele freunde? will ich nicht! denke ich zumindest ganz oft. die wahrheit ist: ich kann nicht, bzw. ich habe angst davor.

ich habe angst davor, rauszugehen und mich diesen menschen auszusetzen. ihrem urteil. besonders frauen. mein kopf spinnt daraus: du hast keine lust auf all das zeug. wieso? weil der gedanke nicht so sehr weh tut wie "ich KANN das einfach nicht" obwohl man ja eigentlich nichts anderes will als nähe zu menschen, egal ob freundschaftlich oder sexuell.

kann es sein, das das auch auf dich zutrifft?

du schreibst bei allem wie angewiedert du davon bist und auf abstand gehst, aber das kann eigentlich nicht sein. wir menschen suchen nähe zu anderen menschen. alles andere sind schutzmechanismen oder alte traumata die immernoch wirken.

auch ich wurde in der schule gemobbt. aber bei mir waren letztendlich noch viele andere erlebnisse schuld dafür, das ich heute so soziophob bin.

2. du schreibst die ganze zeit, das du vermutest, asexuell zu sein ("oder nichtmal das"). gleichzeitig schreibst du, das du dich selbst befriedigen kannst. das widerspricht sich. an was denkst du konkret, wenn du dich selbst befriedigst?

3. du schreibst das du soo vieles nicht verstehen kannst, was andere menschen sagen und fühlen. das sie ihrem star nacheifern. das konnte ich früher auch nicht so gut nachvllziehen. mittlerweile verstehe ich es. sie verehren die person halt. gut finde ichs nicht unbedingt, aber was solls.. ich VERSTEHE es. ich kann mich in andere menschen reinversetzen und mir vorstellen, wie das gefühl ist, einer person so sehr nachzueifern.

versuch das mal. wie gesagt, du musst es selbst nicht gut finden oder mögen, aber versuch dich mal da reinzuversetzen. so unnachvollziehbar ist das doch gar nicht. man muss nur einmal googlen "warum finden menschen, besonders teenies stars und musiker so toll?". kriegste alles aufgelistet.

4. meine vermutung ist: dir sind einige extrem schwer zu verkraftende traumas mit menschen passiert. dein jahrelanger "fernunterricht" (?) hat dich sozial isoliert. du hast ein wenig kontakt zu den menschen verloren, genau wie ich. auch durch soziale isolation. einerseits merkt man, das du am liebsten teil von all dem wärst: jungs toll finden, sex haben, stars toll finden. es ist vollkommen normal, sich davon abgrenzen zu wollen, aber es ist auch vollkommen normal das nicht zu tun und dort überall mitzumachen. es macht sogar spaß. mit den freundinnen/freunden da zu sitzen und sich darüber zu unterhalten wie geil jemand ist. es ist eine vollkommen oberflächliche diskussion, aber man hat diese vertrautheit zwischeneinander, das es einem egal ist.

willst du das alles wirklich nicht erleben? sei ein wenig offener! du musst es nicht mögen, aber halt auch nicht so übelst auf abstand gehen, girl!

5. mein vorschlag: bitte geb diesen menschen noch eine chance. du musst kein sex haben. du musst nicht vollkommen crazy gefühle haben. du hattest halt ein paar probleme als kind und jugendliche. du bist 23! ich bin 31! wir beide sind noch jung um unsere sozialen phobien zu bekämpfen. wahrscheinlich hast du es sogar bischen einfacher als ich, weil du noch jünger bist.

geh in die therapie. such dir ein paar sachen die du regelmäßig einmal die woche unternehmen kannst. in gruppen.

häng dich nicht zu lange an solchen gedanken auf, du wirst sie immer und immer wieder haben. die chance auf erlebnisse mit menschen auch, aber die zeit vergeht und wie willst du sie lieber verbringen...? grübelnd und mit mieser laune zu hause am tisch oder drausen mit leuten und einem lächeln auf dem gesicht.

ich habe mir für 2020 wieder vorgenommen wieder mehr zu unternehmen und mit menschen zu sozialisieren. ich bin auch viel damit beschäftigt gewsen, sachen die menschen machen und tun (ziemlich ähnliche sachen, wie du sie beschreibst), zu beurteilen, zu verurteilen und mich darüber aufzuregen. anstatt mich in sie reinzuversetzen und eine neue perspektive zu finden. eienn neuen anlauf zur therapiesuche..

so. habe jetzt deinen text mit einem super langem text beantwortet. na das wird ja ein spaß:)
 

SFX

Aktives Mitglied
Hallo,

ich sehe hier jetzt keinen direkten Grund zur Sorge. Das Thema "Männer und Sex" interessiert dich einfach aktuell nicht. Vermutlich hast du einfach bisher andere Dinge in deinem Leben, die dich mehr beschäftigen. Dein Studium eventuell, oder deine Karriere.

Wenn "der Richtige" kommt und die Zeit gekommen ist, wirst wahrscheinlich auch du ganz normal das Verlangen nach einer Partnerschaft, Liebe und Sex haben.

Sich da jetzt unter Druck zu setzen und die eigene Sexualität in Frage zu stellen halte ich für den falschen Weg. Man kann in jedem Anderssein zwanghaft irgend einen tieferen Grund suchen, oder aber man findet sich damit ab und akzeptiert sich selbst so wie man ist.

So ein braves Mädchen bist du, trinkst gar keinen Alkohol und gehst abends nicht aus! Von One-Night-Stands hältst du ebenfalls nichts, das ist doch etwas Positives! Dass du so artig bist, ist eine gute Grundlage eines Tages einen ganz netten Mann kennenzulernen, der es ehrlich mit dir meint und der dich so liebt, wie du bist.

