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    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Ich weiß nicht mehr weiter

Hallo Mr. Ich,

was für eine schöne Ausdrucksweise Du hast. Ich lese das gern.

Ich verstehe, daß Dir Dein Verhalten, Deine Gedanken, Ängste und Sorgen fremd vorkommen,wenn Du ansonsten beruflich erfolgreich bist und gewohnt bist, Situationen zu meistern.
Ich war auch mehr als durcheinander als ich plötzlich meine erste Panikattacke auf der Arbeit bekam, weil ich dachte ich hätte einen beruflichen Fehler gemacht und das als totales Versagen empfunden habe. Ich war kopflos, panisch und verwirrt. Und habe mich in die wildesten Gedanken hineingesteigert. Und dann wurde ich lethargisch, auch ungewohnt. Einige Tage später stellte sich heraus, daß es gar nicht mein Fehler war, ich hatte alles - wie immer 😉 - gut vorbereitet und eine andere Kollegin hatte den Fehler gemacht, die das aber nicht als Versagen empfand und gar nicht so schwer nahm. Statt Erleichterung zu verspüren, war ich plötzlich völlig verzweifelt, über meine für mich ungewohnte Panikattacke. Und ich spürte auch, daß es natürlich unangemessen ist, mich deswegen als komplette Versagerin zu fühlen, das da irgendwas nicht stimmte mit mir. Ich fühlte mich ganz fremd. Und war besorgt, was mit mir los ist. Vielleicht empfindest Du etwas ähnliches.
Mir ist im Laufe einer Therapie klar geworden, daß die Probleme gar nicht im Beruflichen lagen und schon gar nicht in der konkreten damaligen Situation, sondern ich in anderen Bereichen des Lebens unter Druck stand und ich plötzlich auch im Beruf nicht mehr wie gewohnt souverän reagieren konnte. Und nachdem ich das Wort Verschiebung dafür akzeptiert habe, gings (zumindst im Beruf) wieder bergauf.

Also, Kopf hoch, Prüfungsergebnisse zuversichtlich abwarten.
Und wenn's danach nicht besser wird, mal gucken wo überall, Druck, Blockaden, Leere sein könnte.
Im "Mittelalter" ist es manchmal nötig, sich umzugucken, ob Veränderungen nötig und hilfreich sind.
Und vielleicht ist ja wirklich ganz schlicht und ergreifend die freiberufliche Dozententätigkeit nicht das Richtige für Dich. Vielleicht kann die Prüfung ein Signal für Deinen Veränderungswunsch sein? Wäre doch ok, wenn du feststellst, daß es nicht das Richtige für Dich ist, oder? Dann kannst Du zielgerichtet eine Veränderung anstreben.

Folge Deinem Herzen und sei gnädig mit Dir!

Viel Glück
 
Hallo Mr. Ich,

was für eine schöne Ausdrucksweise Du hast. Ich lese das gern.

Ich verstehe, daß Dir Dein Verhalten, Deine Gedanken, Ängste und Sorgen fremd vorkommen,wenn Du ansonsten beruflich erfolgreich bist und gewohnt bist, Situationen zu meistern.
Ich war auch mehr als durcheinander als ich plötzlich meine erste Panikattacke auf der Arbeit bekam, weil ich dachte ich hätte einen beruflichen Fehler gemacht und das als totales Versagen empfunden habe. Ich war kopflos, panisch und verwirrt. Und habe mich in die wildesten Gedanken hineingesteigert. Und dann wurde ich lethargisch, auch ungewohnt. Einige Tage später stellte sich heraus, daß es gar nicht mein Fehler war, ich hatte alles - wie immer 😉 - gut vorbereitet und eine andere Kollegin hatte den Fehler gemacht, die das aber nicht als Versagen empfand und gar nicht so schwer nahm. Statt Erleichterung zu verspüren, war ich plötzlich völlig verzweifelt, über meine für mich ungewohnte Panikattacke. Und ich spürte auch, daß es natürlich unangemessen ist, mich deswegen als komplette Versagerin zu fühlen, das da irgendwas nicht stimmte mit mir. Ich fühlte mich ganz fremd. Und war besorgt, was mit mir los ist. Vielleicht empfindest Du etwas ähnliches.
Mir ist im Laufe einer Therapie klar geworden, daß die Probleme gar nicht im Beruflichen lagen und schon gar nicht in der konkreten damaligen Situation, sondern ich in anderen Bereichen des Lebens unter Druck stand und ich plötzlich auch im Beruf nicht mehr wie gewohnt souverän reagieren konnte. Und nachdem ich das Wort Verschiebung dafür akzeptiert habe, gings (zumindst im Beruf) wieder bergauf.

