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Ich schaffe es nicht mehr

Ich kann mir vorstellen, dass das wie Erfrieren ist, ein Erlahmen, ein Erstarren. Eis statt flüssig ist man da, in einem anderen Aggregatszustand.

Enie, das Bild von deinem Nick ist wunderschön. Ich male selber Bilder und fühle mich von diesen Farben sehr inspiriert...


Gibt es etwas, das dich erwärmen könnte? Was bräuchte es dafür? Eine andere Wohnung, oder ein anderes Leben, alles okay, man hat, was gut tut, man macht, was freut- ( oder umgekehrt, man hat nicht mehr, was schmerzt, man ist das los, was belastet..) würde dir so etwas helfen?

Was würde dir alles einfallen, wenn dein Freundin so depressiv wäre und du hättest alle Mittel, wärst sehr wohlhabend, was würdest du dann machen?
Danke..... wenn ich eine Freundin wie mich hätte... Hm schwierig. Ich würde für sie einstehen. Ich würde nicht zuschauen, wie sie in ihrem fragilen Zustand den Hyänen vorgeworfen wird aus Empathielosigkeit oder eigener Ureife. Ich würde kämpfen mit ihr, für sie.
Das Thema triggert mich so so sehr, brauche Pause.
Ich denke, nur der Tod verschafft mir Ruhe.
 
Zuletzt bearbeitet:
Danke..... wenn ich eine Freundin wie mich hätte... Hm schwierig. Ich würde für sie einstehen. Ich würde nicht zuschauen, wie sie in ihrem fragilen Zustand den Hyänen vorgeworfen wird aus Empathielosigkeit oder eigener Ureife. Ich würde kämpfen mit ihr, für sie.
Das Thema triggert mich so so sehr, brauche Pause.
Ich denke, nur der Tod verschafft mir Ruhe.
Wie geht es Dir denn heute, Enie? Wenn ich fragen darf.

Meine Thera meinte oft, ich soll mein bester Freund sein. Soll mir zuhören und all das tun und sein, was mir wichtig sei. Meine Wertschätzung auf mich selbst übertragen, nicht nur anderen gegenüber = Im Grunde um und für mich Kämpfen. Aber das war etwas, was ich nicht konnte. Jedenfalls nicht wirklich.
Die ersten 100h Therapie saß ich wie im Glashaus, wenn ich über mich sprach.
Das war alles so unwirklich. Das hat das Sich-Ausgestoßen-Gefühl nur verstärkt, so dass ich letztlich immer tiefer rutschte. Der Tod kam als ganz normale Option. Klar, wenn man die Hölle gewöhnt ist, ist das eine Erlösung. Aber ist es das wirklich, Enie? Ich weiß nicht. Selbst wenn. Ich finde damit macht man sich doch nur selber wertlos. Damit hätten sie letztlich gewonnen. Das möchte ich nicht.

Ich muss gerade daran denken, wie ich einmal samstags zur Schule bin. (Zu meiner Zeit war samstags immer Schule) Dieses Mal ging ich einfach nebenan in die Schwimmhalle. So als wäre das, dass normalste der Welt. Wissend um den Ärger am Montag danach. Man hat mich ja gesehen. Ich höre ihn heute noch plärren, den Direktor. Was mir denn einfiele? 😵
Und nun frage ich Dich, liebe Enie! Ist es nicht besser auf bestimmte Dinge bzw. Menschen zu pfeifen, als das man sie an sich ranlässt? Ich sage ja nicht das das einfach ist, aber die kleinen Siege können sich unglaublich großartig anfühlen!

- Ausbrechen aus der Routine. Das ist das, was ich Dir damit sagen möchte. So bekommt man für einen kurzen Moment das Gefühl zurück, wie sich Autonomie anfühlt. Ich finde das ist für die eigene Identität sehr wichtig. Du bist doch so viel mehr als Deine Vergangenheit! 🙂

Die Gewissheit, nicht dafür geliebt zu werden, was man eigentlich ist, dass ist bitter. Dazu kann ich Dir nur sagen, dass ich an das Gute im Menschen glaube. Aber ich habe inzwischen gelernt mit Enttäuschungen zu leben. Die wird es immer wieder geben.

Am Ende ist man selber der wichtigste Mensch in seinem Leben. Selbstfürsorge ist damit ein Zauberwort!

Viel Kraft und Zuversicht für Dich. 🙂
 
Liebe @°°°abendtau°°°

Danke für deine mitfühlenden Worte und für die Nachfrage.
Es geht mir nicht so gut, da jetzt noch die, Trennung von meinem Freund dazu gekommen ist.
Ich bin sehr viel alleine, verbringe die, Tage allein und verliere mich zT sehr.

Ich kann das Gefühl mit dem Glashaus mehr als gut verstehen. Isoliert. Weder Verbindung zu anderen noch zu mir, selbst.

