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Ich kann und mag nicht mehr arbeiten!

Das Gespräch mt dem Vorgesetzten schiebe ich noch etwas vor mich hin, weil genau dieser mit den Lästerburschen unter einer Decke steckt.
Ich glaube, dass dir das aber negativ ausgelegt würde, falls das ganze eskalieren sollte. Der Vorgesetzte ist IMMER der 1. Ansprechpartner, denn wenn er nicht erfährt, dass dich etwas stört, kann er logischerweise auch nicht intervenieren. Dass er mit dem Lästermaul unter einer Decke steckt mag ja sein, muss sich aber erst einmal beweisen und würde es ja auch, wenn er nichts dagegen täte. M. E. würde jeder gegnerische Anwalt dir deine Argumentation als rein spekulativ in der Luft zerpflücken, wenn du diesen Weg noch nicht einmal versuchst.

"Der Laden" behandelt dich aber nicht mies, sondern eben dieser eine Lästerbursche. Das ist etwas völlig anderes und du tätest m. E. gut daran, diese Tatsachen nicht zu vermischen.
 
Ständig frage ich mich, warum Kollegen, die es einst so gut mit mir meinten, plötzich so daherkommen und abfällig über mein Gehproblem reden.
Wenn du DICH das fragst, bekommst du logischerweise keine Antwort. Ich würde mir so einen Kollegen dann mal beiseits nehmen und ihm genau diese Frage unter 4 Augen stellen. "Findest du das eigentlich gut, dich über meine Behinderung lustig zu machen? Wir sind doch bisher immer gut ausgekommen. Ich empfinde das sehr verletzend, habe deshalb schon genug Probleme und bitte dich, das für die Zukunft zu unterlassen."

Was vergibst du dir damit, so etwas im direkten Gespräch zu thematisieren? Nicht in der großen Runde - da schließen sich dann oft Fronten zusammen. Einfach mal fragen, ob der Kollege gerade mal 5 Minuten Zeiten hat.
 
Hat wenig mit andern zu tun, wenn du deine Arbeit nicht mehr schaffst.
Lass die mal außen vor, die kannst und wirst du nicht ändern.
Ging mir auch so ähnlich, gibt Möglichkeiten was dran zu ändern; Für dich.
Hab das über Teilhabe am Arbeitsleben gemacht, mit dem Beruf Förderung Werk.
"Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben" (LTA) sind ein sozialrechtlicher Begriff für die berufliche Rehabilitation.
Sie sollen Menschen mit Behinderungen und von Behinderung bedrohten Menschen dabei helfen, (wieder) in den Arbeitsmarkt einzusteigen oder ihren Arbeitsplatz zu erhalten.
Die Leistungen umfassen eine Vielzahl von Maßnahmen, die auf die Erhaltung, Verbesserung oder Wiederherstellung der Erwerbsfähigkeit abzielen.

Die haben mir geraten in EU Rente zu gehen, da eine Weiterbildung oder Umschulung mit 60 nicht
viel bringen würde.
Ist aber deine Entscheidung, da wird dir nichts aufgezwungen.
 
Eine EU Rente zu kriegen ist kein Waldspaziergang.
Dafür muss man krank sein.
Vor allem wichtig:Reha vor Rente
Ja, das war ja bei mir auch der Fall.
Hab auch eine Wiedereingliederung gemacht, im gleichen Beruf.
Danach eine Umschulung, die auch nicht von Erfolg gekrönt war.
Da blieb nur die EU Rente.
Ist immer individuell, nur eine der Möglichkeiten den für mich richtigen Weg zu finden.
 
Moin Esox!
Die Gesundheit nagt natürlich auch an meiner Psyche, das macht das alles nicht leichter. Ich kann diesen Job einfach nicht so machen wie ich es sollte, zuerst war es egal, aber seit geraumer Zeit bemerke ich, dass es die Kollegen stört. Ich war und bin zwar beliebt bei den Jungs, aber sie lassen es
mich immer mehr spüren, dass ich nicht wirklich zum Team gehöre. Die täglichen Sprüche sind unter aller Kanone, der Hauptakteur, ein Bär von Mann ohne jegliche Empathie, kommt dann immer an und meint, dass man bei diesem Job nicht empfindlich sein darf, wäre alles nur Spaß. Den verstehe ich sehr wohl, aber nicht wenn es um meine gesundheitlichen Einschränkungen geht, da hört der Spaß nämlich auf.
Habe mir bereits eine Liste erstellt mit dem Inhalt, was und wer wieder was Stapel gelassen hat und welche Zeugen es gehört haben. Nur Papier zählt und minutiöse Tatsachenberichte, alles andere ist im Falle der Fälle nichtig, ich weiß wovon ich rede.
Ich arbeite in einem großen Konzern, natürlich gibt es hier einen Betriebsrat, einen Termin zum Gespräch zwecks Aufhebungsvertrag habe ich beantragt, aber es scheint, dass es auch keinen interessiert, wurde schon mehrmals vertröstet.
Bin gerade psychisch wie physisch in einer Lage, in der man nur zu gerne falsche Entscheidungen fällt. Nächstes Jahr wollte ich eigentlich mit der aktiven Phase meiner Altersteilzeit beginnen und mit 63 nach Hause gehen. Mit 65 Jahren dann in den vorgezogenen Ruhestand, dann passt das auch mit der Rente nach 45 Arbeitsjahren. Immer noch ein Witz, aber es würde zum kleinen Leben reichen.