Also, Kopf hoch, Prüfungsergebnisse zuversichtlich abwarten.
Und wenn's danach nicht besser wird, mal gucken wo überall, Druck, Blockaden, Leere sein könnte.
Im "Mittelalter" ist es manchmal nötig, sich umzugucken, ob Veränderungen nötig und hilfreich sind.
Und vielleicht ist ja wirklich ganz schlicht und ergreifend die freiberufliche Dozententätigkeit nicht das Richtige für Dich. Vielleicht kann die Prüfung ein Signal für Deinen Veränderungswunsch sein? Wäre doch ok, wenn du feststellst, daß es nicht das Richtige für Dich ist, oder? Dann kannst Du zielgerichtet eine Veränderung anstreben.

Folge Deinem Herzen und sei gnädig mit Dir!

Viel Glück

Liebe Bird in the wire,

Zunächst besten Dank für Dein Kompliment sowie für Deine Schilderungen.

ja, ich empfinde vieles was Du schreibst ähnlich. Am Schlimmsten dabei ist der Ärger über sich selbst!!!!

Den Begriff der Verschiebung kannte ich bislang nur im Zusammenhang mit den Naturwissenschaften und kann ihn daher dem Kontext nicht zuordnen.... kannst Du vielleicht erläutern, was damit gemeint ist.

Natürlich wäre es Ok wenn ich feststellen könnte, dass es nicht die richtige Tätigkeit ist. Ich bin auf der Suche und offen für Alternativen.

Danke auch für Deine aufmunternden Worte......
 
Guten Abend Mr.Ich alias Sir Ich,

Erstmal kein Ursache 🙂

Willst Du damit darauf hinaus, dass ich dazu neige, mich selbst zu bestrafen oder schlecht zu machen? Das wäre vielleicht wirklich ein Aspekt!

Dein erster Beitrag ließ sich auf jeden fall sehr selbskritisch. Auch "nörgelst" du an dir selber rum, gut allerdings ist das du auch deine Stäken anerkennst und nicht nur deine Schwächen.




Nachtrag zu Deinem P.S.:
Ich war tatsächlich als Hilfswissenschaftler "unterwegs" (Du bist wirklich gut!), weil ich damals über eine akademische Karriere nachgedacht hatte. Habe es aber wieder verworfen, weil mir die Tätigkeit zu trocken war. Ich muss die Theorie in die Praxis anwenden können. Deshalb habe ich mich damals (1994) für die Praxis entschieden.

Wenn das Uni-Leben für dich zu trocken ist wie wäre es den mit einer beratenden Tätigkeit bei einer normalen Firma in deinem Fachbereich ? Hier hast du auch Praxisbezug 🙂. Und falls du eine Internationale Firma erwischt sogar Reißen und Abwechslung.


Außerdem glaube ich nicht das du "ausgebrannt" bist ! Du hast keinen Zusammenbruch erlitten, du machst dir lediglich Sorgen wie es weitergehen soll ! Und dazu kommt das du dir nicht sicher bist mit der Prüfung was hinzukommt. Das führ meiner Meinung nach zu den Gefühlen die du selbst nicht nachvollziehen kannst weil sie aus den anderen hervortreten und somit keinen direkten bezug zu deinen Problemen haben.

Was du dir selber klarmachen solltest ist, dass du ein intelligenter Mensch bist der seine Stärken und Schwächen akzeptiert und sich mit seinen Problemen auseinandersetzt (Im gegensatz zu vielen anderen)!

