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Ich kann meine Trauer schwer zulassen

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Green Arrow, ehrlich, es steht niemandem zu, einem anderen Menschen so eine Verantwortung aufzudrücken. Es lag einzig in IHRER Verantwortung, sich um professionelle Hilfe zu bemühen. Sie hat sich an Dir festgeklammert. Ja, kann sie, solange Du das halten kannst. Du hast das einzig wirklich Richtige gemacht und auf Dich aufgepasst. Was wäre sonst geworden? Hätte es zwei Selbstmorde gegeben, weil Du auch einfach nicht mehr gekonnt hättest? Du hast gegeben, was Du hattest und mehr geht nicht. Du hast sie nirgendwo hin geschickt, die Entscheidung für ihr Tun lag allein bei ihr.

Deine Verantwortung für Dich, Deine Aufgabe jetzt für Dich besteht darin, Dich nicht an diesem Satz
Ich schaffe das nicht mir das zu verzeihen
festzuhalten, sondern Dich darum zu kümmern, dass Du davon weg kommst. Es gibt nämlich gar nichts zu verzeihen. Im Grunde hat doch nun sie Dich zurück gelassen mit Schuldgefühlen und Lebensunfähigkeit, nicht anders herum. Du wolltest nur eine Pause, Du wolltest die Möglichkeit, für Dich zu sorgen, damit neue Kraft wieder da ist. Sie wollte Dir das nicht geben. Ist das nicht eher ein Grund wütend zu sein, als sich zu zerfleischen?

Überleg Dir mal, was es Dir bringt, Dich jetzt so in Schuldgefühle einzurollen. Es ist sicher für die meisten Menschen schwer, in so einer Situation keine Schuldgefühle zu bekommen, auch wenn der Verstand es viel besser weiß. Aber man sollte nicht in den Schuldgefühlen leben und selbst kaputt gehen. Es war, wie es war. Und wenn Ihr anders gekonnt hättet, dann hättet Ihr es anders gemacht.

Greenee, vergiss nicht, Du hast ihr mehr gegeben, als alle anderen Menschen sonst. Und Du hast alles gegeben, was Du hattest. Du musst Dich nicht dafür entschuldigen, dass Du (noch) lebst und das, weil Du auf Dich selbst geachtet hast. Das war richtig. Und jetzt lass zu, dass Du es nun auch wieder für Dich machst. Schalte mehr den Kopf ein. Deine Gefühle geben Dir momentan nur destruktive Informationen. Weine, so viel Du es brauchst, aber halt Dich nicht fest an den Schuldgefühlen. Du warst da für sie bis an den Rand Deiner eigenen Kraft. Mehr geht nicht.

Liebe Grüße, kiablue
 
Zuletzt bearbeitet:
Green Arrow, ehrlich, es steht niemandem zu, einem anderen Menschen so eine Verantwortung aufzudrücken. Es lag einzig in IHRER Verantwortung, sich um professionelle Hilfe zu bemühen. Sie hat sich an Dir festgeklammert. Ja, kann sie, solange Du das halten kannst. Du hast das einzig wirklich Richtige gemacht und auf Dich aufgepasst. Was wäre sonst geworden? Hätte es zwei Selbstmorde gegeben, weil Du auch einfach nicht mehr gekonnt hättest? Du hast gegeben, was Du hattest und mehr geht nicht. Du hast sie nirgendwo hin geschickt, die Entscheidung für ihr Tun lag allein bei ihr.

Deine Verantwortung für Dich, Deine Aufgabe jetzt für Dich besteht darin, Dich nicht an diesem Satz festzuhalten, sondern Dich darum zu kümmern, dass Du davon weg kommst. Es gibt nämlich gar nichts zu verzeihen. Im Grunde hat doch nun sie Dich zurück gelassen mit Schuldgefühlen und Lebensunfähigkeit, nicht anders herum. Du wolltest nur eine Pause, Du wolltest die Möglichkeit, für Dich zu sorgen, damit neue Kraft wieder da ist. Sie wollte Dir das nicht geben. Ist das nicht eher ein Grund wütend zu sein, als sich zu zerfleischen?

