Was ich ja nicht mag ist, wenn man ohne Punkte schreibt. Das setzt schon ein gewissen Tonus voraus, dass man ohne Punkt und Komma redet. Bitte formatiere deine Beiträge doch so, dass wir dir zumindest tonalisch folgen können. Das macht uns die Kommunikation etwas einfacher.
Grundsätzlich ist es die Sache der Verschwörungstheorien, dass sie oft von Menschen mit einer Tendenz zur inneren Unzufriedenheit gestellt werden. Ein Mensch, der sich sozial sicher fühlt, gewisse Grundbedürfnisse abdecken kann und auch stabile Beziehungen zu seinen Mitmenschen führen KANN wird eher seltener des Verschwörungskults indoktriniert.
Verschwörungstheorien sind per se nämlich garnicht so "blöd" wie man meinen sollte. Der Mensch ist mitunter darauf ausgelegt bestimmte Muster erkennen zu können, Fraktale zusammenzusetzen und in ihnen, das erstmal als Chaos erscheint eine Wiederholung erkennen zu wollen. So können wir unsere Umwelt einschätzen. Abweichungen heißen für uns auch - Fehlerquellen. Da wir grundsätzlich problemorientiert sind sind diese Abweichungen wie die Nadel im Heuhaufen. Sind sie erstmal gefunden, dann gilt es eine Ursache zu finden. Ob diese Abweichungen aber "real" vorhanden sind kann man nicht sagen. Das ist wie Drachen in Wolken sehen - mit viel "Fantasie" kann man sich alles einbilden.
Ist ein Komplex angeschlagen, bzw. das Gehirn hat Probleme dabei etwas zu verarbeiten schwenkt dies aber in einen Exzentrismus um. Der Grund dafür ist die Dissoziation zur eigenen Fehlbarkeit. Indem diese nicht anerkannt werden möchte wird sie umgelagert auf übergreifende "Schein"muster wie Promis, Reptiloiden, whatever. Indem eine Störung woanders gefunden wird wird die Dissoziation bestätigt. Denn "Ich" kann ja dafür dann nicht verantwortlich sein - es muss etwas anderes sein. Indem diese Störung als "real" empfunden wird, so wird sie auf Fehlerquellen untersucht und dann ist es im Grunde irrelevant welche Information gegeben ist - hauptsache sie unterscheidet sich von gängigen Mustern. Wäre sie eine "bekannte" Information, die man schon lange als gegeben festgestellt hat, dann wäre es kein Fehlerpotential mehr.
Somit ist diese Versteifung und Verhärtung in Falschinformationen immer steigender. Man ist quasi ein offenes Gefäß für Falschinformationen, denn gegebene Dinge sind keine Fehler und der Komplex kann damit nichts anfangen - es fundiert die Dissoziation nicht.
Also - im Grunde machen Verschwörungstheoretiker ja nichts anderes als das wozu das menschliche Gehirn gedacht ist. Für einen "relativ" gesunden Komplex scheint das aber total unglaublich. Er versteht nicht wie jemand in diesen Wahrheiten Fehler finden kann, da sie doch offensichtlich sind. Es ist offensichtlich, dass die Erde rund ist, denn Massen des Universums haben eine Gravitalkraft die Objekte nun einmal rund machen, ein physikalisches Gesetz.
Ebenso mit den Reptiloiden - wie kann jemand der Meinung sein, dass die menschliche DNA mit einer Echse kreuzbar ist oder sich jemand "shapeshiften" kann? Die DNA obliegt den biologischen Gesetzen und Aliens sind Science-Fiction. Einfach weil er diesen Fehlerfilter nicht hat. Er hat den Fehlerfilter für Exzentriker und was er für "Idioten" hält.
Das Problem mit solchen Theoretikern ist auch immer, dass sie sich irgendwann nurnoch in Echoblasen bewegen können und irgendwann ziemlich abdriften. Diese Echoblasen sieht man aber auch in anderen Kreisen wie z.B. der Esotherik, die ja ähnliche Strukturen zu Verschwörungstheorien hat.
Eigentlich recht interessant. Dennoch auch schwierig mit solchen Menschen umzugehen, da sie sich außerhalb der Konformität unserer Gesellschaft aufhalten möchten und auch wenig toleriert werden, da es einige Gefahren mit sich bringt.
Nun ja.
Was das jetzt aber allesmit Gewalt zutun hat erschließt sich mir nicht.