Darf Mann den fragen wann und falls schon wie, deine Prüfung gelaufen ist ?

Mfg
I hate u all



Ps.:
Danke für Deine sehr eigenwillige aber interessante Antwort.
Ich versuche eigentlich den ironischen Unterton wegzulassen, das geling mir aber nicht immer 😉


Ich wünsche mir:
Endlich ein planbareres Leben....
Echt ? Macht nicht genau das unplanbare das Leben lebenswert ? Und auf erfüllend ?
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Mr. Ich,

du hast geschrieben. einen guten Schreibstil hast du. Danke für deine Geschichte. Das ist kein Burnout im klassischen Sinne, sondern ein seelisches Burnout. Das ist, wie ich das nenne...
aber nur ne Vermutung. Vielleicht hast du auch noch ein paar Ziele und Wünsche, die du verdrängt hast?

Vielleicht sollst du abschalte und mal nur an rein Private denken. Oft ist es so, wir machen uns Sorgen, ob etwas gut läuft oder uns gut gelingt oder nicht, und dann ist es doch alles viel besser und einfacher, als wir uns vorgestellt hatten. Nicht die Dingeselbst beunruhigen uns, sondern nur die vorstellung von den Dingen.

VGlaube fest an deine Fähigkeiten und Liebe. Auch Liebe zu sich selbst.
wenn du dir erluben kannst, mach mit deinen menschen gemeinsam was Leichtsinniges 🙂 nicht übertrieben natürlich 🙂

Grüße

Tom
 
Guten Abend Mr.Ich alias Sir Ich,

Erstmal kein Ursache 🙂



Dein erster Beitrag ließ sich auf jeden fall sehr selbskritisch. Auch "nörgelst" du an dir selber rum, gut allerdings ist das du auch deine Stäken anerkennst und nicht nur deine Schwächen.






Wenn das Uni-Leben für dich zu trocken ist wie wäre es den mit einer beratenden Tätigkeit bei einer normalen Firma in deinem Fachbereich ? Hier hast du auch Praxisbezug 🙂. Und falls du eine Internationale Firma erwischt sogar Reißen und Abwechslung.


Außerdem glaube ich nicht das du "ausgebrannt" bist ! Du hast keinen Zusammenbruch erlitten, du machst dir lediglich Sorgen wie es weitergehen soll ! Und dazu kommt das du dir nicht sicher bist mit der Prüfung was hinzukommt. Das führ meiner Meinung nach zu den Gefühlen die du selbst nicht nachvollziehen kannst weil sie aus den anderen hervortreten und somit keinen direkten bezug zu deinen Problemen haben.

Was du dir selber klarmachen solltest ist, dass du ein intelligenter Mensch bist der seine Stärken und Schwächen akzeptiert und sich mit seinen Problemen auseinandersetzt (Im gegensatz zu vielen anderen)!

Darf Mann den fragen wann und falls schon wie, deine Prüfung gelaufen ist ?

Mfg
I hate u all



Ps.:

Ich versuche eigentlich den ironischen Unterton wegzulassen, das geling mir aber nicht immer 😉



Echt ? Macht nicht genau das unplanbare das Leben lebenswert ? Und auf erfüllend ?

Hallo Sir,

Mir würde es vollkommen reichen, wenn sich die Planbarkeit zumindest auf einen groben Rahmen beziehen würde. Mehr möchte ich auch gar nicht... Leben auf "Schienen" ist nicht mein Ding. Leitplanken ja und ab und zu Offroad gerne.

Die Herausforderung liegt im Augenblick darin, das Ziel neu zu definieren. Die Lebensphilosophie "Der Weg ist das Ziel" mag im Privaten gut funktionieren aber beruflich lässt es sich nicht anwenden.

Burnout glaube ich auch nicht. Wie jemand schon an anderer Stelle richtig geschrieben hatte handelt es sich um Existenzängste. Solange die Dinge begründet sind meine Empfindungen, so unangenehm es augenblicklich sein mag, nachvollziehbar. Das ist leider Gottes kein Einzelschicksal. Andere Menschen können ihre Familien nicht durchbringen.