Überleg Dir mal, was es Dir bringt, Dich jetzt so in Schuldgefühle einzurollen. Es ist sicher für die meisten Menschen schwer, in so einer Situation keine Schuldgefühle zu bekommen, auch wenn der Verstand es viel besser weiß. Aber man sollte nicht in den Schuldgefühlen leben und selbst kaputt gehen. Es war, wie es war. Und wenn Ihr anders gekonnt hättet, dann hättet Ihr es anders gemacht.

Greenee, vergiss nicht, Du hast ihr mehr gegeben, als alle anderen Menschen sonst. Und Du hast alles gegeben, was Du hattest. Du musst Dich nicht dafür entschuldigen, dass Du (noch) lebst und das, weil Du auf Dich selbst geachtet hast. Das war richtig. Und jetzt lass zu, dass Du es nun auch wieder für Dich machst. Schalte mehr den Kopf ein. Deine Gefühle geben Dir momentan nur destruktive Informationen. Weine, so viel Du es brauchst, aber halt Dich nicht fest an den Schuldgefühlen. Du warst da für sie bis an den Rand Deiner eigenen Kraft. Mehr geht nicht.

Liebe Grüße, kiablue

'Soviele DANKE gibt es gar nicht, wie ich gerne unter diesen Beitrag setzen möchte. Du drückst genau das aus, was ich auch denke.

DANKE nocheinmal ganz herzlich kiablue, dafür. 🙂

Sisandra
 
Zuletzt bearbeitet:
Du warst da bis ans Ende Deiner Kraft.
Das ist wirklich etwas, das Du Dir, wenn überhaupt, vorwerfen kannst... .

Du hast nicht mehr auf Dich selber aufgepasst.


Dann tue es JETZT!


Ganz liebe Grüsse!
Landkaffee


Ging mir auch ´mal so.... . Bitte lerne auch Du!
 
Liebe Silvestergirly,

Herzlichen Dank für Deine Antwort!


Manchmal überkommt es mich auch während des Alltags.
Wenn ich nach Hause fahre, oder wenn ich spazieren gehe oder in der FH lerne...
Ich kann das nicht lenken und ich habe laufend Flashbacks an ALLES von damals.

Ich kann alles noch klar und deutlich sehen und ich kann diese Dinge nicht vergessen.
Ein paar FH Studenten nerven mich mit ihren Fragen was los ist.
Wie soll ich darauf reagieren?

Die machen alle Druck auf mir und ich kann nicht allen die Wahrheit sagen.
Ich will diesen Druck NICHT MEHR haben.

Green Arrow

„Manchmal überkommt es mich auch während des Alltags.
Wenn ich nach Hause fahre, oder wenn ich spazieren gehe oder in der FH lerne...
Ich kann das nicht lenken und ich habe laufend Flashbacks an ALLES von damals.“
Das du den Alltag mit dieser schweren Trauer und den Schuldgefühlen nicht mehr ohne Störungen hinbekommst ist absolut verständlich. Auch das Lernen ist unter diesen Bedingungen fast unmöglich. Gibt es einen Professor/Professorin oder Mitarbeiter/Mitarbeiterin (Lab.-Ing.) zu dem oder der du mehr vertrauen hast, denn auch an einer Fachhochschule arbeiten Menschen mit Gefühlen, ich spreche aus eigener Erfahrung. Du kannst um Hilfe an deiner FH zu finden, folgende Suchbegriffe eingeben,
Psychologische Beratung für Studierende“
Vielleicht können sie dir weiterhelfen in Bezug „Was kann ich tun, damit ich trotzdem das Studium schaffen kann.
Darf ich dich fragen wo und was du studierst oder wird es zu persönlich
„Ich kann alles noch klar und deutlich sehen und ich kann diese Dinge nicht vergessen.
Ein paar FH Studenten nerven mich mit ihren Fragen was los ist.
Wie soll ich darauf reagieren?
Die machen alle Druck auf mir und ich kann nicht allen die Wahrheit sagen.
Ich will diesen Druck NICHT MEHR haben.“
Das kann ich voll verstehen, vor allem, je mehr Druck desto schwerer das Aushalten und nicht auffallen.
 
