Moin Esox!
Die Gesundheit nagt natürlich auch an meiner Psyche, das macht das alles nicht leichter. Ich kann diesen Job einfach nicht so machen wie ich es sollte, zuerst war es egal, aber seit geraumer Zeit bemerke ich, dass es die Kollegen stört. Ich war und bin zwar beliebt bei den Jungs, aber sie lassen es
mich immer mehr spüren, dass ich nicht wirklich zum Team gehöre. Die täglichen Sprüche sind unter aller Kanone, der Hauptakteur, ein Bär von Mann ohne jegliche Empathie, kommt dann immer an und meint, dass man bei diesem Job nicht empfindlich sein darf, wäre alles nur Spaß. Den verstehe ich sehr wohl, aber nicht wenn es um meine gesundheitlichen Einschränkungen geht, da hört der Spaß nämlich auf.
Habe mir bereits eine Liste erstellt mit dem Inhalt, was und wer wieder was Stapel gelassen hat und welche Zeugen es gehört haben. Nur Papier zählt und minutiöse Tatsachenberichte, alles andere ist im Falle der Fälle nichtig, ich weiß wovon ich rede.
Ich arbeite in einem großen Konzern, natürlich gibt es hier einen Betriebsrat, einen Termin zum Gespräch zwecks Aufhebungsvertrag habe ich beantragt, aber es scheint, dass es auch keinen interessiert, wurde schon mehrmals vertröstet.
Bin gerade psychisch wie physisch in einer Lage, in der man nur zu gerne falsche Entscheidungen fällt. Nächstes Jahr wollte ich eigentlich mit der aktiven Phase meiner Altersteilzeit beginnen und mit 63 nach Hause gehen. Mit 65 Jahren dann in den vorgezogenen Ruhestand, dann passt das auch mit der Rente nach 45 Arbeitsjahren. Immer noch ein Witz, aber es würde zum kleinen Leben reichen.
Wenn ich nur wieder an den Montag denke, dann kommt mir schon wieder das kalte Grausen, zuerst die blöde Frage wie das Wochenende so war und danach wieder...naja, mit dir dauert halt alles länger weil du ja sowieso behindert bist!? Ich habe keine Behinderung, ich kann nur wenig Strecke laufen wegen einem Wirbelgleiten.
Kann man diese blöden Sprüche eigentlich schon als Mobbing einstufen?
VG
Rainman60