Ja, ich stecke in einer ähnlichen Situation und bin auch so ähnlich alt wie du.
Der Job ist für mich seit langer Zeit mehr oder weniger eine Quelle des Frusts, von psychischen Belastungen und Unzufriedenheit. Wobei es sich wellenartig mal immer wieder bessert, dann geht es mir wieder schlechter.
Zur Zeit fühle ich mich wieder recht frustriert und gestresst. Es ist einfach so, dass ich mich nie wirklich anfreunden werde mit meinem Beruf, und auch meine Kollegen und ich ticken recht unterschiedlich. Ich fühle mich einfach nicht im Beruf angekommen, aber inzwischen bin ich so alt, dass ich auch nicht mehr damit rechne, dass das noch was wird.
Dazu kommt, dass meine Kollegen und auch mein Teamleiter einen bisweilen barschen, unfreundlichen oder spöttischen Tonfall drauf haben, mit dem ich nie klar gekommen bin . Ich fühle mich dann immer unzulänglich, unfähig, zu doof für den Beruf. Das wiederum zieht mich runter, im Lauf der Jahre immer stärker. Statt besser zu werden, habe ich oft den Eindruck, immer stärker "unterzugehen" in dem Beruf, psychisch, und was meine Fähigkeiten betrifft. Ich habe einfach keine Erfolgserlebnisse und auch keine Motivation (was sich wechselseitig bedingt).
Physisch bin ich auch nicht mehr top auf der Höhe, obwohl ich mit regelmäßigen Besuchen im Fitnessstudio gegen meine Beschwerden (in den Gelenken, Herzkreislaufsystem, etc.) ankämpfe.
Hey,
habe versprochen mich bei Dir zu melden, insbesondere deswegen, weil wir in einer ähnlich gelagerten Situation stecken.
Hatte letzte Woche einen Termin beim Betriebsrat bzgl. der Möglichkeiten eines Aufhebungsvertrages, wie die Firma dazusteht usw.. Was war die Antwort bzw. Reaktion?! Vergiss es, die Häuptlinge werden dir niemals das zahlen wollen was dir im Grunde zusteht und zudem gehöre ich gar nicht zu dem Personenkreis den man lieber heute als morgen loswerden will. Das wäre ein zermürbender Prozess mit fragwürdigem Ausgang...und den sicher nicht zu meinen Gunsten.
Ich solle jetzt erstmal das Gespräch mit dem Vorgesetzten suchen, die Sachlage schildern und klar und eindeutig darlegen, dass der Job nicht geeignet für mich ist. Habe diverse ärztl. Atteste des Betriebsarztes und noch ein BEM-Verfahren aus dem letzten Jahr, auch dieses könnte man wieder "in´s Leben rufen", um aus dem Job rauszukommen.
Bin bald 25 Jahre in dem Laden tätig, ehrlich gesagt, ich weiß vor lauter Frust gar nicht mehr, was ich dort noch machen sollte, kann oder will, hab innerlich abgeschlossen und will nur noch weg!
Bleibt natürlich noch die Möglichkeit, mich für 78 Wochen krankschreiben zu lassen und danach 2 Jahre ALG1 zu beziehen, dann wäre ich ca. 63,5 Jahre alt, mit immerhin 43,5 Jahren Beitragszeit.
Schön, dass ich noch knapp 7 Punkte an meine Ex abgeben musste, ebenso bekommt sie gut 100,-- von meiner Betriebsrente, auch wenn sie gesichert 3 Häuser von ihrem neuen Mann vererbt bekommt, das nenne ich mal "sozial" von unserem glorreichen Rechtssystem, anstatt ihr die Punkte wieder wegzunehmen, weil ja bald hochbegütert, aber nein, immer oben drauf...
Man o man, was ist jetzt richtig und was falsch?! Ich will nicht brechen in dem Laden!
Schöne Pfingsten!
Rainman60