Mit etwas Abstand zu meinem ursprünglichen Posting haben sich meine Gefühle glücklicherweise etwas relativiert. Dennoch bleibt ein "Geschmäckle". Denn, wenn ich die Ursachen oder Auslöser nicht verstehe kann ich nicht ausschließen, dass es wieder passiert. Natürlich stellt sich auch die Frage, was ich "liegen lasse" wenn ich die Hintergründe nicht durchschaue. In jeder Misere verbirgt sich nun mal auch eine Chance.

Die Ergebnisse sind noch nicht da. Erwarte diese im Läufe der nächsten Woche.

Deinen ironischen Unterton solltest Du keineswegs weglassen oder unterdrücken. Ironie hat etwas mit Intelligenz zu tun, falls sie authentisch ist (was ich Dir abnehme). Zudem ist Ironie, mit sarkastischen Elementen verbunden, ein genialer Filter... die richtigen kapieren es!

Liebe Grüsse
 
Guten Abend Mr.Ich alias Sir Ich,

Mir würde es vollkommen reichen, wenn sich die Planbarkeit zumindest auf einen groben Rahmen beziehen würde. Mehr möchte ich auch gar nicht... Leben auf "Schienen" ist nicht mein Ding. Leitplanken ja und ab und zu Offroad gerne.

Nunja mit meinen geballten fast 20 Jahren "Lebenserfahrung" kann ich dir kaum etwas über die Planbarkeit des Lebens erzählen 😉 . Nur hat mich die Aussage in deinem Profil etwas schockiert, deshalb wollte ich nahharken 😉

Und so wie du das Ausdrücks ist das auch der Wunsch eines jeden Menschen ein wenig Vorhersehbarkeit und ein bisschen Unplanbarkeit. Daran ist nichts falsches ! ( "Die Mischung machts", sagte meine Omi immer.)

Die Herausforderung liegt im Augenblick darin, das Ziel neu zu definieren. Die Lebensphilosophie "Der Weg ist das Ziel" mag im Privaten gut funktionieren aber beruflich lässt es sich nicht anwenden.

Warum?

Schon Konfuzius sagte "Der Weg ist das Ziel."
Ich verstehe das auf das Berufsleben bezogen so : Mit der Zeit steigst du auf, sammelst Erfahrung und bringst somit mehr Kapital in eine Firma ! Oder liege ich da total falsch? 😉

Mit etwas Abstand zu meinem ursprünglichen Posting haben sich meine Gefühle glücklicherweise etwas relativiert. Dennoch bleibt ein "Geschmäckle". Denn, wenn ich die Ursachen oder Auslöser nicht verstehe kann ich nicht ausschließen, dass es wieder passiert. Natürlich stellt sich auch die Frage, was ich "liegen lasse" wenn ich die Hintergründe nicht durchschaue. In jeder Misere verbirgt sich nun mal auch eine Chance

Was meinst du genau mit relativiert ? Sind sie abgeklungen? Oder hast du sie vll. verdrängt ? Oder hat dir deine Freundin erklärt das du überreagiert hast 😉 ?(Ich glaube ersteres 🙂 )

Ist es den so schlimm, sich selbst in einigen Dingen nicht selbst du verstehen ?(Frag hierzu deine Freunding xP)
Aber du hast Recht in jedem Fehler liegt eine Möglichkeit! Wie wäre es damit:
Du hast erkannt, dass du im mit fortgeschrittener Lebenserfahrung ( 😉 ) Ängste um die Zunkunft bekommst. Dies aber nicht verdrängst und dich deinen Ängsten stellst! Und diese auch besiegen kannst wie ich glaube. (Oder zumindest in den Griff bekommst, im Gegensatz zu vielen anderen ! )


Die Ergebnisse sind noch nicht da. Erwarte diese im Läufe der nächsten Woche.
Ich wünsche dir viel Erfolg, trotzdem bin ich sicher, dass du das überwinden wirst auch wenn du nicht perfekt abgeschlossen hast !!!

