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Ich schlage mein Kind

  • Starter*in Starter*in Mama braucht Hilfe
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Ich selber habe keine Kinder - aber ich war mal eins.

Ob Kochlöffel, Bratpfannen oder Anschreien - man ist ohnmächtig gegenüber solcher Gewalt, die von Bezugspersonen ausgeht, denen man vertraut, vertrauen muss, weil man in so jungen Jahren keine andere Wahl hat...
 
Um die Dikussion hier etwas zu entzerren habe ich den Thread "Darf man sein Kind schlagen?" aufgemacht.
 
Tine würde ihre Kinder allerdings auch nicht schlagen, Nordrheiner.
Und zudem kann es auch manchmal hilfreich sein, zu lesen, was andere von einem denken.

mfg

Ob Tine Kinder schlagen würde oder nicht kann niemand wissen. Im Moment ist sie jemand, der noch sehr jung ist und sehr bequem ohne wirkliche Verantwortung urteilen kann. Ich verurteile das nicht, so waren viele sicher einmal, ich stelle nur fest.
In jungen Jahren kritisiert es sich sehr leicht. Später besser machen ist schon schwieriger.

@Nordrheiner: Ich muss sagen, dass mich Deine heutigen Aussagen wirklich umgehauen haben und auch Deine späteren Ausführungen wenig von meinem Schock genommen haben. Dass geplante Züchtungen mit Gegenständen (oder auch ohne) gar nicht gehen sollte doch wohl eine Selbstverständlichkeit sein.
Unbestritten ist, dass es sehr viel Heuchelei gibt und dass dem einen oder anderen die Hand schon mal ausgerutscht ist, der das nur schwer zugeben kann.

Diese Erkenntnisse helfen der TE nicht weiter, deshalb hoffe ich sehr, dass Du - TE - eine Beratungsstelle aufsuchst, damit Ihr Hilfe bekommt. Ich denke nicht, dass ein Ausrasten von alleine wieder aufhört.
 
hallo,
ich verstehe nur zu gut.
dir geht regelmässig die Sicherung durch und du fühlst dich hilf- und machtlos.
du suchst aber einen weg aus diesem Teufelskreis.

es ist so einfach, wie es kompliziert ist.
sei liebevoll - konsequent.
das bedeutet folgendes:

dein Sohn bringt dich auf die Palme, weil er mal wieder macht, was er will, anstatt das, was er soll.
o.k.
sag ihm, das du langsam echt sauer wirst und es besser / "gesünder" für ihn ist, wenn er dir die nächsten 30 Minuten aus den Augen geht und in seinem Zimmer verschwindet.
als Beisatz kannst du ihm sagen, das er über sein verhalten nachdenken soll, weil du hinterher mit ihm reden willst.

fahr dich runter und dann hol ihn dir in die Küche an den tisch.
erläutere kurz nochmal die ärgerliche situation.
wir nehmen jetzt mal das handy.
erkläre ihm kurz und knapp, das es leider so ist, das euer Wohnzimmer eigentlich auch euer Schlafzimmer ist und das Papa morgens immer länger braucht, um gute Laune zu bekommen.
wenn er dann ein video auf dem handy schaut, was laut ist und nervt, wird Papa wach und hat doppelt schlechte Laune.
frag ihn, ob er das gut findet und will oder ob er es besser findet, wenn Papa gute Laune hat.
wahrscheinlich wird er dir sagen, das Papa gute Laune haben soll.
dann frage ihn, was er dafür tun könnte , ob es dann gut ist, solche videos zu schauen oder ob es besser wäre, Papa evtl ein Brot zu machen und ihn lieb zu wecken, ab 8 uhr z.b.
so beziehst du deinen Sohn in den Konflikt und die Lösung mit ein und er versteht es besser.

das dein Sohn macht was er will und nicht, was er soll ist in dem alter völlig normal.
da hilft nur eines.
liebevolle Konsequenz.
leider hat dein Sohn gelernt, das Konflikte mit Gewalt gelöst werden, das mußt du mit ihm auflösen.
als erstes macht zusammen einen Regel- konsequenzplan.
das klingt blöd, hilft aber ungemein ( habe selbst Erfahrung damit).
stellt schriftlich regeln auf und schreibt daneben, was die Konsequenzen bei nicht Einhaltung sind.
das muß dann durchgezogen werden.
sag ihm dabei dann immer, das du ihn lieb hast, das es aber ohne regeln und Konsequenzen nicht geht im leben.
so wird er lernen, das sein tun und handeln folgen hat, positiv wie negativ.
hält er sich an die regeln, unternehmt was mit ihm, geht ins kino, in den Zoo, schwimmen etc.
hält er sich nicht daran, gibt es fernsehverbot, spilekonsolenverbot, keine gute- nacht-geschichte etc, eben etwas, was er sonst gerne hat oder macht.

