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Ich weiß momentan nicht, was ich machen soll...

G

Gast

Gast
Einen regnerischen Guten Abend ihr Lieben,

ich bin weiblich, 18 und habe momentan mehrere Dinge, die mich verzweifeln lassen.

Alles fing im Mai 2011 ein, als mein Opa wegen eines Schlaganfalls ins KH kam. Ich hatte zu dem Mann nie wirklich Kontakt, er kümmert sich auch nicht großartig um seine Enkel (Geburtstag etc. wir ignoriert).
Mein Opa musste nach einer stationären Behandlung im Krankenhaus in Reha, die einige Stunden von seinem zu Hause ist.
Jedenfalls war bzw. ist er, da es nicht der erste war, mittlerweile pflegebedürftig in gewissen Situationen.
Er wohnt mit einer Frau zusammen und hat drei Kinder, meine Mutter und noch zwei weitere, aus erster Ehe.
Jedenfalls waren sowohl neue Frau von Opa als auch meine Mutter nebst Geschwistern immer anderer Meinung, es gab heftige Streits, wo geguckt wurde, dass wir Kinder nichts mitbekommen. Meine jüngeren Geschwister haben auch nichts mitbekommen, aber ich, jedes Mal.
Ich wurde dann gefragt, ob ich Opa besuchen möchte, zuerst habe ich mich meinem Schicksal ergeben, mir als Älteste kann man sowas ja auch durchaus zumuten, aber dann den Mann der sonst immer so kalt mir gegenüber war gebrochen und so abhängig von seiner Lebensgefährtin zu sehen, hat mich schockiert, dazu dann die ganzen Streitereien.

Das zweite Mal wollte ich nicht mehr mit, weigerte mich vehement, musste dann aber doch fahren, wieder selbes Spiel.

In der Zwischenzeit hatte meine Oma, die Mutter meines Vaters einen Herzinfarkt, lag kurz auch im sterben, erholte sich aber.
Ich war tief traurig in der Zeit, fing an mich zu ritzen, da ich eine sehr enge Bindung zu meiner Oma hatte und das meiner lieben Omi einfach nicht passieren dürfte.
Ich konnte meine geliebte Oma nie in Reha besuchen, aber den Mann, den ich nicht als meinen Opa ansehe, zu dem musste ich!

Während der Zeit lernte ich einen jungen Mann kennen und lieben, die Beziehung war der Horror, er belog mich, verschwieg mir wichtige Dinge, verletzte mich durch seine Lügen und seine ständigen leeren Versprechen und Wutanfälle, die er gerne an mir abgelassen hat.
Die Beziehung ist mittlerweile nach fast 6 Monaten Horror beendet, zum Glück! Allerdings hat der Gute mich nach nur 7 Tagen ersetzt, sehr feiner Zug von ihm wirklich!

Mein Freund hat mich aber durch seine Psyche (Verlobte verloren) sehr mitgenommen, weil ich ihn immer sehr unterstützt habe, vielleicht zu sehr.
Gegen Ende der Beziehung gab es nur noch Streit, weil ich am Ende war.
Ich fing dann auch an ihn mit Worten zu verletzen, nannte ihn ein egoistisches, eingebildetes, arrogantes A. und drohte ihm auch mit Suizid, mehrere Versuche habe ich leider nur erfolglos durchgeführt (dazu gleich mehr!).

Kurz bevor mein Freund August 2011 umzog, wurde ich von einem Jungen sexuell belästigt (an Brüsten angefasst und geküsst) und konnte mich nicht wehren, er war sehr groß und zu stark für mich.
Mir hat niemand geholfen, obwohl Leute in der Nähe waren, niemand kam und half mir.
Ich habe das nie verkraftet, sodass auch meine Suizidgedanken anfingen.

Ich bin mittlerweile seit Mai 2011 depressiv, weine nur noch, seit Oma's Erkrankung ritzte ich mich und ab der sexuellen Belästigung war es ganz vorbei und ich dachte und denke immer noch an Suizid.

Ich komme jeden Tag nach Hause von der Schule und weine stundenlang, jedes Mal versuche ich mir meine Pulsadern aufzuschneiden (man sieht immer noch die Schnitte von meinem ersten Versuch im August 2011 nach der Belästigung), aber es gelingt mir nicht.
Mein Herz ist leer, gebrochen und ich bin innerlich kaputt, ich weiß nicht mehr, was ich machen soll...

