bird on the wire
Aktives Mitglied
Hallo Mr. Ich,
was für eine schöne Ausdrucksweise Du hast. Ich lese das gern.
Ich verstehe, daß Dir Dein Verhalten, Deine Gedanken, Ängste und Sorgen fremd vorkommen,wenn Du ansonsten beruflich erfolgreich bist und gewohnt bist, Situationen zu meistern.
Ich war auch mehr als durcheinander als ich plötzlich meine erste Panikattacke auf der Arbeit bekam, weil ich dachte ich hätte einen beruflichen Fehler gemacht und das als totales Versagen empfunden habe. Ich war kopflos, panisch und verwirrt. Und habe mich in die wildesten Gedanken hineingesteigert. Und dann wurde ich lethargisch, auch ungewohnt. Einige Tage später stellte sich heraus, daß es gar nicht mein Fehler war, ich hatte alles - wie immer 😉 - gut vorbereitet und eine andere Kollegin hatte den Fehler gemacht, die das aber nicht als Versagen empfand und gar nicht so schwer nahm. Statt Erleichterung zu verspüren, war ich plötzlich völlig verzweifelt, über meine für mich ungewohnte Panikattacke. Und ich spürte auch, daß es natürlich unangemessen ist, mich deswegen als komplette Versagerin zu fühlen, das da irgendwas nicht stimmte mit mir. Ich fühlte mich ganz fremd. Und war besorgt, was mit mir los ist. Vielleicht empfindest Du etwas ähnliches.
Mir ist im Laufe einer Therapie klar geworden, daß die Probleme gar nicht im Beruflichen lagen und schon gar nicht in der konkreten damaligen Situation, sondern ich in anderen Bereichen des Lebens unter Druck stand und ich plötzlich auch im Beruf nicht mehr wie gewohnt souverän reagieren konnte. Und nachdem ich das Wort Verschiebung dafür akzeptiert habe, gings (zumindst im Beruf) wieder bergauf.
Also, Kopf hoch, Prüfungsergebnisse zuversichtlich abwarten.
Und wenn's danach nicht besser wird, mal gucken wo überall, Druck, Blockaden, Leere sein könnte.
Im "Mittelalter" ist es manchmal nötig, sich umzugucken, ob Veränderungen nötig und hilfreich sind.
Und vielleicht ist ja wirklich ganz schlicht und ergreifend die freiberufliche Dozententätigkeit nicht das Richtige für Dich. Vielleicht kann die Prüfung ein Signal für Deinen Veränderungswunsch sein? Wäre doch ok, wenn du feststellst, daß es nicht das Richtige für Dich ist, oder? Dann kannst Du zielgerichtet eine Veränderung anstreben.
Folge Deinem Herzen und sei gnädig mit Dir!
Viel Glück
was für eine schöne Ausdrucksweise Du hast. Ich lese das gern.
Ich verstehe, daß Dir Dein Verhalten, Deine Gedanken, Ängste und Sorgen fremd vorkommen,wenn Du ansonsten beruflich erfolgreich bist und gewohnt bist, Situationen zu meistern.
Ich war auch mehr als durcheinander als ich plötzlich meine erste Panikattacke auf der Arbeit bekam, weil ich dachte ich hätte einen beruflichen Fehler gemacht und das als totales Versagen empfunden habe. Ich war kopflos, panisch und verwirrt. Und habe mich in die wildesten Gedanken hineingesteigert. Und dann wurde ich lethargisch, auch ungewohnt. Einige Tage später stellte sich heraus, daß es gar nicht mein Fehler war, ich hatte alles - wie immer 😉 - gut vorbereitet und eine andere Kollegin hatte den Fehler gemacht, die das aber nicht als Versagen empfand und gar nicht so schwer nahm. Statt Erleichterung zu verspüren, war ich plötzlich völlig verzweifelt, über meine für mich ungewohnte Panikattacke. Und ich spürte auch, daß es natürlich unangemessen ist, mich deswegen als komplette Versagerin zu fühlen, das da irgendwas nicht stimmte mit mir. Ich fühlte mich ganz fremd. Und war besorgt, was mit mir los ist. Vielleicht empfindest Du etwas ähnliches.
Mir ist im Laufe einer Therapie klar geworden, daß die Probleme gar nicht im Beruflichen lagen und schon gar nicht in der konkreten damaligen Situation, sondern ich in anderen Bereichen des Lebens unter Druck stand und ich plötzlich auch im Beruf nicht mehr wie gewohnt souverän reagieren konnte. Und nachdem ich das Wort Verschiebung dafür akzeptiert habe, gings (zumindst im Beruf) wieder bergauf.
Also, Kopf hoch, Prüfungsergebnisse zuversichtlich abwarten.
Und wenn's danach nicht besser wird, mal gucken wo überall, Druck, Blockaden, Leere sein könnte.
Im "Mittelalter" ist es manchmal nötig, sich umzugucken, ob Veränderungen nötig und hilfreich sind.
Und vielleicht ist ja wirklich ganz schlicht und ergreifend die freiberufliche Dozententätigkeit nicht das Richtige für Dich. Vielleicht kann die Prüfung ein Signal für Deinen Veränderungswunsch sein? Wäre doch ok, wenn du feststellst, daß es nicht das Richtige für Dich ist, oder? Dann kannst Du zielgerichtet eine Veränderung anstreben.
Folge Deinem Herzen und sei gnädig mit Dir!
Viel Glück