ich habe meinem 8 jährigen Sohn jetzt erst 2 tage die Lautsprecher seiner anlage weg genommen,weil er mich respektlos behandelt hat, das war für ihn schon heftig, dazu mußte er 3 tage lang jeden tag ein und den selben Absatz abschreiben, weil er im moment meint, das schreiben lernen flüssiger wie Wasser ist und das auch so kund tut, fand er sehr doof, zumal er auch keine konsolenspiele spielen durfte.
jetzt, nach 3 tagen ist er wieder in der spur.

konfrontiere deinen Sohn mit den Situationen.
das heißt nichts anderes als folgendes:

er provoziert dich, du schaukelst dich auf, er setzt einen drauf, du tickst aus.
frage ihn, was er an deiner stelle machen würde und ob es nicht einen anderen, besseren weg geben könnte.
dazu gehört dann sehr viel Feingefühl, du wirst deinen Sohn am Anfang sehr anleiten müssen, um auf den richtigen weg zu kommen, welcher eben reden heißt.
ihr könnt Schlüsselsätze vereinbaren wie " MAMI,ICH HAB DICH LIEB", "BITTE, geh in dein Zimmer, erstmal" etc.
etwas, was ihr beide immer und überall versteht und was euch ins hier und jetzt zurück holt, wenn ihr beide jenseits von gut und böse seid.

redet hinterher darüber, was passiert ist, wenn ihr beide euch beruhigt habt.
versäume du nicht, deinem Sohn jeden Abend zu sagen, das du ihn lieb hast und sich das nie ändern wird, egal was passiert.

wenn du wirklich mal scheiße gebaut hast, brech dir keinen zacken aus der kröne, du bist ein mensch und auch eine mama kann sich bei ihrem kind entschuldigen, das wirkt oft wunder auf ganzer Linie.

und bitte bitte schlage nicht mehr ins Gesicht.
am besten schlage gar nicht mehr, aber gerade ins gesciht, das ist eine Degradierung deines Kindes, damit zeigst du ihm, das er der letzte dreck ist.
tu das bitte bitte nicht mehr.
schlage ein Kissen, schrei deinen Sohn an, sage ihm, das es unterirdisch ist, wie er sich benimmt, aber nicht mehr ins Gesicht hauen.

sieh dir deinen Sohn an, schau in seine Augen, schau dir babybilder an, sieh wieder deinen Sohn, dein kind, dein baby.
wenn du es alleine nicht schaffst, hol dir Hilfe über einen Therapeuten, du hast durch die Erziehung deiner Mutter ein Trauma erlebt, welches du jetzt weiter gibst, ohne es wirklich zu wollen, du schreibst ja selbst, das es falsch ist, was du machst.
damit würdest du sogar echte stärke zeigen, denn sich seinen Problemen stellen ist ist genau das, stärke.
beziehe deinen Sohn mit ein, rede mit ihm, über sein verhalten, erkläre ihm auf seiner ebene deine Reaktionen, das wieso, warum, weshalb, gib ihm nicht die schuld und gib dir keine schuld.

wenn ihr es alleine nicht schafft, holt euch Hilfe von außen über eine familientherapie.
das ganze betrifft euch alle, auch deinen mann.
ihr könnt es nur zusammen schaffen, als bestes team, was die Welt je gesehen hat, als Familie.
ach ja, und lobe deinen Sohn, wo es nur geht, wenn er was gut gemacht hat, sage ihm, wie stolz du auf ihn bist.
traue ihm was zu, selbst dann, wenn er es sich nicht zutraut, dann macht es gemeinsam und dann lobst du ihn, wie toll er doch war.
das fördert das Selbstvertrauen, Selbstwertgefühl und selbstbewußtsein bei ihm, dann wird er auch selbstständiger.
denn er ist so unselbstständig, weil er sich selbst nicht mehr vertraut, er traut sich selbst nichts mehr zu und nur du kannst ihm das zurück geben.

ich wünsche dir ganz viel Glück.
denke daran, Kinder fordern grenzen, Eltern setzen liebevoll konsequent grenzen.

alles gute

sevenofnine
 
Zuletzt bearbeitet:
Ob Tine Kinder schlagen würde oder nicht kann niemand wissen. Im Moment ist sie jemand, der noch sehr jung ist und sehr bequem ohne wirkliche Verantwortung urteilen kann. Ich verurteile das nicht, so waren viele sicher einmal, ich stelle nur fest.
In jungen Jahren kritisiert es sich sehr leicht. Später besser machen ist schon schwieriger.

(...).

Wer Gewalt erlebte und das Geschehene aufarbeitet läuft weniger Gefahr. (Mehr schreibe ich nicht zu HR-Userin Tine. Doch noch eines: sie hat meinen vollen Respekt!)


LG
Landkaffee
 
schrei deinen Sohn an, sage ihm, das es unterirdisch ist, wie er sich benimmt, aber nicht mehr ins Gesicht hauen.

Durch das Geschrei der Mutter wird der Göttergatte erst recht wach.

Soll der Sohn sich jetzt in Luft auflösen, nur damit der Vater morgens gute Laune hat?
 