Meine größte Befürchtung ist, dass ich den endgültigen Schlag in den Weihnachtsferien durchführe, sonst hatte ich ja tagsüber immer noch Sachen die mich ablenkten, aber in den Ferien fallen die Weg, außer vielleicht Spaziergänge mit meinem Rüden.

Ich habe mich schon an meine Eltern gewandt, bekomme da wenig Unterstützung, eher Desinteresse und Vorwürfe (ansonsten sind meine Eltern aber sehr fürsorglich!).
Auch meinem Ex vertraute ich mich während der Beziehung an, aber er konnte mich auch nicht helfen und musste zusehen, wie es immer schlimmer mit mir wurde, was ihn trotz der ganzen Sachen, die er mir angetan hatte, mitnahm.

Am 30.11 schrieb ich einen Abschiedsbrief, mein Ex hielt mich aber in letzter Sekunde noch davon ab, mir wirklich etwas anzutun und war durch meinen Versuch und den Brief mehr als schockiert, weil er da erst sah, wie schlecht es mir geht.

Ich weiß einfach nicht, wie ich das alleine schaffen soll und ich weiß auch nicht mehr weiter, trotz Bemühungen einen Psychologen zu finden, die aber auf Grund von Nichtaufnahme neuer Patienten oder finanziellen Mitteln (bin ja nur Schülerin ohne Nebenjob) scheiterten.

Ich kann nicht mehr machen als mich weinend vor die Familie zu stellen und sagen: "Helft mir doch verdammt nochmal!"

Lieben Gruß
eine verzweifelte 18 Jährige
 

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B

Baileys

Gast
Hallo,


das tut mir leid für Dich.
Kann mir vorstellen das das alles zur Zeit sehr viel ist.

Wieso konntest Du denn nicht zu deiner Oma fahren ?
Bzw diese Besuchen ?

Im Augenblick hast Du ein ganz wichtiges Lebenwesen an Deiner Seite ,
für das Du Verantwortung übernommen hast.
Was wird aus ihm wenn Du nicht mehr da bist?
Er wird Dich vermissen , würdest Du länger nicht da sein.
Auch Tiere können Gefühle haben und diese auch ausdrücken,
sie sind von dem Menschlichen Gefühlen nicht sehr weit entfernt.
Und ich glaube auch das er ganz genau weiß wie Du dich fühlst.

LG
Baileys
 

Landkaffee

Urgestein
Einen regnerischen Guten Abend ihr Lieben,

ich bin weiblich, 18 und habe momentan mehrere Dinge, die mich verzweifeln lassen.

Alles fing im Mai 2011 ein, als mein Opa wegen eines Schlaganfalls ins KH kam. Ich hatte zu dem Mann nie wirklich Kontakt, er kümmert sich auch nicht großartig um seine Enkel (Geburtstag etc. wir ignoriert).
Mein Opa musste nach einer stationären Behandlung im Krankenhaus in Reha, die einige Stunden von seinem zu Hause ist.
Jedenfalls war bzw. ist er, da es nicht der erste war, mittlerweile pflegebedürftig in gewissen Situationen.
Er wohnt mit einer Frau zusammen und hat drei Kinder, meine Mutter und noch zwei weitere, aus erster Ehe.
Jedenfalls waren sowohl neue Frau von Opa als auch meine Mutter nebst Geschwistern immer anderer Meinung, es gab heftige Streits, wo geguckt wurde, dass wir Kinder nichts mitbekommen. Meine jüngeren Geschwister haben auch nichts mitbekommen, aber ich, jedes Mal.
Ich wurde dann gefragt, ob ich Opa besuchen möchte, zuerst habe ich mich meinem Schicksal ergeben, mir als Älteste kann man sowas ja auch durchaus zumuten, aber dann den Mann der sonst immer so kalt mir gegenüber war gebrochen und so abhängig von seiner Lebensgefährtin zu sehen, hat mich schockiert, dazu dann die ganzen Streitereien.

Das zweite Mal wollte ich nicht mehr mit, weigerte mich vehement, musste dann aber doch fahren, wieder selbes Spiel.