Wenn ich nur wieder an den Montag denke, dann kommt mir schon wieder das kalte Grausen, zuerst die blöde Frage wie das Wochenende so war und danach wieder...naja, mit dir dauert halt alles länger weil du ja sowieso behindert bist!? Ich habe keine Behinderung, ich kann nur wenig Strecke laufen wegen einem Wirbelgleiten.

Kann man diese blöden Sprüche eigentlich schon als Mobbing einstufen?

VG
Rainman60
Ich würde den Vertrag nicht aufheben lassen. Tatsächlich würde ich eher zum Arzt gehen und schauen, ob du eine Reha starten kannst.
Du hast eine körperliche Einschränkung. Hast du dafür eine Wassergymnastik beantragt. Bekommt man vom Orthopäden verschreiben und die meisten bemerken dadurch eine verbesserte. Im Wasser ist man leichter. Außerdem könntest du bis zur Reha die Physiotherapie verschreiben lassen?
Vergiss nicht, man bekommt eine ganz andere ärztliche Behandlung, wenn man noch im Angestelltenverhältnis ist.
Außerdem wirst du in der Rente wirklich sehr zurückfallen.
Schau das du als Angestellter lieber öfters krank bist. Aber auch nicht zu lange. Du darfst nicht über die 6 Wochen kommen, sonst ist es ebenfalls wie eine Rentenkürzung.
Gerade weil du in einem großen Konzern bist, würde ich es laufen lassen, du hast nicht mehr lange.
Es ist nämlich schon Schwierig in den nächsten großen Konzern zu wechseln und du bist auch gesundheitlich angeschlagen. Das würde ich dir nicht raten.
Das Gespräch kann du mir dem Betriebsrat machen, allerdings würde ich hier eher das Mobbing ansprechen und nicht deine Kündigung.
Jetzt Mal ehrlich, die freuen sich wenn du gehst. Kein Unternehmen will die Wehwehchen tragen. Aber das solltest du tatsächlich wegschieben. Das verschieben in ein anderen Hauptthema war Taktik..das macht man nämlich wirklich nicht.
Halte durch und schau, dass du das eher machst. Ich kann Verstehen, dass man gerne seine Arbeit sehen möchte, aber jetzt Mal ehrlich, am Ende bekommt sowieso der Chef das Lob. Du schlechte Nachricht werden gerne weitergeleitet.
Kümmere dich bitte eher um deine Gesundheit.
 
Wenn du DICH das fragst, bekommst du logischerweise keine Antwort. Ich würde mir so einen Kollegen dann mal beiseits nehmen und ihm genau diese Frage unter 4 Augen stellen. "Findest du das eigentlich gut, dich über meine Behinderung lustig zu machen? Wir sind doch bisher immer gut ausgekommen. Ich empfinde das sehr verletzend, habe deshalb schon genug Probleme und bitte dich, das für die Zukunft zu unterlassen."

Was vergibst du dir damit, so etwas im direkten Gespräch zu thematisieren? Nicht in der großen Runde - da schließen sich dann oft Fronten zusammen. Einfach mal fragen, ob der Kollege gerade mal 5 Minuten Zeiten hat.
Hey!
Dieser besagte Kollege, der immer mehr auch andere Kollegen (die bisher immer ruhig waren), mit in´s Boot nimmt und die dann auch mitmachen, genau mit dem habe ich schon des Öfteren darüber geredet, erst waren es Sprüche wegen der Arbeit und wie ich sie mache (er macht sie bereits 20 Jahre lang), dann ging es über in meine körperlichen Einschränkungen. Er erwiderte daraufhin selber, dass mich das wohl ganz schön mitnimmt, soll mich aber nicht so anstellen, wäre alles nur Spaß, hier in diesem Büro musst einen an der Waffel haben, sonst bekommst das nicht gebacken. Hmmm...okay, aber warum hacken dann jetzt alle immer nur auf mir rum? Bin ich vom Typ her so einer, mit dem man es machen kann, bzw., derjenige, der es mit sich machen lässt?! Ich glaube...letzteres ist eher der Fall!