Liebe Grüße und alles Gute,
SFX
 

Saskia05

Aktives Mitglied
Hallo Terrible,

ich kann deinen Wunsch verstehen, in eine „Kategorie“ hineinpassen zu wollen.
Im Falle von Asexualität ist das besonders schwer, weil es sehr viele Definitionen davon gibt. Die eine würde sagen, dass sich Selbstbefriedigung und Asexualität ausschließen, die andere besagt, dass sich sehr wohl auch Asexuelle selbst befriedigen, dass sich die Sexualität eben nur nicht auf eine andere Person richtet. Des Weiteren widersprechen einige Therapeuten der Ansicht, dass Asexualität eine sexuelle Ausrichtung wie Homo- oder Heterosexualität ist. Denn der Sexualtrieb ist angeboren und laut einiger Experten ist Asexualität daher eher ein vorübergehender Zustand, der durch irgendwelche Traumata ausgelöst wurde.
Bei dieser Unsicherheit allgemein, was Asexualität überhaupt ist, ist es natürlich schwer, sich da reinzuquetschen.
Vielleicht sollte man einfach aufhören, alles tot definieren zu wollen und es so annehmen, wie es ist. Fällt mir auch schwer.
Ich hatte übrigens auch noch nie die Situation, dass ich einen Menschen alleine vom sehen so toll fand, dass ich sofort Sex mit ihm haben möchte. Meine Freundinnen haben auch mal gemeint:“ Ehrlich? Hast du noch nie jemanden auf der Straße gesehen und gedacht, der wäre es jetzt?“ Nun, nein, das kenne ich auch überhaupt nicht.
Dabei habe ich in einer Partnerschaft gerne und viel Sex. Aber bei mir wird das auch nicht durch eine „Geilheit“ ausgelöst, sondern einfach durch den Wunsch, dem Partner ganz nahe sein zu wollen. Manchmal frage ich mich auch, wie das sein muss, wenn man vor „Geilheit“ platzt. Nun, das ist aber bei mir nicht der Fall und dennoch fand ich selbst und auch meine Partner den Sex sehr erfüllend und er war in einer Partnerschaft immer sehr wichtig.
Vielleicht sollte man einfach lernen, dass man trotzdem okay und richtig ist, so wie man ist. Wer sagt denn, dass das Gefühl, was andere zu haben scheinen so viel besser ist als das eigene. Die Sensation, die ich fühle, wenn ich mit einem Partner Sex habe ist auch unbeschreiblich. Wer weiß, vielleicht können das andere dann auch nicht so erleben, wie ich.

Von daher, ich denke, du bist ganz in Ordnung. Nimm es einfach so an und evtl. ändern sich deine Interessen ja auch noch. Du bist ja noch sehr jung.
 
Du zerbrichst dir umsonst den Kopf... Verzicht wegen keine Lust/Interesse ist definitiv sinnvoller als Ausprobieren wollen um jeden Preis nur um mitreden zu können

Da Sexualität zu den Grundbedürfnissen zählt, kann ich mir vorstellen dass es wie beim Schlafbedürfnis oder Hunger, einfach bei jedem unterschiedlich starke Ausprägungen gibt.

Irgendeine kluge Schriftstellerin meinte mal, zwar profitieren junge Männer sehr davon eine Freundin zu haben; umgekehrt ist das aber überhaupt nicht der Fall. Also von daher, ist dir nicht viel entgangen, da sich die meisten eh nicht binden wollen und dann eher Drama entsteht.

Lediglich an Sozialkompetenz solltest du arbeiten. Mehr unter Leute gehn.
 

TableTennis

Mitglied
Bis zu einem gewissen Grad stimme ich zu, obwohl ich schon mal eine Beziehung hatte. Weiterhin denkt die Mehrheit meiner Freunde genauso.

Ist deine Frage nur, ob du asexuell bist? Wahrscheinlich. Aber fühlst du dich dadurch besser, dass du das weißt? Ich finde diese Sexbessenheit auch schlimm, und versuche mich nicht zu sehr von anderen beeinflussen zu lassen nur weil sie ein anderes Leben haben und andere Gefühle
 

WolfImSchafspelz

Aktives Mitglied
So ein braves Mädchen bist du, trinkst gar keinen Alkohol und gehst abends nicht aus! Von One-Night-Stands hältst du ebenfalls nichts, das ist doch etwas Positives! Dass du so artig bist, ist eine gute Grundlage eines Tages einen ganz netten Mann kennenzulernen, der es ehrlich mit dir meint und der dich so liebt, wie du bist.

Liebe Grüße und alles Gute,
SFX
Oder sie trifft einen, der es super langsam angeht, es ehrlich meint und dann verliebt er sich doch in eine andere und das war es. So wie bei mir und meiner Ex....:rolleyes:
 
L

LonelyMan

Gast
@eternalsummer

Sex ist kein Grundbedürfnis wie Nahrungsaufnahme oder Schlaf. Denn ohne Sex kann man leben, ohne das andere nicht.

@
WolfImSchafspelz

Toller Beitrag...
 
L

LonelyMan

Gast
Danke:)
So kann das Leben halt immer mal sein. Völlig unabhängig davon, wie gut oder schlecht man lebt.

...und der Threaderstellerin kann ich nur raten, sich nicht zuviele wertende Gedanken über alles zu machen. Menschen, die sich von Rotlicht angezogen fühlen, sind deswegen z.B. nicht unbedingt schlechtere Tiere als alle anderen.
Das war übrigens Ironie. Man kann auch plötzlich tot umfallen. Mit dem Thema hat das nicht viel zu tun.

Ich persönlich finde das Rotlicht abstoßend und auch die "Tiere" die sich dort aufhalten.
 

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