Mfg
I hate u all

Ps.:
Leider neige ich dazu mit meiner Ironie/Sarkasmus andere Personen zu verletzten, darum versuche "Sie" im Rahmen zu halten 🙂 .
 
Guten Abend Mr.Ich alias Sir Ich,



Nunja mit meinen geballten fast 20 Jahren "Lebenserfahrung" kann ich dir kaum etwas über die Planbarkeit des Lebens erzählen 😉 . Nur hat mich die Aussage in deinem Profil etwas schockiert, deshalb wollte ich nahharken 😉

Und so wie du das Ausdrücks ist das auch der Wunsch eines jeden Menschen ein wenig Vorhersehbarkeit und ein bisschen Unplanbarkeit. Daran ist nichts falsches ! ( "Die Mischung machts", sagte meine Omi immer.)

ja🙂 Die Omis haben fast immer Recht.



Warum?

Schon Konfuzius sagte "Der Weg ist das Ziel."
Ich verstehe das auf das Berufsleben bezogen so : Mit der Zeit steigst du auf, sammelst Erfahrung und bringst somit mehr Kapital in eine Firma ! Oder liege ich da total falsch? 😉

Nein, nicht total falsch aber ideologisch richtig 🙂


Was meinst du genau mit relativiert ? Sind sie abgeklungen? Oder hast du sie vll. verdrängt ? Oder hat dir deine Freundin erklärt das du überreagiert hast 😉 ?(Ich glaube ersteres 🙂 )

Ersteres passt in Bezug auf die die "Selbst-Wut", das zweite nicht, letztes hatte einen Beitrag..


Ist es den so schlimm, sich selbst in einigen Dingen nicht selbst du verstehen ?(Frag hierzu deine Freunding xP)

ja schon. Denn, solche unkontrollierten Gefühlsausbrüche haben ihre Ursahen. Irgendwo oder irgendwie scheine ich "falsch gewickelt" zu sein. Da ich berufsbedingt auch sehr viel mit Menschen zu tun habe, trage ich eine Verantwortung. Von solchen Ausbrüchen bleiben andere auch nicht verschont. Zudem kann solch ein Verhalten (ähnlich wie bei Cholerikern- was ich absolut nicht bin) zu Vertrauens- und Glaubwürdigkeitsverlust führen. Das "eigene Gesicht" vor sich selbst zu verlieren stellt zudem eine weitere Gefahr dar. Des weiteren macht man sich, je nachdem mit wem man in welcher Situation zu tun hat, angreifbar und manipulierbar. Gerade auf Führungsebene oder innerhalb gruppendynamischer Prozesse wäre das fatal. Denn, stelle Dir vor, Dein Gegenüber knackt Deinen sensiblen Punkt vor Dir....


Aber du hast Recht in jedem Fehler liegt eine Möglichkeit! Wie wäre es damit:
Du hast erkannt, dass du im mit fortgeschrittener Lebenserfahrung ( 😉 ) Ängste um die Zunkunft bekommst. Dies aber nicht verdrängst und dich deinen Ängsten stellst! Und diese auch besiegen kannst wie ich glaube. (Oder zumindest in den Griff bekommst, im Gegensatz zu vielen anderen ! )



Ich wünsche dir viel Erfolg, trotzdem bin ich sicher, dass du das überwinden wirst auch wenn du nicht perfekt abgeschlossen hast !!!


Ergebnis gerade erhalten: knapp bestanden mit 55%.

Bestanden = Ziel erreicht
Knapp= effektiv aber eben nicht effizient

Verbunden sind beide Begriffe durch eine Relation und genau darin liegt der Ärger:


Wenn jemand (wie ich in diesem Falle) sich auf 100% vorbereitet aber am Ende nur 55% erreicht, hat er trotz Maximaleinsatz 45% liegen gelassen. Das ist zwar aufgrund des Enderfolges effektiv aber weit entfernt von effizient (Beispiel: Du sägst mit einer Nagelpfeile einen Ast ab!)