Ich bin sehr enttäuscht und wütend auf die Therapie und Psychiatrie. Die haben versagt,die Sache zu leichtsinnig genommen.
Das mit dem gewinnen.... das hör ich oft und ich empfinde das leider nicht so. Für mich wäre es kein Verlieren, wenn ich nicht mehr hier wäre. Ich weiss, dass ich schlauer bin als die Täter und für mich vor allem wichtig, dass ich niemandem schade und versuche, mitfühlend zu sein, so gut ich kann.
Das ist für mich der eigentliche Gewinn.
Das Traurige und was mich absolut zerstört: als sensibler Mensch braucht man viel Abgrenzung. Leider ist kein/e Thera mehr bereit mir zu helfen, mehr ich zu sein. Meinen empathischen Kern zu schützen zu lernen. Stattdessen werde ich wieder und wieder und wieder verletzt, fallen gelassen, angegriffen..... und, das von "Professionellen".
Ich schweife ab, tut mir leid.

Vielen Dank für deine Worte, ich spüre mich dadurch grad selber besser, danke.
- Ausbrechen aus der Routine. Das ist das, was ich Dir damit sagen möchte. So bekommt man für einen kurzen Moment das Gefühl zurück, wie sich Autonomie anfühlt. Ich finde das ist für die eigene Identität sehr wichtig. Du bist doch so viel mehr als deine Vergangenheit.
Hm. Ich bin grad etwas überfordert damit. Routine, Autonomie, Identität... Alles schwierige Worte. Aber ich wills, auch nicht schwieriger machen, als es ist. Mit der Identität habe ich grosse Probleme, seit ich Teenager bin. "Wer bin ich? ", war viele Jahre ein Satz, der mich quälte. Und noch immer weiss ichs nicht.
Die Gewissheit, nicht dafür geliebt zu werden, was man eigentlich ist, dass ist bitter. Dazu kann ich Dir nur sagen, dass ich an das Gute im Menschen glaube. Aber ich habe inzwischen gelernt mit Enttäuschungen zu leben. Die wird es immer wieder geben
Das ist wirklich wirklich bitter. Und ich hatte so gehofft, dass man durch Therapie ein bisschen heiler wird. Stattdessen gab es unzählige Retraumatisierung en, fallen gelassen werden, wenn man eh schon am Boden liegt usw.
Ich habe auch immer an das Gute im Menschen geglaubt. Leider wurde das bis aufs, Blut ausgenutzt und wird es noch immer. Gewisse Menschen sind unerbittlich. Die nehmen, was sie können. Egal, ob du lebst oder stirbst.
Aber ich bräuchte den Glauben an das Gute so dringend. Wenigstens heute ein kleines bisschen Harmonie und Liebe spüren. Das macht das Leben doch erst lebenswert.

Kannst du das mit der Selbstfürsorge in Beziehungen? Ich leider nur, wenn ich alleine bin.

Liebe Grüsse
Enie
 
Zuletzt bearbeitet:
Aber ich bräuchte den Glauben an das Gute so dringend. Wenigstens heute ein kleines bisschen Harmonie und Liebe spüren. Das macht das Leben doch erst lebenswert.

Da hast du recht. Allerdings verstehe ich nicht ganz, warum du daran zweifelt, dass es auch Gutes in Menschen gibt, zumindest in manchen Menschen, denn:

und für mich vor allem wichtig, dass ich niemandem schade und versuche, mitfühlend zu sein, so gut ich kann

Das ist eine Eigenschaft, die einen guten Menschen ausmacht. Und das ist wichtig.

Ich weiß nicht, ob der Himmel über dir so klar ist wie hier. Ich hoffe es. Denn ich kann dort die schmale Sichel des zunehmenden Mondes sehen und Venus. Sie sind schön.
 
Da hast du recht. Allerdings verstehe ich nicht ganz, warum du daran zweifelt, dass es auch Gutes in Menschen gibt, zumindest in manchen Menschen,
Ich fühle es manchmal/oft nicht. Es ist verschüttet,nicht existent.
Ich weiß nicht, ob der Himmel über dir so klar ist wie hier. Ich hoffe es. Denn ich kann dort die schmale Sichel des zunehmenden Mondes sehen und Venus. Sie sind schön
Gehe gleich nochmal auf den Balkon, danke.
 
Ich bin sehr viel alleine, verbringe die, Tage allein und verliere mich zT sehr.
Das ist es, du gehst mit mit diesen Ideen und verlierst dich immer wieder darin.

Wir können uns in Geschichten beamen und dementsprechend fühlen wir uns dann.

Sobald du merkst, dass du das Leiden in Person bist wieder einmal, schnippe mit dem Finger und steh aus dieser Versumpfung auf, mach irgendwas, das nützlich ist, denke an etwas, das ganz anders war, das supi schön war, schüttle diesen Traumsack von "ach und weh" von deinen Schultern und hol dir statt dessen ein Joghurt aus dem Kühlschrank, oder liebkose ein Fellnas
 

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