Hallo Green Arrow

Ich habe deinen Thread zwar nicht gelesen da ich ohnehin weiß um was und um wen es sich geht.
Hätte ich gewußt das es dich so trifft,ich hätte nichts gesagt.
Wie du weißt verlor ich 2011 vie Freunde allesamt sehr jung durch Suizid,alle drei Monate einen.
Oja auch ich war mehr als traurig und habe lange getauert und so manche Träne vergossen.

Du aber hast dich da in etwas hineingesteigert was nicht sein darf,die Trauer bestimmt dein Leben.
Nicht mehr zu trauern heißt nicht das wir die Toten vergessen,vielmehr geben wir ihnen einen Platz in unserem Herzen.
Auch ich denke sehr oft an sie,abernicht in Trauer sondern in Erinnerung an die schönen Zeiten die wir hatten.

Wenn es dich so zerfrißt dann solltest du dir dringend Psychologische Hilfe anteil werden lassen.
Wenn ich bedenke das ich Schuld bin an deinem Zustand,ich hätte nichts gesagt.
Das tut mir sehr leid,sehr leid.
 
Man muss jene die gegangen sind loslassen (können) damit sie im Herzen landen,ich weiß es ist nicht so einfach.

Wenn ich nur etwas Last von Deinen Schultern nehmen könnte,würde ich es tun.

Erinnere Dich an die schöne Zeit die ihr hattet.Sie hätte nicht gewollt das Du Dich quälst.

Und niemand sollte sich schuldig fühlen,keiner von Euch beiden.Alle haben getan was in ihrer Macht stand,die Verletzungen von ihr waren zu schwer.Und sie wollte gehen ,es haben fast alle ihr die Hand gereicht.Um das was sie tat zu verhindern.Es war nur wahrscheinlich so das hier einige eine Zeitlang den Weg mit ihr gehen sollten.Da wo sie nun ist ,geht es ihr sicherlich gut und niemand tut ihr mehr was.

Gruss
Serafina
 
Zuletzt bearbeitet:
Green Arrow.... DU bist mein Halt.......

UND DU WARST ES DOCH AUCH, vergiss das niemals. Was wäre gewesen wenn sie dich nie gehabt hätte ?
ICh kenn deine Geschichte jetzt nicht komplett, aber so wie es sich rausliest hätte sie sich noch früher aus dem Leben verabschiedet.

Jeder Mensch ist nur begrenzt belastbar und wenn man merkt daß man komplett überfordert ist mit der Bürde dann DARF man auch sagen: ICh brauche eine Auszeit, ich habe keine Kraft mehr.

Es war auch unfair von ihr dir alles aufzubürden, sowas sollte man nie machen.

ICh verstehe daß du dir Vorwürfe machst, ich denke mir ginge es nicht anders. EIn guter Freund von mir beging auch Selbstmord, wollte vorher noch mit mir reden und ich hatte keine Zeit für ihn.....

Aber es war eindeutig ihre Entscheidung zu gehen. Menschen die nicht mehr leben wollen kann man nur sehr zeitlich begrenzt von ihrem Vorhaben abhalten- es liegt nicht in unserer Hand.

Du warst ihr ein guter Freund, bis du selbst nicht mehr gekonnt hast. Mehr kann niemand von einem verlangen

Hör bitte auf dich selbst zu zerfleischen , sondern such dir professionelle Hilfe
 
Liebe User,

Es tut mir leid, dass ich gestern nicht mehr antworten konnte.
Diese paar Zeilen haben mich eine enorme Psychische Anstrengung gekostet und ich konnte mich diesem Thema nicht mehr wenden.
Ich bin euch allen unendlich und von herzen dankbar für eure liebevolle Zeit.

Das ist es doch gar nicht wert….
Ein "Danke" allein reicht nicht mehr…

Ich werde heute dann zu jedem eurer Posts einzeln antworten.

Zu Shorn möchte ich aber einen Vorgriff machen:

Warum meinst Du hättest daran Schuld?
Ich hätte es sowieso erfahren, wenn nicht von Dir dann von anderen Usern.
Wenn ich nach Wochen nichts mehr gehört hätte, hätte ich JEDEN User der sie damals kannte kontaktiert.
Ich hätte es in JEDEM Fall erfahren und ich habe ein Recht auf die Wahrheit.
Ich habe Dir damals gesagt, dass ich Dir sehr dankbar bin, dass Du es mir gesagt hast.