Wenn man dagegen auf 70% vorbereitet ist und damit 55% erreicht hat, ist das effizient (Beispiel, den obigen Ast sägst Du in diesem Falle mit einer Motorsäge ab), obwohl immer noch 45% fehlen, ist der "Mitteleinsatz" zumindest effizient, was man in meinem Falle nicht behaupten kann.
Zudem bedeutet das, dass der Effiziente im Vergleich zum Effektiven bei gleichem Resultat 30% mehr Zeit herausholen konnte, die er anderweitig (beruflich oder privat) einsetzen kann. Gerade im Hinblick auf work-life Balance oder burnout ist das meines Erachtens nicht unbedeutend. Es geht mir also nicht ausschliesslich um die knallharte, unter betriebswirtschaftliche Gesichtspunkten zu sehende Zielerreichung, sondern um eine nachhaltige bzw. ganzheitliche Betrachtungsweise meines "Handelns" um, bildlich/mathematisch ausgedrückt, am Scheitelpunkt der S-Kurve (Kurvendiskussion/Lebenszykluskurve), die erste Ableitung nicht gen Minus abrutschen zu lassen, sondern gerade hier wieder einen Aaufwärtstrend zu erzeugen. Das führt dann auf eine weitere Aggregationsebene (lebenslanges Lernen). Und ein Masstab für die erfolgreiche Umsetzung stellt für mich die Effizienz dar (ich denke, dass jeder seine eigenen besitzt). Daher stammte in Bezug auf die Prügung meine große Sorge. Und deshalb ist mir die Ursachenanalyse so derart wichtig.


Für meine Zufriedenheit ist das Erreichen eines Zieles zu 80-100% ein notwendiges Kriterium, die dabei zur Tage gelegte Effizienz dagegen ist somit eine äquivalente Bedingung (hinreichend und notwendig).




Aber ich habe ja nächste Woche die mündliche Prüfung. Vielleicht wird es dann "effizienter".




Mfg
I hate u all

Ps.:
Leider neige ich dazu mit meiner Ironie/Sarkasmus andere Personen zu verletzten, darum versuche "Sie" im Rahmen zu halten 🙂 .

Die Frage ist, ob Du die Ironie deshalb anwendest, weil Du wirklich andere nicht magst, ob es eine Art Spiel für Dich ist oder aber, es unabsichtlich geschieht ...?
 
Hallo Mr. Ich,

ich war ein paar Tage "aushäusig", daher erst jetzt meine Antwort zum Begriff "Verschiebung".
Das ganz genau zu erklären und in Worte zu fassen, fällt mir übrigens schwer, bemerke ich gerade. Aber ich versuchs mal.
So wie ich es verstanden habe und vor allem wie ich es aufgefaßt und für mich akzeptiert habe, hat es damit zu tun, daß Ängste, Wut, Unsicherheit und andere Gefühle, die eigentlich aus einem anderen Bereich resultieren, unbewußt in den beruflichen Bereich verschoben und dort erlebt werden. Und einen dort ziemlich überraschen können, weil sie einem dort so unangemessen oder übertrieben erscheinen.

Mir hat es ein Erklärungsmodell für meine mich verunsichernde Reaktion geliefert und mir geholfen auf beruflicher Ebene wieder deutlich gelassener zu sein. Und gleichzeitig hat es den Blick auf andere Bereich des Lebens gelenkt und mich gucken lassen, was da im Argen liegt. (Was die Sache nicht unbedingt einfacher und erholsamer macht 😉)

Manchmal ist es ja schlicht und einfach so, daß man dem Beruflichen eine übertrieben hohe Bedeutung zumißt, weil man vor anderen Bereichen die Augen verschließen will, sich nicht damit auseinandersetzen will oder sich selbst erfolgreich davon überzeugt, daß dort alles in Ordnung ist. Und sich dann vorrangig mit beruflichen Ängsten auseinandersetzt, "sich in den Beruf stürzt" oder "im Beruf aufgeht".

