Ich habe vor einem halben Jahr eine Therapie angefangen und meine Therapeutin ist die einzige Person, zu der ich (größtenteils) ehrlich bin. Sie hat mich letztens gefragt, ob es irgendeine Person gibt, die ich nicht manipuliere. Ich war total sauer und dachte mir, was soll das, ich bin doch kein manipulatives Miststück. Doch dann habe ich nachgedacht und mir ist aufgefallen ich manipuliere eigentlich jeden. Und der Grund dafür ist: Kontrolle. Ich brauche das Gefühl die Kontrolle über Alles zu haben. Geht es dir vielleicht auch darum? Absolute Kontrolle?
Nein, ich manipuliere, weil ich gerne begehrt werde.
Du verstehst den Begriff Empathie glaub ich nicht. Das leid zu sehen und mitzufühlen sind zwei paar Schuhe. Wenn der Schlüssel zu weit oben ist hast du zwei Optionen: du lässt ihn dort und wartest (vergeblich) das ihn jemand nimmt oder du trittst gegen den Schrank das er runterfällt. Aber jetzt hab ich noch eine andere frage: warum macht es dir Spaß andere zu manipulieren? Ist es ein drang "etwas" in dir was es so will?
Warum ist es vergeblich? Nur weil die Art Mensch auf die ich warte nicht der Norm entspricht, ist es nicht vergeblich. Es macht mir spaß, weil wie oben erwähnt, ich eben gerne begehrt werde. Menschen, die aber so leicht mit mir in die Kiste springen, oder mir so leicht verfallen, sind einfach Gefühlsmäßig vollkommen uninteressant für mich. Warum sollte ich aufhören? So filter ich doch einfach raus.
Du bist in keinster Weise empathisch. Zur Empathie gehört weitaus mehr, als zu wissen, wie andere fühlen.
https://de.wikipedia.org/wiki/Empathie
Wenn Du wissen möchtest, wer Du bist, wenn Du ein Gesicht bekommen möchtest, solltest Du anfangen, Du selbst zu sein. Keine Lügen, keine Manipulation und dann abwarten, was passiert. Okay, Du weißt schon, was passiert. Dann kommt die Langeweile. Vielleicht musst Du sie einfach mal aushalten? Ich weiß es nicht, aber wenn ich Du wäre, würde ich es mal ausprobieren. Und wenn Du wirklich nach Hilfe suchst, wenn Du wirklich was ändern möchtest, dann erzähle Deinem Therapeuten die Wahrheit. Er kann dann wahrscheinlich besser helfen, wie wir hier.
Die Therapie hilft nicht. Ist halt so. Habe mich schon so oft angetastet und das Thema Manipulation eingeleitet. Keiner ging darauf wirklich ein. Ich habe bestimmt schon 5 Psychologen/Therapeuten "hinter mir". Was soll ich da aber auch groß therapieren?
Es scheint mir nicht so wichtig, ob der Mensch, der Dir hilft, 08/15 ist oder nicht. Wichtig, er hilft Dir.
Wenn jemand in ein tiefes Loch gefallen ist, ist die allgemeine Qualifikation des Retters egal. Aber da eine gewisse Kompetenz mir doch nötig erscheint, würde ich einen Psychologen/Psychotherapeuten aufsuchen. Voraussetzung für eine Hilfe durch einen solchen Fachmann ist allerdings Deine Selbsterkenntnis sowie der ehrliche dringende Wunsch zu ändern, was Dich langfristig als Folge der Verwahrlosung unglücklich macht. Schauspielerei, Manipulationsversuche sind absolut kontraproduktiv. Jemand, der wirklich Hilfe will, versucht nicht, Helfer zu manipulieren.
Jemand der mir helfen kann, kann aber nicht 0815 sein. Wenn mir jemand hilft, ist er automatisch nicht 0815.
Und doch, ich bin in der Lage Empathie zu fühlen, aber eben nur bei Menschen, die mich interessieren. Und das ist nur bei T. (Besagter Kerl) so. Er war erkältet, und sofort sprang ich auf, um ihn gesund zu pflegen. Er hatte familiäre Probleme, und ich weinte mit ihm. Bei ihm fühle ich etwas. Ich denke es ist Liebe. Aber egal was es meinerseits ist, er liebt mich nicht. Er hat, wie er sagt, "Starke Gefühle" für mich, kann es aber nicht Liebe nennen. Er ist zusätzlich promiskuitiv und will generell keine Beziehung. Selbst wenn er eine wollen würde, müsste ich mich mit einer offenen zufrieden geben. Er zieht mich ran und stößt mich auch immer wieder mal ab. Er ist zusätzlich der gutherzigste Mensch, den ich je traf. Dieses zwangahft naive Gutmütige berührt mich. Er wirkt so rein. So ästhetisch. Aber liebe ich ihn, oder bloß seine Ästhetik? Das ist, was ich nicht eintschätzen kann.
Aber selbst wenn. Ist alles vergebens, da er mich nicht so will, wie ich ihn will.
Ich habe ihn im Übrigen auch nie wirklich manipuliert. Nur, um hier und da schöne Augen zu machen. Ich hatte nie die Intention ihn zu benutzen oder sonst etwas. Er ist als einziger in der Grauzone. Es ist aber sinnlos sich an etwas festzuhalten, was keine Zukunft hat. Also fange ich an ihn mehr von mir abzustoßen. Mittlerweile so sehr, dass ich nichts für ihn fühle, wenn ich nur über ihn schreibe. Ich werde nur im Zusammensein mit ihm praktisch daran erinnert, was ich eigentlich für ihn fühle.
Es fühlt sich manchmal an, als würde ich für eine Sekunde auftauen.
Im Grunde habe ich ihn auch nicht zu mir rein gelassen. Er hat sich einfach durchgeprügelt.
Er half mir aus dem Loch, hat aber nicht gesehen, dass mein Bein gebrochen war. Und jetzt sitze ich hier auf dem Weg und warte, dass jemand kommt, um mich zu stützen.
Aber niemand war bisher stark genug, mich zu stützen.
Ich bin kein Eisklotz. Nur zu denen, die ich nicht kenne, zu denen ich keine Bindung habe. Es ist schwer eine Bindung zu mir aufzubauen, weil ich mich eben nicht mit "einfach" zufrieden gebe. Es liegt an den anderen ob sie bloß Sexobjekte werden, oder eine für mich anerkannte Persönlichkeit.
Es wird doch wohl Menschen geben, die meine Fallen erkennen. Und ich will auch nicht mit dem Fallenbauen aufhören, da es eben die, die sie nicht sehen, bestens herausfiltert.
So, und noch einmal: Was soll daran therapiert werden? Das was ich habe ist keine psychische Krankheit, sondern ein Bewusstseinsstadium. Mir ist es Bewusst geworden, ich habe etwas gesehen und erkannt. Das kann man nicht "wegnehmen". Das ist als ob ihr zum ersten mal gesehen habt, dass Sonnenblumen gelb sind. Ihr wisst jetzt die sind gelb. Das kann man nicht "wegtherapieren".