@Nordrheiner:

es es ist allerdings ein himmelweiter Unterschied, ob du der TE einfach vermitteln willst, dass Fehler passieren können, man sich nicht selbst Energie rauben sollte damit, sich zu verurteilen, sondern seine Kraft lieber nutzen sollte, schnellstmöglich daraus zu lernen und dieses Verhalten zum Wohle des Kindes dauerhaft abzustellen - oder ob du hier in wohlgesetzten Worten von tanzenden Kochlöffeln, leuchtenden Kinderaugen und begeisterter Zustimmung eines Knaben berichtest, der am liebsten Kniefälle vollführt hätte ob deiner liebevollen Züchtigung.

Sollte dein Anliegen tatsächlich dahingehend gehen, der TE von der körperlichen Gewalt WEG zu helfen anhand deiner eigenen Erfahrung, waren deine Worte nicht besonders wohl überlegt und durchaus mißverständlich.

Wenn nicht, macht dein sonstiges Auftreten hier teilweise wirklich wundern ob deiner Glaubwürdigkeit.

Ich bekenne mich schuldig im Sinne der Anklage, Möglichkeiten zum Mißverständnis geboten zu haben.
 
@sofia,
mein text von Seite 6 sollte eigentlich gelöscht sein, es war eine Rohfassung, die ich nochmal überarbeitet habe,nach reiflingengen Überlegungen und was durch meinen eigenen Sohn im selben alter wie der Sohn der TE unterbrochen wurde, welchen ich dann mit viel Geduld, ruhe und viel reden zum 6 mal ins Bett gebracht habe.
ich schreibe immer erst erste Impulse, wie ich früher gehandelt hätte, nur um diese dann zu überarbeiten.
diesmal ist aber wohl was schief gegangen,mein 8 jähriger war kurz am pc, während ich bei meinem 4 jährigen war.
maßgeblich sollte aber mein letzter post sein, denn der ist sogar in Kooperation mit meinem Sohn geschrieben worden, sprich, er erzählte mir - nachdem ich ihm erzählen mußte, um was es hier geht, da er Bruchstücke gelesen hatte - wie er darüber denkt und woran er sich noch alles erinnert, als er klein war.
mein letzter post ist also zum teil aus Sicht eines Kindes im selben alter, wie das kind der TE und daran kann man sich doch orientieren, schließlich geht es hier nicht nur um eine mama, sondern auch und gerade um einen 8 jährigen jungen und in dem alter können Kinder sehr gut verschiedene Situationen einschätzen und sogar beurteilen.
 
hallo mama, zu deinem ausgangsthraed nochmal:

ein kleiner tipp für das nächste mal:

atme tief durch und sage deinem Sohn dann einfach, Abe konsequent, das er zum ausgangsbild zurück navigieren kann, er dann aber das handy weglegen muß.

ich mach das immer immer mit meinem Sohn im gleichen alter so, wenn er skylander oder i- Bad spielt.
er darf dann immer noch das level zu ende machen, dann ist aber schluß, klappt super.
er ist happy, ich beruhige mich und alles ist entschärft und als Bonus macht mein großer dann sogar das, was ich von ihm will, wenn ich ihn nur darum bitte oder ihm daran erinnere, das ich ihm ja auch sein level hab spielen lassen und das man in einer Familie gibt und bekommt.
denk mal darüber nach.
 
Die TE hat auch nichts weiter von ihrem Mann geschrieben - aber ich finde es prinzipiell bedenklich, wenn sie fürchtet, er könnte sich in seinem Schlaf gestört fühlen, weil der Sohn per Video Lärm macht - und sie folgedessen dem Sohn gegenüber dann handgreiflich wird... da steckt doch eine Angst dahinter.

Vorweg - bevor ich mir noch die anderen Beiträge durchlese, aber weil das hier so oft hinterfragt wurde:
NEIN! Ich muss keine Angst vor meinem Mann haben. Mein Mann gibt mir keinen Anlass, Angst vor ihm zu haben!
Meine Mutter hat mich nicht nur körperlich misshandelt, die psychischen Wunden, die sie mir beigebracht hat, sind tiefer und langlebiger und ziehen sich eben immer noch durch unseren Alltag. Trotz jahrelanger Therapie - wobei es echt schon besser geworden ist.
DAs, was mir meine Mutter angetan hat, sorgt dafür, dass ich vor alles und jedem Angst habe und Konflikte schlecht aushalten kann. In dem Moment, wo ich einen miesepetrigen Ehemann am Frühstückstisch sitzen habe, der nen Satz über zu harte Butter sagt, bekomme ich das Problem, dass ich solchen Quatsch persönlich nehme.
Er sagt "hättest du die Butter nicht früher aus dem Kühlschrank nehmen können?"
und ich höre "Du bist unfähig Frühstück zu machen! Nicht mal die blöde Butter kannst du rechtzeitig rausnehmen! Es ist immer das selbe mit dir! Du bist so vergesslich, dass es mich ankotzt!"

solche Situationen waren schon oft Anlass für heftige Streitereien und ich möchte sowas einfach vermeiden.
Das hat nichts damit zu tun, dass mein Mann ein schlechter oder fauler Mensch ist - das ist er auf keinen Fall - es hat ausschließlich was mit meiner Wahrnehmung zu tun.
 
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