Unabhängig von allem, wünsche ich Dir erstmal, die Zeit bis zur Bekanntgabe des Prüfungsergebnisses gut zu überstehen. Es freut mich, daß Du geschrieben hast, Du hast schon etwas Abstand gewonnen.

Viel Glück und Zuversicht
 
Hallo Mr. Ich,

ich war ein paar Tage "aushäusig", daher erst jetzt meine Antwort zum Begriff "Verschiebung".
Das ganz genau zu erklären und in Worte zu fassen, fällt mir übrigens schwer, bemerke ich gerade. Aber ich versuchs mal.
So wie ich es verstanden habe und vor allem wie ich es aufgefaßt und für mich akzeptiert habe, hat es damit zu tun, daß Ängste, Wut, Unsicherheit und andere Gefühle, die eigentlich aus einem anderen Bereich resultieren, unbewußt in den beruflichen Bereich verschoben und dort erlebt werden. Und einen dort ziemlich überraschen können, weil sie einem dort so unangemessen oder übertrieben erscheinen.

Mir hat es ein Erklärungsmodell für meine mich verunsichernde Reaktion geliefert und mir geholfen auf beruflicher Ebene wieder deutlich gelassener zu sein. Und gleichzeitig hat es den Blick auf andere Bereich des Lebens gelenkt und mich gucken lassen, was da im Argen liegt. (Was die Sache nicht unbedingt einfacher und erholsamer macht 😉)

Manchmal ist es ja schlicht und einfach so, daß man dem Beruflichen eine übertrieben hohe Bedeutung zumißt, weil man vor anderen Bereichen die Augen verschließen will, sich nicht damit auseinandersetzen will oder sich selbst erfolgreich davon überzeugt, daß dort alles in Ordnung ist. Und sich dann vorrangig mit beruflichen Ängsten auseinandersetzt, "sich in den Beruf stürzt" oder "im Beruf aufgeht".

Unabhängig von allem, wünsche ich Dir erstmal, die Zeit bis zur Bekanntgabe des Prüfungsergebnisses gut zu überstehen. Es freut mich, daß Du geschrieben hast, Du hast schon etwas Abstand gewonnen.

Viel Glück und Zuversicht

Hallo Bird on the wire,

"aushäusig" gefällt mir gut 🙂 dann sei wieder Willkommen 🙂
ich finde, du hast den Begriff sehr gut erläutert. Und ich denke, dass auch in meinem Falle etwas dran sein kann. Denn gerade die Unverhältnismäßigkeit meiner Reaktion hat mich stutzig gemacht. Dass ich mich darüber ärgern darf, wenn ich meine eigenen Erwartungen nicht erfülle ist soweit zulässig denke ich. Aber die damit entstandenen Gefühlsverwirrungen kombiniert mit dem Überraschungseffekt waren recht unangemessen. Zudem sind mir normalerweise solche Gefühlszustände vollkommen unbekannt..
Passiert ist mir das zuvor nur ein einziges mal. Damals ( ich war 15 glaube ich), hatte ich für die Schülermannschaft vorgespielt und hatte anschließend fast die ähnlichen Gefühle. Dennoch hatte es am Ende gereicht, um aufgenommen zu werden. Ich habe schon vergebens versucht, eine Parallele zu heute zu konstruieren. Vielleicht gelingt es Dir ja, ein Muster zu erkennen....lass es mich bitte wissen, falls Du eine Idee und natürlich Lust dazu haben solltest.

Aber nochmal zurück zur Verschiebung: ich denke, dass da etwas dran sein kann! Wenn ich allerdings "Verschiebung" google, führt mich dies zu zwielichtigen Themengebieten 🙂 gibt es dafür vielleicht einen anderen Begriff?

wie auch immer: "wir sind dem Ungeheuer auf der Spur" - Danke Dir dafür ganz herzlich

übrigens: Prüfung habe ich (knapp) bestanden. nächste Woche findet die mündliche Abschlussprüfung statt.

ganz liebe Grüße
 

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