Hätte ich gewußt das es dich so trifft,ich hätte nichts gesagt.

Es war nicht einfach so eine Selbstmord, es war nicht nur so, dass ich sie als lieben Freund kannte und dann so etwas unüberrachend kam.
Es trifft mich deswegen so hart, weil ALLES umsonst war.
Der Versuch ist gescheitert.
Die Anstrengung, die Zeit,.....


@all
Eins noch:

Ich hätte auch "Nein" zu der ganzen Sache schon vor Beginn aus sagen können.
Sie, als Mensch, war den Versuch Wert.
Auch wenn das alles in einer Katastrophe und Chaos geendet ist.....sie war es Wert es zu versuchen.


Green Arrow


PS:

Shorn, Deine Nachricht hätte kaum "besser" ankommen können, denn zu der Zeit hatte ich keine Prüfungen.
Wenn ich es später erfahren hätte, wäre ich psychisch und physisch nicht mehr in der Lage gewesen mich zu Sammeln und das 3. Semester einigermaßen zu bestehen, was mir ungeheuer viel abverlangt hat.
Es ist ein Wunder, dass ich immer noch im Spiel bin...
Hätte ich selbst nicht gedacht, auch wenn der psychische Preis hoch war, ich habe Bestanden.
 
Liebe Sisandra,

Danke für Deinen Beitrag!

Wenn ich dir einen Rat geben darf.... Du solltest / musst in deinem eigenen Interesse lernen, dich zu schützen. Zu schützen vor Dingen, die so übermächtig sind, dass sie dich mitzureißen drohen. Denn dann kannst du niemandem mehr helfen, noch nicht mal mehr dir selbst. 🙁

Wenn ich auf mich selbst gehört hätte damals, hätte ich vieeel früher sagen sollen, dass ich nicht mehr kann.
Ich hatte neben dieser Userin die gestorben ist auch noch eine weitere, beide brachten mich in eine schwere Lage.
Ich war überfordert...
Ich führte so viele PNs mit dem Administrator damals was ich tun soll in sowas.
Zu der anderen brach jeder Kontakt ab, ich kann sowas nicht mehr.

Ich...ich wollte dich nur ein paar Wochen für MICH :wein:
War das SO viel verlangt??? :wein:


Wenn ich ehrlich bin:

Ich habe meinen eigenen internen Schutzinstinkt sooo lange ignoriert.
Es war schwer dem nicht nachzugeben.
Es führte zu inneren Konflikten.
Ich konnte sie doch nicht einfach so im Stich lassen....
Sie hat mich gebraucht...

Als es so schlimm wurde, da habe ich automatisch gehandelt und mich zurückgezogen.
Ich konnte es selbst kaum glauben, dass ich wirklich gesagt habe "Ich kann nicht mehr".
Das wollte ich nie, aber es kam von selbst.

SIE hat sich entschieden und ich denke nicht, dass du sie hättest aufhalten können...

Ich weiß!
Ich auch nicht!

Sie war schon so lange auf diesem Weg, aber sie wollte Hilfe und trotzdem doch irgendiwe nicht.

Ich habe so viele schöne Worte in meinem Kopf, die zur Abwechslung an mich gehen bezüglich dieser Sache.
Aber ich höre immer wieder nur diesen einen Satz.

Danke Sisandra.

Green Arrow
 
Hallo Green Arrow,

Du kannst niemanden halten der nicht gehalten werden will,ich denke das einfach ihre schwere Krankheit ihr den Rest gab.
Du kannst nichts dazu das sie gesundheitlich zum Schluss so sehr eingeschränkt war.

Mit der Psyche das hätte man ggf wieder hinbekommen zur Rechten Zeit,ihren Körperlichen schlechten Zustand jedoch nicht!!!Bzw nur unter bestimmten Voraussetzungen.

Sie wollte Hilfe ja,sie hatte jedoch wegen der vielen negativen Erfahrungen die Hoffnung verloren und hatte Angst davor anderen zu vertrauen.
Ich kann es verstehen.

Viele so denke ich mir haben sie so gut es ging unterstützt.Mehr geht nich!!!

Gruss
Serafina
 
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