Wie gesagt, mit Worten ist es ungemein schwierig die Situation eindeutig darzulegen. Hierarchisch gesehen war ich früher weit über den jetzigen Kollegen, auf einmal bin ich derjenige, der neu angefangen hat und sich noch einarbeiten muss, in ein Arbeitsgebiet, welches mich nur noch anwidert.
Das strahle ich wohl aus, mir gefällt es nicht und meine dadurch resultierende negative Ausstrahlung spüren andere und quittieren das mit blöden Kommentaren. Ganz langsam, noch im grünen Bereich, aber jetzt bald täglich auf meine Gesundheit abzielend, wirklich erbärmlich und niederträchtig!

Hast mich aber überredet, ich werde jetzt doch erstmal das Gespräch mit dem Vorgesetzten suchen und die weitere Vorgehensweise besprechen. Und alles schön dokumentieren, ich weiß wovon ich rede!

VG
Rainman60
 
mehr oder weniger zwangsweise in eine andere Abteilung versetzt, eine Arbeit, die mich nur noch anwidert, weil man am Ende des Tages rein gar nichts von den Ergebnissen sieht.
Wegen einer bösen Rückenerkrankung kann ich kaum laufen, komme also total unrund daher und bin nach einer größeren OP trotzdem froh, dass ich nicht im Rollstuhl gelandet bin.
Was stört mich? Die Arbeit an sich, ich schaffe mit knapp 60 nicht mehr, mich in diese neue Materie reinzuwurschteln, alles sehr kompliziert mit viel Zahlen, ein "Zurück" an die alte Stelle, die ich über 20 Jahr lang dominiert habe, ist völlig ausgeschlossen.
Zudem machen sich Kollegen lustig über meine Gangart, wäre behindert und kann eh nicht mithalten. Jeden Tag neue Sprüche, ich warte förmlich schon drauf, dass wieder eine neue demütigende Aussage kommt. Ich fühle mich nicht dazugehörend, habe innerlich schon völlig abgeschlossen mit dem Laden und finde es mehr als sch...e, dass sich Menschen über die gesundheitlichen Einschränkungen anderer lustigmachen, das könnte ich niemals, mit keinem Wort! Das verlangt der Anstand!

Du bist genau wie ich noch ein Arbeitnehmer der alten Schule der nicht mobbt
oder Intrigen spinnt. Mein Beileid erstmal ! Ich würde sehen eine Erwerbsunfähigkeits-
rente oder Versicherung abzuschließen und bei der ersten Frist in Frührente zu gehen,
sonst stirbst du noch am Arbeitsplatz. Ich würde den Schlußstrich setzen und etwas
für dich selbst tun. Ich habe das viel zu spät gemacht und mein ganzes Leben ist heute
komplett verdorben. Wenn ich noch mal umlernen kann, habe ich Glück.

Ich würde auch ans Auswandern denken und einem Land das nur Demütigung
und Spott für dich hat ,den Rücken kehren und das für immer. Ich bin schon dabei
eine andere Sprache zu lernen und war auch schon in meinem neuen Traumland.
Es gibt dort kein Mobbing und habe nur gute Erfahrungen gemacht außerhalb der
EU. Kopf hoch ! Noch hast du die Möglichkeit was zu ändern.
 
Welches Land soll das sein?
Kasachstan. Vielleicht etwas hart von der Reise aber top aus meiner Erfahrung.
Wunderschöne Landschaften, freundliche Menschen und 0 Ärger. Im Süden ist
es noch vom Klima machbar und man kriegt viel mehr für sein Geld dort. Einen
Schaurma (Döner) habe ich für 1,40 € gekriegt mit Fleisch und allem. Ob es heute
noch so ist, weiß ich nicht aber die Preise waren sehr günstig und habe auch dort
Leute besucht. Es war schön. Freunde haben mich eingeladen ins Riesenrad.
Als Deutscher war ich dort eine Sensation und positiv wahrgenommen.
Ein gutes Hotel gibt es für 30-40 € und standard 15 € pro Tag. Als ich zurück
sollte, sträubte ich mich sehr. Ich wäre gerne länger geblieben. Es wurde mir
klar, daß ich mir mein Leben mit DE komplett verdorben habe. Familie sind
alle tot, kaum noch Freunde. In Kasachsten sagte man mir, schön das du da
bist ! Das habe ich in Deutschland nie gehört von Einheimischen.
 

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