In der Zwischenzeit hatte meine Oma, die Mutter meines Vaters einen Herzinfarkt, lag kurz auch im sterben, erholte sich aber.
Ich war tief traurig in der Zeit, fing an mich zu ritzen, da ich eine sehr enge Bindung zu meiner Oma hatte und das meiner lieben Omi einfach nicht passieren dürfte.
Ich konnte meine geliebte Oma nie in Reha besuchen, aber den Mann, den ich nicht als meinen Opa ansehe, zu dem musste ich!

Während der Zeit lernte ich einen jungen Mann kennen und lieben, die Beziehung war der Horror, er belog mich, verschwieg mir wichtige Dinge, verletzte mich durch seine Lügen und seine ständigen leeren Versprechen und Wutanfälle, die er gerne an mir abgelassen hat.
Die Beziehung ist mittlerweile nach fast 6 Monaten Horror beendet, zum Glück! Allerdings hat der Gute mich nach nur 7 Tagen ersetzt, sehr feiner Zug von ihm wirklich!

Mein Freund hat mich aber durch seine Psyche (Verlobte verloren) sehr mitgenommen, weil ich ihn immer sehr unterstützt habe, vielleicht zu sehr.
Gegen Ende der Beziehung gab es nur noch Streit, weil ich am Ende war.
Ich fing dann auch an ihn mit Worten zu verletzen, nannte ihn ein egoistisches, eingebildetes, arrogantes A. und drohte ihm auch mit Suizid, mehrere Versuche habe ich leider nur erfolglos durchgeführt (dazu gleich mehr!).

Kurz bevor mein Freund August 2011 umzog, wurde ich von einem Jungen sexuell belästigt (an Brüsten angefasst und geküsst) und konnte mich nicht wehren, er war sehr groß und zu stark für mich.
Mir hat niemand geholfen, obwohl Leute in der Nähe waren, niemand kam und half mir.
Ich habe das nie verkraftet, sodass auch meine Suizidgedanken anfingen.

Ich bin mittlerweile seit Mai 2011 depressiv, weine nur noch, seit Oma's Erkrankung ritzte ich mich und ab der sexuellen Belästigung war es ganz vorbei und ich dachte und denke immer noch an Suizid.

Ich komme jeden Tag nach Hause von der Schule und weine stundenlang, jedes Mal versuche ich mir meine Pulsadern aufzuschneiden (man sieht immer noch die Schnitte von meinem ersten Versuch im August 2011 nach der Belästigung), aber es gelingt mir nicht.
Mein Herz ist leer, gebrochen und ich bin innerlich kaputt, ich weiß nicht mehr, was ich machen soll...

Meine größte Befürchtung ist, dass ich den endgültigen Schlag in den Weihnachtsferien durchführe, sonst hatte ich ja tagsüber immer noch Sachen die mich ablenkten, aber in den Ferien fallen die Weg, außer vielleicht Spaziergänge mit meinem Rüden.

Ich habe mich schon an meine Eltern gewandt, bekomme da wenig Unterstützung, eher Desinteresse und Vorwürfe (ansonsten sind meine Eltern aber sehr fürsorglich!).
Auch meinem Ex vertraute ich mich während der Beziehung an, aber er konnte mich auch nicht helfen und musste zusehen, wie es immer schlimmer mit mir wurde, was ihn trotz der ganzen Sachen, die er mir angetan hatte, mitnahm.

Am 30.11 schrieb ich einen Abschiedsbrief, mein Ex hielt mich aber in letzter Sekunde noch davon ab, mir wirklich etwas anzutun und war durch meinen Versuch und den Brief mehr als schockiert, weil er da erst sah, wie schlecht es mir geht.

Ich weiß einfach nicht, wie ich das alleine schaffen soll und ich weiß auch nicht mehr weiter, trotz Bemühungen einen Psychologen zu finden, die aber auf Grund von Nichtaufnahme neuer Patienten oder finanziellen Mitteln (bin ja nur Schülerin ohne Nebenjob) scheiterten.

Ich kann nicht mehr machen als mich weinend vor die Familie zu stellen und sagen: "Helft mir doch verdammt nochmal!"

Lieben Gruß
eine verzweifelte 18 Jährige

Hallo!

