Anzeige(1)

  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Ich schaffe es nicht mehr

Kann nicht schlafen. Was für eine Phase wieder.....
Nichts hilft. Kein PMR. Keine Atemübungen, kein Yoga, kein Gespräch, keine Selbstmassage, kein Tee.... einfach nichts, alles schon gemacht heute Abend.

Meine Anspannung..... nun ich bin nicht mehr auf der Skala. Kopf- und Bauchschmerzen sind sind so normal wie Zähne putzen. Flashbacks. Es ist zum Heulen.
Bleibt noch sich mit Benzos zuzudröhnen 😔.
 
Was für ein massiver Dämpfer. Ich hatte ein Erstgespräch für Psychotherapie in meiner Stadt bei einer sehr qualifizierten Frau und ich hatte viel Hoffnung.

Ich war pünktich um 15h dort, sie öffnete mir die Tür, betont lässig, sie hatte noch Essen im Mund. Als wir dann anfingen, setzte sie sich auf den Stuhl mir gegenüber, zog ihre Füsse hoch, sie war barfuss.
Ich dachte mir schon, ok, das ist speziell.
Sie war recht ungeduldig, ich sagte ihr, ich käme wegen geringem Selbstwertgefühl und wegen Ängsten in sozialen Situationen. Sie bohrte (das machen diese Leute ja am Allerliebsten).
Nach ca. 5 Sätzen sagte sie direkt, "haben Sie als Kind Gewalt erfahren, physische, psychische oder sexuelle?" Ich sagte, darauf möchte momentan ich nicht eingehen. Sie erwiderte, Sie sei ausgebildete Traumatologin und frage das immer. Ich sagte, das ändere aber nichts daran, dass ich darüber gerade nicht reden möchte.
Ausserhalb der Therapie lernt man immer, dass man sich abgrenzen darf, dass man für sich schauen darf und nichts erzählen muss (einem fremden Mensch! nach 5 Minuten!), was einen in schwierige Gefühle bringen könnte., mit denen man danach nicht umgehen kann. Ich mache immer und immer wieder die Erfahrung, dass Therapeuten dies nicht respektieren.
Sie fragte weiter, wie sich die sozial schwierigen Situationen äussern. Ich sagte, dass ich oft das Gefühl habe, andere latschen über meinen Grenzen und ich könne mich nicht schützen. Wie das aussähe, wenn andere über meine Grenzen latschten. Als ich anfing zu erklären, unterbrach sie mich, stellte eine ganz andere Frage, die mich verwirrte (weiss nicht mehr was), ich sagte, ich sei noch immer bei ihrer Frage, die ich beantworten möchte.
Ich denke rückblickend gesehen, das war der Wendepunkt. Da reichte es ihr. Sie habe keinen Platz für mich, da das sehr aufwändig werden würde mit mir und das könne sie nicht leisten.
Bäm.
Ich fragte, ob sie mir jemand empfehlen könne, der mir weiterhelfen könne. Sie verneinte. Ich fragte, was sie mir empfehlen würde zu tun. Sie wisse es nicht.
Ich ging da raus, zerfliel in meine Einzelteile, musste weinen, wertete mich ab, bekam Suizidgedanken. Nahm Tavor. Rief die Telefonseelsorge an.
So schlecht wie nach Psychotherapien geht es mir sonst nicht oft. Und das Bezeichnende, das war schon immer so. Oder mindestens seit 10 Jahren.

Wollte das einfach mal aufschreiben, weil es sehr schwierig war.

Wer mir Tipps geben will, was ich falsch gemacht habe, bitte nicht. Ich fühl mich so schon falsch genug und stehe auf dünnem Eis gerade.
 
Zuletzt bearbeitet:
Das tut mir sehr leid, dass es so schlecht gelaufen ist und wieder eine Hoffnung auf Hilfe weg ist.

Aus meiner Sicht hast du aber nichts falsch gemacht. Einfühlsame Therapeut:innen bedrängen einen nicht so und warten ab, bis die Patient:innen sich öffnen können.
 
Sie erwiderte, Sie sei ausgebildete Traumatologin und frage das immer.
Als ob das die Antwort sei! Die ist nicht professionell gewesen, sei froh, dass sie dich nicht genommen hat, wer weiß, was du dort noch erlebt hättest!
Ich hatte mal eine Therapeutin im Erstgespräch, die hustete ununterbrochen, frei in den Raum rein, dann lief ihr ständig die Nase, ohne dass sie sich schnäuzte, beinahe hätte ich ihr ein Taschentuch angeboten...

NEIN, du hast absolut gar nichts falsch gemacht, ganz im Gegenteil. Sie hätte respektieren müssen, dass du nicht gleich im Erstgespräch über das alles reden möchtest. Außerdem ihre ganze Art, das war unmöglich. Hättest du privat zahlen müssen?
Es tut mir sehr leid, dass du diese Erfahrung machen musstest.
Und ich bin sicher: Diese Therapeutin würde das, was du alles erlebt hast und deine ganzen Kämpfe gar nicht aushalten.
 
ich sagte, ich sei noch immer bei ihrer Frage, die ich beantworten möchte.
Ich denke rückblickend gesehen, das war der Wendepunkt. Da reichte es ihr. Sie habe keinen Platz für mich, da das sehr aufwändig werden würde mit mir und das könne sie nicht leisten.
Diese Antwort von dir finde ich sehr gut! Und daraufhin hätte sie sich eigentlich entschuldigen müssen!
 

Anzeige (6)

Ähnliche Themen

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Regeln Hilfe Benutzer

Du bist keinem Raum beigetreten.

      Du bist keinem Raum beigetreten.

      Anzeige (2)

      Oben