Bailey schrieb, Du hast ein Tier an Deiner Seite?
Oh, das kann Dir gut tun. Es braucht Dich und wenn Du gut mit ihm bist, ist es auch gut mit Dir! :)

Deine Suizidgedanken nachdem was Du alles erlebt hast, sind im Prinzip Gedanken der Suche nach Leben. Kein Therapieplatz frei?
Wenn die Gedanken an Suizid stärker sind oder Du meinst eben, es geht nicht mehr, dann gehe in die Ambulanz einer Klinik
oder rufe den Kriseninterventionsdienst (KI) der Stadt an. (Über Stadtzentrale auch am WE.)
Du musst nicht auf einen Therapieplatz warten, um Dir aktuell erst einmal professionelle Hilfe eben für den Akutfall zukommen zu lassen! Ausserdem kann Dir der KI-Dienst weitere Tipps geben..... .

Hey, Du bist nicht alleine! Es ist schon soo vielen Mädchen und Frauen so oder so ähnlich ergangen wie Dir!

Liebe Grüsse!
Landkaffee
 
G

Gast

Gast
Hallo,

ich möchte mich erstmal bedanken und auf eure Fragen im einzelnen eingehen, verzeiht, dass es etwas länger werden könnte...

@ Baileys

Genaugenommen habe ich 5 Racker an meiner Seite, meinen Rüden und vier kleine Nager.
Der Rüde ist unser Familientier, aber sehr auf mich fixiert.
Der Gedanke daran, was aus meinen Tieren wird, ist auch immer einer der Gründe, warum ich es einfach nicht kann.
Der Hauptgrund ist natürlich meine Familie und auch mein Ex, weil sie sich alle ein leben lang die Schuld geben würden.

Mir wurde immer gesagt, dass Oma dafür zu schwach sei. Meine Eltern, ein gut befreundetes Nachbarpaar sowie Freunde meiner Oma durften aber immer hin.
Ich verstehe es selber nicht, wieso und weshalb, ich habe es zu der Zeit aber auch nicht gewagt sowas zu hinterfragen, meine Eltern hatten genug Probleme zu diesem Zeitpunkt, bei denen ich dann mit einem vergleichsweise so lächerlichen Wunsch nicht stören wollte, auch wenn ich immer wieder gefragt habe, ob ich nicht mit darf..

@Rainer-JGS

Ich möchte hier betonen, dass es keine (!) Vergewaltigung war, es war lediglich sexuelle Belästigung, was für mich schon schlimm genug war.

Selbstverständlich habe ich habe ihm gesagt, ich möchte das nicht, habe auch mehrmals laut und deutlich nein zu ihm gesagt und ich hätte mich eigentlich auch wehren können, da ich zwei Kampfsportarten früher gemacht, aber in dem Moment ist man auch als 180cm große nicht unbedingt zierliche Person einem 200cm Schrank von gut 120kg hilflos ausgeliefert.

Was nützt mir mein Kampfsport, wenn sich so ein Schrank, während ich auf einer Parkbank sitze, so über mich beugt, dass ich null Möglichkeiten habe richtig zu reagieren?

Man wünscht sich in diesem Moment, dass es einfach nur schnell vorbei ist und schaltet ab um möglichst wenig mitzubekommen.

Und Anzeigen ist leichter als gedacht. Wie soll ich sowas machen, wenn ich nichts von hm kennen, keinen Namen, keine Adresse, kein nichts?
Klar, man kann Anzeige gegen Unbekannt erstatten, aber im Endeffekt bringt es nicht viel, das wird irgendwann eingestellt.

@ Landkaffee

Ja, wie oben erwähnt habe ich einen Rüden und vier kleine Nager, die bei mir leben und die ich um nichts in der Welt hergeben würde. Bevor ich mir Klamotten holen würde, würde ich zuerst gucken, dass es meinen kleinen Monstern gut geht.

Ich schaue mich momentan nach unentgeldlichen Beratungsstellen um, also RK, Diakonie etc. vielleicht können die einem Tipps geben.
Ich weiß, dass es so auf Dauer nicht weitergehen kann und ich möchte es auch nicht.

Ich denk mir immer: Mensch Mädel, du bist 18 und hast doch noch so viel vor, Ausbildung, Job und Familie. Du bist dafür viel zu jung um an sowas wie Suizid zu denken!

Lieben Gruß und eine schöne Nacht euch allen!
 
G

Gast

Gast
Hallo!

Ich habe jetzt die Diakonie mal angeschrieben und warte auf Antwort, da ich leider Schule habe, während derer Bürozeiten.

Lieben Gruß
 

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